Beiträge von Bolzbold

    Man(n) (oder Frau) kann es vermutlich niemandem zum Vorwurf machen, wenn man beim Eintritt in den ÖD gerade bei der Verbeamtung exklusiv die Vorteile im Blick hat. Zahlreiche "Werde ich mit XYZ verbeamtet"-Postings belegen da ja alleine hier in diesem Forum eindrucksvoll.

    Wer aber weder das Beamtenstatusgesetz (bundesweit) kennt, noch das Landesbeamtengesetz, noch die für sie/ihn relevanten weiteren (Schul)Gesetze und Verordnungen - und diese selbstgefällig oder naiv bis jetzt weder aktiv gelesen noch anderweitig zur Kenntnis genommen hat - der (bzw. die) darf sich am Ende wirklich nicht beschweren. Man kann durchaus vorher in Erfahrung bringen, worauf man sich einlässt...

    Ich bin mit dem Rad gut angekommen. Ein paar glatte Stellen auf 2 Brücken, da kann man aufpassen. Prinzipiell sehe ich es so: Den Schülerinnen und Schülern keine Gefahren aussetzen. Wir als Lehrkräfte haben aber wetterunabhängig eine Dienstpflicht.

    Richtig - gleichwohl muss diese nicht vor Ort erfolgen. Ferner besagt Ziffer 5 des oben verlinkten Erlasses, dass wir vor Ort Dienst leisten sollen, wenn die Witterungsverhältnisse es zulassen.
    Diese Entscheidung fällt in den Ermessensspielraum der jeweiligen Lehrkraft, da das niemand anderes unabhängig entscheiden kann.

    Wenn die SL darauf besteht, die Aufgaben weiter durch dich bearbeiten zu lassen, ist das erst einmal möglich. Dir wiederum kann man (nicht erst dann) nur raten, die Arbeitszeiten konsequent zu protokollieren und entsprechend Aufgaben zu priorisieren und nötigenfalls auch mal liegen zu lassen. Aber nicht aus Trotz, sondern aus der darstellbaren Unvereinbarkeit mit der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit.

    Der nächste Schritt wäre dann eine Überlastungsanzeige, die Dich von Konsequenzen eben jener Überlastung und womöglich schlechterer Arbeitsergebnisse freispricht.

    Alles andere über 35km würde auch teuer. Ich müsste nochmal genau nachlesen, aber in solchen Fällen wie von Bonn nach Detmold - wenn es das denn überhaupt gäbe - kämen wir in den Bereich von Trennungsentschädigung, zweitem Wohnsitz etc. Das würde dann für das Land ziemlich teuer...

    Ich kann die Zwangslage des Ministeriums und die Motivation, die hinter dieser Entscheidung steht zwar verstehen. Aber spâtestens wenn der Mitarbeiter nicht zustimmt, sollte ich mir die Frage stellen, ob das Ganze unter dem Strich zielführend ist. Wenn der Kollege in seiner neuen Rolle sich nicht wohl fühlt tut man mit dieser Maßnahme niemandem einen Gefallen. Wenn dann der Kollege schlussendlich in ein Burnout steuer, unterrichtet der die nächsten sechs Monate niemanden mehr.

    Der groteskeste Widerspruch besteht in der vordergründigen "Wertschätzung" der Lehrkräfte einerseits und der "Verschiebemasse Lehrkraft" auf der anderen Seite. Es ist niemandem gedient, wenn man das vorhandene Personal noch zusätzlich durch solche Entscheidungen belastet.

    Das ist aber womöglich schlichtweg die Denkweise einer ehemaligen Leiterin einer regionalen Großbehörde. Sie weiß, wie Verwaltung funktioniert und wie man führt. Aber sie weiß nicht, wie Schule funktioniert. Das wussten aber selbst ehemalige Lehrkräfte, die Ministerinnen wurden, nicht mehr, als sie die Schwelle zur Politik überschritten hatten.

    Das Problem ist wie so häufig die Politik. Dort werden keine Sachentscheidungen, die diesen Namen verdienen, mehr getroffen sondern primär politische Entscheidungen - diese dienen letztlich immer dem Nähren der eigenen (verzerrten) Wahrnehmung hinsichtlich der Chancen bei der nächsten Landtagswahl.

    Aus meiner Beobachtung hat Teilzeit auf jeden Fall viele Nachteile (jetzt mal vom Finanziellen abgesehen). Wie sind da so eure Erfahrungen? Lohnt sich Teilzeit wirklich ? oder arbeitet man am Ende fast genauso viel für weniger Geld? (mir ist klar, dass das auch z.T. an der persönlichen Einstellung liegt). Ich überlege auf jeden Fall, wenn ich älter bin auch in Teilzeit zu gehen. Am Ende ist Freizeit doch wichtiger als Geld.

