Beiträge von Bolzbold

    Im konkreten Fall muss man den Eltern klarmachen, dass ein solches Verhalten dazu geeignet ist, die anderen SchülerInnen zu verstören, zu verängstigen oder gar in Panik zu versetzen. Darüber hinaus gibt es keinerlei Legitimation für diese Form von Gewaltandrohung.
    Die Schule hat hier Schutz- und Garantenfunktion für alle SchülerInnen - und dieser ist sie nachgekommen.

    Die Eltern kann man nicht mehr erziehen. Da kann man sich nur auf die Sachebene zurückziehen und klarstellen, dass es eine Mitwirkungspflicht der Eltern für eine erfolgreiche Schullaufbahn ihres Kindes gibt.

    Da gibt es auch nichts zu diskutieren oder zu rechtfertigen seitens der Schule. Lässt man sich darauf ein, hat man als Schulleitung verloren.

    Ja, eine Anhörung haben wir natürlich auch gemacht. Selbst da artete es teilweise so aus, dass wir uns eherrechtfertigen mussten, warum der Ausschluss denn sein musste, anstatt dass sich das Kind und die Eltern sich rechtfertigen, warum das Kind denn solche Wörter in den Mund nimmt.

    Schauen wir einmal in § 53 Abs. 6 SchulG (Hervorhebung durch mich).

    (6) Über Ordnungsmaßnahmen nach Absatz 3 Nummer 1 bis 3 entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter oder ein von ihr oder ihm beauftragtes Mitglied der Schulleitung nach Anhörung der Schülerin oder des Schülers. Die Schulleiterin oder der Schulleiter oder das beauftragte Mitglied der Schulleitung kann sich von der zuständigen Teilkonferenz gemäß Absatz 7 beraten lassen oder ihr die Entscheidungsbefugnis übertragen. Den Eltern und der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer oder der Jahrgangsstufenleiterin oder dem Jahrgangsstufenleiter ist vor der Entscheidung Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. In dringenden Fällen kann auf vorherige Anhörungen verzichtet werden; sie sind dann nachzuholen.

    Der letzte Satz dürfte derjenige sein, der für das Vorgehen der Schulleitung relevant war. Bei solchen Entscheidungen - nehmen wir einmal an, es würde ein Widerspruch eingelegt werden - wird die Verhältnismäßigkeit überprüft.

    Ich halte das Vorgehen der Schulleitung für unglücklich. Besser wäre wohl gewesen, den Schüler für den Tag zu suspendieren, am nächsten Tag eine Anhörung durchzuführen und ihn im Anschluss zu suspendieren. Gleichwohl ist die Sanktion bereits erfolgt, dass im Widerspruchsfall nur ein nachträglicher Ermessensfehler festgestellt werden könnte.

    Hallo in die Runde,

    Habe eine Frage zur Benotung eines Schülers (8. Klasse) im Fach Mathematik. In den Leistungsnachweisen erzielte er die Noten 2+, 3+ und 1. Seine Hausaufgaben hat er immer gemacht, alle Materialien dabei, erledigt seine Aufgaben sofort und konzentriert, ist allerdings ein ruhiger zurückhaltender Charakter und meldet sich daher nur selten. Welche Note findet ihr fürs Zeugnis gerechtfertigt?

    Liebe Grüße STAFF

    Wenn Du selbst KollegIn bist, müssten Dir doch die formalen Vorgaben des Zustandekommens einer Note, sowie die Möglichkeiten dagegen vorzugehen, bekannt sein.

    Was wir für gerechtfertigt halten, ist völlig belanglos.

    Ist es eigentlich ausgeschlossen, dass die Lehrkraft in der Zeile verrutscht ist und es sich hier um einen offensichtlichen Irrtum handelt, der ohne neuen Konferenzbeschluss behebbar ist?

    Bolzbold

    Hört sich für mich nach einer schwarz grünen Koalition an.

    Gut analysiert. Das wäre für mich ein guter Kompromiss. In NRW haben wir das ja schon - in Hessen gab es das und in BaWü gibt es das auch. Es kann also grundsätzlich funktionieren.

    Gleichwohl zeigt das hier gepostete Diagramm sehr deutlich, dass eine solche Koalition keine Mehrheit im Bundestag hätte. Auf Stimmen der Opposition darf man da nicht hoffen.

    Diese Wahl wird für mich besonders schwer. In den letzten 33 Jahren habe ich mit Ausnahme der rechts- und linksextremen Parteien alles mal gewählt.

