merkwürdig:
ich (nicht mehr die Jüngste) trage, was ich gerne möchte. Noch nie, wirklich noch nie, hat jemand meinen Körper kommentiert.
(doch: meine Mutter, als ich in der Pubertät war
).
Ich bekomme durchaus Komplimente für einzelne Kleidungsstücke à la "coole Bluse", aber damit werden nur die Kleidungsstücke angesprochen. Tipps, wie ich mich besser kleiden könnte, fände ich tatsächlich als übergriffig, egal, ob es um einen Schal, einen Mininrock oder um einen Mantel ginge. Was ist das für ein Miteinander, wenn Kolleg:Innen das tun?
zu den Schülerinnen:
ich bin der Meinung, dass sich Teenager ausprobieren müssen, auch hinsichtlich ihrer Kleidung. Dazu gehört auch, auszutesten, wie sexy (definiere das!) mag ich mich fühlen, welche Reaktionen Anderer kann ich gut hinnehmen, wo erlebe ich dann für mich doch Probleme?
Dazu gehört natürlich auch trial and error.
Ein kurzer Blick auf einen tiefen Ausschnitt (auf, nicht in) lässt sich wie schon angesprochen oft gar nicht vermeiden. Starren wäre übergriffig.
Interessant fand ich die Beobachtung, dass es einen Unterschied mache, ob der coole Typ zwei Klassen über mir guckt oder der Deutschleherer mittleren Alters. Da ist vermutlich was dran.