Beiträge von Bolzbold

    OT, aber: 20 Stunden Korrekturzeit bei 25 SuS für eine normale Klausur? :staun: Ist das repräsentativ für das Fach in der Oberstufe oder gibt es auch die Option, korrekturfreundlichere KA- Varianten zu erstellen, die dennoch angemessen abprüfen, was abzuprüfen ist?

    Nein, nicht wirklich. Wie schon gesagt, ergibt sich durch die Bearbeitungszeit oft eine entsprechende Länge. Ich korrigiere recht schnell, hochkonzentriert und "rigoros", d.h. ich denke nicht lange nach, ob ich diesen oder jenen Punkt gebe oder nicht. Unter 30 Minuten bei einer einzelnen LK-Klausur in einer Fremdsprache dürfte in der Regel unrealistisch sein.

    Ferner gibt es ja auch Vorgaben für die Aufgabenstellung - in zwei Jahren besteht so eine Q2 Klausur dann spätestens im Vorabitur aus Hörverstehen, Schreiben/Leseverstehen (mit drei Aufgaben) integriert und Sprachmittlung. Da wirst Du mit 30 Minuten selbst bei kurzen Klausuren nicht hinkommen.

    Es ging in NRW seinerzeit letztlich nur darum, kurzfristig politisch zu punkten. Die Umsetzung der Ausstattung der Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten, die ja nicht vom Ministerium sondern von den Kommunen durchgeführt wurde, konnte so nur scheitern. In jeder Landesbehörde werden Landesbedienstete mit Arbeitsmitteln aus Landesmitteln ausgestattet. Wir sind Landesbedienstete. Es könnte so einfach sein...

    Ich habe mir mittlerweile ein Surface zugelegt, weil ich die Touchfunktion dann doch recht häufig brauche und das Touchpad oder die Maus gerade, wenn ich durch die Reihen laufe, eher unpraktisch sind.

    Mein Kinderspielzeug, das mir vom Schulträger ohne sinnvolle Software gestellt wurde, liegt bei mir faktisch unbenutzt seit über einem Jahr in der Schublade. Außer ein paar Dateien von oder zu den SchülerInnen zu schieben per Airdrop, sehe ich bei diesem Gerät keinen sinnvollen Einsatz in meinem Arbeitsalltag - und die Software wird zentral von der Kommune aufgespielt - bzw. in der Regel eben nicht aufgespielt wegen der Kosten.

    Das stimmt wohl, zumindest im Osten, nicht so einheitlich.

    Bpb: "Bezogen auf die Sozialstruktur der AfD-Wählerschaft kommen die vorliegenden Untersuchungen zu teilweise disparaten Befunden, was darauf hindeutet, dass monokausale Erklärungsversuche hier zu kurz greifen. So führen z.B. weder eine hohe Arbeitslosenquote noch ein höherer Ausländeranteil per se zu einer größeren Wahlbereitschaft der AfD. Im Westen scheint die AfD vor allen dort zu punkten, wo die Wähler ein unterdurchschnittliches Haushaltsaufkommen aufweisen und/oder einer Tätigkeit in der Industrie nachgehen. Im Osten ist sie in ländlichen Regionen stark, die unter Abwanderung leiden und ökonomisch abgehängt zu werden drohen. Arbeiter und Arbeitslose sind unter den Wählern zwar überdurchschnittlich vertreten, machen aber nur ein Viertel der AfD-Gesamtwählerschaft aus, während die übrigen drei Viertel auf Angestellte, Beamte und Selbständige entfallen. Auch bei den formalen Bildungsabschlüssen dominieren die mittleren Ränge (Niedermayer / Hofrichter 2016).

    Ein klareres Profil ergibt sich, wenn man die Einstellungsmerkmale der Wählerschaft betrachtet. Die AfD-Wähler weisen hier zum einen im Vergleich zu den anderen Wählern ein wesentlich höheres Unzufriedenheitsniveau, zum anderen eine größere Nähe zu rechtsextremen Überzeugungen auf. Protest- und Einstellungswahl gehen bei der AfD insofern Hand in Hand und decken sich mit dem Selbstverständnis einer "Anti-Establishment-Partei". Am deutlichsten ablesbar sind die Unterschiede zur politischen Konkurrenz bei der Bewertung der Migrations- und Flüchtlingspolitik, wo die rigorose Ablehnungshaltung der AfD von ihren Wählern nahezu einhellig geteilt wird (Hambauer / Mays 2018)."

