Schaut man sich einmal die Aussagen der GEW in ihren einschlägigen Magazinen an, als es noch um die Frage der Gemeinschaftsschule in NRW ging - bzw. vor dem so genannten "historischen Schulfrieden", so war es letztlich die GEW, die das Gymnasium dämonisiert hat - und das auf eine Art und Weise, die man als mehr als nur unsachlich bezeichnen kann. Da hat dann doch die Ideologie des Bildungsegalitarismus einige Schreiberlinge verblendet.
Angesichts der Art und Weise dieser "Diskussion" gilt dann auch für die GEW der Spruch "wer im Glashaus sitzt...".
Dein Schlusssatz trifft somit nicht minder auf die GEW zu.
Die GEW führt einen polemisierten und hoch moralisierten Kampf gegen das Gymnasium. Dabei vergisst die Mehrheit der Mitglieder, dass sie selbst ohne das Gymnasium nicht dort wäre, wo sie jetzt ist.
Und dass Ideologie schnell vor Bequemlichkeit halt macht, zeigt ja nicht zuletzt auch der Umstand, dass der Sohn unserer Landesmutter selbstverständlich NICHT auf eine Gesamtschule sondern auf ein Gymnasium geht. Die Gesamtschule war nämlich zu weit weg.
Ich weiß nicht, ob man sich angesichts dessen über "GEW-Bashing" beklagen sollte.
Gruß
Bolzbold