Beiträge von Bolzbold

    Ich finde, da ginge der ganze Reiz des Forums flöten. Ich will doch nicht ernsthaft mit irgendwem beim Wein über Gendersternchen diskutieren, oder ob Klassenfahrten Spaß machen. Es sind theoretische Diskurse, um seine Sichtweise zu schärfen, etwas Neues zu lernen oder Frust loszuwerden, den man mit Kolleg*innen im real life so nie teilen würde. Allein der Coronathread, Himmel, ich rede mit keinem Menschen so viel über Viren wie hier und will das auch nicht tun. So interessant jede einzelne Lebensgeschichte, der Reiz ist doch die Vorstellung, das Bild von jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer. Ich glaube, wenn man sich gesehen hat, ist das Forum überflüssig. Wenn man bestimmt auch viele sehr nette Menschen kennen lernen würde:)

    Für dieses Forum hier kann ich das rückblickend auf die Zeit ab 2005 nicht bestätigen - mit Ausnahme des Umstands, dass ich sehr viele nette Menschen in Person kennengelernt habe. Daraus haben sich dann auch ganz interessante andere Dinge ergeben wie Urlaube. Bei den Treffen, wo ich war, haben wir dann auch nicht primär über Threads gesprochen - und damals schrieben hier ja auch noch Eltern etc. mit.

    das kann ich toppen:

    habe meinen Mann über ein Forum kennengelernt.:liebe:

    Virtuell könnte ich mir ein Treffen vorstellen, alles andere scheint mir kompliziert zu sein

    Unbestätigten Gerüchten zufolge soll es hier seit mehreren Jahren ein Forumspärchen und sogar Forumsbabys geben. Die Identität des Pärchens ließ sich bisher jedoch nicht lüften...

    Also bei den Treffen, an denen ich teilgenommen habe, waren wir glaube ich stets unter 20 Personen - oft passen der Termin oder der Ort halt nicht.

    Bei den großen Bundesländern fährt man ja auch an die 200km, wenn der Treffpunkt in der Mitte wäre.

    Ich kann mir das vor Ort vorstellen - online kann man m.E. zwar machen, aber letztlich ist es dann wieder der Bildschirm, der vielleicht zu forscherem Verhalten verleitet, als man dies von Angesicht zu Angesicht an den Tag legen würde. Bei manchen UserInnen wäre es spannend zu erfahren, ob sie im Eins zu Eins oder innerhalb einer Gruppe im direkten Kontakt ebenso drauf wären wie online.

    Plattenspieler

    Das kriteriengestützte Bewertungsraster gibt es seit Einführung des Zentralabiturs in NRW.

    Humblebee

    Bis zum Abitur 2024 inklusive ist Hörverstehen explizit nicht vorgesehen. Ab 2025 ist es meines Wissens nach grundsätzlich angedacht. Vermutlich wird man dann nur ein Hörverstehensthema unabhängig von der Auswahl bei Teil A verwenden. Alles andere dürfte logistisch die Schulen überfordern.

    Am NRW-BK (berufliches Gymnasium) wird anders gewertet. Inhaltspunkte können wir frei vergeben (nur die grobe Gewichtung der AFBs ist vorgegeben) und Inhalt zählt dann 40%, Sprache 60%. Mit 14 Punkten im Inhalt und 15 in Sprache passt das also noch.

    Klausurteil A sind 80%, Mediation 20%. In der Mediation kann man also noch mal etwas schlechter sein.

    Hier ist der Bewertungsbogen: https://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/cms/cms/zentra…t/bewertung.php

    Und hier der für die GOSt.

    Bewertung der sprachlichen Leistung / Darstellungsleistung (nrw.de)

    An ein digitales Treffen kann ich mich nicht erinnern. Was wir vor vielen Jahren tatsächlich mehr oder weniger regelmäßig gemacht haben, waren regionale "echte" Forumstreffen. Das war die Zeit zwischen 2004 und 2007 - danach gab es Treffen mit einzelnen bzw. einigen wenigen Mitgliedern aus dieser Zeit. Da kann ich aber nur über meine Erfahrungen sprechen, die natürlich nicht repräsentativ sind.

    In NRW kann man sich in einer Englisch-Klausur gerade einmal sieben Punkte "Verlust" leisten von 150 Punkten, damit die 1+ am Ende steht. Bei ca. 30 Kriterien, die bewertet werden, ist das fast unmöglich - aber es kommt in der Tat ab und an vor.