    Aktuell kommt eigentlich keine Partei so wirklich für mich infrage. Nichtwählen war und ist für mich aber keine Option.

    Bei CDU und SPD sind die Kanzlerkandidaten für mich unwählbar. Die FDP wird wahrscheinlich nicht in den Bundestag einziehen; ihr Spitzenkandidat hat sich in den letzten Wochen für mich nachhaltig disqualifiziert. BSW, Linke und AfD sind für mich aus ideologischen Gründen nicht wählbar. Die Grünen haben auch keine Glanzleistung hingelegt und haben hinsichtlich ihrer Ziele und der Art und Weise, wie sie diese erreichen wollen, ein wirklich schlechtes Kommunikationsverhalten.

    Nehmen wir an, ich wäre gegen unbegrenzte Migration, aber für ein Asylrecht, wie es ursprünglich galt, und außerdem für Integrationspflicht. Nehmen wir weiter an, ich wäre für aktiven, von der Politik geförderten Umweltschutz, für Nachhaltigkeit, für erneuerbare Energien etc. Nehmen wir außerdem an, dass ich eine (moderate) Umverteilung von Geld von oben nach unten befürworte und gegen Gewinnmitnahmen in guten Zeiten und staatliche Hilfe in schlechten Zeiten bin. Und als letztes: Nehmen wir an, ich möchte einen Staat, der konsequent gegen Kriminalität und Korruption vorgeht.

    Welche der Parteien, die überhaupt eine Chance auf Regierungsbeteiligung hat, soll ich denn dann wählen?

    Was wäre denn der "richtige" Umgang mit einem von uns anteilig selbst verursachten (Migrations)Problem?

    Wir wollen unseren Wohlstand um jeden Preis behalten, wohlwissend, dass dieser zum Teil auf dem Elend der Dritten Welt basiert.
    Wir wollen Gewinner der Globalisierung sein und nehmen damit Verlierer in Kauf, zum teil schaffen wir diese Verlierer mittelbar selbst.
    Wenn wir dies damit begründen, dass jeder sich selbst der nächste ist, dann muss man zumindest die Gründe für Wirtschaftsmigration als gleichwertig anerkennen.

    Zugespitzt ist das ein "wasch mich, aber mach mich nicht nass".

    Was wir hier an Integrationsproblemen auf der einen Seite und Xenophobie auf der anderen Seite in Deutschland haben, ist ein Klacks gegenüber den Opfern, die unser Konsumverhalten in der Dritten Welt verursacht.

    Diese Diskussion hatten wir vor Ewigkeiten bereits schon einmal.


    Natürlich ist es kommod, wenn man auf dem Schulgrundstück ausreichend Parkplätze hat. Ist dies nicht der Fall, muss man öffentlichen Parkraum benutzen - und der kostet eben mitunter, so wie das für Nicht-Lehrer eben auch der Fall ist.

    Es stellt sich für mich die Frage, wie legitim ein Anspruch darauf ist, kostenlos nahe an der Schule parken zu können. Das grenzt schon ein bisschen an "entitlement".

    Also bevor ich mein Dach ausbaue oder den Keller dämme, gehe ich immer vorab in Hausbauforen und informiere mich dort. Dort sind Laien aber auch Experten.

    Das ist wie ein Vergleich von Äpfel und Birnen.

    Wenn es um Fragen im Rahmen der Beschulung der eigenen Kinder geht, sind da ganz schnell ganz viele Emotionen im Spiel, die eine sachliche Diskussion erheblich erschweren. Gleichzeitig wird die eigene Einschätzung der Leistung der Kinder gleichwertig mit der der Lehrkraft erachtet. Dass ich mir praktische Tipps für den Ausbau des Dachs hole, ist eine völlig andere Sache. Und ja, auch in diesen Foren eskalieren Threads, weil man einen Fragesteller als zu dumm erachtet oder dem Fragesteller die Antworten missfallen.

    Ein Beispiel:
    Ich hatte neulich ein Elterngespräch im Nachgang zu einer mündlichen Kommunikationsprüfung. Das Elternteil argumentierte damit, dass ja alle drei Prüflinge der Meinung gewesen wären, dass ein Prüfling doch viel besser gewesen sei als die Note bescheinigte und begründete das zusätzlich mit der Aussage, dass ein Nachhilfeinstitut, bei dem zwei der Prüflinge gewesen waren, dasselbe gesagt hätte.

