Beiträge von Friesin

    Graecum war bei mir (Justus-Liebig-Universität Gießen, vor gefühlt 128 Jahren) auch verpflichtend.
    In meiner Erinnerung wird es aber auch nicht durch die vielen dazwischenliegenden Jahre verklärt....

    Wichtiger im Sinne von nachhaltiger wenn man diese Einganspostzeilen liest, ist aber doch wohl die Deutsch-Lateinsche Übersetzung!

    Ich hatte mich beim Lesen immer wieder gefragt: mit welchem Wortschatz arbeitet das Lehrbuch dieses Kollegen???

    erster Satz: Perfekt im Nebensatz passt nicht zu Imperfekt im Hauptsatz

    doch. Imperfekt als durativer Aspekt der Vergangenheit, Perfekt als neu einsetzende, abgeschlossene Handlung.
    Ich persönlich hätte Plusquamperfekt dem Perfekt vorgezogen

    zweiter Satz: Es muss heißen "egregio ingenio"

    jou!

    vierter Satz: Wie im ersten, das Perfekt "obtulerunt" passt nicht zu "efferebant"

    In diesem Satz sehe ich es genauso. nach dem kargen Zusammenhang besteht kein Grund für das Perfekt. Wirkt auf mich eher genauso durativ wie das Imperfekt bei efferebant


    salutationes de quadam cui emendandum esset... ;)

    bei uns gibt es immer ab Oktober einen festen Nachschreibtermin pro Woche.
    Die Kollegen werden für 60 Minuten eingeteilt, nach Alphabet und im Jahr drauf weiterlaufend.
    Manche Arbeiten lasse ich während meines Unterrichts nachschreiben (Schüler wird rausgesetzt, in einen einsamen Raum),
    Tests sowieso.

    Bislang ist man einmal im Schuljahr mit der Aufsicht dran, das ist okay. Ich korrigiere dabei.

    Dass die Nachschreibarbeiten schwieriger sind als die Originale, leuchtet ein, denn die besseren Texte habe ich ja schließlich für den Ursprungstermin "verwurstet".

    Das taktische Krankwerden hält sich bei uns einigermaßen in Grenzen, ganz vermeiden lässte es sich wohl nicht, trotz Atttestpflicht in der SekII.

    ich halte es für absolut normal, dass sich 6tklässler auch in den 5 Minuten-Pausen bewegen wollen. Oder sogar müssen.

    Ich leite ebenfalls eine quirlige 6.Klasse und habe den Jungen gesagt, Rangeln zum Kräftemessen sei okay, solle aber wegen der Veletzungsgefahr nicht im Klassenzimmer stattfinden. Nun rangeln sie im Flur :lach: , was natürlich auch nicht sein soll, weil sie den Flur damit blockieren. Eigentlich sollen sie das draußen "erledigen". Die Wege bei uns nicht so weit für meine Klasse.

    Bewegungsspiele in der 5-Minuten-Pause können kaum angeboten werden, weil die Kollegen in der Zeit zwischen den Gebäudeteilen und Klassen hin- und herhetzen.

    Was ich schon öfter gemacht habe: kurz vor oder nach der 5 Minuten Pause Fenster auf, Kniebeugen, Hüpfen, Hampelmann hüpfen im Klassenverband. Sieht nach außen hin bescheuert aus, funktioniert aber. Die Schüler könnten das auch planersich übernehmen und sich eine Bewegungsabfolge für die jeweils nächste Woche ausdenken.
    Bewegungsphasen lassen sich auch gut in den Unterricht einbauen: lateinische Verb-Endungen lassen sich genial lernen, wenn man sie skandierend durchs Schulhaus läuft. Eine kleine Choreo macht das noch spannender :)

    wenn ich das richtig verstanden habe, ist der virtuelle Tod in "Classcraft" weder optisch dargestellt (Blut etc.), noch ist der permanent. Der Spieler kann seine Spielfigur durch Ableisten der Konsequenz wieder zum Leben erwecken.

    es geht nicht um Blut und Schmodder.
    es geht darum, ganz selbstverständlich andere Spieler zum (sei es auch nur virtuellen) Tod zu treiben.
    Und noch perverser:
    Strafe erfüllt= wieder zum Leben erweckt.

    Tut mir leid, so etwas möchte ich nicht unterstützen. Nicht, weil ich anti-digital eingestellt wäre.
    Sondern aus Prinzip nicht.

    Meine Eltern machen sich Sorgen. Man kann es ihnen nicht verdenken.

    deine Eltern machen sich Sorgen.

    Das sind zunächst einmal ihre Sorgen.

    Nicht deine.

    Mach dir das immer wieder klar. Ihre Sorgen liegen in ihrer Verantwortung. Nicht in deiner.

    Ich vermute mal, sie würden sich immer Sorgen machen, (fast) egal, was du tust. Also nimm innerlich Abstand von ihren Sorgen. Das ist ihr Schuh. Mach ihn dir nicht passend!

    Vll kannst du mit diesen Überlegungen etwas Druck rausnehmen.

    die wöchentliche Sprechstunde lege ich mir in eine meiner sehr wenigen Freistunden. Dann bin ich eh im Lehrerzimmer.
    Eltern fragen meist per mail nach einem Termin, und ich gebe 2 oder drei Termine zur Auswahl, wenn ICH halt Zeit habe, also meist nach Unterrichtsschluss.
    Das hat immer geklappt, und wenn es mal schwierig wurde, konnten wir das Gespräch vom (Schul-) Telefon aus regeln.

    War es wirklich ernst und/oder dringend, nahmen sich die Eltern auch mal ne Stunde frei.Meist liest sich das alles komplizierter als es in der Praxis dann doch ist-

    wenn du das alles mal auswendig wusstest, wird das beim Wiederholen sehr schnell wieder parat sein!

    Ich hatte nach dem Studium über 20 Jahre Pause, und es war absolut kein Problem, fachlich wieder reinzukommen.
    Wirst sehen, das bisschen Rost verschwindet mit der Übung ;)

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