Beiträge von Bolzbold

    Bei der SLQ-Fortbildung in NRW übernachtet man zwischen den Doppeltägern in einem Hotel und wird komplett verpflegt. Wenn es also um die "Fortbildung" des angehenden Führungspersonals geht, dann sind wir schon dichter dran an den Verhältnissen von Firelillys Partner.

    Das "Problem" haben wir auch bei unserer Immobilienfinanzierung 2009 gehabt.

    Das KfW-Darlehen hatte einen passablen Zinssatz, aber eine unveränderbare miese Tilgungsrate. Aus mir heute unerfindlichen Gründen haben wir uns ein Kombidarlehen mit anteiligem KfW-Darlehen und Darlehen der Bank unserer Wahl aufschwatzen lassen. Über die zehn Jahre Laufzeit hatten wir somit im Vergleich zum Darlehen unserer Bank, einen Griff ins Klo getätigt. Keine Sondertilgung und ein Batzen Geld, der nach zehn Jahren noch zurückzuzahlen ist.
    Nach den zehn Jahren waren wir schlauer und haben bei der Anschlussfinanzierung die Restsummen zu einem einzigen (und deutlich günstigeren) Darlehen zusammengeführt, das wir mit einer recht hohen Tilgungsrate nun entsprechend viel schneller und somit mit weniger Zinsbelastung tilgen.

    Susannea liegt mit ihrer Einschätzung vermutlich richtig. Die Bank verdient ja nur mit den Zinsen - und wenn das Darlehen früher zurückgezahlt würde und diese Zinsen wegfielen, hätte die Bank das Nachsehen.
    Wenn man nun so kalkuliert und sagt, dass man das Geld ja so oder so in dieser Höhe zurückzahlen würde und man durch eine Einmalzahlung schuldenfrei - wenn man sich diese Zahlung denn leisten kann - dann ist das für eventuelle andere Geschäfte, die man tätigen möchte, sicherlich nicht verkehrt. Wenn die vorzeitige Rückzahlung durch ein aktuell günstigeres Darlehen erfolgen soll, muss man sorgfältig gegenrechnen, sonst sind die Zinsersparnis des alten Darlehens und die Zinsbelastung eines neuen Darlehens womöglich eine Verlustgeschäft.

    Ich könnte mir vorstellen, dass man als Prüfer gar nicht mal unbedingt den Anspruch hat, bewirtet zu werden und es dennoch zum Standard geworden ist, weil es einfach alle gemacht haben.

    Der Mythos, dass man eine schlechte Note bekommt, wenn man etwas gegen eine Lehrkraft sagt, hält sich ja auch hartnäckig.

    Völlig richtig. Die Inklusion an den Regelschulen ist finanziell und personell bewusst so angelegt, dass das zum Problem ach ne, das heißt ja heute zur "Herausforderung" einer jeden Lehrkraft und den mit unterrichteten Regelkindern wird.

    Nun, ich reihe mich in die ehemaligen ReferendarInnen ein, die ihrer Kommissionen auch bewirtet haben - weil es damals aus unerfindlichen Gründen Standard war und man deutliche Signale bekam, dies doch auch zu machen. Es war und ist eine Unsitte und nutzt die Abhängigkeit der Prüflinge ziemlich schamlos aus. Wieso ein A15er Fachleiter, eine A16er Dezernentin und eine Schulleiterin oder eine andere mit A12/A13 besoldete Lehrkraft mittelbar erwarten (!), dass dies von den Prüflingen geleistet wird, hat sich mir nie erschlossen. (Lecker waren die Brötchen von der Bäckerei gegenüber der Schule trotzdem...)

    Rational schon eventuell. Aber wirklich nachvollziehen kann man es meiner Meinung nach nicht.

    Ich habe Deinen vorherigen Aussagen bereits entnommen, dass Du der Ansicht bist, das Nichtbetroffene das nicht nachvollziehen können. Das ist aber ebenso anmaßend von Dir wie Du einige Kommentare Nichtbetroffener als solches erachtet hast. Damit schaffst Du Dir gewissermaßen einen unangreifbaren Sonderstatus - und auch das wird aus Deinen Ausführungen mittelbar spürbar.

    Nochmal: Das Zauberwort heißt Empathie. Ich kann als Nichtbetroffener eine Menge an Dingen nachvollziehen bzw. wohl eher mitfühlen - rational wie emotional - die andern Menschen Kummer bereiten. Als A15er kann ich voll und ganz nachvollziehen - rational wie emotional - dass A12 als Anfangs- und Endstufe einer Lehrerkarriere nicht sonderlich begeisternd sind.

