Du kannst stattdessen Urlaub aus familienpolitischen Gründen nehmen. Da kannst Du Dich auch selbst vertreten und bei Bedarf unterhälftig arbeiten.
Beiträge von Bolzbold
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@AlfredBrecht
Im Rahmen der Vorgriffsstellen ist das immer noch der Fall. Die Sek II Lehrkräfte erhalten hier eine Einstellungsgarantie an einem Gymnasium oder einer Gesamtschule im Anschluss an die Zeit an der Grundschule. Natürlich hofft man hier insgeheim auch, dass der eine oder die andere an der Grundschule oder der Sek I Schule dauerhaft bleibt.
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Respekt ist keine Einbahnstraße, liebes Wunderkind. Konsequent sein ist wichtig, gewalttätig oder ausfällig werden, wie du hier in mehreren Posts, ist kontraproduktiv. Mehr fällt mir zu deinen Ausführungen nicht ein. Ach, eines doch: Werde bitte nicht Lehrkraft - zum Wohle unserer Kinder! Vielleicht reicht es noch für ein Bootcamp bei RTL2, wo du Kinder terrorisieren kannst.
Das kann ich nur unterstreichen. Der erste Impuls bei entsprechendem Verhalten von Jugendlichen kann in der Tat der Wunsch sein, ihnen eins in die Fresse zu hauen. Es hilft aber nicht. Es gibt den alten Spruch, dass wenn Kinder Probleme machen sie im Vorfeld welche haben. An Letzteres muss man ran. Dafür sind es eben noch Kinder bzw. Nicht-Erwachsene. Und wir müssen ihnen zeigen, wie man es richtig macht.
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Meine Urgroßeltern- und meine Großelterngeneration (1890 / 1919), auch noch die meiner Eltern (1950), sind so groß geworden, dass man Gefühle nicht zeigte. Gefühle zählten als Schwäche. Man musste stark und hart sein. Man folgte bzw. man "gehorchte". Wohin das geführt hat, wissen wir. Was aber viel schlimmer war, das war die emotionale Kälte und die Verachtung, die der jeweils nachfolgenden Generation entgegenschlug, wenn sie sich nicht bedingungslos konform verhielt. Dies wurde teils bewusst, teils unbewusst tradiert. Alle drei Generationen hatten Kriegstraumata bzw. mit den Folgen derselben zu leben. Nichts davon wurde jemals aufgearbeitet. Die NS-Erziehung wirkte von der Rigorosität und der Gewalt her in den 50er und 60er Jahren in deutschen Schulstuben ungebrochen weiter.
Demütigung, Bloßstellung und die Verachtung alles, das als weichlich oder schwächlich galt - das besagte Zeigen von Gefühlen - waren damals Erziehungsideale und hat zutiefst verletzte und traumatisierte Menschen zurückgelassen. Meine Generation war mit die erste, die Gefühle zugelassen hat, die zu Schwächen gestanden hat - und was noch wichtiger ist: Die das auch ihren Kindern zugestanden hat.
Es fällt mir daher schwer, die alten Zeiten zu glorifizieren. Gleichwohl muss man strafrechtlich relevantes Verhalten auch in der Schule sanktionieren. Das ist Teil unseres Erziehungsauftrags, mithin also Pflicht. Und natürlich darf man sich als Lehrkraft von seinen/ihren SchülerInnen nicht alles gefallen lassen. Das bekomme ich aber als Lehrkraft durch Bestimmtheit und Authentizität in den meisten Fällen hin. In allen anderen Fällen muss ich mir Hilfe holen in Form von SozialarbeiterInnen und anderen Beteiligten. -
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Damit ist doch alles gesagt. Persönlich hätte ich definiert, dass es Menschen sind die wissenschaftliche Erkenntnisse als Fake ablehnen und sich eine eigene Realität erschaffen.
Ich denke, das ist die Kernbeschreibung, die ich gerne noch ergänzen würde.
