Beiträge von Bolzbold

    Ungeachtet dessen ist es bei Klassenfahrten immer problematisch, wenn eine Lehrkraft absolut nicht fahren will und man sie im Extremfall auf ihre Dienstpflichten hinweisen muss.
    Ich würde hier die Lehrkraft nicht vollständig "davonkommen" lassen und mit ihr verbindlich vereinbaren, wann und wohin sie das nächste Mal eine Klassenwahrt organisiert und begleitet. Es kann ja nicht immer an denjenigen hängenbleiben, die sofort "hier" rufen oder gar nicht oder zu leise "nein" sagen.

    Zu der Zeit, als ich noch selbst solche Fahrten geleitet habe, reichte eine Lehrkraft an Bord, die das konnte. Das ist offenkundig mittlerweile anders.

    Das Wort eine verstehe ich hier auch als Voraussetzung dafür, dass überhaupt begleitet werden darf und somit für jede Lehrkraft.

    Eine Lehrkraft könnte theoretisch dazu verpflichtet werden, müsste dann natürlich remonstrieren mit Verweis auf diesen Erlass. Eine verantwortungsvolle Schulleitung dürfte in der Folge eine solche Fahrt nicht genehmigen, wenn die Lehrkräfte, die die Fahrt begleiten, nicht die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen. Ob sich eine Schulleitung den Stress antun möchte, trotzdem auf der Teilnahme dieser Lehrkraft an der Fahrt zu bestehen, wage ich zu bezweifeln. Es wäre autoritär und dumm.

    Sich als Lehrkraft hier nicht in die Bredouille zu bringen, setzt gleichwohl voraus, dass dass man die Vorgaben kennt. Das dürfte mit Ausnahme der SportkollegInnen auf >90% der anderen KollegInnen nicht zutreffen. (Wie man ja auch hier erfährt, sind APO, ADO und andere Erlasse und Verordnungen für den einen oder die andere Neuland.)

    Das sehe ich auch so. Ich wäre auch erstaunt, wenn es ohne vorherige Absprache mit der SL eine solche Regelung gäbe und würde den Kollegen a) bitten, das zu unterlassen und b) mit den unter anderem auch von Dir genannten Argumenten begründen, warum das nicht geht.

    Wenn das abgesprochen ist passt das doch. Verstehe die Aufregung überhaupt nicht. Es muss doch nicht jede Lehrkraft über irgendwelche Besonderheiten informiert werden. Das interessiert mich auch gar nicht.

    Es wurde nachgefragt beim Schüler. Wenn man es nicht glaubt, dann fragt man die Lehrkraft. Wenn man dann immernoch, aus welchem Grund auch immer, ein Problem damit hat, geht man zum Bildungsgans- oder Stufenbeauftragten (wie auch immer das hier heißen mag). Danach reicht es aber auch mit der Eskalation.

    Die Klassenleitung sollte m.E. schon informiert sein, gerade um Missverständnisse zu vermeiden. Der/die TE berichtete darüber, dass er/sie KlassenlehrerIn sei.

    Falls das Ganze ein abgesprochenes - also nicht nur zwischen Schüler und Lehrkraft abgesprochenes - Vorgehen sein sollte, müsste man die Motive des/der TE hinterfragen, in dem Verhalten ein Dienstvergehen zu sehen.

    Direkte Kommunikation ist hier sicherlich hilfreicher und zielführender.

    Hallo, mich beschäftigt eine blöde Situation mit einem Kollegen, von der ich heute Kenntnis genommen habe. Heute begegnete ich meinem Schüler, der zur zweiten Stunde in die Schule kam, eigentlich hätte er Kurs gehabt. Auf die Frage, warum er später kommt, entgegnete er mir, dass es so mit dem Kurslehrer abgesprochen sei, da er mit seinem Projekt schon fertig ist. Es sei eine gängige Praxis und schon öfter vorgekommen. Das erschien mir seltsam. Ich hab den Kollegen darauf angesprochen und er erklärte mir, dass er SuS freistellt, damit sie an den Werk-geräten keinen Unsinn betreiben, während die anderen SuS ihre Projekte fertigstellen, denn er könne es nicht verantworten, dass ihnen Schaden zukommt. Kann man seine Begründung so stehen lassen oder sollte ich es trotzdem der Schulleitung melden?

