Beiträge von Friesin

    Zitat

    auch dann kann ich nicht für alle alles gleich machen - Gerechtigkeit hin oder her.

    Gerchtigkeit besteht nicht darin, dass alle das Gleiche haben, sondern dass jeder das hat, was er braucht.

    ich halte es für völlig normal, dass Schüler, die kein angemessenes Arbeitsverhalten an den Tag legen, die den Kopf mit allem voll haben, nur nicht mit Schuldingen, in der Schule Probleme bekommen. Schule ist nun mal auf Lernen angelegt, auf regelmäßiges Mitarbeiten usw. Das aber liegt in der Eigenverantwortung der Schüler. Wir als Lehrer müssen versuchen, guten Unterricht anzubieten, annehmen und "etwas draus machen" muss jeder einzelne Schüler. Wenn das manch einer nicht tut, ist das in meinen Augen kein Fehler im System.
    Im Sport käme niemand auf die Idee, leistungsschwache oder behinderte Teilnehmer zu "inkludieren" (was für ein blöder Ausdruck, by the way). Da wird nach Leistung und Leistungsbereitschaft geschaut. So war dieses Beispiel gemeint.

    wird die Klasse neu zusammengewürfelt sein?

    Im Regelfall kennen sich die Schüler eines Jahrgangs untereinander recht gut, so dass ich in einer 9.Klasse keine besonderen Rituale einführen würde.
    Aufstehen zur Begrüßung, Begrüßung und mein "okay" zum Hinsetzen meine ich damit nicht, das sind in meinen Augen Selbstverständlichkeiten.
    Was du aber wahrscheinlich brauchst, ist eine gewisse Transparenz:
    stelle von Afang an klar, was du erwartest an Arbeitsverhalten, an Disziplin, (auch HA-Disziplin), welche Regeln du vorgibst, welche Konsequenzen Regelverstöße haben werden, deine Erwartungen z.B. an die mündliche Mitarbeit usw.

    In der Pubertät haben so viele Schüler dermaßen massive Probleme, dass in den oftmals überfüllten Klassen eines Gymnasiums jetzt schon pro Jahrgang etliche Schüler Probleme mit dem Unterichtsstoff und der Arbeitsweise haben.
    Wie soll da ein lernbehindertes Kind zurechtkommen?

    Ich würde Kaffee in der Schule ebenfalls nicht anbieten, und wenn die Kinder ihn noch so oft daheim bekommen.

    Allerdings habe ich auch meinen eigenen Kindern keinen Kaffee mit 13 angeboten, übrigens auch keine Cola/Eistee oder gar Alkohol. Ersteres bekamen sie zu Hause nur an Geburtstagen. Freilich haben sie Cola auch bei Bekannten mal getrunken, doch es war die Ausnahme. Sie trinken es heute noch sehr selten, das gleiche gilt teilweise für Kaffee. Und meine Kinder sind erwachsen mittlerweile :D

    mir geht es in diesem Jahr auch erstmalig so:es wird verd..... knapp X(

    Allerdings erteile ich in den beiden Klassen nur Dopplestundenunterricht, und wenn dort etwas ausfiel, fielen eben immer gleich 2 Stunden aus. Wie auch immer, jetzt greife ich mir tatsächlich die entscheidende Grammatik heraus; das Vokabular muss ein wenig schneller gelernt werden als zu beginn des Schuljahres. Viele Schüler müssen sowieso reichlich vorhandene Vokabellücken in den Ferien füllen.

    Wie man die HA-Kontrolle effizienter gestalten kann, weiß ich leider auch nicht; ich gehe umher und schaue, ob sie gemacht worden sind; dann wird verglichen, manchmal per Folie zum Eigenabgleich für die Schüler. Trotzdem gehen dabei immer mindestens 10 MInuten drauf, die ich andererseits als wichtig ansehe. Eine Patentlösung hätte ich auch sehr gerne ;)

    zum Unterricht nach Lehrbuch:
    warum sollte man sich davon entfernen? Das haben hochbezahlte Didaktik-Spezialisten erstellt (auch wenn einem daran manchmal Zweifel kommen :P ). Ich lasse nach Möglichkeit die Schüler den Grammatikstoff selbst erarbeiten, je nahc Lehrbuch. Ansonsten ergänze ich immer dann mit eigenen AB, wenn die Übungen im Buch nicht ausreichen zur Festigung. Nutze die Materialien, diem ihr habt, auch das Lehrbuch. man muss das Rad nicht neu erfinden ;)

    Zitat

    ...massives Fehlverhalten...