    Da Du mehr Zeit hast bzw. hättest, um die Arbeit in Teilzeit zu erledigen, ist es in der Regel so lange ein Minusgeschäft, wie Du nicht konsequent auf die Einhaltung Deiner durchschnittlichen Arbeitszeit, die sich aus der TZ ergibt, achtest.

    Hab schon was:

    § 2 Abs. 4 der Verordnung zur Ausführung des § 93 Abs. 2 SchulG

    Ich werde also konkret "für bis zu sechs Monate" (bei mir drei) eine um drei erhöhte wöchentliche Pflichtstundenzahl erdulden müssen, die "innerhalb des Schuljahres [auszugleichen sind]", was dann von Ostern bis Sommer passiert...

    So meine Lesart.

    Zusätzlich ADO § 13 Abs. 4, der hier viel einschlägiger ist.

    (4) Wenn der stundenplanmäßige Unterricht wegen Abwesenheit der zu Unterrichtenden nicht erteilt werden kann (z.B. Abgangsklassen, Schulfahrten, Exkursionen, Berufspraktika) oder durch Abschlussprüfungen (z.B. Abiturprüfung) vorzeitig endet, sollen die nicht erteilten Unterrichtsstunden insbesondere für Vertretungszwecke verwendet werden. Besondere dienstliche Belastungen sind im Einzelfall zu berücksichtigen.

    Erteres würde für BW so beispielsweise nicht stimmen. Dort kann man versuchen über die Anforderung einer bestimmten Schule (die keine Zuweisungsgarantie darstellt, aber unter gewissen Voraussetzungen die Chancen erhöhen kann) die Zuweisung an einen bestimmten Seminarstandort zu erlangen. Letzteres stimmt dann aber auch für BW.

    Insofern: Um welches Bundesland geht es denn überhaupt?

    Echt jetzt? Krass. Das hätte ich nicht gedacht. Aber ich lerne gerne dazu.

    Nun ist die Frage, ob man sich bei der Schule schon nach bestandenem Ersten Staatsexamen melden sollte oder erst abwarten sollte, welchem Studseminar man zugeteilt wurde?

    Liebe Grüße und eine besinnliche Weihnachtszeit

    Letzteres, weil erst dann die Verteilung der LAAs an die Schulen erfolgen kann. Das dürfte auch bei den FAQs zum Referendariat genau so erklärt sein.

    Gleichwohl stellt eine "Anforderung" immer noch keine Garantie dar, dass es auch so kommt. Das entschieden nicht die jeweiligen Schulleitungen.

    Hallo Marianne und herzlich willkommen im Forum.

    All diese Informationen sind in der Regel im Internet und/oder über die einstellende Behörde verfügbar.
    Die Frage nach dem Warum lässt sich in der Tat damit beantworten, dass Du erwachsen bist und diese Informationen selbst heraussuchen können solltest.

    Der Sinn von einer vertieften Allgemeinbildung, die in der gymnasialen Oberstufe vermittelt wird, ist unter anderem der, dass Du Kompetenzen erwirbst, mit denen Du Informationsdefizite beheben kannst, mit denen Du unbekannte Dinge selbst recherchieren kannst, mit denen Du die "Herausforderungen des Lebens" auf der intellektuellen Ebene bewältigen kannst.

    Im Studium hast Du unter anderem gelernt, Dich vertieft mit zwei oder mehreren Fächern auseinanderzusetzen und Dir unbekannte Fachinhalte anzueignen. Die Fähigkeiten, Die Du hierfür verwendet hast, lassen sich auf die obenstehenden Fragen übertragen.

    Natürlich gehört das Fragen in einem Lehrerforum auch zu den genannten Kompetenzen. Dass die Angabe des Bundeslandes von zentraler Bedeutung ist, dürfte mittlerweile klar geworden sein.

    Um auf den letzten Satz Deines Postings einzugehen: Du bist sicherlich nicht per se inkompetent. Ganz gewiss nicht. Aber möglicherweise fehlt Dir in diesem Fall die Kompetenz, sich mit den für Deine künftige unmittelbare (und befristete) Lebensphase zentralen Fragen rechtzeitig auseinanderzusetzen.
    Die Fragen, die Du hier stellst, lassen sich mit den richtigen Suchbegriffen bei dem heutigen Informationsangebot des Internets vollständig recherchieren.

    Wenn Du das nicht glauben solltest, lass es uns Dir zeigen. :)

    PS: Das einzige, was sich vermutlich wirklich ändert, ist dass der Dienstherr nun noch einmal expliziter über die Einhaltung bestimmter Grenzen (z.B. max. 10 Stunden täglich) belehrt, sich in bestimmten Abständen die Zeiterfassung zeigen lässt und bei Verstößen gegen die Belehrung ermahnt.

