Beiträge von Bolzbold

    Schaut mal, was ich "gefunden" habe:

    Hallo zusammen,

    ich weiß ehrlich gesagt gar nicht genau, was ich mir von diesem Beitrag erhoffe – vielleicht einfach ein bisschen Austausch, Verständnis oder das Gefühl, nicht allein zu sein.

    Ich bin seit diesem Schuljahr als Lehrerin an einem Gymnasium tätig, mein erstes Jahr nach dem Ref. Meine Fächer sind Deutsch und Geschichte, und ich habe eine volle Stelle. Fachlich läuft es super – die Schülerinnen mögen meinen Unterricht, ich bekomme regelmäßig positives Feedback von Kolleginnen, und auch die Schulleitung hat schon mehrfach betont, wie gut ich ins Kollegium passe. Ich habe viele Ideen, gestalte meinen Unterricht kreativ, bin engagiert bei Projekten, springe ein, wenn jemand krank ist – kurz: Ich mache meinen Job mit Herz und Anspruch.

    Und trotzdem (oder gerade deshalb?) geht es mir gerade alles andere als gut.

    Ich bin erschöpft. Emotional, mental, körperlich. Mein Tag beginnt meist gegen 5:30 Uhr und endet oft erst nach 22 Uhr – mit Pausen, die keine echten Pausen sind, weil ich in Gedanken schon bei der nächsten Klassenarbeit, dem Elternabend oder der To-do-Liste bin. Ich sitze abends mit rotem Kopf und pochendem Herz vor dem Laptop, korrigiere Aufsätze, beantworte Mails oder versuche irgendwie, den nächsten Unterrichtstag vorzubereiten.

    Am Wochenende schaffe ich es kaum, abzuschalten. Selbst wenn ich mir bewusst eine Pause verordne, plagt mich das schlechte Gewissen: „Du solltest doch…“, „Was ist mit…“, „Hast du schon…?“ – dieser innere Antreiber macht mich wahnsinnig. Freunde und Familie bekommen im Moment nur die Reste meiner Energie, wenn überhaupt.

    Ich frage mich manchmal, wie das auf Dauer gehen soll. Ich bin gerade mal 27, liebe meinen Beruf eigentlich sehr – aber so, wie es jetzt läuft, macht er mich kaputt. Und ich frage mich: Liegt es an mir? Mache ich etwas falsch? Oder ist dieses System einfach nicht für Menschen gemacht, die ihren Job gut machen und noch ein Leben daneben haben wollen?

    Gibt es hier andere, die Ähnliches erlebt haben – gerade im ersten Jahr? Wird es besser? Gibt es Wege, sich besser abzugrenzen, ohne dass man gleich als „Dienst-nach-Vorschrift“-Typ abgestempelt wird?

    Ich freue mich über jede Rückmeldung – vielleicht hilft schon das Wissen, nicht allein zu sein.

    Herzliche Grüße
    (und danke fürs Lesen bis hierhin)
    Lisa

    Grüße an Chat-GPT und die entsprechenden Prompts...

    Ich habe mir die Beiträge aus März und Mai noch einmal angesehen und es ist offensichtlich, dass hier viel mit Copy&Paste gearbeitet wurde bzw. zum Teil nur einzelne Zahlen ausgetauscht wurden. Mehrere Passagen sind faktisch identisch.

    Da kommt man schon ins Grübeln, ob diese Redundanz ein Zeichen aufrichtigen Interesses an konstruktivem Feedback ist.

    Willkommen hier im Forum.

    Was Du beschreibst, ist das, was viele von uns "alten Hasen" und "Häsinnen" seinerzeit erlebt haben. Die ersten zwei bis drei Jahre sind hart und anstrengend, gerade das erste Jahr, wenn man der/die Neue ist. Das habe ich jetzt dreimal durch bzw. bin beim dritten Mal, weil ich jetzt an meiner dritten Schule nach dem Ref. bin.

