Beiträge von Bolzbold

    Mit dem Begriff "klarer Wählerauftrag" tue ich mich extremst schwer, da das PolitikerInnensprech ist und damit ganz dicht am Geschwafel.
    Die AfD könnte diesen Auftrag noch vor der SPD für sich reklamieren.

    Ich deute das Wahlergebnis so, dass die Bevölkerung in sich sehr divergierende Bedürfnisse und Probleme hat, bei der keine Partei klar die Nase vorne hat.
    Ausgehend von 28,5% der Stimmen für die CDU und einer Wahlbeteiligung von 82,5% hat die CDU effektiv nur 24% der Stimmen in der Gesamtbevölkerung. Bei den anderen Parteien sieht es entsprechend noch schlechter aus.

    "Hör mal, XY, Du darfst Englisch gerne scheiße finden. Aber das ist ein Arbeitsheft, und dort hat das nichts zu suchen. Ich möchte das nicht mehr in Deinem Heft lesen."

    Fertig.

    Anekdote am Rande:
    Ich schrieb mal als Reaktion auf einen Deutscharbeit in der 6. Klasse irgendwann 1986 herum in mein KA-Heft, dass mich mein Lehrer (55+) mal könne. Er sprach mich darauf an, sagte, dass man früher (in den 50er/60er Jahren) für so etwas von der Schule geflogen wäre und dass das unangemessen sei. Botschaft angekommen. Er war dabei ernst, hob aber den pädagogischen Part erkennbar hervor.

    War das eine "deutliche Ansage"? Von der Botschaft her ja. Vom Tonfall her nein.

    Was wäre die Alternative (das Wortspiel ist hier unfreiwillig), wenn sich CDU und SPD nicht einig werden bzw. sich beide keinen Millimeter entgegenkommen?

    Neuwahlen?

    Wir wissen, was das bedeuten wird.

    Im August 1961 errichtete die DDR Grenzsicherungsanlagen an der Sektorengrenze zu West-Berlin sowie später an der übrigen deutsch-deutschen Grenze.

    Sie bewies dabei soviel Weitblick auf die kommende Enkel- und Urenkelgeneration, dass sie ihn "antifaschistischen Schutzwall" nannte.

    Heute würden wir ihn brauchen...

    In diesem Zusammenhang tatsächlich einmal die Frage an die TE, was denn wäre, wenn die Lehrkraft ihrer Tochter ähnlich krank wäre wie die von ihr vor einiger Zeit beschriebene Freundin und somit keine KA korrigieren, benoten etc. konnte, weil sie möglicherweise eine SL hat, die sie aktiv vor solchen Forderungen schützt, weswegen selbige SL dann "zickig"[sic!] war.
    Legt die TE hier dieselben Maßstäbe an, oder weicht sie davon ab, weil es diesmal um ihre eigene Tochter geht?

    Ok. Dann hast Du Dich schnell dem von Dir kritisierten Niveau angepasst. Du hast hier konstruktive Antworten erhalten, die werden nur ignoriert und dann wird im Anschluss alles über einen Kamm geschert. Man könnte jetzt auch Dein Verhalten psychologisieren und Dir den Spiegel vorhalten. Ich lasse das aber, weil es zu nichts führt und mir mein Frühstück wichtiger ist.

    Zwar ist meine Karriere bzw. Zeit an meiner Schule nun vorbei. Aber ob ich mir den Stress mit der SL und damit auch erw. SL für die Zeit bis zum Wechseln oder im schlimmsten Fall bis zur Pension antun will, puh......

    Oh, da gibt es Mittel und Wege, wie Du in "meinem" Thread sicherlich mitbekommen hast...

    Als Ergänzung zum Zustandekommen der Note:

    Es müssen nicht zwingend zwei KA geschrieben worden sein, um eine Mathematiknote zu ermitteln. Die SL könnte sich auf den Standpunkt stellen, dass das zum Halbjahr auch nur halb so wild ist - gerade, wenn ein MSA-Q (also ein Mittlerer Schulabschluss mit Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe) angestrebt wird.

    Die Lehrkraft entscheidet, ob ein/e SchülerIn bewertbar ist. Wenn die Gründe für mögliche Mängel in der Bewertbarkeit nicht bei dem/der SchülerIn liegen, obliegt es der - hier erkrankten - Lehrkraft, aus den vorhandenen Teilnoten eine Leistungsnote zu bilden. Das hat sie offenbar getan.

    Was an alternativen Maßnahmen möglich gewesen wäre (z.B. Korrektur der KA durch eine/n KollegIn o.ä.), lässt sich aus der Ferne ebenso wenig beurteilen.

    Ich hätte mich übrigens ungerne von einer Schülerinmutter als "zickig" bezeichnen lassen. Da wir Dein eigenes Auftreten gegenüber der SL nicht kennen, lässt sich auch hier nicht viel dazu sagen.

    Es geht um den Grundkurs. Da muss für einen Q-Vermerk eine "2" stehen.