...und sich eine eigene Realität schaffen und ihre Thesen dadurch aufzuwerten glauben, indem sie sich eine besondere Denkleistung, die sich scheinbar qualitativ vom "Mainstream" abhebt, zuschreiben.
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Ich habe zur Zeit das Gefühl, 24 h am Tag von Kollegen und Schülern kontaktiert zu werden, per Mail, per Teams und eine Kollegin auch per WhatsApp. Ich werde per Teams angerufen, wenn ich im Auto sitze und „dank“ Freisprechanlage führe ich dann Telefonate im Auto.
Ich erwische mich dabei, wie ich einer Kollegin samstags eine Mail schicke und mich ärgere, wenn sie erst am Montag antwortet.
Dann habe ich eine Kollegin, die prinzipiell erst 5-7 Tage später antwortet. Die schimpft aber, wenn man nicht innerhalb von 24 Stunden antwortet.
Mehrmals wurden schon Termine versäumt, weil Kollegen nicht rechtzeitig in ihre Mails geguckt haben, dann war der Verteiler nach dem Halbjahr nicht angepasst und der neue Kollege bekam die wichtigen Infos nicht etc.
Ich finde, das nimmt immer mehr Überhand. Ich sehne die Zeiten herbei, in denen man noch keine Schulmailadresse hatte…
Bei uns gibt es keine Regelungen bzgl. Der Ganzen Kommunikationskanäle und den damit verbundenen Problemen außer, dass Vertretungsthemen immer über Mail laufen.
Wie geht ihr damit um? Gibt es bei euch eine Regelung? Wann muss man in die Mails gucken, welche Themen laufen über welche Kanäle etc?
Meine Erfahrungen aus der Behörde:
Post- bzw. Nachrichteneingänge nach Dringlichkeit (offiziell oder persönlich eingeschätzt) sortieren und nur das direkt beantworten, was wirklich drängt. Alles andere hat Zeit. Ich musste auch lernen, Anfragen von außen nicht am selben Tag zu beantworten, weil das eben die Dauerrereichbarkeit suggeriert.
Wenn Mailverteiler etc. nicht angepasst werden, dann entweder weil der/die Verantwortliche gepennt hat oder aber weil er/sie nicht die benötigten Informationen über Änderungen bekam. => Das lässt sich also beheben.
Das größte Problem ist natürlich die Person vor dem Gerät. Wenn die Erwartungen wie in dem Beispiel der einen Kollegin so divergieren, dann ist es notwendig, sich über "Regeln" bzw. Standards der dienstlichen Kommunikation zu verständigen. So viel Professionalität wird doch wohl möglich sein, oder?
Was WhatsApp angeht, so sehe ich das sehr kritisch. Allerdings gibt es da auch die Funktion, die entsprechenden Gruppen stummzuschalten. Und wer ohnehin nicht ständig sein Handy zückt, weil er eine scheinbar wichtige Nachricht bekommen haben könnte, den wird auch eine "dienstliche" WhatsApp-Nachricht kalt lassen. -
Ich denke auch, dass hier eine klare Fehlannahme vorliegt. Mehrarbeit unterliegt genauso der Besteuerung wie die deputatsmäßige Arbeit, zumal bei TZ die Mehrarbeit ja nicht in einzelnen Stunden sondern auf das Deputat angerechnet wird.
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Danke für eure Erfahrungen.
Warum werden diese SuS aus dem Unterrichtsfach, in dem sie studieren, nicht freigestellt?
Könnte man z.B. vereinbaren, dass bestimmte Inhalte von der Schülerin/dem Schüler selbst erarbeitet werden, damit er/sie die Prüfungen/Arbeiten mitschreiben kann?
Oder könnte man Inhalte erlassen, wenn im Gegenzug Leistungen im Studium nachgewiesen werden?
Ganz einfach. Weil die Prüfungsordnungen das nicht vorsehen und Leistungen, die nicht in der Schule erbracht wurden, nicht in die Q-Phase miteingebracht werden können. Das Drehtürmodell ist schon ein Entgegenkommen für die SchülerInnen NRWs. Wenn man ihnen jetzt noch Leistungsnachweise erlässt bzw. weitere Vergünstigungen einräumt, ist die Prüfungs- und Chancengerechtigkeit in der Schule nicht mehr gewährleistet.
