Beiträge von Bolzbold

    Lies dir bitte den Verlauf der Diskussion durch. Ich beziehe mich mit "erfundene Behauptungen" nicht auf Bolzbold und das was er verlinkt hat. Es gibt keine Aussage "wir entziehen allen, die nicht qua Geburt Deutsche sind, das Wahlrecht". Dabei handelt es sich um eine Interpretation. Bolzbold ist aber der Meinung, man muss es da nicht so genau nehmen, dass an dieser Stelle schlicht was Falsches behauptet wird. Weil ... Es gibt ja genügend andere hässliche Aussagen von AfD-Mitgliedern. Letzteres ist vollkommen korrekt, hat aber mit Ersterem nichts zu tun bzw. ist keine Rechtfertigung. Ich toleriere die falsche Behauptung einer Person, die ansonsten aber meine Meinung vertritt und meine Meinung richtet sich ja gegen die "Bösen", also ist sie richtig. Es gibt irgendeine schlaue Bezeichnung dafür aus dem Bereich der Verhaltenspsychologie, mir fällt's grad nicht ein.

    Würde es Dir etwas ausmachen, mich nicht zum Gegenstand psychologischer Betrachtungen zu machen?

    Ja, genau. Es ist grundsätzlich egal, wenn man mit ausgedachten Behauptungen argumentiert, wenn es nur einfach gegen die per Definition Richtigen geht.

    Nein, es ist eine Frage der Prioritätensetzung. Auch wenn die Partei dies womöglich (noch) nicht vorhat, so lassen die Äußerungen einiger ihrer Mitglieder Schlimmeres erahnen - und sei es nur ein Klima, in dem Menschen suggeriert wird, Übergriffe oder gar Verbrechen seien moralisch erwünscht - ganz unabhängig davon, dass sie nach wie vor strafwürdig sind.

    Ob die AfD als Partei gegenwärtig die Demokratie wie wir sie kennen abschaffen, aushöhlen will oder was auch immer, ist vor dem Hintergrund der menschenverachtenden Äußerungen einiger ihrer führenden wie weniger führenden Mitglieder relativ egal. Es geht darum, dass menschenverachtende Äußerungen sowie der Aufruf zu entsprechendem Handeln die Hemmschwelle senken.

    Die meisten Zitate stammen von AfD-Politikern – einige sind unbelegt (correctiv.org)

    Correctiv – Wikipedia

    Ansonsten sieht man hier mal wieder schön, wie viele in diesem Forum und evtl. auch in diesem Berufsfeld politisch so ticken. Ich hoffe mal sehr, dass ihr im Sinne des Beutelsbacher Konsens eure persönliche Meinung im schulischen Kontext entsprechend handhabt, ansonsten fände ich das höchst bedenklich.

    Aber selbstverständlich. Und damit jede/r sich seine/ihre eigene Meinung bilden kann, gehören gleichwohl auch die hetzerischen Parolen einiger Mitglieder der AfD dazu.

    Ich glaube ich muss hier niemandem erklären, warum es fragwürdig ist, das "Weißbleiben" eines Bevölkerungsanteils nach der Wende zu bemängeln :)
    Dass hier so verhalten reagiert wird, ist für mich Beweis genug, dass ich einen wunden Punkt getroffen habe.

    Demnach bleibe ich dabei, die AA-Stiftung ist keine gute Grundlage für Quellen, zum Thema Demokratiefeindlichkeit, da sie selbst demokratiefeindlich erscheint.

    Eine interessante Deutungsweise. Wenn hier so verhalten reagiert wird, könnte es auch daran liegen, dass entweder niemand weiß, was Du uns mitteilen willst, oder aber dass man Deine These nicht stützt.

    Bitte belege doch einmal die Demokratiefeindlichkeit der Stiftung. Oder möchtest Du es mal wieder bei Andeutungen belassen, weil Du keine belastbaren Fakten vorzutragen hast?

    weitere Perspektive dazu, die mir als Theatergänger auffällt: Ein Blick in die Spielpläne der Schauspielhäuser in NRW ersetzt den in die Fachobligatorik des Ministeriums: pflichtschuldig werden die Lektüren (auch die der Fremdsprachen) ins Programm aufgenommen. Für SchülerInnen sicher klasse, für Nicht-SchülerInnen manchmal etwas ermüdend.

