Beiträge von Friesin

    Das klassische Beispiel sind eben der unordentliche Typ, der aber eben doch ein Genie in Mathematik ist oder das zaghafte, schüchterne, graue Mäuschen mit den besten, fantasievollen Aufsätzen, die man sich denken kann.

    die Klassiker unter den Klischees.

    und mit den Verhaltensnoten hat das gar nichts zu tun.

    "Verhalten" umfasst an meiner Schule mehr als 10 verschiedene Unbterteilungen, von Ordnung auf dem Tisch halten über Einhalten der Hausordnung bis hin zu Sozialverhalten innerhalb der Gruppe.

    Und ja, das ist schon sehr aussagekräftig!

    nach 6 Jahren KL am Stück hatte ich mir für dieses Schuljahr gewünscht, damit mal ein Jahr auszusetzen. Wurde mir gewährt, was ich extrem fair fand.

    Nun fällt nach wenigen Monaten eine Kollegin aus, die eine Klasse frisch übernommen hatte. Also hab ich mich angeboten, dauerhaft für sie einzuspringen. Was meine SL hoffentlich auch extrem fair fand :pfeif:

    Was ich also sagen will: versuche es auf die good-will-Tour. Vll klappts ja ;)

    Mappenführung, fachspezifische Kompetenzen (z.B. wie gut jemand mit einem Mikroskop umgehen kann), Arbeit in Partner- und Gruppenarbeiten, Tests, usw


    Was meinst du, warum es nicht "Mündliche Note" sondern "Sonstige Leistungen/Mitarbeit" heißt?

    Hier mal als Beispiel für das Fach Mathematik:

    genau das verstehe ich unter "mündliche Mitarbeitsleistungen"

    Hefterführung bewerte ich maximal in den unteren Klassen, in den oberen Klassen und besonders in der Sek.II mache ich das nicht mehr.

    h frage mich halt (noch), ist das wirklich "emotionale Erpressung" oder einfach nur ein ziemlich doofes, unreflektiertes Verhalten, dem man auch mit Nachgeben oder vielleicht besser "Entgegenkommen" beikommen kann. Denn ich sehe schon, dass es bei vielen einfach der Leistungsdruck oder ein asoziales Umfeld ist, das sie bisweilen so agieren lässt.

    Anders gesagt: "Lernt man nur durch Schmerzen" ?

    "Nein, Nachgeben verstärkt dieses doofe, unreflektierte Verhalten - und sendet das Signal an alle Mitschüler, dass so ein Verhalten sich lohnt. Voraussetzung (wie Du ja sagst): Du bist von der Richtigkeit der Note überzeugt. Falls das nicht so ist, ist es auch richtig, einen eigenen Fehler / ein eigenes Fehlurteil einzugestehen."

    den unteren Beitrag von deadpoet kann ich gar nicht oft genug liken, wie er sinnvoll ist!!

    so ganz verstehe ich das Problem ehrlich gesagt nicht.

    Sie beschwert sich über die Note?
    Du hast sie ihr erklärt.
    Sie schmollt?
    So what? Ist das wirklich dein Problem? Will sie eine gute mündliche Note oder du?

    In der 11.Klasse sind die Schüler offiziell gesehen freiwillig. Das darf man ihnen ruhig mal spiegeln. Auf das Argument, sie seien ja nur auf Wunsch der Eltern in der Oberstufe, verweist du an die Eltern.

    In der Oberstufe haben die Schüler übrigens eine duetlich höhere Bringschuld als in der Sek I. Ist das in deinem BL anders?

    Fazit:

    ich würde mich -- bei aller Zugewandtheit an die Schüler -- nicht von dem spätpubertären Geschmolle manipulieren lassen. Die machen in 1,5 Jahren Abitur (die "Reifeprüfung"), vorher meist schon den Füherschein und zeigen dann noch so ein Verhalten??

    wenn ich mich selbst auf Photos sehe, habe ich auch eine krumme Haltung. Leider.

    Das allein hat aber nichts damit zu tun, sich von den Schülern nicht hops nehmen zu lassen.

    Wann genau merkst du denn, wenn es im Unterricht zu laut wird? Die Toleranzschwelle unter den Lehrern ist da ja sehr unterschiedlich groß. Und zu bestimmten Arbeitsphasen gehört auch eine gewisse Murmellautstärke, die gerne mal anschwillt.

    Wo ist da deine Schmerzgrenze? Reden die Schüler kreuz und quer über einander hinweg?
    Rufen sie in den Unterricht hinein? Zur Sache gewandt? oder Privates?

