Beiträge von Bolzbold

    Echt, die findest du gerechtfertigt? Hilfreich sind sie m.M.n. jedenfalls nicht.

    Du missverstehst das.

    Italien hat selbst eine faschistische Geschichte - man hat eben nur rechtzeitig die Kurve gekriegt und stand bei Kriegsende auf der "richtigen Seite". Natürlich kann man auf dieser Basis über die Motive des faschistischen Fingerzeigs nur spekulieren...

    Um noch auf den Clip von Gysi einzugehen:

    In Deutschland gelten die Südeuropärer oft immer noch als Gauner, Trickser, Schlitzohren und dergleichen. Die Südosteuropärer schneiden da zum Teil noch schlechter ab. Solange der europäische Westen sich nach wie vor auf der Basis der Geburt, seiner Wirtschaftsleistung und der vordergründig niedrigeren Korruptionsrate als die Krönung der Schöpfung erachtet, wird ein Europa der Kulturen eine Utopie bleiben. Der Ursprungsidee her ging es ja auch immer nur um Wirtschaft und Geld - das hat sich bis heute nicht wesentlich verändert.

    Ja, auf jeden Fall. Nur dann wird es heißen, die Krise ist dran Schuld und nicht die Arbeitshaltung des Kindes. Wie meistens wird irgendein anderer Grund gefunden... :(

    Richtig. Das ist aber wieder nur ein Beleg für die "alle anderen sind schuld, nur nicht ich"-Mentalität. Die legen die Schüler bzw. deren Eltern auch ggf. ganz unabhängig von dieser Episode an den Tag.

    Ich glaube, dass die Verwert- bzw. Bewertbarkeit von augenscheinlich oder offensichtlich nicht selbst erbrachten Leistungen im Zusammenhang mit den anderen schulpolitischen bzw. schulrechtlichen Entscheidungen (u.a. Versetzung) unsere geringste Sorge sein sollte.

    OT

    Du darfst raten, wer jeglichen Anspruch auf Beförderung verwirkt hat, weil er das in der Vergangenheit zu oft gesagt hat... aber beruhigend, dass ich nicht die einzige bin, die das so sieht. Man verliert ja nach vielen Jahren den Realitätsbezug.

    Ja, auch das ist leider Teil "des Spiels", wie ich es immer nenne. Ich empfehle aus eigener Erfahrung allen, die dieses Spiel kennen, es aber so nicht mehr spielen wollen oder können, sich die erweiterten Spielregeln anzueignen und entsprechend zu handeln.

    Wenn in einem Kollegium für einen solchen Führungsstil Platz ist, muss sich das Kollegium auch ein bisschen an die eigene Nase packen. Ein Schulleiter geht mit einem Kollegium immer so weit, wie das Kollegium ihn lässt. Konferenzmanipulationen, individuelle Auslegung der ADO etc. inklusive...

    In diesem Zusammenhang kann man dann auch die Frage stellen, wie denn die Beschäftigung einer nicht angemeldeten Haushaltshilfe, das Anlegen eines Gartens durch Schwarzarbeiter, das Unterlaufen der Corona-Regeln, weil man die Kinder ja nicht immer nur im Garten spielen lassen kann, damit vereinbar sind. Wir müssen nicht päpstlicher als der Papst sein, aber die Selbstverständlichkeit, mit denen solche Aktionen als Kavaliersdelikte erachtet werden, kratzt m.E. schon ein bisschen am Beamteneid.

    Unsere SL wiegt gerade bei der Notbetreuung die Schwere der Erkrankungen der Angehörigen gegeneinander ab und setzt uns so unter Druck: "Sie müssen selbst die von mir eingetragene Vertretung fragen, ob Sie Ihre Notaufsicht übernimmt."

    Ich darf jetzt also entscheiden, ob die Vorerkrankung meiner Angehörigen schwerwiegender ist als die Vorerkrankung in der Familie meines Kollegen.

    Das ist eine mir nicht unbekannte Vorgehensweise, weil die SL sich diesem moralischen Dilemma entziehen will. Sie hofft auf eine Einigung unter den KollegInnen, weil sie sonst selbst unpopuläre Entscheidungen treffen müsste bzw. Konfrontationen nicht ausbleiben würden. Im Extremfall müssten beide KollegInnen mitteilen, dass sie unter die vom MSB erstellten Kategorien fallen und somit nicht zur Verfügung stehen.

    Die Q2 Konferenzen können auch anders organisiert werden. Es wird ja nur über den Notenstand informiert, dieser zur Kenntnis genommen und fertig. Die Zulassung zum Abitur übernimmt der 1. ZAA. Andere Konferenzen muss man jetzt nicht zwingend in Präsenzform machen - bei Teilzeit gibt es oft Tandemmodelle - die könnten hier auch greifen.

    Hallo,

    Zwischennoten müssen nicht zwingend verboten sein, wenn die "erlaubten" Notenstufen explizit im Schulgesetz bzw. in den Ausbildungs- und Prüfungsordnungen stehen. In NRW gibt es keine Zwischennoten im Primarbereich. KgF möge mich ggf. korrigieren.

    Es besteht ja eine gewisse Flexibilität für das (Nach)Schreiben der Vorabiturklausuren.
    Die Ministerin hat auch klar gesagt, dass bei dem freiwilligen Unterrichtsangebot bis zum 12. Mai ausschließlich positive Leistungen noch bei der Notenfindung berücksichtigt werden dürfen - "nicht angefertigte" oder "unzureichende Leistungen" finden keine (negative) Berücksichtigung.

    In NRW hat die AfD jetzt die dritte Lesung des Corona-Gesetzes durchgesetzt - und ob die Prüfungen nun ausgesetzt werden, entscheidet das Parlament und nicht die Ministerin. In Kombination damit, dass erst Mittwochnachmittag überhaupt klar sein wird, ob das Kontaktverbot gelockert wird, dürfte das Ganze wirklich spannend werden.

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