    Naja, die Theaterhäuser müssen auch von etwas leben. Und wenn ein ganzer Jahrgang an OberstuflerInnen sich Faust oder Woyzeck oder was auch immer ansieht, sagt man dazu doch nicht nein...

    @HerrRau

    Vielen Dank. Ich bin in Deutsch natürlich nicht "drin". Da in den Vorgaben für die Abiturprüfung in NRW die entsprechenden Werke ebenfalls drinstehen und diese Vereinbarung ja schon eine ganze Weile gilt, dürfte das also so gesehen nichts Neues sein. Und natürlich werden die Verlage entsprechende Lektürehilfen herausbringen - das gab es zu unserer Schulzeit auch schon - beispielsweise von Reclam.

    Das Problem wird in meinen Augen eher dergestalt sein, dass die Aufgaben so allgemein formuliert sein werden, damit ganz gleich, welchen Schwerpunkt man in jedem der 16 Bundesländer bei der jeweiligen Lektüre gesetzt hat, alle SchülerInnen die Chance haben, das Ganze auch zu schaffen. Letztlich senkt das das Niveau.

    Die AfD stellt insofern ein großes Problem dar, als dass die Äußerungen mehrerer prominenter wie weniger prominenter PolitikerInnen dieser Partei dazu geeignet sind, Hass auf alles Nicht-Deutsche zu legitimieren, weil man sich als WählerIn oder SympathisantIn dieser Partei darauf berufen kann, dass es Person XY aus der AfD ja auch so gesagt habe.
    Die AfD senkt die Hemmschwelle und suggeriert, dass es OK sei, den pluralistischen Grundkonsens aufzukündigen.

    DAS ist für mich das größte Problem - denn hier wird die Gesellschaft schleichend vergiftet.

    Dass wir im Bereich Migration und Integration an mehreren Stellen umsteuern müssen, ist in meinen Augen evident. Aber wir brauchen hier neben klarer Konsequenz auch ein Grundmaß an Sensibilität und Verständnis (nicht gleichbedeutend mit Gutheißen!) für die Ursachen und Zusammenhänge der gegenwärtigen Probleme - und die sind eben multikausal.

    Das kann ich gut verstehen. Die mangelnde Flexibilität hielt ich immer für einen Nachteil unseres Berufsstandes. Aber ich bin vielleicht mangelhaft informiert, es gibt neben dem Auslandsschuldienst sicher in manchen Ländern die Möglichkeit als Lehrer so zu arbeiten, dass man gut über die Runden kommt.

    Ich frage mich, welche Art von Pension man erwarten könnte, wenn man mit 50 die Reißleine zieht.

    Die Pension wäre mir relativ egal, denn es ginge im Rahmen meines Szenarios ja nicht nur um den alleinigen Umstand, dass wir eine solche Regierung bekämen.
    Eine solche dürfte in meinen Augen Raum dafür bieten, dass sich das gesamtgesellschaftliche Klima dahingehend verändert, dass rassistische Äußerungen, frauenfeindliche Äußerungen und ähnliches wahlweise weniger deutlich gekontert und abgelehnt würden oder aber sogar mittelbar als gesellschaftlich akzeptabel aufgefasst würden. Den Ratschlägen einiger UserInnen folgend könnte ich ein einem solchen Szenario im Rahmen meines verfassungsgemäßen Auftrags gegen entsprechende Tendenzen wirken - für mich wäre die gesamtgesellschaftliche Situation aber ganz entscheidend.
    In dem Moment, wo ich selbst nicht mehr willkommen wäre, wo der Umstand, dass ich ein paar Pigmente mehr habe, Bedeutung gewänne, müsste ich mir überlegen, wie bzw. wo es weitergeht.

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