Wir sprachen heute miteinander und ich riet ihr, mal zu überlegen, eine Teildienstfähigkeit anzustoßen. Vom Hausarzt und Kardiologen würde sie sicher die Probleme bescheinigt bekommen. Sie zögerte, weil sie erst Anfang 40 ist und Angst hat, dass dadurch weitere Beförderungen oder Stellenwechsel unmöglich gemacht werden können bzw. sie ja auch Geld verliert, weil zwar im Gegensatz zur normalen Teilzeit ein Zuschlag gewährt wird, dieser aber nicht ruhegehaltsfähig ist. Weiterhin hat sie Angst, dass das Ergebnis beim Amtsarzt auch sein könnte, dass sie aktuell gar nicht mehr dienstfähig ist und dann erstmal auf erhebliche Summen Geld verzichten müsste.
Da ich selbst auch wenig Erfahrungen habe, aber andererseits denke, dass die Person unter diesen Umständen nicht lange weiter arbeiten/(freudlos) leben sollte, wollte ich hier mal fragen, ob die genannten Bedenken zur Teildienstfähigkeit berechtigt sind bzw. welche Erfahrungen andere Kolleginnen und Kollegen, vorzugsweise in NRW, damit gemacht haben?
Danke. RO.
Ja, die Bedenken wären gerechtfertigt, weil die Rechtslage exakt so ist, wie Du Sie dargestellt hast - ich habe das eben noch einmal überprüft.
Gleichwohl erkennt man hier aber auch eine diffuse Gemengelage aus "ich will noch befördert werden" auf der einen Seite und ein "ich kann/will gesundheitlich nicht mehr".
Da muss sie dann für sich klar haben, ob sie gesundheitlich dazu in der Lage ist, in dem Beruf zu bleiben und ggf. noch mehr zu machen, um Beförderungen (sic!) zu ermöglichen, oder ob sie objektiv so krank ist, dass der Verbleib im Dienst auf der einen Seite gefährdet ist und auf der anderen, viel wichtigeren Seite eine Gefährdung für sie selbst darstellt.
Falls Letzteres der Fall sein sollte, kann die Entscheidung nur lauten, zeitnah die Versetzung zu erwirken - ob nun über einen profanen Antrag oder eine Bewerbung auf eine externe Beförderungsstelle, lasse ich einmal offen. Denkbar wäre ja auch ein Ausstieg aus dem Schuldienst, um in einer anderen Branche zu arbeiten.
Wenn sie augenscheinlich das Spielfeld und die Spielregeln kennt, dann muss sie nach diesen Spielregeln spielen und für sich dann ganz konsequent entscheiden, wohin die Reise gehen soll.