Beiträge von Friesin

    Fall d) ist unter kollegialen Aspekten ein Unding. Es mag einem schmeicheln, dass ein Schüler sich an einen wendet, und eine solche "Gegenkorrektur" erbittet. Aber dafür gibt es keine rechtliche Grundlage - und die ggf. abweichende Bewertung hat keine Bedeutung für die tatsächliche Note.

    Anekdote am Rande:

    So einen Fall hatte ich im gerade abgelaufenen Schuljahr. Mich ließ es kalt, mein Kollege war not amused, dass er sich nun in die Materie einarbeiten und nachkorrigieren durfte (Oberstufenklausur).
    Der Schülerin stand eine Zweitkorrektur lt SL zu. Nein, schriftlich habe ich mir das nicht geben lassen, weil ich diesen Anspruch nachvollziehen konnte.
    Der Kollege fand dann 2 BEs weniger als ich, aber weniger als Null Punkte ging eben nicht.

    Der Fall sorgte, so hoffe ich, für eine gewisse Transparenz ;)

    das verstehe ich als Nicht NRW-lerin nicht.
    Wird dem Prüfling nicht mitgeteilt,dass er z.B. 2x 10 Minuten hat?

    Falls der erste Prüfungsteil wie in Th. u.a. ein kleiner Vortrag ist, weiß der Prüfling also: ich habe dafür 10 Minuten Zeit. Fertig. Zu lang gibt Punkteabzug, zu kurz auch.

    Folgt die Prüfungsdauer in NRW tatsächlich der freien Einteilung des Prüflings? :gruebel:

    zwar nicht Nds, aber vll hilfreich:

    zunächst sage ich den Kindern, dass eine Entschuldigung vom ...Datum fehlt.
    Kommt dann immer noch nichts, gehe ich nach Alter gestaffelt vor:

    bei meinen Kleinen in der 5.Klasse schreibe ich den Eltern eine mail mit Verweis auf das anstehende Zeignis ungefähr mit dem Wortlaut, dass ich ungern unentschuldigte Fehlzeiten notieren möchte. Schwupp, sind die Briefchen da :)

    Bei älteren Schülern spare ich mir den Schrieb an die Eltern, da gibts am 1.Elternabend ne Ansage, und gut ist. je älter die Schüler werden, desto größer die Eigenverantwortung.

    eine dienstliche Mail zu schreiben ist mir persönlich deutlich lieber als anzurufen.

    Würdet ihr, als gestandene Lehrer und evtl. Seiteneinsteiger, mir raten das Abenteuer Schule einzugehen?

    nein.

    ich würde versuchen umzuziehen

    Auch als Lehrer musst du u.U. Fahrtzeit in Kauf nehmen (sehr wahrscheinlich sogar). Die Strecke von 50 km sind absolut zumutbar, und selbst innerhalb einer Großstadt kommen viele Kollegen auf eine Fahrtzeit wie du sie hast.

    Lies dich hier mal schlau über Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen, dann kannst du besser entscheiden ;)

    Es gibt aber eben auch Kinder, die einfch noch natürlich Kind sind, weil die Eltern sie von solchen Einflüssen weitgehend fernhalten.

    wer kann denn (selbst wenn er/sie es wollte)sein Kind von Sexualität fernhalten?
    Menschen sind sexuelle Wesen, und sowie die Latenzzeit vorbei ist, erwacht das Interesse an Sexualität wieder.
    Sexualität ist um uns herum, überall. Und damit meine ich nicht irgendwelche Busen auf Zeitschriften oder Pornos im Netz.
    Aber auch 11- und 12 jährige haben einen Körper, den sie beobachten, den sie wahrnehmen und mit dem sie umgehen lernen müssen. Ob man sie nun von irgendwas "fernhält" oder nicht: das Interesse an Sexualität erwacht mit Beginn der Pubertät.
    und das ist auch gut so


    irgendwie erinnert mich diese Diskussion an die frühen 70er Jahre, als man fürchtete, die Pille würde dazu führen, dass "viel zu früh" in den Jugendlichen Interesse an Sexualität entsteht.

    Wahrscheinlich waren das damals nur Befürchtungen derjenigen, die selbst mit ihrer eigenen Sexualität nicht unbefangen umgehen konnten, weil sie anders sozialisiert waren. Weil Sexualität als bäh und gefährlich statt lustvoll und schön angesehen wurde.
    meine ganz persönliche Ansicht: damals spielte auch der Neid (es gibt sichere Verhütungsmittel, bei uns gab es das nicht) eine gewisse Rolle.
    Damals.
    Aber heute????

    So sindse halt ;)

    Schüler vergessen schnell, hören oft nicht richtig hin, sehen nur ihr kleines Universum. Pubertiere halt ;)

    Nicht zu früh informieren, denn alles, was erst in 3 oder mehr Tagen stattfindet, ist noch eeeeewig lang hin und haben die Schüler nicht mehr auf dem Schirm.