    Sind es immer dieselben paar Störenfriede? Gibt es da einen Leitwolf, der die anderen mitzieht? Könntest du sie auseinandersetzen? Mit Stillarbeit versorgen? Einzelgespräche führen?

    Sehr wirkklungsvoll: aufhören zu unterrichten, sich fest aufstellen, Arme verschränken, böse -noch besser: gelangweilt!- auf einzelne Störenfriede achauen, warten, bis Ruhe eingekehrt ist: "können wir endlich weitermachen?" Kurze Pause. Wenn es ruhig bleibt, weitermachen. Verlorene Zeit in Minuten an der Tafel notieren, wenn sich 45 addiert haben, einne Nachmittag zur beaufsichtigten Nacharbeit bestellen. (Vorher Info-mail an die Eltern)

    Immer wieder hilfreich: Störenfriede zum Unterrichtsgeschehen aufrufen. Wenn sie wiederholt keine Antwort wissen: deutlich eine runde kleine Note in die Namensliste eintragen. Ist plump, kann aber helfen, besonders wenn man eine Klientel hat, die eigentlich durchaus lernen möchte, aber halt pubertätsgeschüttelt ist. Hilft vor allem bei deren Anführer.


    Eine andere Möglichkeit: kann es sein, dass die Klasse dadurch, dass du "lieb" sein willst, die Klasse fachlich unterforderst?

    Und natürlich die Frage: was gibt es an eurer Schule für erzieherische Maßnahmen? Daran solltest du dich orientieren.

    Der Bibel folgende, die ja nun mal die Grundlage des christlichen Glaubens ist, muss man beim Verkauf seiner Tochter in die Sklaverei Geld verlangen (Exodus 21:7). hast du schon mal Sonntags Klausuren korrigiert? Wenn ja, musst du leider getötet werden (Exodus 35:2). Usw. usf.

    nichts gegen das AT, aber Christ sind für mich doch vorrangig die Texte des NT maßgebend

    die jüngeren Schüler stellen weihnachtskarten mit lateinischen Texten her,
    die älteren übersetzen lateinschen Weihnachtsliedertexte und, die wir uns auf you tube gesungen anhören. Das eine oder andere Spielchen -- fertig.
    Ganz klassisch :D

    Alles mal ein bisschen lockerer sehen!

    Wir haben es sowieso schon nicht leicht, jeden Tag mit 25-35 SuS unterschiedlichster Art eingesperrt zu werden, mit den ganzen Nebenschauplätzen, etc., die uns täglich einiges abverlangen. Man kann eben nicht immer perfekt funktionieren und ehrlich gesagt, will ich das auch gar nicht.

    Den Beruf endlich mal ernst nehmen! Das wäre mein Tipp für dich.


    Mich würde angesichts solcher Aussagen wirklich mal interessieren, was dich dazu bewegt hat, den Quereinstieg ins Lehramt zu starten :ka:

    ich bin kein Naturwissenschaftler, kann dir also fachdidaktisch nichts groß sagen.
    Was jedoch in allen Unterrichtsentwürfen wichtig war/ist:
    die didaktische Reduktion.

    Heißt, du bereitest den Stoff so auf, dass die Schüler im entsprechenden Alter ihn verstehen. Meist muss er dafür stark vereinfacht oder eben reduziert werden.

    Als erstes setzt du das Lernziel fest. usw usw.

    Die Entschuldigung, du seist ja ein Quereinsteiger, kannst du nicht gelten lassen. Und führe sie um Himmels willen nicht vor Schülern oder Eltern an.
    Du bist als Lehrer an dieser Schule. Also musst du auch als Lehrer agieren. Sowohl didaktisch als auch erzieherisch.
    Woher du dir diese Fähigkeiten aneignest, ist egal. Du musst sie einsetzen können (zur Beruhigung<: man lernt dabei nie aus. Niemand :D )

    Als Quereinsteiger wird man da sicherlich ins kalte Wasser geworfen. Aber das hast du gewusst. Es mag zynisch klingen: zu irgendwas ist das Ref. tatsächlich gut ;)
    Wer also ohne Ref den Lehrerberuf, sprich ohne Ausbildung einen Ausbildung ausüben will, muss sich die dazu erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten anderweitig aneignen. Wie gesagt, auch ausgebildete Lehrer lernen immer noch dazu ;)

    Der Tipp mit der Hospitation bei Kollegen ist wirklich sinnvoll. Versuche, möglichst viel und möglichst in verschiedenen Jahrgangsstufen zu hospitieren. So kannst du dir ein Bild von dem machen, was von Schülern in welchem Alter realistischerweise erwartet werden kann.

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