    Ich habe daraufhin klargestellt, wie es um die Qualifikation der Kollegin und mir, die die Prüfung mit mir durchgeführt hat, und um die Qualifikation der Prüflinge wie der Nachhilfekraft bestellt ist. Ferner habe ich klargestellt, dass die Tagesform und die Performanz in der Prüfungssituation ebenfalls zentrale Faktoren für ein Gelingen oder Misslingen einer solchen Prüfung darstellen.

    Das waren alles Punkte, die seitens des Elternteils gar nicht in Erwägung gezogen worden waren. Die Empörung ob der als ungerecht empfundenen Note basierte also auf der Annahme, man könne die Leistung als Nichtteilnehmender sowie als Prüfling ebenso gut einschätzen wie zwei Lehrkräfte - und die Personenmehrheit wäre hier ein weiteres Argument.

    Es ist für mich im Schulalltag Teil meines Geschäfts, aber ich hätte außerhalb dieses Alltags keine Lust, anonymen Eltern mit subjektiver Schilderung von Fragen oder Problemen mit viel zeitlichem und geistigem Aufwand diese Dinge zu erklären. Ich bezweifle, dass die Heftigkeit der Diskussionen von vor über zehn Jahren seitdem nachgelassen hat.

    Gleichwohl kannst Du mir gerne per PN einmal den Zugang zur Community senden, dann schaue ich mich dort mal passiv um und lasse mich ggf. vom Gegenteil überzeugen - ich mache mir gleichwohl keine Illusionen.

    Lieber Steffen,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Diese von Dir gewünschte Austauschmöglichkeit zwischen SchülerInnen, Eltern und Lehrkräften hatten wir hier vor über zehn Jahren in diesem Forum. Diese Threads sind regelmäßig so derbe eskaliert, dass irgendwann der Entschluss fiel, dass dies hier ein exklusives LehrerInnenforum sein und bleiben sollte. Und dieser Entschluss war und ist richtig.

    Stefan, der Admin, hatte damals explizit für den von Dir genannten Austausch die Plattform "schulthemen.de" eingerichtet. Wenn ich richtig informiert bin, gibt es diese nicht mehr, weil dort immer weniger gepostet wurde.

    Angesichts der Verrohung des Tonfalls in anonymen Foren ohne konsequente Moderation und der allgemeinen Stimmung, die in diesem Land gegenüber Lehrkräften herrscht, sowie angesichts der wahrscheinlich sehr subjektiven Schilderungen der Probleme von Nutzern dieser Community, bei denen zu befürchten steht, dass die Lehrkräfte eher weniger gut wegkommen, kann man eigentlich nur empfehlen, einen großen, großen Bogen um solche Communitys zu machen. Es steht zu befürchten, dass es hier weniger um einen konstruktiven Austausch als um Auskotzen geht.

    Hallo herrjens,

    wenn Du diese Aussage als Fehlinformation deutest, müsstest Du dafür ja konkrete Hinweise haben.

    Läge Deine Schule in NRW, würde dafür die ADO gelten, die in §13 (3) folgendes besagt:

    (3) Lehrerinnen und Lehrer können, soweit sie während der allgemeinen Unterrichtszeit der Schule (die Zeit, in der die ganz überwiegende Zahl der Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden) nicht im Unterricht eingesetzt sind, durch die Schulleiterin oder den Schulleiter bei Bedarf im Rahmen des Zumutbaren mit anderen schulischen Aufgaben betraut werden. Sie können im Einzelfall zur Anwesenheit in der Schule verpflichtet werden, wenn Aufgaben in der Schule, insbesondere kurzfristig wahrzunehmender Vertretungsunterricht, dies erfordern.

    Der Passus mit der "Zeit, in der die ganz überwiegende Zahl der Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden", kann somit durchaus als Kernarbeitszeit bezeichnet werden. Das ist in meinen Augen sachlich durchaus zutreffend.

    Da bin ich mir nicht sicher. Die Verdrossenheit den etablierten Parteien gegenüber führt zur Trotzwahl der AfD. Die wird, zumindest ist das mein Gefühl, nicht aus Überzeugung gewählt, sondern als Protest.

    Protestwahlen hatten wir auch schon früher. 20% für eine rechte Partei wären aber sehr viel Protest, gerade wenn man bedenkt, dass wir früher auch rechte Parteien hatten, die aber nur selten bis gar nicht auf zweistellige Werte kamen.