    Plattenspieler
    Das war ziemlich unnötig.

    Ich gehe davon aus, dass ein nicht unerheblicher Teil der Fehler, die hier im Lehrerforum vorkommen, nicht Ergebnis der Unkenntnis von Regeln sind sondern Schusseligkeit oder Nachlässigkeit.

    Zum Thema:

    Obgleich dies sicherlich ebenso bei SchülerInnen vorkommt, sind deren Fehler häufiger auf Unkenntnis oder Ignoranz der entsprechenden Regeln zurückzuführen. Ich nennen hier mal den "das/dass"-Fehler, die Kommasetzung und den Deppenapostroph als prominente Beispiele. Auch die Kenntnis und die Flexion des Genitivs, Ausdrücke wie "in 2020", "Anfang diesen Jahres" und dergleichen gehören dazu. Die Groß- und Kleinschreibung wird zum Teil auch nicht richtig beherrscht, allerdings sind die Sonderfälle, die es im Deutschen gibt und mitunter nicht plausibel sind, auch für uns geübte Schreiber mitunter ein Problem.

    Man kann Ungerechtigkeiten auch nachvollziehen, wenn man die konkrete Ungerechtigkeit, um die es geht, noch nicht oder nie am eigenen Leib verspüren musste. Es können dafür andere Ungerechtigkeiten sein, mit denen man in Berührung kam.
    Das setzt ein Grundmaß an Verstand, mehr aber noch an Empathie voraus.

    Und ja, es ist durchaus legitim, ohne eigene identische Leiderfahrung anderen zu sagen, dass sie möglicherweise in ihrer Art, mit der sie mit Dingen umgehen, übers Ziel hinausschießen.

    Die Winterhoffisierung ist ein indirekter Neologismus, der sich auf Michael Winterhoff bezieht, der in verschiedensten Publikationen eine meines Erachtens durchaus zutreffende Erziehungsproblematik aufzeigt. Sein bekanntestes Werk dürfte sein "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" oder so ähnlich.

    Ist die gelehrte Pädagogik vielleicht zahnlos und ineffizient?

    Jein.

    Der Erziehungsstil und die Haltung der Eltern hat sich geändert. Auf der Basis dessen, was ich im schulischen Umfeld meiner Kinder und im Umfeld meiner Nachbarschaft sehen durfte, wage ich folgende Thesen aufzustellen:

    - der Trend geht dazu, dass niemand anders die eigenen Kinder kritisieren oder zurechtweisen darf, wenn sich diese Kinder danebenbenehmen

    - eine Vielzahl an so genannten Erziehungsratgebern setzt auf "softe" Erziehung und suggeriert, dass deutliche Worte und Konsequenzen für missliebiges Verhalten "falsch" wären.

    - einige Eltern leisten keine aktive Erziehungsarbeit mehr und überlassen dies den Kindergärten und Schulen, mischen sich aber destruktiv ein, wenn ihnen etwas nicht passt.

    - insgesamt stelle ich eine "Winterhoffisierung" in der Erziehung fest. Hier in der Nachbarschaft sind ein paar wirklich krasse Beispiele.

    - es kommt zu einer "Täter-Opfer"-Umkehr, d.h. die ErzieherInnen und Lehrkräfte müssen sich für ihr Verhalten rechtfertigen.

    Vor diesem Hintergrund wirkt die Pädagogik auf den ersten Blick zahnlos und ineffizient, aber nicht aufgrund ihrer selbst innewohnenden Eigenschaften sondern aufgrund der Wahrnehmung durch die Außenstehenden.

    Theoretisch ja, praktisch dürfte es aber nicht allzu häufig vorkommen, dass eine Schulleitung am ersten Tag eine DU-Bescheinigung verlangt. Den Verdacht des Missbrauchs müsste sie ja begründen - und ich könnte mir vorstellen, dass der Personalrat da auch intervenieren würde.

    Liebe(r) Chris88,

    dann schau doch mal in die für Dein Bundesland geltenden Verordnungen und Gesetzestexte. Aus meiner Sicht ist für eine Lehrkraft nichts so peinlich, wie möglicherweise durch Aktionen wie der Deinen darzulegen, dass Du wahlweise geltendes Recht nicht kennst oder aber womöglich Deine eigenen Regeln aufstellst. Sollte Deine Vorgehensweise durch niedersächsisches Schulrecht gedeckt sein, kannst Du Dich zurücklehnen. Falls nicht, wirst Du Deinen Fehler einräumen und korrigieren müssen.

    Also ich kann mich an keinen öffentlichkeitswirksamen Fall erinnern, in dem eine Lehrkraft durch unsachgemäßen Umgang mit dem privaten PC einen "Datenskandal" verursacht hat. Woran das wohl liegen mag...?

