Beiträge von Bolzbold

    Das kann man so pauschal nicht sagen und kommt mit Sicherheit auf den Einzelfall an.

    https://www.gew-nrw.de/schullexikon/t…eurlaubung.html

    Mit Kindern unter 18 müssten schon "zwingende dienstliche Belange" entgegenstehen. Und selbst dann kann man mit dem Personalrat noch etwas erreichen.
    Bei Teilzeitanträgen aus anderen Anlässen kann es gemäß GEW schon ganz anders aussehen.

    Würde das Land jetzt - in diesem Fall - die Mütter nicht mehr TZ arbeiten lassen, fiele auch ein zentrales Argument, das für unseren Beruf spricht, weg - nämlich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

    Friesin, wir sind uns sicherlich einig, dass dieses Szenario eher theoretischer Natur ist und die kurzen Ferien - einmal abgesehen von Korrekturen, die aber bis auf Ausnahmen nicht die ganzen Ferien als Arbeitstage in Anspruch nehmen - durchaus für Urlaub verwendet werden.

    Snoopsman, da Du ja die beiden Aussagen in Deinem Beitrag direkt untereinander stehen hast, sollte bei näherer Betrachtung des Stils und des Satzbaus durchaus klar werden, dass ich deliah18 so gesehen parodiert habe, um ihr (ihm?) zu sagen, was ich von ihrem (seinem?) Posting halte. Ansonsten hat Trantor Dir dankenswerterweise ja alles Weitere bereits erklärt.

    Ich finde es auch erstaunlich, was sich so alles als Schulleiter herumtreiben darf. Aber da die Schulräte meistens gechasste, ehemalige SL sind, scheinen sie ja zu wissen, wovon sie reden:)

    Ich finde es erstaunlich, welche Erstlingspostings hier verfasst werden und mittelbar auch, wer sich hier so herumtreibt. Vielleicht solltest Du den Ball etwas flacher halten...

    In NRW gilt folgendes:
    https://www.schulministerium.nrw.de/docs/bp/Eltern…ande/index.html

    An unserer Schule haben wir uns darauf geeinigt, dass in den Hauptfächern die Note des ersten Halbjahres ungefähr im Rahmen einer Klassenarbeit in die Endnote miteinfließt. Ausnahmen und Sonderfälle sind explizit erlaubt, wenn sich die Leistungen eines Schülers aus welchen Gründen auch immer extrem nach oben oder nach unten entwickeln.

    Letztlich dürfte es für jedes Bundesland Vorgaben zur Notenbildung, insbesondere für die Zeugnisse am Ende des Schuljahres, geben.
    Das sollte recht leicht zu ergoogeln sein.

    Ich bin ob der Grundsatzdiskussionen immer wieder erstaunt. Das alles kann man sich sparen, wenn man seine Dienstordnung kennt.

    In NRW haben wir für die unterrichtsfreie Zeit, die über unseren Urlaubsanspruch hinaus geht, für dienstliche Belange zur Verfügung zu stehen. Ich arbeite im Oberstufenteam mit und wir fangen immer eine Woche vor Ferienende an, das Schuljahr vorzubereiten.
    Der Schulleiter des TE ist doch relativ kulant. Er möchte, dass die Kollegen in den Sommerferien anteilig arbeiten, respektiert aber die individuelle Urlaubsplanung. Da niemand die ganzen Ferien wegfahren darf, möchte er eben einen Nachweis haben, wenn man zu den Konferenzterminen verhindert ist. Dagegen ist nichts einzuwenden, zumal der Urlaub ja ansonsten nicht tangiert ist.

    Der Uni-Professor hat in der Regel promoviert und habilitiert und ist somit von der Qualifikation her, wenn wir schon Studium, Fachinhalte etc. als Kriterium ansetzen, dem Gymnasiallehrer überlegen.
    Ein Uni-Professor wird auch nicht per se mit C4 besoldet. Lass uns doch die Eingangsämter vergleichen. A13 und C1.
    Ich verdiene als A14er Stufe 9 ein paar Hundert Euro mehr als ein C1-Professor bei gleicher Steuerklasse und Zuschlägen.

    Oft wissen die Schüler die wirklich "guten" Lehrer erst im Nachhinein zu schätzen. Das habe ich in den letzten Jahren immer wieder erlebt. Beliebt zu sein als Folge seines professionellen Arbeitens ist ein nettes Zückerli, aber letztlich nicht vom Lehrer intendiert. Beliebt sein zu wollen ist hingegen nichts anderes als die Selbstprostitution gegenüber den Schülern. Das hilft keinem - weder dem Lehrer noch dem Schüler.

    Da ist sie wieder, die typische Verhaltensweise in diesem Forum.

    Ein Fragesteller muss sich für seine Frage oder sein Anliegen rechtfertigen, anstatt eine sachbezogene Antwort zu erhalten.
    Dann kommt ein "witziger" Kommentar und schon ist der Thread quasi gekapert.

    Wieso kann man dem TE nicht einfach sachbezogen antworten? (Es sei denn, man möchte stets sein eigenes Verhalten mit dem wie auch immer "provozierenden" Verhalten des Gegenübers rechtfertigen.)

