Andererseits sollte auch das Land ein Interesse daran haben, dass die Besoldung als fair empfunden wird und vor allem, dass sich bestimmte Funktionsstellen auch finanziell "lohnen". Ich lehne Familienzuschläge etc. nicht ab, aber man hat da manchmal das Gefühl, dass die Verhältnisse nicht mehr stimmen. Das führ natürlich auch dazu, dass der Job vor allem für Menschen attraktiv ist, die eine große Familie gründen wollen. Ob das nun so sinnvoll ist, ist die Frage. Am Ende ist es auch bei den nicht verbeamteten Lehrern so. Die verdienen auch nicht schlecht. Aber der Unterschied zu Beamten sorgt für Frust. Und Frust sorgt -egal ob gut begründet oder nicht- für schlechtere Leistungen. Die Bereitschaft zur Mehrarbeit oder auch besonderes Engagement ist sicherlich bei Kollegen, die ihre Bezahlung als unfair empfinden nicht so hoch.
Wenn Du die persönliche Empfindung als einen von mehreren Maßstäben in das Besoldungssystem inkorporiert wissen möchtest, wird das in meinen Augen eine unmögliche Aufgabe. Fair ist alles, was einem selbst nutzt - das habe ich im Schulsystem deutlich gelernt.