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Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie es im Anschluss daran weitergeht.
a) Du wirst von Deiner Ausbildungsschule übernommen und sie schreibt im Vorfeld dafür die entsprechende Stelle auf Dich passgenau aus.
b) Du bewirbst Dich auf eine andere ausgeschriebene Stelle und bekommst diese.
c) Du erhältst einen Vertretungsvertrag an einer Schule, die Bedarf hat. Dieser Vertrag kann unterschiedlich lang sein. Je nach Bundesland musst Du in den Ferien durchbezahlt werden, wenn Du einen Anschlussvertrag für das neue Schuljahr hast.
d) Du bekommst nichts aus a) bis c) und bist vorübergehend arbeitslos, es sei denn, Du arbeitest temporär woanders.
Gedanken über den Anschluss würde ich mir vor dem Referendariat noch nicht allzu viele machen, es sei denn Deine Schulform und Deine Fächerkombi sind so dermaßen ungünstig, dass man sich über Plan B (nicht aus der obenstehenden Liste) für den Fall der Fälle Gedanken machen muss. -
Versetzungsantrag.
Wenn eine Schulleitung selbst eine mittelbare Täter-Opfer-Umkehr im Stile des victim blaming vornimmt, ist da nichts mehr zu machen. Die Schule wird dermaßen den Bach runtergehen, wenn die Schulleitung nicht durchgreifen kann und will. Traurig ist das für die SchülerInnen, die künftig Opfer sein werden - und für die Lehrkräfte, die diese Scheiße mitmachen müssen.
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Naja ein Unterrichtsentwurf ist doch vom Prinzip her nur Mittel zum Zweck. Wenn es wirklich zentrales Lernzeit der Lehrerausbildung ist, diese unnötige Zettel zu erstellen, dann gute Nacht.
Könnte man das nicht auch auf Klausuren und Facharbeiten in der gymnasialen Oberstufe übertragen?
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Wenn es aber nicht oft vorkommt, sondern wirklich eine Ausnahme ist, dann sehe ich auch kein allzu großes Problem. Wenn es in schöner Regelmäßigkeit vorkommt, siehe mein erster Beitrag.
Falls Du auf die Vorbildfunktion anspielst: Wenn wir jede Art von privater Sportausübung unter diesem Gesichtspunkt betrachten, würde aber eine Menge an verletzungsanfälligen Sportarten herausfallen.
Ich muss als Lehrkraft Vorbild sein. Aber die Ausübung von Kampfsport lässt sich mit Gewaltlosigkeit durchaus vereinbaren, wenn man außerhalb dieses Sports gewaltlos lebt und handelt. Diesen Unterschied klarzustellen - beispielsweise auch mit dem eindeutigen Hinweis, dass man diese Techniken niemals außerhalb der Trainingshalle anwenden darf außer ggf. zur Selbstverteidigung bei akuter Gefahr - ist in meinen Augen völlig ausreichend.
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Aber das ist doch nicht das Problem der Tauschbörse; das ist doch wohl das Problem des Täuschenden, wenn er das Getauschte denn plagiiert.
Oder sehe ich das falsch?Das meinte ich. Gleichwohl finde ich persönlich es auch nicht erstrebenswert, ein solches Verhalten zu fördern. Aber jede/r wie er/sie möchte.
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Hallo alle Zusammen
Ich habe eine Frage. Ist es tatsächlich Illegal, wenn man eine Seite eröffnen würde, extra für Lehrer, wo man ein Sammelsurium für Unterrichtsmaterialien anlegen würde? Warum ist das denn so? Wäre es nicht eine enorme Entlastung für alle Lehrkräfte? Die Nachteile sehe ich gerade nämlich nicht - solange man als Lehrer weiterhin die Verantwortung trägt, dass man brauchbares Material auswählt und dieses dann noch auf die eigene individuelle Klasse anpassen kann...
