Beiträge von Bolzbold
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flipper
Das ist eine gute Frage. Warum da nicht auch welche stehen, weiß ich leider auch nicht. -
Och und als Schulministerin kannst du dich auf immer die gleichen Phrasen berufen.
Du hast da (zumindest in NRW) Luftfilter. Die haste in Schulen nicht (meistens nicht).
Aha. Woher nimmst Du dieses Wissen mit den Luftfiltern? Quelle?
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Zur weiteren Lektüre sei diese Expertise einmal verlinkt.
Zeiterfassungsstudien zur Arbeitszeit von Lehrkräften in Deutschland (uni-goettingen.de)Ab Seite 91 wird es für uns richtig spannend - aber auch ernüchternd.
An dieser Stelle herzlichen Dank an die Autoren der Expertise! -
Parallel im Ministerium und in der Schule zu arbeiten, ginge in NRW nur im Rahmen einer zeitlich begrenzten Abordnung, die in der Regel maximal drei Jahre geht. Dann wäre man anteilig in der Schule und anteilig im Ministerium. Ich kenne jemanden, der das gemacht hat, und einen anderen, der das gerade macht.
Aus Gesprächen weiß ich, dass das einerseits ganz interessant sein kann, beide Seiten gleichzeitig zu erleben, andererseits hat man im Ministerium "Herrschaftswissen" - und ich stelle mir den professionellen und diskreten Umgang damit nicht immer leicht vor. Man ist Diener zweier HerrInnen, muss sich ggf. was dienstliche Veranstaltungen angeht teilen und eben oft Kompromisse eingehen. Das kann spannend und abwechslungsreich sein, ich habe das bei meinem Übergang für ein paar Monate so gemacht. Der Nachteil ist, dass man von beiden Welten eben nur die Hälfte mitbekommt und damit oft ein wenig außen vor ist.Letztlich ist es eine Frage, was man selbst WILL. Beides? Nur eines von beiden? Karrierechancen?
Ich habe es glaube ich woanders schon mal geschrieben.
Arbeit in der Schule: Abwechslungsreich, aber sehr kräftezehrend, keine klar abgegrenzten Arbeitszeiten.
Arbeit im Ministerium: Klare Arbeitszeiten, auf Dauer sicherlich etwas eintönig, aber wirklich bis auf ganz wenige Ausnahmen entspannt (OK, vermutlich auch nur solange, wie man keine Führungsverantwortung hat.)
So, lieber Wiener, welche Kandidatin soll nun Dein Herzblatt sein? -
Wie lange ist Mummert und Partner he. Doch schon weit über 10 Jahre oder? Und ausser einer Verschlimmerung ist da nichts passier. Meine Hoffnung wäre, dass sich durch die ständige Zeiterfassung eine ständige Konfrontation ergibt. Ceterum censeo... mein Lieblingsprinzip.
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, sogar schon über 20 Jahre. Die ist von 1999. Seitdem hat sich die Situation eher zum Schlimmeren verändert. Da jedwede Maßnahme zur Entlastung von Lehrkräften Geld kosten würde, gehe ich nicht davon aus, dass sich da bis zu meiner Pensionierung (2041) etwas ändern wird.
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Daher warte ich persönlich mit Sehnsucht darauf, dass ein Urteil des EugH in nationales Recht umgesetzt wird. HIernach wäre durch jeden Arbeitgebeber, die genaue Arbeitszeit für jedwede Tätigkeit mnutiös zu erfassen und zu dokumentieren. Ich weiß, dass viele von Euch dies mit graus betrachten. Ich persönlich sehe hierin jedoch die einzige Möglichkeit, der mittlerweile selbstverständlichen Arbeitszeitausbeutung Einhalt zu gebieten.
Wie wird die Rechnung aussehen?
Unterrichtsvorbereitung: 10 Minuten pro Doppelstunde
Korrektur einer LK-Klausur: 12,5 Minuten pro Klausur
Organisationspauschale für Konferenzen, Dienstbesprechungen etc.: 15 Minuten pro WocheAußerunterrichtliche Veranstaltungen wie AGs: Verhältnis eins zu vier zur 45-Minuten-Stunde.
Finde den bzw. die Fehler...
