Beiträge von Friesin

    merkwürdig:

    ich (nicht mehr die Jüngste) trage, was ich gerne möchte. Noch nie, wirklich noch nie, hat jemand meinen Körper kommentiert.
    (doch: meine Mutter, als ich in der Pubertät war:grimmig:).

    Ich bekomme durchaus Komplimente für einzelne Kleidungsstücke à la "coole Bluse", aber damit werden nur die Kleidungsstücke angesprochen. Tipps, wie ich mich besser kleiden könnte, fände ich tatsächlich als übergriffig, egal, ob es um einen Schal, einen Mininrock oder um einen Mantel ginge. Was ist das für ein Miteinander, wenn Kolleg:Innen das tun?


    zu den Schülerinnen:

    ich bin der Meinung, dass sich Teenager ausprobieren müssen, auch hinsichtlich ihrer Kleidung. Dazu gehört auch, auszutesten, wie sexy (definiere das!) mag ich mich fühlen, welche Reaktionen Anderer kann ich gut hinnehmen, wo erlebe ich dann für mich doch Probleme?

    Dazu gehört natürlich auch trial and error.

    Ein kurzer Blick auf einen tiefen Ausschnitt (auf, nicht in) lässt sich wie schon angesprochen oft gar nicht vermeiden. Starren wäre übergriffig.

    Interessant fand ich die Beobachtung, dass es einen Unterschied mache, ob der coole Typ zwei Klassen über mir guckt oder der Deutschleherer mittleren Alters. Da ist vermutlich was dran.

    Danke für die Erläuterungen Friesin ! Kurze Frage noch: Wer dokumentiert denn bspw. an bayerischen Gymnasien die Fehlzeiten der SuS, wenn die Klassenlehrkraft das nicht macht?

    Zu meiner Zeit und an den beiden Schulen, an denen ich war, machten das die Klassensprecher.

    in BY war man --wie gesagt, es geht ums Gym-- nominell Klassenlehrerin, musste die Zeugnisse schreiben, war auch zuständig für eventuelle Ausflüge oder Fahrten.

    In Thüringen, zumindest an meiner Schule, bist du deutlich mehr involviert, bist Hauptansprechpartner in sehr vielen Dingen: musst zusätzlich Kompetenzgespräche führen (macht man das in BY am Gym mittlerweile auch?), Gelder einsammeln, Fehlzeiten dokumentieren, bist Vermittler zwischen der Klasse und Fachkollegen, quasi die Mami der Klasse. Unternehmungen wie Kuchenbasare, Ausflüge, ein Großteil der Erziehungsarbeit, Ansprechpartner, wenn es mal nicht so läuft (und sei es nur, dass der Fegedienst nicht richtig arbeitet)... die KL ist ist im Boot.
    Natürlich wird auch drauf geachtet, dass die KL in der eigenen Klasse mit möglichst vielen Stunden eingesetzt wird.

    Oder ist das eine "Spezialität" der Schule, an der ich gerade bin?

    Der Aufwand für eine Klassenleitung am Gym kann unterschiedlich hoch sein: in BY war es überhaupt kein Mehraufwand, jetzt in Thüringen ist der Mehraufwand sehr hoch. Allerdings bekommt man für die Klassenleitung eine Stunde angerechnet.
    Will sagen, das kann auch je nach BL sehr variieren

    und dann läufst du zum Feind? :staun:

    Spass bei Seite. Wir verabschieden nächste Woche eine Latein-Kollegin und genau das war mein Beitrag: Ich bin Latinistin gewesen, bevor ich Franko-Romanistin wurde und ich bin sooo froh, dass wir uns gegenseitig nie Schüler*innen "wegbeworben" haben.
    (Gut, wir wollten beide, dass die Andere bestimmte SuS bekommt, andere Sache :D )

    hatte sogar angefangen, Latein und Französisch zu studieren.

    Bin dann nach 3 Semestern von Französisch auf Geschichte gewechselt, weil im Studium damals der Sprachanteil in Französisch so gering war.

    Aber keine Sorge, ich mag alle Sprachen :liebe: (außer Altgriechisch)

    EDIT: Um das nochmal zu präzisieren: Ich mag meine (Lebens-/Frei-)Zeit nicht mit Menschen verbringen, in deren Gegenwart ich mich total unwohl fühle.

    Zustimmung!

    Das beziehe ich für mich auch auf weniger politische Merkmale;
    wenn ich nach einigen Jahren merke, mir tut jemand einfach nicht gut, wenn ich also nach jedem Treffen ein schales Gefühl mit nach Hause bringe oder anfange zu überlegen, wie ich hätte anders, ("besser" = mehr mir gemäß) zu reagieren-- dann ist es Zeit, den Kontakt abzubrechen.
    Das bin ich mir selbst schuldig:)

    Und nein, ich habe das noch nie bereut, sondern bin ganz froh, diese Klarheit für mich gefunden zu haben.

    Das Problem bei isoliert gelernten Fakten und Daten ist ja, dass man keine Querverbindungen herstellen kann und die Bedeutung der Fakten - auch zueinander - nicht kennt. Das macht das Charakterisieren oder Urteilen schwierig - das sind AFB II und III, die für ein "gut" ja zu erfüllen sind.

    und genau deswegen würde eine Datensammlung in Geschichte nicht viel bringen

    Oder gibt es in Geschichtsklausuren mittlerweile auch "Datensammlungen"?)

    In Geschichte gibt es Anwendungsarbeiten. Quellenarbeit, und bei den Quellen wird natürlch das Datum und der Anlass angegeben.
    Einordnen in den historischen Kontext und dann werden Beurteilungen, Erörterungen usw. verlangt. Da sollten die SuS dann auch mal ein konkretes Datum einfließen lassen, aber mehr auch nicht. Und: besser gar kein Datum als ein falsches ;)

    Das Gerücht, dass man in geschichte reihenweise Daten lernen müsste,. hält sich genauso hartnäckig wie das, dass man in Deutsch dem Lehrer zu Gefallen schreiben müsse.
    (was man natürlich eh sollte:mir gefällt eine korrekte Übersetzung, ein korrekter Zusammenhang auch besser als Murks :D )

    Ohne Ref wirst du immer ein Lehrer zweiter Klasse sein, was die Besoldung angeht.
    Auch, das muss ich ganz ehrlich sagen, oft in der Wahrnehmung von Schülern, Eltern und Kollegen.


    Auch Schüler von Schulen in freier Trägerschaft verdienen Lehrer, die ihr Handwerk verstehen.

    Zudem machst du dir ohne Ausbildung das Leben nur unnötig schwer.

    Warum also den schwierigeren Weg gehen?

    .was dann auch ein entsprechendes Prüfungsformat wäre... die Definition entsprechend zu interpretieren und Anzuwenden. Einen Sachverhalt einordnen, ob er der Definition entspricht und zu diskutieren warum oder warum nicht.

    das IST ein übliches Prüfungsformat in Klausuren der Sek II. Ergänze "Definition" durch Text, Bildquelle, was auch immer.

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