    Dieser Tage ist an der Schule meines Ältesten ein Info-Abend zum Umgang mit digitalen Endgeräten im Unterricht. Ich bin gespannt, wie oft die Frage nach dem Datenschutz aufkommen wird. Dann allerdings werde ich mir kaum verkneifen können anzusprechen, dass die Einrichtung von Klassengruppen bei WhatsApp eine ausdrückliche Initiative der Elternschaft war.

    Die Angst vor der Datenkrake gepaart mit der Selbstdarstellung unter Ausblenden eben jener Krake - und selbstverständlich muss man sich gegen die Datenkrake des Staates schützen (Corona-App etc.), nicht aber gegen kommerzielle Anbieter, die man als Verteidiger der Freiheit erachtet (i.e. die asozialen Netzwerke)...

    Wenn ein einzelnes Bundesland ausschert, bekommen wir ein Gerechtigkeitsproblem auf der Grundsatzebene. Das muss nicht sein und ist ein Armutszeugnis für das betreffende Bundesland.

    Schauen wir uns die konkreten Auswirkungen an, dann machen 2 Notenpunkte mehr insgesamt bei vier Abiturfächern zehn Punkte (von 900) und bei fünf Abiturfächern acht Punkte (von 900) aus. Da muss man schon "günstig" bei den Endpunkten positioniert sein, um hier sage und schreibe ein ganzes Zehntel besser zu sein als ohne Heraufsetzen der Noten. Das wird effektiv vermutlich eher denjenigen dienen, die ansonsten in die Bestehensprüfungen gemusst hätten oder von Anfang an durchgefallen wären.

    Vor diesem Hintergrund ist der "Schaden", der den anderen AbiturientInnen entsteht, eher marginal und dürfte die Universitäten bzw. die Stiftung Hochschulzulassung betreffen, wo sich traditionell BewerberInnen aus verschiedenen Bundesländern tummeln. Ich glaube aber nicht, dass das jetzt für Zehntausende AbiturientInnen zum Problem wird.

    Die Vorgehensweise von MeckPom ist dennoch eine Sauerei - gerade vor dem Hintergrund, dass man ja langfristig das Ziel hat, gemeinsamere Wege zu gehen.

    Hallo,

    wie ist es eigentlich, wenn zwischen Teamleitung und Abteilungsleiter unrealistische Zielvereinbarungen getroffen werden?

    Teamleiter ist der Meinung, er könne die Arbeit an seine Teammitglieder abwälzen.

    Ich kann verstehen, dass man die eine oder andere Teamsitzung dafür veranstaltet. Aber es wird davon ausgegangen, dass man bis zu einem bestimmten Termin bestimmte Aufgaben zuhause erledigt…

    Sind solche -Hausaufgaben- eigentlich zulässig oder redet sich da jemand etwas ein?

    In Anlehnung an Kodi ist es durchaus zulässig - und notwendig - dass Lehrkräfte außerunterrichtliche Tätigkeiten übernehmen und diese bis zu einem bestimmten Zeitpunkt fertigstellen. Wie sonst sollten beispielsweise ein schulinternes Curriculum oder ein Schulprogramm o.ä. erstellt werden?
    Das häusliche Erledigen der Aufgaben ist ja so gesehen ein Zugeständnis - oder willst Du das Ganze lieber im Team vor Ort machen?

    Es gibt auch LehramtsanwärterInnen, die einfach nur gut darin sind, den Schein nach außen zu wahren. Schwächen und Fehler einzugestehen sind in unserer Leistungs- und Selbstoptimierungsgesellschaft nach wie vor weitgehend Tabus.
    Vielleicht besitzt Du entgegen Deiner Selbstwahrnehmung einfach nur die Stärke einzugestehen, dass es Dir schlecht geht und Dir ggf. Hilfe zu holen.

    Auch wenn ich jetzt hier ggf. als misogyn gesteinigt werde, sage ich es trotzdem:
    Die Mehrzahl der Kollegien an Grundschulen ist entweder mehrheitlich oder ausschließlich weiblich besetzt. Dies führt mitunter zu einer Eigendynamik innerhalb der Kollegien, die alles andere als wohlfühlsfaktorfördernd ist.

    (Dies habe ich von Kolleginnen erzählt bekommen, die in eben solchen Kollegien arbeiten. Und ja, das gibt es natürlich auch in anderen Kollegien (und ja, männliche Chefs haben auch mitunter einen großen Ar***lochfaktor - weiß ich aus eigener Erfahrung.)

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