Seit Mummert und Partner wurde ganz bewusst alles außerhalb des Unterrichts als "Organisationsaufwand" pauschal erfasst. Wie viel das ist, ob das umsetzbar ist - scheißegal.
So lange Lehrkräfte bzw. Beamte in Deutschland gesellschaftlich keine Lobby haben und die Steuergelder anderweitig priorisiert werden, wird da nichts passieren. Würde man das avisierte Urteil des EuGH, so es denn kommt, tatsächlich so umsetzen, würden die Personalkosten locker um mindestens 25% steigen - oder man bräuchte Massen an zusätzlichem Personal, das schlichtweg nicht da ist. Selbst im Idealfall würde es sicherlich an die zehn Jahre dauern, bis eine spürbare Verbesserung der Situation eintreten würde.
Das können wir vergessen. -
Deshalb gibt es mitunter die Unsitte, dass Beamte zwei oder drei Jahre vor ihrer Pensionierung noch schnell befördert werden, oder gar ein Jahr länger im Dienst bleiben, damit sie die höhere Besoldungsgruppe als Grundlage für ihre Pension bekommen.
Und deshalb "lohnt" sich eine Beförderung zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr. -
Sollte sie eigentlich - ansonsten macht das gar keinen Sinn.
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Was ist mit der App "Beihilfe BW", die es im Android App-Store gibt? (Über Apple kann ich nichts sagen, weil ich keine Geräte von denen habe.)
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Ach was, da wird vertikal halbiert. Du kannst nur die ungeschicktere Hand wählen.
Das finde ich irgendwie unverfänglicher.
Andererseits: Der Ar*** kann oben wie unten gleichermaßen sein... -
Ich habe einen ganzen Batzen vorgestern per App eingereicht. Dann bin ich mal gespannt...
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Akademiker?
Wie schon mal anderswo hier angemerkt: Einer meiner Söhne ist selbständiger Handwerker und lacht sich schlapp ob meiner mickrigen A15-Besoldung.
Aber auch er lebt sich aus in seinem Tun.
Aber man kann ja auch nur auf Akademiker schielen.
Falls Du das auf mich beziehst: Ich habe den Begriff lediglich aufgegriffen.
Natürlich kann man sich auch mit HandwerkerInnen vergleichen - es kommt aus dasselbe heraus. -
Jeder kennt AkademikerInnen, die bei gleichem Abschluss mehr verdienen, und AkademikerInnen, die bei gleichem Abschluss weniger verdienen. Der Abschluss alleine macht es nicht. Es geht um den konkreten Job bzw. die konkrete Position. Das ist bei uns an der Schule doch auch so. Je nach Arbeitseinsatz arbeitet eine Studienrätin mehr als ein Studiendirektor. Letzterer bekommt aber mehr Geld.
Das ist in der freien Wirtschaft nicht anders. -
Natürlich ist es wünschenswert, wenn das Getriebe direkt passende Komponenten bekommt und bestehende Strukturen tendieren gerne zum Erhalt, aber vielleicht darf es doch mal etwas neues Öl sein oder zumindest ein neues frisches Material, dass nicht aus dem alten hervorging und das Getriebe effizienter macht, wenn es schon nicht der Sprung vom Diesel zum Elektroauto ist..;-)
Ja, das stimmt. Dazu müsste aber in den Kollegien eine entsprechende begünstigende Mentalität vorherrschen. Wenn ich wieder zurück in den Schuldienst gehe, komme ich als A15 auch in ein neues Kollegium und mache das Fenster für andere KollegInnen für die nächsten 20 Jahre zu. Ich kenne das Ganze von beiden Seiten - es ist Teil des Spiels. Die Regeln zu kennen ist das eine, sie zu akzeptieren und damit zu leben, wenn andere nach diesen Regeln spielen, das andere.
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Ich kenne aus aus NDS auch eher so, dass erfolgreiche Bewerbungen auf SL-Stellen von außen kommen, auch wenn es interne Bewerber gab. Das ist schon zur Vermeidung von Rollenkonflikten sinnvoll, die nahezu zwangsläufig entstehen, wenn ehemalige Kollegen auf einmal Vorgesetzte sind.