    Ein Tipp, der in meinen Augen überlebenswichtig ist:
    Mach Dich niemals von der Sympathie Deiner SchülerInnen abhängig. Sie müssen Dich ernst nehmen und respektieren. Aber mögen müssen sie Dich nicht. Und Du musst keine tolle Lehrerin sein. Es reicht, wenn Du Deine Arbeit gut machst.

    Und:

    Es. Wird. Besser. Ganz. Bestimmt.

    Ich mag keine (wurmstichigen) Äpfel und frage mich, ob ich infolge dessen auch keine Birnen mögen soll oder gar ganz auf Obst verzichten soll.

    Die Situation als unausgebildete Lehrkraft an einer anderen Schulform ist mit dem Referendariat, in dem man Anleitung und Unterstützung bekommt (und auch darauf einen Anspruch hat), nicht zu vergleichen. Der sinnvollste Zeitpunkt, diese zentrale berufliche Lebensentscheidung zu treffen, ist nach dem Referendariat, zumal man dann auch eine abgeschlossene Berufsausbildung hätte.

    Solche Grenzüberschreitungen macht man einfach nicht. Schon Mal gar nicht, wenn man kleine Kinder oder Jugendliche erzieht. Daher habe ich bei sowas schnell die Boxhandschuhe an. Hat mit schlechten Erfahrungen in meinem früheren Leben zu tun. Auch wenn Botzbold mir vielleicht empfehlen würde erst Mal verbal abzurüsten.😂

    Ich rüste hiermit verbal auf und kündige an, Dir verbal hier in aller Öffentlichkeit in die Fresse zu hauen, wenn Du meinen Namen noch einmal hier im Forum falsch schreibst. :P

    Nur das Zitat aus deinem Wuttext: wenn du meinst, Mobbing würde sich in einem schlechten Witz erschöpfen und Gewalt mobbing beenden, hast du noch nicht viel mit Mobbing zu tun gehabt.

    Aber klar, aggressiv werden ist auch eine mögliche Antwort auf das im Ausgang beschriebene Verhalten des/der Kollegen.

    Das Zitat eines Philosophen der frühen Neuzeit eignet sich ohnehin nur bedingt als Handlungsgrundlage.

    Das widerspricht sich. Dass der Stellv. SL mobbt, findest du schlimmer als wenn "nur" ein Kollege mobbt, gleichzeitig rätst du dazu, dich an den Schulleiter zu wenden, der natürlich ganz objektiv handeln und selbst nicht mobben wird?

    Nein. Der TE soll sich an den/die Schulleiterin wenden und nicht an den stv. SL.
    Warum der/die SL dann auf einmal mobben sollte, sehe ich hier nicht.

    Wir befinden uns leider schon in der Phase, wo der Spitzname Verbreitung gefunden hat, da nützt das Gespräch mit der SL alleine relativ wenig. Ich würde folgendes machen: Dringenden Gesprächsbedarf mit ei er Person des Vertrauens bei der SL anmelden. Dort ganz klar eine Ich Botschaft senden, das Du einen Schlussstrich ziehen möchtest und deswegen auf der nächsten LK eine persönliche Erklärung abgibst. Dann auf der nächsten LK die persönliche Erklärung verlesen und hierbei Die deutlich diesen Spitznamen verbitten und ankündigen, dass Du ab sofort massiv dagegen vorgehen wirst.

    Irgendetwas sagt mir, dass das ganz fies nach hinten losgehen wird. Gerade als neuer Kollege hat man in der Regel noch kein Standing und ggf. haben diejenigen, die diese Namen verwenden, ein solches.
    Eine persönliche Erklärung auf einer LK kann als "Wichtigmachen" aufgefasst werden bzw. die Punkte offenlegen, wo der Kollege angreifbar ist.
    80% der KollegInnen werden sich darüber hinaus gar nicht angesprochen fühlen und sich fragen, was da eigentlich los ist.

    Ob damit etwas gewonnen ist, wage ich zu bezweifeln.

    Einmal unabhängig von Selbstironie kann es nicht angehen, dass ein Mitglied der Schulleitung aktiv an der Verbreitung solcher Namen beteiligt ist.

