Beiträge von Friesin

    Ich will dass Schüler was lernen, aber ich habe das Gefühl, dass einige es einfach nicht wollen und gute Noten als Selbstverständlichkeit ansehen.

    mag sein, aber das würde mir persönlich zu sehr in die Richtung "Früher war alles besser" gehen. ;)

    Wenn sie sich nicht um gute Leistungen bemühen wollen, ist die Konsequenz, dass sie keine guten Noten bekommen.
    Auc so geht Erwachsenwerden.

    Für dich eigentlich kein Problem, denk ich ;)

    Nun gibt es eine Gruppe, die das ganze nicht wirklich ernst genommen hat. Sie hat komplett auf die ganzen Inhalte des ersten Halbjahres verzichtet. Die Mappe hat keine Struktur und die Schriftart isz übertrieben groß (Arial 20). Es war nichtmal ein Projekt, sondern einfach nur eine Flyerverteilung für ein Sportverein. In der PowePoint-Präsentation haben sie vor den Mitschülern nur das bestätigt, was ich in den Projektunterlagen gelesen habe. Dann mussten die Mitschüler Stellung nehmen und da wurde kaum Kritik geäußert. Die fanden alles gut ...

    wir machen so was in Kl.9: ein halbes Jahr Zeit, um das Projekt zu erarbeiten.Mit genau dargelegten und ausgehändigten Kriterien für
    die Themenwahl (muss abgestimmt werden, damit es keine Doppelungen oder als Totgeburt angelegte Themen gibt)
    das Layout
    die Präsentation.

    verbindlicher Abgabetermin für alle, zu Schuljahresbeginn bekannt gegeben.

    Die Schülergruppen suchen sich einen Kollegen als Betreuer und müssen sich mindestens zweimal mit ihrem Betreuer treffen. Initiative muss dabei von den Schülern ausgehen.
    Treffen, Arbeitsprozess, Probleme müssen dokumentiert werden und bei der Präsentation im zweiten Halbjahr Erwähnung finden.

    Auch für die Präsentation gibt es eindeutige Vorgaben.

    Natürlich gibt es immer wieder Schüler, die die Vorgaben nicht beachten, aber so krass wie im Eingangsthread beschrieben habe ich das noch nicht erlebt. Meist vertun sich die Schüler mit der Zeiteinteilung.

    Wer trotz alles Vorgaben entweder ein unvollständiges /Qualitativ schlechtes Produkt abliefert,
    wer Vorgaben beim Layout und in der Präsentation missachtet
    bekommt auf diese Teile und oft genug auf die Gesamtleistung eine schlechte Note.

    Frank, die hatten ein halbes jahr Zeit. Wenn sie es nicht genutzt haben, ist doch nicht dein Problem. Es sind 11tklässler, keine Drittklässler

    da man über illegale Drogen inhaltlich nicht spricht, wissen die Jugendlichen nichts darüber - außer eben, dass sie illegal sind.

    bitte was???
    Die meisten Schüler erleben mehrfach im Laufe ihrer Schullaufbahn die eine oder andere Drogenpräventionsstunde. Zusätzlich wird -zumindest bei uns- das Thema im Chemie- und Biounterricht aufgegriffen.

    es gibt Dokus, es gibt Infoseiten von verschiedensten Stellen-- erzähl mir nicht, "die" Jugendlichen wüssten nicht, was es mit illegalen Drogen auf sich hat.

    Wer auch nur halbwegs interessiert ist, kann an Informationen eigentlich kaum vorbei kommen.

    Aber wer, weiß, vll sind das auch dieselben, die nicht wissen, wie wie man verhütet. Nur so eine Vermutung von mir ;)

    wenn sie über den plakativen Leitspruch "Keine Macht den Drogen!" hinaus gehen.

    nun, das ist DER einzige denkbare Leitspruch zum Thema. Daran muss sich jegliche Prävention orientieren.

    By the way: Leistprüche sind IMMER plakativ, sonst taugten sie nicht als solche.

    Was du dann mit "man muss Angst haben, meist, erschließt sich mir immer noch nicht.