In NRW ist das eine "Soll-Regelung", d..h die/der KandidatIn soll nicht durchgehend nur an einer bzw. dieser Schule tätig gewesen sein. Wenn es keine anderen Kandidaten gibt, werden auch die hausinternen Kandidaten an ihrer Schule SchulleiterInnen. Am Gymnasium habe ich das bisher aber eher als Ausnahmeerscheinung erlebt. Stellvertretende SL kommen hingegen oft aus den eigenen Reihen. Als Bindeglied zwischen Kollegium und Schulleitung kann das durchaus hilfreich sein - es kann natürlich auch total in die Hose gehen - Stichwort Rollenkonflikt.
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Hm, vielleicht bin ich auch voreingenommen von ein paar speziellen Fällen aber nein, die amtierende Schulleitung ist nicht immer die ideale Besetzung und soundsooft wählt sie nicht den aus, der am geeignetsten ist, sonder der ihr am ähnlichsten ist. Lieber eine Wundertüte als jemanden, der sich nicht traut, sich woanders zu bewerben. Aber egal, man muss am Ende eh nehmen, was kommt.
Das kann man so sehen, klingt aber ein bisschen trotzig. Sich an seiner Schule zu bewerben, ist kein Zeichen von Schwäche, wenn die Chancen da sind. Warum sollte man denn dann zwingend wechseln müssen? Um sich diesem Vorwurf des fehlenden Muts nicht auszusetzen? Das kann es doch auch nicht sein. Gleichwohl: Hätte mich mein SL in die erweiterte Schulleitung kommen lassen, wäre ich vermutlich der größte "Querschläger" gewesen. Was die Ähnlichkeitsthese angeht, könntest Du damit sogar Recht haben.
Wenn es um die A15-Revision geht, ist ohnehin der/die DezernentIn die entscheidende Person - da spielt natürlich die dienstliche Beurteilung der SL auch eine Rolle, aber dann ist es eben der Revisionstag, der zählt, sowie das, was da noch im Hintergrund schwingt, oder eben nicht. Wir werden es nie wissen.
Wie ich hier schon einmal schrieb: Mein alter Schulleiter sagte mir unter vier Augen, dass es natürlich sein kann, dass man bei seiner Revision nicht immer die Note bekäme, die man auch auf der Basis der Leistung verdient hätte. Er fügte hinzu, dass wenn ich später behaupten würde, dass er das gesagt hätte, er es schlichtweg abstreiten würde. Deutlicher kann man jemandem nicht mehr sagen, was Sache ist. -
Wunder gibt es immer wieder.

Im Ernst: Das habe ich mitunter auch schon erlebt - aber es ist bei mir auf der Basis meiner Erfahrungen eben eher die Ausnahme. Ich bin seit 2003 inkl. Referendariat im Schuldienst. Zwei Bezirksregierungen, drei Schulen, eine Behörde, drei bzw. vier Beihilfesachbearbeitungen. Sechs bis acht Wochen waren und sind bei mir Standard - bei meiner Frau übrigens auch, ganz gleich ob eigener Beihilfeanspruch oder wegen unterhälftiger TZ über mich. Zu Beginn meiner Tätigkeit in der Behörde habe ich mich natürlich über die zwei Wochen - ich glaube es ging ein- oder zweimal sogar noch schneller - auch gefreut. Das sind bei mir aber eher statistische Ausreißer.

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Leider nein. Ich las mal irgendwo, dass das zumindest wünschenswert wäre, aber im Forum habe ich erfahren, dass die interne Besetzerei durchaus üblich ist. in Sachsen entscheidet mehr oder weniger der aktuelle Schulleiter, wen er als Nachfolger wünscht.
Das ist vermutlich an den meisten Schulen so. Es ist ja auch irgendwo nachvollziehbar. Den internen Kandidaten / die Kandidatin kennt man im Vorfeld, womöglich ist er/sie schon eingearbeitet durch Mitarbeit im Team. Eine externe Besetzung ist immer auch eine Wundertüte. Für externe KandidatInnen ist es dann natürlich schwierig, einen Fuß in die Tür bzw. ins Kollegium zu bekommen - gerade dann, wenn der unterlegene Hauskandidat/ die -kandidatin sehr beliebt ist. Leider verfügen viele KollegInnen in diesem Bereich über zu wenig Professionalität.
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