    Knappe12
    Ein Melden bei der Schulleitung kann und darf sich nicht negativ auf die dienstliche Beurteilung zum Ende der Probezeit auswirken.

    Ganz wichtig zu merken ist, dass die Probezeit im ÖD vor der Übernahme ins Beamtenverhältnis auf Lebenszeit nicht der Probezeit im Angestelltenverhältnis in anderen Betrieben entspricht, d.h. dass man im ÖD nicht willkürlich "rausgeworfen" werden kann, zumal das nicht die Schulleitung entscheidet sondern die Bezirksregierung.

    Leider wissen das viele ProbezeitlerInnen nicht und verhalten sich teils noch viel devoter als im Referendariat. Das ist nicht die Ursache (und nicht die Schuld des/der Probezeitler(s)In, aber es trägt dazu bei, dass diejenigen, die sich unkündbar und unangreifbar wähnen, dann entsprechend arschig verhalten.

    Ob da ein A14er oder eine A13erin beteiligt ist, das ist aus meiner Sicht nicht von Belang. Was mich befremdet, das ist die Beteiligung eines Mitglieds der Schulleitung. Das geht überhaupt nicht.

    Wenn ein Mitglied der (erweiterten?) Schulleitung der Ansicht ist, es kann sich so über bzw. gegenüber KollegInnen äußern, dann läuft dort aber einiges schief.

    Das Problem, das ich hier sehe, ist, dass durch die Beteiligung eines Mitglieds der Schulleitung der Eindruck entsteht, dass ein solches Verhalten mittelbar gebilligt wird. Hier würde ich in der Tat dann auch das Gespräch mit dem/der SchulleiterIn suchen.

    Es ging mir um die weiterführende Überlegung, dann ggf. direkt hinter einem Schüler am Pissoir stehenzubleiben und diesen zu überwachen. Das ist meines Erachtens ein völlig anderes Ausmaß als was du eingebracht hattest und definitiv grenzüberschreitend.

    Ja, da stimme ich dir zu. Und ich bin dankbar, dass Du mir das nicht zutraust.

    Schlägst du gerade ernsthaft vor, Schüler wie im Gefängnis bei der Toilettennutzung zu beobachten und zu überwachen? (Sexuelle) Belästigung ist dir ein Begriff?

    Das bezog sich vermutlich auf mich.
    Nein, das schlage ich nicht vor. Ich schlage vor, dass man einmal nachschaut, wenn der Prüfling nach mehreren Minuten noch nicht zurück ist. Dann wird er vermutlich nicht am Pissoir stehen - und falls er das doch tut, sehe ich das so rechtzeitig, dass ich hinreichend Abstand zu ihm halten kann.

    Hier direkt die sexuelle Belästigung anzuführen, halte ich für verfehlt.

    Was bedeutet "Längere Klogänge werden kontrolliert"?

    Zum Beispiel dadurch, dass man einmal nachschaut, ob die Person wirklich auf der Toilette ist oder sie nur so tut und das Zweithandy verwendet. Wenn sich jemand in der Kabine einschließt und man nichts hört oder sieht (wenn die Person wieder herauskommt), dann hat man im Zweifelsfall trotzdem Pech. Aber mal eben für 10 bis 15 Minuten zu verschwinden - gerade bei den einschlägig bekannten Personen - ist schon verdächtig.

    Ja, man sollte schulrechtlich ziemlich sattelfest sein. Das gilt insbesondere, aber nicht nur, für die Bereiche, die durch die angestrebte Stelle besonders tangiert werden. Bei mir ging es im Gespräch neben den schulrechtlichen Aspekten dann auch viel um das mit der Stelle verbundene Rollenbild (z.B. Zusammenarbeit mit dem SL, Führen von Gesprächen mit Lehrkräften u.v.m.) und konkrete Gestaltungsideen für die entsprechende Schule aus der neuen Rolle heraus.

    Ja, das ist richtig. Meine Dezernentin war dafür bekannt, dass sie sehr genau auf die Rollenklarheit schaut. Ist diese nicht vorhanden, kann man in Führungspositionen nur scheitern.

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