    Aus meiner Sicht ist die Betrachtung des Falls durch die Überschrift, ob man ein Dienstvergehen melden müsse oder nicht, schon problematisch. Du bist hier gewissermaßen Kläger und Richter in einem.

    Es wäre hier sicherlich hilfreich zu ergründen, wie denn die Position der Abteilungsleitung oder der Schulleitung hierzu ist. Wenn ich dann immer noch der Ansicht bin, dass es sich um ein Dienstvergehen handelt, dann sollte ich dennoch die Beurteilung dessen der Schulleitung überlassen, sprich, ich schildere die Situation, halte mich aber mit Bewertungen zurück.

    Es handelt sich meiner Einschätzung nach um eine eigenmächtige und hinsichtlich der Schulpflicht, der Aufsichtspflicht und der Garantenstellung von Schule problematische Entscheidung des Kollegen. Darauf müsste man ihn hinweisen.

    Letztlich kommt es darauf an, wie konfrontativ man mit der Situation umgehen will.

    Das waren doch überwiegend Betrachtungen bzw. Einschätzungen, die basierend auf der Gegenwart auf die Zukunft übertragen wurden.

    Im Nachhinein muss man sagen, dass eine Geschäftsidee, die die Nachfrage nach einem Produkt selbst schafft - so wie bei Apples IPhone - schon genial war.

    Noch etwas zum Vergleich zum anderen genannten Forum:

    Der zentrale Unterschied zwischen diesem Forum und referendar.de ist und war, dass sich die Moderation im Gegensatz zu hier nicht persönlich kannte, dass der Admin ab 2017 oder so fast nicht mehr greifbar war und die Moderation so sich selbst überlassen blieb. Referendar.de hatte während seiner Anfänge teils heftigste Troll-Attacken, bis dann der Admin sich entschieden hatte, eine Moderation zu installieren. Die Troll-Attacken ist diese Seite jedoch nie so ganz losgeworden. Das wird hier recht konsequent unterbunden. Ferner schrieben trotz aktiver Moderation immer weniger UserInnen dort, so dass das Forum dort mittlerweile abgestorben ist.
    Woher ich das weiß? Ich war auch dort über mehrere Jahre Moderator.

    Hier kennen sich ehemalige wie aktuelle Mods teils persönlich, der Admin ist aktiv - und wir haben einige alte Häsinnen und Hasen, die diesem Forum die Treue halten und damit auch zu einem gewissen Grundniveau beitragen. Wir waren damals (und sind) in einem ähnlichen Alter, haben teils Familie gegründet, es gab Forumstreffen in verschiedenen Städten (und die Gerüchte über echte Forumsbabys hat man sicherlich auch am Rande mitbekommen.)

    Dass man als Lehrkraft mit 20 Jahren Berufserfahrung dann vielleicht hier nicht mehr so konziliant ist, wie man das als AnwärterIn oder als JunglehrerIn war, ist sicherlich keine Schande.

    Und gäbe es unseren lieben Frosch nicht, dann wäre es um dieses Forum sicherlich auch ganz anders bestellt. Er ist derjenige, der hier die meiste Zeit und das meiste Herzblut investiert - und das seit Jahren. Für mich ist er mit der Zeit auch so etwas wie ein Freund geworden.

    Angriffe helfen ihm mit Sicherheit. Und den Verweis auf die KI ... lassen wir das.
    Das ist in etwa so, wie wenn dich auf der Straße jemand anspricht und um etwas Essbares bittet - und du ihm sagt: "Da hinten ist doch der Edeka." :uebel:

    Es war ein Verweis auf HI - Human Intelligence, also eine Metapher für Menschen, die hier schreiben.