Viele Grüße,
Mehren
Was Unterrichtsmaterial angeht, ist das gar kein Problem. Wenn ich fertige Unterrichtsentwürfe tausche, ist es schon ein Problem. Ziel des Refs. ist es ja, genau DAS zu lernen und selbstständig hinzubekommen. Fertige Entwürfe zu nehmen und nur anzupassen, ist in meinen Augen keine selbstständige Leistung sondern ein Plagiat.
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Ist es denn wirklich so, dass beim Verpassen auch des Nachschreibtermins mal eben 4 Abivorschläge aus dem Boden gestampft werden müssten? Dafür würde ich allein 2 Wochen benötigen und dürfte ansonsten nichts anderes tun, also kein Unterricht oder -Vorbereitung. Das wird dieses Jahr sicherlich viele treffen. Wie stellen sich die Verantwortlichen das vor?
Nein. Der Prüfling hat Anspruch auf eine Auswahl, sprich zwei Vorschläge. Für den dezentralen Termin gelten nicht die identischen Bedingungen wie für Haupt- und Nebentermin. Der Prüfling hat ja schon den "Vorteil", dass die Klausuren viel stärker auf das, was im Unterricht behandelt wurde und wie man die Aufgaben bisher gestellt hat, ausgerichtet sind - und es kommen keine Poolaufgaben dran. Man wird wohl mindestens drei einreichen müssen, damit die BR wenigstens eine Auswahl hat. Wenn mehrere Prüflinge aus zwei oder mehr Kursen den dezentralen Termin wahrnehmen müssen, können sich die KollegInnen aber auch zusammentun.
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Wenn wir uns selbst, was unsere Außenwirkung angeht, nicht immer so wichtig nähmen, könnten wir das alle so sehen wie MrsPace. Vieles wird erst dadurch zu einem Problem, indem wir es vorher selbst als solches erachtet haben. Je natürlicher und ungezwungener man hier auftritt, desto weniger Aufhebens wird darum von Dritten gemacht.
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Also eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Schulleitung halte ich für schwierig, auch was das langfristige kollegiale Verhältnis angeht. Gleichwohl muss der Schulleitung aber klargemacht werden, dass Täterschutz eine Verhöhnung der Opfer ist und das so nicht geht.
Vermutlich ist es sinnvoll, sich innerhalb des Kollegiums zu positionieren, Gleichgesinnte zu finden und dann gemeinsam mit einer klaren Position und klaren Worten gegenüber der Schulleitung aufzutreten. Letztlich wird sie die Frage beantworten müssen, wieso die Opfer solcher Gewaltexzesse nicht geschützt werden und wieso gegenüber den uneinsichtigen Tätern wie deren Eltern so ein Schmusekurs gefahren wird. Die Sorge um die anderen SchülerInnen ist ja ein völlig berechtigtes Anliegen. Gleichzeitig entfaltet die Untätigkeit der Schulleitung ja eine gefährliche Signalwirkung. Das muss ihr klargemacht werden.
Natürlich kann man auch den Weg über den/die Dienstvorgesetzte/n gehen. Es muss einem aber dann auch klar sein, dass das Tischtuch dann in der Regel erst einmal zerschnitten ist. Und dieser Weg nicht per se erfolgreich ist. -
Gibt es evtl. in Deinem Bundesland einen Passus in der Schulordnung / dem Schulgesetz, der sagt, dass, wenn ein bestimmter Prozentsatz der Lehrkräfte es will, eine Konferenz einberufen werden MUSS?
Es wird so sein, wie in vermutlich allen Bundesländern. Wenn die Schulleitung nicht sanktionieren möchte, wird nicht sanktioniert.
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Oh weia. Da bin ich auch sprachlos. Ich denke, das nächste, was Du tun solltest, ist kommentarlos einen Versetzungsantrag zu stellen.
Gleichzeitig würde ich mal abwarten, was denn die Strafanzeige so bringt.
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