    Aber gut, du bleibst deiner Linie hier im Forum treu: Brandbeschleuniger in die Menge werfen, weglaufen, ducken. Traurig

    Hallo Friesin,

    was ist daran für dich nicht verständlich? Könntest du das etwas präzisieren? Danke vielmals.

    der Buntflieger

    was genau verstehst du unter "jemand kommt mit dem Moralischen um die Ecke"?
    Welches Szenario soll ich mir darunter vorstellen?

    Und warum sollte man Angst davor haben? Das suggeriert, dass der oben zitierte etwas ganz Furchtbares bedeutet,mit ngativen Konsequenzen. Bitte um Aufklärung

    Wenn ein SuS einfach nur bekifft ist und keine direkte Gefahr für sich oder andere darstellt --> "Ich bemerke nicht, dass ein SuS unter Drogen steht, weil ich das einfach nicht kenne und kann deswegen auch nicht belangt werden, weil ich nichts unternommen habe..." Ist dann wohl die beste Strategie.

    ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, dass du tatsächlich ein Problem mit deiner Rolle als Lehrer hast.

    Offenbar gibt es bei dir nur ein Schwarz (ich mache die Augen zu) und ein Weiß (ich rette die Jugendlichen mit kumpelhafter, persönlicher Herangehensweise).

    Mir fehlt da ein bisschen die professionelle Ebene.

    es ist nicht deine Aufgabe als Lehrer, den Schülern einen "vernünftigen" Umgang mit Drogen beizubringen.
    Offenbar hast du selbst deine Drogenzeit halbwegs unbeschadet überstanden, aber im Grunde gibt es nur einen vernünftigen Umgang mit Drogen: die Finger davon zu lassen.

    Wieso meinst gerade du, das riesige Feld der Drogenprävention besser zu beherrschen als alle Profis?

    Wenn Ihr schon Ecstasy nehmen müsst, dann schaut wenigstens, dass Ihr nicht überdosiert

    geil!! Der absolute Hammertipp!!!

    Ernsthaft, das meinen alle Drogenuser: dass gerade sie nicht abhängig werden, weil sie ja nicht überdosieren. Weil sie ja die Sache im Griff haben.

    Ich habe einen Drogensüchtigen im nächsten Umkreis, ich weiß durchaus, wovon ich rede. Die "Karrieren" sind alle sehr ähnlich. Und alle begannen mit Verharmlosung.

    Wenn einer der Lehrer bei "meinem" Junkie deine Tipps losgelassen hätte, wäre er bei den Jugendlichen sicher toll dagestanden*.
    Aber das kann nicht deine Aufgabe sein.

    *Und von den Erwachsenen zu einem Gespräch mit der SL gebeten worden.

    Eine Ausdehnung meines Arbeitstages bis z.B. 16:55, damit ich sinnlos E-Mails abrufe, stellt einen so erheblichen Eingriff in mein Leben dar, dass mir die Lust für so ziemlich alles verginge. Und manches geht einfach nicht. Ein solches Zeitfenster für E-Mails, würde z.B. Praktikumsbesuchszeiten erheblich einschränken. Eine bestimmte AG könnte ich gar nicht anbieten, weil ich die nicht einfach um 16:55 unterbrechen könnte. uswusw.

    meine Güte, worüber man sich alles aufregen kann....
    Wie schpn erwähnt, ist unser Arbeitstag nicht um 14 Uhr beendet. Ich halte es für absolut kein Problem, nachmittags bis z.B. 18 Uhr zum Lesen der Dienstmails verpflichtet zu sein.
    Lesen heißt ja auch nicht, sofort drauf antworten.
    Ich wünschte, mein SL würde bis dahin seine Post erledigen.

    Es geht nicht darum, "sinnlos E Mails abzurufen". 1. muss es sich nicht um den Plural handeln
    2. müssen längst nicht alle dienstlichen Mails sinnlos sein. Oft bin ich froh, bis um diese Zeit eine Antwort auf meine Mail bekommen zu haben.
    das obige Zitat liest sich (für mich), als erwarte eine SL, dass der arme Kollege in kurzer Abfolge mehrmals die mails abruft. Warum sollte er? So verstehe ich die Aufforderung nicht, einmal am Tag bis z.B. 17 Uhr Dienstmails abzurufen.