    Wenn deine Infos bereits feststehen: aufschreiben lassen, in den Schülerkalender/Hausaufgabenheft/was auch immer ihr habt

    Und vor allem: nicht persönlich nehmen!! Ihre Beschwerden sind nicht gegen dich persönlich gemeint.


    P.S.:geht uns an vielen Stellen ja ähnlich, wenn wir ehrlich sind

    Ich will dass Schüler was lernen, aber ich habe das Gefühl, dass einige es einfach nicht wollen und gute Noten als Selbstverständlichkeit ansehen.

    mag sein, aber das würde mir persönlich zu sehr in die Richtung "Früher war alles besser" gehen. ;)

    Wenn sie sich nicht um gute Leistungen bemühen wollen, ist die Konsequenz, dass sie keine guten Noten bekommen.
    Auc so geht Erwachsenwerden.

    Für dich eigentlich kein Problem, denk ich ;)

    Nun gibt es eine Gruppe, die das ganze nicht wirklich ernst genommen hat. Sie hat komplett auf die ganzen Inhalte des ersten Halbjahres verzichtet. Die Mappe hat keine Struktur und die Schriftart isz übertrieben groß (Arial 20). Es war nichtmal ein Projekt, sondern einfach nur eine Flyerverteilung für ein Sportverein. In der PowePoint-Präsentation haben sie vor den Mitschülern nur das bestätigt, was ich in den Projektunterlagen gelesen habe. Dann mussten die Mitschüler Stellung nehmen und da wurde kaum Kritik geäußert. Die fanden alles gut ...

    wir machen so was in Kl.9: ein halbes Jahr Zeit, um das Projekt zu erarbeiten.Mit genau dargelegten und ausgehändigten Kriterien für
    die Themenwahl (muss abgestimmt werden, damit es keine Doppelungen oder als Totgeburt angelegte Themen gibt)
    das Layout
    die Präsentation.

    verbindlicher Abgabetermin für alle, zu Schuljahresbeginn bekannt gegeben.

    Die Schülergruppen suchen sich einen Kollegen als Betreuer und müssen sich mindestens zweimal mit ihrem Betreuer treffen. Initiative muss dabei von den Schülern ausgehen.
    Treffen, Arbeitsprozess, Probleme müssen dokumentiert werden und bei der Präsentation im zweiten Halbjahr Erwähnung finden.

    Auch für die Präsentation gibt es eindeutige Vorgaben.

    Natürlich gibt es immer wieder Schüler, die die Vorgaben nicht beachten, aber so krass wie im Eingangsthread beschrieben habe ich das noch nicht erlebt. Meist vertun sich die Schüler mit der Zeiteinteilung.

    Wer trotz alles Vorgaben entweder ein unvollständiges /Qualitativ schlechtes Produkt abliefert,
    wer Vorgaben beim Layout und in der Präsentation missachtet
    bekommt auf diese Teile und oft genug auf die Gesamtleistung eine schlechte Note.

    Frank, die hatten ein halbes jahr Zeit. Wenn sie es nicht genutzt haben, ist doch nicht dein Problem. Es sind 11tklässler, keine Drittklässler

    da man über illegale Drogen inhaltlich nicht spricht, wissen die Jugendlichen nichts darüber - außer eben, dass sie illegal sind.

    bitte was???
    Die meisten Schüler erleben mehrfach im Laufe ihrer Schullaufbahn die eine oder andere Drogenpräventionsstunde. Zusätzlich wird -zumindest bei uns- das Thema im Chemie- und Biounterricht aufgegriffen.

    es gibt Dokus, es gibt Infoseiten von verschiedensten Stellen-- erzähl mir nicht, "die" Jugendlichen wüssten nicht, was es mit illegalen Drogen auf sich hat.

    Wer auch nur halbwegs interessiert ist, kann an Informationen eigentlich kaum vorbei kommen.

    Aber wer, weiß, vll sind das auch dieselben, die nicht wissen, wie wie man verhütet. Nur so eine Vermutung von mir ;)

    wenn sie über den plakativen Leitspruch "Keine Macht den Drogen!" hinaus gehen.

    nun, das ist DER einzige denkbare Leitspruch zum Thema. Daran muss sich jegliche Prävention orientieren.

    By the way: Leistprüche sind IMMER plakativ, sonst taugten sie nicht als solche.

    Was du dann mit "man muss Angst haben, meist, erschließt sich mir immer noch nicht.

    Aber gut, du bleibst deiner Linie hier im Forum treu: Brandbeschleuniger in die Menge werfen, weglaufen, ducken. Traurig

    Hallo Friesin,

    was ist daran für dich nicht verständlich? Könntest du das etwas präzisieren? Danke vielmals.

    der Buntflieger

    was genau verstehst du unter "jemand kommt mit dem Moralischen um die Ecke"?
    Welches Szenario soll ich mir darunter vorstellen?

    Und warum sollte man Angst davor haben? Das suggeriert, dass der oben zitierte etwas ganz Furchtbares bedeutet,mit ngativen Konsequenzen. Bitte um Aufklärung

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