    Gut, die Schüler haben das Recht am eigenen Bild/Film/Ton der eingeladenen Person mißachtet; ist das bereits ein "massives Fehlverhalten"?

    Zitat


    Warum muß eigentlich jede Eigeninitiative, auch wenn sie unter Umständen mal fehlgeleitet ist, immer im Keim erstickt werden?!?!

    1. bei uns wäre es ein massives Fehlverhalten, denn Handys sind bei uns im Unterricht verboten. Sie werden einkassiert und können nach einer gewissen Zeitdauer abgeholt werden.
    2. Eigeninitiative kann ich da nicht erkennnen.

    ich würde auch Abstand von Fragen wie "Welche Erwartungen stelle ich an den Englischunterricht".
    Das suggeriert bei Schülern m.E., dass sie wirklich Einfluss auf das "Programm" haben.
    Du hast deinen Lehrplan. Für evtl. Spiele o.Ä. kannst du zeitnah immer noch das Interesse der Schüler einholen, aber was sollen sie auf so eine Eingangsfrage antworten? "Englisch lernen" halt !! ;)

    ich mache mir natürlich Notizen nach jeder Abfrage, und das sofort. Doch am Ende jeder Stunde von jedem Schüler eine Notiz oder gar Note zu machen, halte ich für unmöglich, auch ein bisschen für übertrieben.
    Ich knöpfe mir für einen bestimmten Zeitraum (2- 3 Wochen) pro Klasse etwa 3 Schüler vor, denen ich besonders auf den Zahn fühle, bzw. die ich besonders beobachte. Natürlich ohne ihr Wissen. So komme ich auch zu Noten von stilleren, aber nicht unbedingt schwächeren Schülern. In die Beobachtung fließt auch Verhalten in Partnerarbeits-, Stillarbeits- oder Gruppenarbeitsphasen mit ein.
    Die mündlichen Noten können Schüler jederzeit erfahren, aber immer nur am Ende einer Stunde. Erstaunlicherweise lässt dann das Interesse oft nach ;)

    Das notiere ich mir, genau wie die Abfragen, anhand von Noten.

    in Bayern muss zumindest in der Unter- und Mittelstufe die Quantität außen vor bleiben bei den mündlichen Noten. Bei stillen Schülern haben wir Lehrer die "Holschuld". Ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber hat bei o.g. Diskussionen auch Vorteile ;)
    Die PDF Datei vom Lehrerfreund habe ich mir ausgedruckt - vielen Dank !!

    es kommt drauf an, Sonnenkönigin.
    Du musst ja die Punktzahl pro Aufgabe eh festlegen. Und bei Grammatikfragen, z.B. Zeitenbildung, ist die Punktezahl nciht sonderlich schwer zuzuordnen.
    Ebenso in Fächern wie Geschichte in den unteren Klassen.
    In meinem zweiten Fach Latein wird die Übersetzungsleistung nicht nach Punkten, sondern nach Fehlern gewertet. Da gibt es dann durchaus Unterschiede zwischen den Kollegen.Aber auch das und sollte man transparent machen

    wie haben über 30 Klassen.
    Falls es dann Überschneidungen gibt, was relativ selten vorkommt, geht mal als Fachlehrer dorthin, wo man Problemfälle hat. Oder wo man mehr Schüler hat.
    Die Lehrerkonferenz ist dann immer ein oder 2 Tage später, DIE dauert allerdings dann mehrere Stunden :X:
    Es gibt für die Zeugniskonferenzen ein straffes Konzept, und als Klassenlehrer hat man sich entsprechend vorbereitet. Besprochen werden nur Problemfälle = Versetzungsgefährdungen. Der jeweils klassenbeste Schüler wird kurz mit seinem Notendurchschnitt erwähnt.
    ich bin selbst immer ganz angetan davon, dass es machbar ist!

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