Beiträge von Friesin

    ich mache in solchen Fällen gerne
    "Kreatives Denken" von 4 teachers, das ich noch um eigene Ideen erweitert habe und das als Gruppenwettkampf fast eine Schulstunde benötigt. Dabei hat sogar meine extrem wilde 7.Klasse still (wegen der Spielregeln) und eifrig mitgemacht.
    Ebenfalls bei 4 teachers gibt es ein Allgemeinwissensquiz, das ich auch gerne als 2-Gruppen-Wettkampf laufen lasse.

    Fachliches muss es in deinem Fall ja nun wirklich nicht sein ;)

    ein Tipp:
    Lass dich nach Möglichkeit in den mittleren Klassen einsetzen, noch in der Lehrbuchphase.
    Da haben die Schüler schon gute Grundkenntnisse, auf denen du aufbauen kannst. Im Anfangsunterricht kommt man da eher ins Schwimmen ;)

    DAS Didaktikbuch kann ich dir nicht nennen, habe die Methoden im Ref. gelernt ;) H.J Glücklich ist immer noch einer der Lateinpäpste.

    Welches ist denn dein zweites Fach?

    ist die Fachberaterin nicht bei euch an der Schule?

    Wenn du bei der Rückgabe der KA einzelne Fehler angesprochen hast und sie der Schülerin noch mal persönlich erläutert hast, muss sie ja recht hartnäckig gewesen sein....
    waren das denn so schwierige Dinge?

    es ist da s gute Recht eines Schülers, nachzufragen, wie es zu welchen Fehleranstreichungen kam. Normalerweise macht man das als Lehrer ja auch transparent. Solche Nachfragen sind normal und erledigen sich meistens schnell. Natürlich ist kein Lehrer fehlerlos ;) , doch meistens ist es wohl eher so, dass man Fehler im Eifer der Korrektur übersieht.
    Dass unterschiedlich angestrichen wird, ist tatsächlich nicht so ungewöhnlich. In den meisten Fällen bleibt die Endnote tatsächlich gleich.

    Zu mir kam auch mal eine Schülerin, die die KA einer Kollegin von mir nachkorrigert haben wollte. Ich habe folgendermaßen geantwortet:
    das korrigiere ich nicht noch einmal, denn Frau Sonnenkönigin hat das ja korrigiert, und ich gehe davon aus, dass sie das schon korrekt gemacht hat.

    Das war für die Schülerin nicht wirklich befriedigend, aber ich fand das eine unmögliche Situation für mich wie für die Kollegin (die davon allerdings nichts wusste).

    Aber im Endeffekt hat sich dann für deine Schülerin eh nichts geändert, oder?

    es tut mir leid, Velandra, ein dreiteiliger Kurs an der Uni kann kein 12 semestriges Studium ersetzen.

    Bei diesen Kursen geht es darum, die Grundkenntnisse einzupauken, die für den Erwerb des Latinums nötig sind. Die Durchfallquote ist deshalb so hoch, weil kein Student Lust auf diese Kurse hat, die neben dem eigentlichen Studium herlaufen. Soviel zum Thema "Niveau".

    Welche Fächer unterrichtest du denn mit Fakultas?

    ich wäre da auch extrem vorsichtig.

    Gerade im Anfangsunterricht liegen die Tücken:
    Die Schüler fragen ganz oft so was wie : " Wie sagt man auf Latein <Haben wir noch Kakao?>" :D
    Im Anfangsunterricht brauchst du extrem solide Grammatikkenntnisse, Regeln über Ausnahmen, die schon angesprochene Übersetzungsfähigkeit Deutsch-Latein, auch um spontan mal einen Beispielsatz an die Tafel werfen zu können. Bilde mal schnell einen indirekten Fragesatz mit darauf folgendem Relativsatz-- ;)
    Schnell mal ein Satz in verschiedenen Tempora mit unregelmäßigebn Verben ausdenken....
    In manchen Gegenden ist sogar Latein-Deutsch als Übersetzungsübung im ersten Lernjahr Vorschrift. Damit haben schon unsere Referendare Probleme, nach einem vollen Studium.
    Nicht alles ist im Vorfeld planbar.
    Dazu kommen Anforderungen an Literatur-und Geschichtskenntnisse (wie eigentlich hat sich Dido umgebracht?), Autorenwortschätze, Dichtung, Metrik, Alltagsleben.
    Manche Details kann man sich schnell anlesen, aber ein Dauerzustand ist das nicht.
    Mal eine Antwort nicht geben zu können, ist natürlich kein Problem, aber du musst schon sehr solide Grundkenntnisse haben, um den Kindern nichts Falsches beizubringen.

    Ich würde es lassen oder noch etliche Semester dranhängen. Sonst wird es wirklich die Hölle -- für dich und die Schüler

    Zitat

    auch dann kann ich nicht für alle alles gleich machen - Gerechtigkeit hin oder her.