    Schantalle,

    Du hast die Lösung doch schon präsentiert. Du hast das Ganze reflektiert, Du hast Dein Verhalten zum Teil als falsch erachtet und dies eingesehen, Du hast aber auch Grenzen aufgestellt, die Du relativ konsequent durchsetzt.

    Was willst Du mehr? Das klingt doch nach Schulalltag einer Person, die ihr Handwerk versteht, aber eben auch mal gegen den Zementsack tritt, wenn es ihr zuviel wird.

    @kecks

    Das ist sogar noch extremer, wie ich finde.
    Bei uns Deutschen findet man eine paradox anmutende Haltung zu Autorität.

    Auf der einen Seite wünschen wir uns eine übergeordnete Instanz, die bei Streitigkeiten, bei denen wir selbst nicht weiterkommen, selbstverständlich in unserem Sinne entscheidet (bzw. zu entscheiden hat) und an deren "Urteil" sich dann alle halten müssen und wodurch wir dann unserem Kontrahenten eine "von oben sanktionierte" Überlegenheit demonstrieren können.
    Auf der anderen Seite misstrauen wir per se jedem, der Autorität bzw. Macht hat, weil er sie ja (zumindest in unserer Verschwörungstheorie) missbrauchen und gegen uns verwenden könnte.

    Letztlich ist es wieder die alte opportunistische Ich-Bezogenheit. Solange Macht und Autorität mir zum Vorteil gereichen, sind sie gut. Falls sie es nicht sind, dann sind sie per se zu hinterfragen.

    Mir geht es wie dem Lehramtsstudent, auch ich habe in der Schule nicht gelernt, dass short forms in manchen Textformaten nicht angemessen sind und habe nicht schlecht gestaunt, als ich dies nach der ersten Hausarbeit an der Uni erfuhr. Da ich mich darüber geärgert habe, stelle ich sicher, dass meine Schüler über die Konventionen informiert sind und werte entsprechend ab, wenn short forms im Abitur an unpassender Stelle verwendet werden. Ich schreibe dann 1x "Stil: Keine Kurzformen" an den Rand und unterschlängele (wenn nötig) im weiteren Verlauf der Arbeit alle weiteren Kurzformen.

    Als Zweitkorrektor bin ich hier ggf. vorsichtiger - meine eigene Bildungshistorie belegt, dass zumindest manche Lehrer dieses Thema nicht mit ihren Schülern besprechen. Wenn der Erstkorrektor Kurzformen dann nicht anstreicht, lasse ich es als Zweitkorrektor ebenfalls - der Schüler kann schließlich nichts dafür, wenn er über diese Anforderung des Zieltextformates nicht aufgeklärt wurde. Formal ist das sicher nicht ganz korrekt (Fehler ist Fehler), aber ich gehe in diesem speziellen Falle nach der Devise "im Zweifelsfall für den Schüler" vor.

    Es ist als Zweitkorrektor nicht unsere Aufgabe, über die Gründe für ein stilistisches Manko zu spekulieren. Die Zweitkorrektur ist ja gerade dazu da, einheitliche Korrekturen auf Landesebene zu gewährleisten. Insofern kannst Du Dich da auch nicht eigenmächtig über die Vorgaben hinwegsetzen, nur weil es sein könnte, dass die Schüler das nicht wussten.
    Wo würde man denn dann da bei den Dingen, die die Schüler womöglich "nie gelernt haben", die Grenze ziehen?

    Ich habe freitags bis 15.45 Unterricht. Jedes Schuljahr an jedem Freitag, an dem Schule ist.
    Den Anspruch auf freie Freitage mit der freien Wirtschaft zu vergleichen und zu begründen ist wenig überzeugend, weil die Mehrheit der Vollzeit arbeitenden Menschen davon nicht betroffen ist.
    Anspruch auf nachmittags freie Freitage zu erheben, finde ich ebenfalls grenzwertig.

    JEDE Familie, in der beide Eltern arbeiten, muss ihre Betreuung sicherstellen - ganz gleich wie. Lehrer wie Nicht-Lehrer.

    Schantalle, die Sache mit dem guten Schulabschluss sehe ich aus eigener Erfahrug ein wenig kritischer als Du und ich halte nach wie vor nichts von der Argumentation mit Extremen.
    Natürlich liegt die Ursache für ausbleibenden Schulerfolg nicht per se am lernbehinderten Sitznachbarn - hier ist die Argumentation aber bewusst moralinsauer.

    Es geht hier viel eher um das, was in den Schulen vor Ort jeden Tag passiert oder nicht passiert - ganz unabhängig vom Vertrauen in mein Kind oder in meine Erziehung meines Kindes.
    Es geht darum, was ich als Elternteil zu Hause "ausbaden" muss, weil die Schule mit Inklusion überfordert ist - und das geht eben auch zu Lasten der Regelkinder - und natürlich ist das icht die Schule der Inklusionskinder. Es geht mir auch nicht darum, Regelkinder gegen Inklusionskinder auszuspielen, allerdings ist die Frage, die Du aus meiner Sicht mehr aus prinzipiellen bzw. formalen Gründen als sinnlos empfindest, leider tagesaktuell. Genau darum geht es Tag für Tag in deutschen Schulen, an denen die Inklusion so (falsch) praktiziert wird wie auch von anderen Usern beschrieben wird.

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