    Angestellte und Beamte - das nannte ein Journalist namens Gerlach 1930 "Stehkragenproletarier." Es scheint sich seitdem wenig geändert zu haben.

    Das kommt darauf an. Das sind nicht die 08/15-Fälle, die die BR jeden Tag bearbeitet. Daher würde ich empfehlen, auch hier Rücksprache mit dem Personalbüro zu führen. Falls Du nach einem Jahr versetzt werden wollen würdest, ginge das theoretisch. Das setzt aber voraus, dass es auch eine Schule gibt, die dich aufnehmen kann. Das war ja bei mir mit A15 bei der Rückkehr in den Schuldienst auch so eine Sache. Im Idealfall tütet man das vorher ein. Ggf. gibt es ja bekannte kommende Vakanzen, so dass man da dann eine Versetzungsmöglichkeit hätte. Daher Personalabteilung und schulfachliche/n DezernentIn ansprechen.

    Und das wird sich weiterhin über Jahre (Jahrzehnte) in unserem Berufsfeld nicht ändern. Zeitaufwand (für Korrekturen z.B.) ist auch nicht unbedingt Gleichzusetzen mit persönlicher Belastung. Da gibt es zu viele Faktoren, die berücksichtigt werden müssten.

    Korrekt, wobei es eine objektive Belastung (z.B. Zahl, Art und Umfang der Aufgaben) und eine subjektive Belastung gibt, die damit nicht zwingend eins zu eins einhergeht.

    Frage mich als Mint Lehrer, warum zwangsweise Deutsch-/ Englisch-Lehrer eine höhere Korrekturbelastung haben sollten. Besonders deswegen, weil die vorgeschriebenen Leistungsnachweise z.B. am BK im Bildungsgang festgelegt werden.

    Das, mein lieber fachinformatiker, wurde hier in gefühlt Drölfzig Threads in den letzten 20 Jahren ausführlich diskutiert. Vielleicht magst Du ja einmal die Suchfunktion nutzen, denn diese Diskussion ist so müßig und wenig fruchtbar.

    Du beschreibst es ja schon selbst sehr treffend.
    Hinzu kommt, dass man mit der Aussage sich über sein Gegenüber erheben kann. Die Motive können allgemeine Missgunst oder Sozialneid oder was auch immer sein. Ist so, kann man nicht ändern. Muss man mit leben.
    Kritik oder Relativierung sind ferner Versuche, sich Kompetenz beizumessen - auch wenn man zur Sache nichts beizutragen hat bzw. kein Wissen darüber hat.

    So etwas gibt es auch hier in der Nachbarschaft, obwohl dieselben Leute sich für Dich krummlegen würden und Du jederzeit um Hilfe fragen kannst und diese auch gewährt bekommst. Das scheint mitunter manchmal auch einfach so eine Art zu sein.

    Mir ist das vor einiger Zeit auch bei einer Bestellung von Kinderspielzeug passiert. Es hieß dann, das Paket sei ausgeliefert bzw. zugestellt worden - nur eben nie an mich. Das war für mich Lehrgeld. Seitdem schaue ich immer auf das Impressum und überlege mir sehr gut, ob ich bei einer chinesischen Adresse dann wirklich bestelle, oder ob ich anderswo etwas anderes bestelle, das dann aber auch in der gewünschten Qualität ankommt.

    Gier oder Geiz fressen Hirn. Leider.

    Ich denke, beim Anliegen des TE müssen wir unterscheiden zwischen der konkreten Situation vor Ort und den offiziellen Verfahren.

    Aus dem Posting ist zu entnehmen, dass es an dieser Schule keine Transparenz zu geben scheint und dass es entweder keinen öffentlich zugänglichen Geschäftsverteilungsplan gibt - oder dieser bislang nicht wahrgenommen wurde.

    Es gibt Schulleitungen die genauso vorgehen, wie vom TE angedeutet. Das liegt aber daran, dass das Kollegium die Schulleitung gewähren lässt. Bei einer kompetenten Personalvertretung wäre das nicht möglich.