    Gerchtigkeit besteht nicht darin, dass alle das Gleiche haben, sondern dass jeder das hat, was er braucht.

    ich halte es für völlig normal, dass Schüler, die kein angemessenes Arbeitsverhalten an den Tag legen, die den Kopf mit allem voll haben, nur nicht mit Schuldingen, in der Schule Probleme bekommen. Schule ist nun mal auf Lernen angelegt, auf regelmäßiges Mitarbeiten usw. Das aber liegt in der Eigenverantwortung der Schüler. Wir als Lehrer müssen versuchen, guten Unterricht anzubieten, annehmen und "etwas draus machen" muss jeder einzelne Schüler. Wenn das manch einer nicht tut, ist das in meinen Augen kein Fehler im System.
    Im Sport käme niemand auf die Idee, leistungsschwache oder behinderte Teilnehmer zu "inkludieren" (was für ein blöder Ausdruck, by the way). Da wird nach Leistung und Leistungsbereitschaft geschaut. So war dieses Beispiel gemeint.

    wird die Klasse neu zusammengewürfelt sein?

    Im Regelfall kennen sich die Schüler eines Jahrgangs untereinander recht gut, so dass ich in einer 9.Klasse keine besonderen Rituale einführen würde.
    Aufstehen zur Begrüßung, Begrüßung und mein "okay" zum Hinsetzen meine ich damit nicht, das sind in meinen Augen Selbstverständlichkeiten.
    Was du aber wahrscheinlich brauchst, ist eine gewisse Transparenz:
    stelle von Afang an klar, was du erwartest an Arbeitsverhalten, an Disziplin, (auch HA-Disziplin), welche Regeln du vorgibst, welche Konsequenzen Regelverstöße haben werden, deine Erwartungen z.B. an die mündliche Mitarbeit usw.

    In der Pubertät haben so viele Schüler dermaßen massive Probleme, dass in den oftmals überfüllten Klassen eines Gymnasiums jetzt schon pro Jahrgang etliche Schüler Probleme mit dem Unterichtsstoff und der Arbeitsweise haben.
    Wie soll da ein lernbehindertes Kind zurechtkommen?

    Ich würde Kaffee in der Schule ebenfalls nicht anbieten, und wenn die Kinder ihn noch so oft daheim bekommen.

    Allerdings habe ich auch meinen eigenen Kindern keinen Kaffee mit 13 angeboten, übrigens auch keine Cola/Eistee oder gar Alkohol. Ersteres bekamen sie zu Hause nur an Geburtstagen. Freilich haben sie Cola auch bei Bekannten mal getrunken, doch es war die Ausnahme. Sie trinken es heute noch sehr selten, das gleiche gilt teilweise für Kaffee. Und meine Kinder sind erwachsen mittlerweile :D

    mir geht es in diesem Jahr auch erstmalig so:es wird verd..... knapp X(

    Allerdings erteile ich in den beiden Klassen nur Dopplestundenunterricht, und wenn dort etwas ausfiel, fielen eben immer gleich 2 Stunden aus. Wie auch immer, jetzt greife ich mir tatsächlich die entscheidende Grammatik heraus; das Vokabular muss ein wenig schneller gelernt werden als zu beginn des Schuljahres. Viele Schüler müssen sowieso reichlich vorhandene Vokabellücken in den Ferien füllen.

    Wie man die HA-Kontrolle effizienter gestalten kann, weiß ich leider auch nicht; ich gehe umher und schaue, ob sie gemacht worden sind; dann wird verglichen, manchmal per Folie zum Eigenabgleich für die Schüler. Trotzdem gehen dabei immer mindestens 10 MInuten drauf, die ich andererseits als wichtig ansehe. Eine Patentlösung hätte ich auch sehr gerne ;)

    zum Unterricht nach Lehrbuch:
    warum sollte man sich davon entfernen? Das haben hochbezahlte Didaktik-Spezialisten erstellt (auch wenn einem daran manchmal Zweifel kommen :P ). Ich lasse nach Möglichkeit die Schüler den Grammatikstoff selbst erarbeiten, je nahc Lehrbuch. Ansonsten ergänze ich immer dann mit eigenen AB, wenn die Übungen im Buch nicht ausreichen zur Festigung. Nutze die Materialien, diem ihr habt, auch das Lehrbuch. man muss das Rad nicht neu erfinden ;)

    Zitat

    ...massives Fehlverhalten...


    Gut, die Schüler haben das Recht am eigenen Bild/Film/Ton der eingeladenen Person mißachtet; ist das bereits ein "massives Fehlverhalten"?

    Zitat


    Warum muß eigentlich jede Eigeninitiative, auch wenn sie unter Umständen mal fehlgeleitet ist, immer im Keim erstickt werden?!?!

    1. bei uns wäre es ein massives Fehlverhalten, denn Handys sind bei uns im Unterricht verboten. Sie werden einkassiert und können nach einer gewissen Zeitdauer abgeholt werden.
    2. Eigeninitiative kann ich da nicht erkennnen.

    ich würde auch Abstand von Fragen wie "Welche Erwartungen stelle ich an den Englischunterricht".
    Das suggeriert bei Schülern m.E., dass sie wirklich Einfluss auf das "Programm" haben.
    Du hast deinen Lehrplan. Für evtl. Spiele o.Ä. kannst du zeitnah immer noch das Interesse der Schüler einholen, aber was sollen sie auf so eine Eingangsfrage antworten? "Englisch lernen" halt !! ;)

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