    Wie gesagt, unser Arbeitstag geht nicht bis 14 Uhr. Das hat auch nichts mit Hybris des SL zu tun, sondern mit normaler Kommunikation.
    Lieber schaue ich bis 18 Uhr auf den V-Plan, als dass ich morgens in aller Herrgottsfrühe oder abends spät noch angerufen werde.

    Aber jeder, wie er mag. Man kann sich das Leben auch schwer machen, indem man überall Unzumutbarkeiten entdeckt. ;)

    Gymnasium, nicht GS

    Auf Latein, je nach Alter der Schüler

    ansonsten: "Guten Morgen, Kl.8c"

    Falls -meist gegen Schuljahresende- irgendein Witzbold dann statt auf Latein ein deutliches "Morgen" in den Raum ruft, wird der extra in der Fremdsprache begrüßt. Gerne auch in einer anderen, den Schülern nicht geläufigen Fremdsprache :)

    Wenn als Antwort von den Schülern nur so'n halbwaches Gemurmel kommt, lasse ich sie stehen bleiben/erneut aufstehen und halte mein Ohr deutlich sichtbar hin, als Pantomime für Schwerhörigkeit. Gibt meist eine gebrüllte Resonanz und viele grinsende Gesichter :)

    In der Schule hatte ich jedoch kein Latein.

    kann man machen, braucht aber ewig und ewig viel Zeit.
    Ein Lateinstudium ist deutlich mehr und anspruchsvoller als nur ein Latinum.
    Zur Erinnerung:
    das Latinum ist eine Schulprüfung, die sozusagen die Abiturreife in Latein bestätigt. Das nachzuholen ist schon ein recht aufwändiges Unterfangen, und wenn man das Latinum gerade so geschafft hat -wie es die meisten Studneten im Unikurs machen, weil sie einfach mit ihren eigentlichen Fächern gnug zu tun haben-, hat man gewisse Grundkenntnisse. Ein Studium ist natürlich um etliches intensiver und anspruchsvoller. Nicht zuletzt die Übersetzungen vom D ins L stellen eine Herausforderung dar. Für viele Unis brauchst du als Lateinstudent übrigens auch ein Graecum.

    Fazit: ist machbar, aber nur unter großem zeitlichen Aufwand. 10 Semester halte ich schon für sehr sportlich bei jemandem, der Latein kann, wenn er es an der Uni studieren will.

    ch habe das auch schon gemacht, auch mit 40 Grad Fieber. Das waren dann aber nur Aufgaben für die SEK I, für die SEK II habe ich an dem einen Tag keine Aufgaben gestellt.
    In der SEK I ist das unter dem Gesichtspunkt sinnvoll, das ja dort immer vertreten werden muss und es dank unseres Vertretungskonzeptes sehr wahrscheinlich ist, dass ein/e Kollegin den Unterricht vertreten muss, der/die weder die Klasse kennt, noch das zu vertretende Fach unterrrichtet.

    sehe ich anders. Krank ist krank.
    Da setze ich mich nicht hin und schicke meine vorbereiteten Unterrichtspläne, denn die muss ich für (fachfremde) Kollegen ja auch immer abändern/ausweiten/erläutern.

    Dann kann an Vetretungsunterricht eben kein hoher Anspruch gestellt werden, und das Ganze mutiert zu einer Beaufischtigung. Aber okay, dann ist das eben so. Mir als Kranker ist das dann auch ehrlich gesagt egal. So viel Vertrauen habe ich schon in meine Kollegen, dass sie damit klarkommen. :super:


    Umgekehrt: ein Kollege bei uns schickt immer Aufgaben. Tolle Sache. Allerdings bestehen die meist in Abschreibeaufträgen. Ob das wirklich fachlich so viel bringt? Von daher: Mut zur Lücke ;)

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