    Das wird in der Realität dann noch stärker dazu führen, dass die Verantwortung für das Einhalten der Arbeitszeit bei der Lehrkraft liegt und man streng genommen dann als Kollegium entweder eine Flut von Überlastungsanzeigen stellen müsste, oder aber einige Dinge schlichtweg nicht mehr macht. Wenn dann die "strahlenden Kinderaugen" wieder angeführt werden, sind wir wieder am Anfang des Problems angekommen.

    Wie/ Wo soll das ein Konrektor lernen.

    Die Rektoren müssen ALLE die SLQ Fortbildung gemacht haben oder eine Schule kommissarisch geleitet haben für eine gewisse Zeit, die ich spontan gerade nicht weiß.

    Dazu müssen Sie alle das EFV absolviert haben.

    Das ist deutlich aufwendiger als früher und die Leute SIND besser vorbereitet.

    Sagen wir so: Das sollten sie sein.

    Die SLQ ist ein "Sitzschein" - das EFV ist die einzige "Hürde", die es zu nehmen gilt. Und dennoch schaffen es kleine Napoleons oder Macchiavellis, dieses Verfahren zu bestehen und Schulleitungsstellen zu ergattern. Meine Theorie dazu ist, dass sich diese Verhaltensmuster keinesfalls vor den Fortbildungen zeigen und sich stattdessen relativ bald, nachdem man (oder frau) in Amt und Würden ist und die "Macht" spürt, entwickeln. Macht korrumpiert - das muss man wissen.

    Warum sollte ein Land mit hoher Bevölkerungsdichte, auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit, auf Zuwanderung setzen?

    Die Antwort muss wohl lauten: "Weil es für bestimmte Berufszweige nicht genug Biodeutsche gibt, die die Jobs machen wollen."

    Sei es, weil einige Jobs unter ihrer Würde sind, sei es, weil andere Jobs fern ihres persönlichen Interesses sind, oder sei es, weil diese Jobs oberhalb ihres Bildungsgrades sind. (Beliebige Kombinationen sind natürlich auch denkbar...)

    Die statistischen Hunderttausende an Arbeitslosen (nicht zwingend -suchenden) könnten numerisch sicherlich in Bereichen wie Pflege, Kinderbetreuung etc. unterkommen. Aber sind sie dafür geeignet? Wollen sie das überhaupt? Würde man selbst einigen dieser Menschen seine Liebsten anvertrauen wollen?

    Was die mantraartig geforderte Zuwanderung angeht: Qualifizierten Zuwanderern (insbesondere aus dem afrikanischen oder arabischen Raum) würde ich dringend empfehlen, Deutschland weiträumig zu meiden. Dafür sind die gesellschaftlichen Voraussetzungen in Deutschland einfach zu ablehnend - womöglich auch wegen der Zugewanderten, die sich hier nicht benehmen oder integrieren wollen.

    Ganz ehrlich, wäre ich die Mentorin, wäre mir bei deinem letzten Posting der Blutdruck gestiegen.

    Natürlich ist es per se schonmal verantwortungslos, mit dem für die Dienstfahrt geliehenen Auto privat rumzucruisen. Und dann so Sätze wie "Auffahrunfall kann passieren", "ein bisschen zu flott", "hätten die Bremsen besser funktioniert", eigentlich nichts besonderes" ... echt jetzt? Das klingt schon sehr lapidar- abtuend. Vielleicht kommt es bei mir falsch rüber, aber ich würde der Geschädigten gegenüber etwas anders auftreten.

    Wieso erzählt man sowas wie "von der Bremse abgerutscht", wenn man doch direkt gebremst und sich nichts vorzuwerfen hat? Dass dir der Satz mal nicht um die Ohren fliegt, wenn die Versicherung dir geeignetes Schuhwerk abspricht..

    Eben diese Diskrepanz zwischen einerseits zerknirscht (vgl. auch Threadtitel) und "ist doch alles halb so wild, das kann halt passieren" ist doch mehr als irritierend.

    Also entweder ist das hier ein sehr aufwändig gestaltetes Fake, oder aber wir haben es mit einer erwachsenen Frau zu tun, die einerseits Verantwortung für andere Menschen übernehmen möchte bzw. im Rahmen ihrer Tätigkeit übernehmen soll, die andererseits aber, wenn es darauf ankommt, auch mal kolossal ins Klo greift und das im Anschluss daran nicht wirklich begreifen kann oder will.


    In diesem Fall war es nur ein Auto. Gebrauchsgegenstände kann man ersetzen. Um aber gar nicht erst meinen Gedanken fortzuführen, empfehle ich der TE, dringend an ihrem Verantwortungsbewusstsein zu arbeiten - oder aber sich für Fakes eine andere Spielwiese zu suchen.

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