    A14-Stellen müssen immer öffentlich ausgeschrieben werden, nicht zuletzt damit auch externe KandidatInnen überhaupt davon Kenntnis erhalten. Gekungelt wird an Schulen immer, denn die Schulleitung möchte sich natürlich mit loyalen und im Idealfall ebenso kompetenten Leuten umgeben.

    Es ist am Kollegium wie an jedem/jeder Einzelnen, sich hier bei Bedarf direkt bei der Schulleitung zu melden und zu informieren.

    Ich gebe allerdings zu bedenken, dass spätestens nach einer Arbeitszeit von sechs Stunden zwingend eine Pause von 30 Minuten zu nehmen ist. Darüber hinaus gilt auch folgendes:

    Müsste man für Klassenfahrten mal entsprechend konzeptionieren.

    Wenn ich mich nicht irre, gelten diese Regelungen nicht für Lehrkräfte. Die Diskussionen darüber, wieso Arbeitszeitgesetze nicht für Beamte bzw. Lehrkräfte gelten, hatten wir doch hier irgendwo schon einmal...

    Darf ich fragen, woher jetzt die 41,5 Stunden-Zahl kommt?
    Mein Kenntnisstand und Berechnungsgrundlage sind 41 Stunden.

    und ich brauche in der Behörde sehr wohl beide Pobacken. Es sind andere Nervenzellen und eine andere Art von Stress, aber reinen Wellnessurlaub habe ich nicht.

    Stimmt, streichen wir die 0,5 Stunden.

    Ja, es sind mitunter andere Nervenzellen, aber ich kann aus fast vier Jahren Erfahrung sagen, dass ich in der Behörde bis auf einzelne Tage nicht ansatzweise das Stresslevel hatte, das ich als Lehrkraft hatte.

    Ich wollte den Thread noch einmal aufleben lassen und keinen neuen eröffnen.

    Bei uns steht bald die Klassenfahrt an und ich frage mich wie viele Stunden Arbeitszeit das dann am Tag sind.

    NRW 41.5 std die Woche

    Wenn wir jetzt 5 Tage unterwegs sind und eigentlich immer auf Abruf parat sein müssen, sind das dann tatsächlich 24 Stunden? Das meinte eine Kollegin oder wie kann man das umrechnen?

    Lieben Dank :)

    Das ist - noch - unerheblich, da diese Aufgabe nach § 10 ADO NRW pauschal eingepreist ist.

    Wir sollten alle einmal ehrlich durchrechnen, wie viele Überstunden wir tatsächlich machen und ob diese zuzüglich der Korrekturen, die man in den Ferien oft da liegen hat, allesamt durch die sechs Wochen unterrichtsfreier Zeit, die über den Urlaubsanspruch hinaus gehen, eins zu eins abgefeiert werden, oder ob wir da ggf. nicht doch besser dastehen als gedacht.

    Die Arbeitszeiterfassung, die es in der Behörde seit mehreren Jahren auch für die Tätigkeit im Homeoffice gibt, dürfte dann früher oder später die Wahrheit ans Licht bringen.

    Vielleicht sollten wir aber auch mal von der reinen Zeiterfassung wegkommen, da diese überhaupt nichts über die Arbeitsdichte, die Effizienz oder die Qualität der Arbeit aussagt. Die Arbeitsdichte und das damit verbundene Stresslevel als Vollzeitlehrkraft ist nicht einmal ansatzweise mit einer Verwaltungstätigkeit zu vergleichen. Wie ich immer sage: Die 41,5 Stunden in einer Behörde sitzt man mit der Kondition einer Lehrkraft auf einer halben Pobacke ab.

    Nach wie vor hoffe ich drauf, dass auch diese Diskussion um Zusatzaufgaben in der Schulentwicklung, ganz neu diskutiert und geklärt wird, wenn denn endlich die Arbeitszeiterfassung entsprechend geltendem Recht durchgeführt wird🤷

    Oh, ich könnte mir vorstellen, dass das dann nicht zwingend zu unserem Vorteil ist. Eine "Fiesheit" könnte ja sein, dass wir regulär Urlaub beantragen müssen in den Ferien und ansonsten vor Ort Dienst schieben müssen...

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