    Bei 100 Punkte-Klausuren sind es fünf Punkte, die man sich "leisten" kann. Auch das ist bei 20+ Kriterien eine Hausnummer. Gleichwohl stehen bei 45% der Gesamtpunktzahl bereits fünf Punkte - bei 50% sogar 6 Punkte.

    Damit sind durch Festlegung der KMK sowohl Noten jenseits der 13 Punkte und unterhalb der 4 Punkte zunehmend eine echte Kunst geworden. Gerade in Englisch.

    Gut, dass man Noten ja nicht "errechnen" muss.

    aufgr

    Ich finde es auch beeindruckender, wenn 13 und 15 Punkte in Klausuren geschrieben werden. Man muss da eine gewisse Perfektion zeigen.

    Da stimme ich zu. Das liegt aber meines Erachtens auch zu einem erheblichen Anteil daran, dass die EWH durch ihre Struktur und die Art, wie Punkte vergeben werden, genau diese Perfektion erfordern.

    Der Eingangsbeitrag erfüllt so ziemlich alles für einen Trollbeitrag, weil er gleich mehrere Facetten gesellschaftlich unerwünschten primär männlichen Verhaltens enthält und einfach zu dick aufträgt. Und natürlich hofft der TE auf entsprechende zahlreiche Reaktionen - vorwiegend natürlich belehrender Art, die er dann kontern kann. Ich mache daher hier mal dicht.

    Laut Internet kann man sich arbeitslos melden, wenn man in deutsch nicht mit 1,x abschließt... sollte ich es ignorieren und das machen was mir Spaß macht ? Oder könnte dieser Abschluss wirklich bald keinen Wert mehr haben und ich arbeitslos werden ?

    Ich würde hier weniger auf das Internet vertrauen als vielmehr auf meine Stärken und das, was ich wirklich machen möchte. Wenn Du nicht eine totale Niete als Lehrkraft sein wirst und sich das rumgesprochen haben sollte, dann wirst Du bei entsprechender Flexibilität mit Sicherheit nicht arbeitslos sein. In der Vergangenheit wurden bei uns auch Lehrkräfte mit der Kombi D/Bi oder sogar D/Ge o.ä. eingestellt. Das ist eine Frage des entsprechenden Bedarfs. Solltest Du bundeslandmäßig ebenfalls halbwegs flexibel sein, sehe ich hier keinen Freifahrtschein in die Arbeitslosigkeit.

    Angesichts der NC, die es in vielen Studiengängen gibt, kann ich das im Kern verstehen, dass man gute oder sehr gute Noten haben möchte. Gleichwohl müssen sie eben durch die entsprechende Leistung unterfüttert werden.

    Letztlich ist es ein Spiel - es gibt Schüler, die sich zu gut einschätzen und dann beleidigt sind, es gibt Schülerinnen, die sich zu schlecht einschätzen und hinterher total überrascht sind, und es gibt irgendetwas dazwischen. Durch die Noteninflation im Zuge der KMK-Vorgaben und des Niveaus im Zentralabitur gehen mitunter 50% eines Jahrgangs mit einer Eins vor dem Komma ab. Das ist aber so staatlich gewollt.

    Ich kenne viele KollegInnen, die selten oder nie 15 Punkte vergeben, weil sie selbst diese Punktzahl vergöttern. ("Da muss ein/e SchülerIn schon besser sein als ich.") Diese KollegInnen haben keine konkrete Vorstellung von einer Leistung, die der 15 Punkte würdig ist und können sie daher nie vergeben. Für viele ist der Abstand zwischen 14 und 15 Punkten erheblich größer als der zwischen 13 und 14 Punkten.

    Irgendwann habe ich mich gefragt, warum ich in dem einen oder anderen Fall keine 15 Punkte gegeben habe und mir ist genau dieses Phänomen aufgefallen. Da bin ich hingegangen und habe mir gesagt, dass ich die 15 Punkte bei einer wirklich tollen Leistung dann vergebe, wenn ich der Schülerin oder dem Schüler nicht mehr konkret sagen kann, was er/sie besser machen kann. Mit konkret meine ich eben nicht das scheinbare Allheilmittel "Du musst Dich mehr melden" oder "Qualität zählt neben Quantität auch" oder "Deine Antworten müssen noch perfekter sein."

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