    Das ist richtig.
    Aber um ein Gespräch mit der Mathematiklehrkraft wirst Du nicht herumkommen - falls sie irgendwann wieder zurück im Dienst ist.


    Wenn die erste KA eine 2+ war und als Halbjahresnote eine "3" steht, muss mindestens eine weitere Teilleistung befriedigend oder schlechter gewesen sein. Denkbar wäre auch ein "offensichtlicher Irrtum" wie beim Übertragen der Noten in der Zeile verrutscht oder ein Fehler beim Ermitteln der Note.

    Letztlich stochern wir alle wie Du hier im Trüben und können dazu recht wenig sagen.

    Hallo und herzlich willkommen in diesem Forum.

    Mein Ratschlag wäre, dass Du Dir hier per Suchfunktion einmal die Threads heraussuchst, in denen in den letzten 20 Jahren regelmäßig über Psychotherapie und Verbeamtung diskutiert wurde. Dazu ist eigentlich alles gesagt.

    Mein zweiter Ratschlag wäre: Kümmere Dich erst einmal um Deine Gesundheit. Das Referendariat ist nicht unbedingt die Zeit, die man angeschlagen durchlaufen sollte. Werde gesund und zieh das Ganze dann im Anschluss durch.

    Ich finde das ebenfalls ungünstig, beim Bund gab es immer den Spruch "Führen durch Vorbild" und einen freien Tag finde ich hier unpassend bei Vollzeit. Es geht hier auch um Ansprechbarkeit für Kollegen.

    Ich finde "Führen durch Vorbild" nach wie vor eine aus meiner Sicht und für mich erstrebenswerte (Teil)Form des Führungsstils.

    Als Schulleitung muss ich oft von KollegInnen mehr Arbeit verlangen, wenn KollegInnen krankheitsbedingt oder anderweitig ausfallen. Bei langfristigen Ausfällen müssen einige KollegInnen auch dauerhaft Mehrarbeit leisten.
    Für mich war es immer klar, dass ich mich da nicht ausnehmen kann und darf, wenn ich nicht unglaubwürdig wirken soll. Ich kann von KollegInnen nicht verlangen, dass sie noch etwas draufpacken, wenn ich selbst nicht dazu bereit bin.

    Die Ansprechbarkeit ist für mich ein weiterer zentraler Aspekt - wobei das nicht nur passiv sondern auch aktiv gemeint ist. Wer ansprechbar ist, muss das auch aktiv zeigen - daher ist der mehrmalige tägliche Gang ins Lehrerzimmer aus meiner Sicht unverzichtbar.

    Im Fall der TE gibt es offenbar ein Kommunikations- sowie ein Transparenzproblem. So entsteht der Eindruck, die AL picken sich die Rosinen heraus - und so erhebt die TE den Anspruch auf Gerechtigkeit.

    Möchte nur Gerechtigkeit und keinen Ärger, aber Burnout ist auch keine Lösung

    Ich empfinde den Begriff "Gerechtigkeit" hier als problematisch, weil nicht klar ist, ob es Dir hier um "rechtskonformes" Verhalten seitens der AL geht, oder ob es Dir um ein gewünschtes Verhalten der AL geht, dass Deinem individuellen Maßstab an Gerechtigkeit entspricht. Das ist nämlich nicht zwingend deckungsgleich.

    Das Vorgehen der AL kann durchaus rechtskonform sein, auch wenn es Deinem Sinn für Gerechtigkeit widerspricht oder anderweitig wie von state_of_Trance beschrieben zumindest moralisch fragwürdig ist. Letzteres ist aber nicht "einklagbar".

    Diese Aufteilung und insbesondere die unprofessionelle Reaktion der Schulleitung auf Rückfragen erscheint mir sehr merkwürdig.
    So viele Entlastungsstunden würden bei uns nicht einmal durch die Addition aus Entlastung für das Kollegium und Leitungszeit zusammenkommen.

    Hallo,

    ich kenne keinen Passus, nach dem das vorgeschrieben wäre. An meiner Schule ging das tatsächlich mit einem Schulwechsel einher.

    Es kann Dir nur passieren, dass man Dir das kommissarisch an einer anderen Schule erneut aufs Auge drückt, da die Leitungsstellen an Grundschulen ja an vielen Schulen unbesetzt sind.

    Je nach Stundenplan und Zahl der Entlastungsstunden kann es rechnerisch so kommen, dass man einen unterrichts[sic!]freien Tag hat als A15-VZ-Kraft.

    Unterrichtsfrei heißt aber nicht notwendigerweise dienstfrei. Die Aufgaben können ggf. zu Hause erledigt werden, ebenso ist man womöglich auch zu Hause über die dienstlichen Kanäle ansprechbar bzw. greifbar.
    Da Homeoffice auch in obersten Landesbehörden durchaus üblich ist, sehe ich hier nicht, wieso das nicht funktionieren sollte.

    Etwas anderes wäre es, wenn die AL sich gute Pläne zu Lasten der anderen KollegInnen macht. Das fände ich unanständig.

Werbung