    Die anschließende Polemik ist völlig unangemessen. Immerhin hast Du diesen Beitrag selbst mit dem entsprechenden Smiley versehen - das entspricht auch meiner Haltung zu solch fehlgeleiteter Polemik.

    Es ist hier seit Jahren üblich, dass man erst einmal eigene Ideen präsentiert. Wann immer ich LAA betreut habe, kamen diese mit eigenen Ideen an und Grundkonzepten, die wir dann im Diskurs vertieft haben. Ich habe im Vorfeld immer darum gebeten, erst einmal mit etwas aufzuwarten, bevor wir dann gemeinsam brainstormen und die Stunden weiterentwickeln.

    Daran vermag ich nichts Verwerfliches zu erkennen. Du offenbar schon. Damit kann ich leben.

    Hallo und herzlich willkommen hier im Lehrerforum.

    Schon vor geraumer Zeit haben wir hier die ungeschriebene Regel eingeführt, dass bei Beiträgen, in denen um Tipps und Anregungen gebeten wird, die eigenen, bisher gesammelten Ideen vorgestellt werden, damit die anderen UserInnen zum einen nicht im Trüben stochern und zum anderen nicht einfach die Hand aufgehalten wird.

    Ich möchte Dich daher bitten, doch einmal Deine eigenen Ideen dazu zu posten. Das ist immer eine gute Ausgangsbasis für gemeinsame Überlegungen und Lösungen.

    Haben sich deine BK-SuS denn "früher" ernsthaft mit Literatur oder Zeitungsartikeln aus überregionalen Zeitungen auseinandergesetzt? Freiwillig? Also, die Anzahl meiner SuS, die das betraf, konnte und kann ich an einer Hand abzählen...

    Vielleicht kann man es so betrachten, dass der aktuelle Umgang mit Sprache und Texten mittlerweile so "schädlich" und kontraproduktiv ist, dass dies zu den oben genannten Ergebnissen führt, selbst wenn die SchülerInnen früher auch nicht aktiv etwas für ihre Kompetenzen getan haben.

    Das finde ich interessant. Ich bin ja nicht vom Fach, aber ich hätte jetzt schon angenommen, dass es durchaus sinnvoll sein kann, die wichtigsten Formeln im Kopf zu haben, statt jede Kleinigkeit in der Formelsammlung nachzuschlagen.

    Früher war das auch so. Da musstest Du die Formeln im Kopf haben. Wenn Du sie nicht im Kopf hattest, hattest Du eben Pech.

    Heute gibt es Formelsammlungen, Lexika etc., mit denen sich die SchülerInnen suggerieren können, dass man nichts mehr lernen müsse.

    Das liegt unter anderem auch daran, dass Kommunikation entweder nicht mehr schriftlich oder aber in Form von Messenger-Texten stattfindet, in der für gewöhnlich auf Orthographie und Interpunktion keinen Wert gelegt wird. Wenn das 90% meines Schreibens ausmacht, ist völlig klar, dass sich das dann auch in den Klausuren widerspiegelt. Hinzu kommt, dass man keine anspruchsvollen Texte oder gar Literatur liest, die einem ggf. noch als sprachliches Vorbild dienen könnten.

    Das sieht man nicht nur bei Jugendlichen sondern auch zunehmend bei Erwachsenen.

    Die Prüfungsordnungen geben uns die Möglichkeit, in der Oberstufe hierfür die Endnote um bis zu zwei Notenpunkte abzusenken (maximale Absenkung nach Punktabzug in Sprachpunkten und Abzug wegen zu vieler sprachlicher Verstöße selbst bei Kombination beider Abzüge). Ich frage mich, wie viele KollegInnen das tatsächlich konsequent durchziehen. Dann würde aus einer inhaltlich und methodisch ausreichenden Leistung ganz schnell eine defizitäre Leistung. Und spätestens dann müssen die SchülerInnen entweder etwas tun oder bekommen ihren Abschluss nicht.

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