    Hallo zusammen,

    da ich in Berlin tätig bin, steht aktuell die Frage an, ob ich mich verbeamten lasse oder nicht.

    In diesem Zusammenhang steht die Frage nach der KV. Ich leide seit meiner Jugend an Migräne mit aktuell 10-15 Anfällen im Monat.

    Gibt es hier Kolleg*innen, die ebenfalls mit Migräne zu tun haben und mir mal verraten, in welcher PKV sie sind und wie dort der Risikozuschlag aussieht??

    Vielen lieben Dank.

    Wie heftig sind die Anfälle - bzw. sind sie so heftig, dass Du im Extremfall 10 bis 15 Tage im Monat arbeitsunfähig wärst?

    Ich glaube, die Zeiten, in denen ein Ehrenkodex von den SchülerInnen als bindend erachtet wurde, sind weitgehend vorbei. Dafür gibt es zu viele schlechte Vorbilder und Personen, mit denen man sich identifiziert, die dem entgegenstehen. Die sozialen Netzwerke tragen ihr übriges dazu bei. Heute gilt das Motto "wenn jemand ein Problem mit meinem Verhalten hat, ist das sein/ihr Problem", oder "wenn alle anderen sich mal nicht so anstellen würden, wäre mein eigenes Verhalten doch gar nicht so schlimm." Das Problem hat/ist erst einmal der/die andere, nie man selbst. Diese Grundhaltung macht einen Ehrenkodex oder dessen Befolgen mehr oder weniger unmöglich.

    Mit einzelnen SchülerInnen ist das tatsächlich möglich, aber mit Lerngruppen insgesamt meiner Erfahrung nach nicht mehr. Für meine letzte 8. Klasse hätte ich gleichwohl die Hand ins Feuer gelegt, weil ich da sicher sein konnte, dass sie dies sogar nahezu vollständig eingehalten hätten. Bei vielen anderen Klassen hätte ich das hingegen nicht getan.

    Bestes Beispiel für die Schwierigkeit, sich an so etwas wie einen Ehrenkodex zu halten, ist unser Forum. Da stehen die Egos mancher UserInnen einem wie auch immer gearteten Ehrenkodex diametral entgegen. Wir könnten testweise einen solchen hier einführen und schauen, wie schnell er spätestens von NeuuserInnen gebrochen wird. Ein Teil dieses Kodex könnte sein, dass wir primär sachlich konstruktiv helfen, keine inkriminierenden Suggestivfragen stellen und dem Gegenüber erst einmal zuhören. (Da müssen wir bei vielen UserInnen bereits Abstriche machen.) Ein anderer Teil könnte sein, dass man sich nicht aus Scherz in einem Forum anmeldet. (Völlig illusorisch.) Oft ist es hier so, dass das Posten an sich als Freibrief erachtet wird, sich in jedweder möglichen und unmöglichen Art und Weise gegenüber dem/der TE zu verhalten.

    So dürfte das auch in Schule sein. Regeln stellen einen Eingriff in die angemaßte, einem scheinbar per Naturrecht zustehende Freiheit dar. Dies liefert gleichzeitig die Legitimation, diese Regeln zu brechen auf der Basis klassischer Täter-Opfer-Umkehr. Paradediskussion darüber findet man in den sozialen Netzwerken, wenn es um Blitzer oder Tempolimits geht.

    Während die Quants dieser Welt ihr Vermögen mehren? Bin nicht wirklich überzeugt, dass man das vermitteln kann.🤷

    Richtig. Das ändert aber nichts daran, dass ich mir beispielsweise eine Wärmepumpe einbauen lassen konnte, ohne dabei in Schulden zu versinken oder monatlich jeden Euro zweimal umdrehen zu müssen.

    Wir können aber gerne die Zunahme der Ungleichverteilung von Reichtum zusätzlich auf die Liste setzen. DAS bekommt man jedoch nur geändert, wenn man den Reichen wirklich etwas wegnimmt (vulgo: Vermögenssteuer) und dann für die Öffentlichkeit sichtbar für eben diese investiert - Stichwort Infrastruktur. (Ich stelle mir gerade ein Baustellenschild vor nach dem Motto "diese Brückensanierung wurde finanziert durch die Vermögenssteuer der Familien Aldi, Oetker und Quant..." :) )

    Was die Reichen daraus für Konsequenzen ziehen werden, wird die Schweizer freuen...

    So hart das erst einmal klingen mag, wirkt eine schwarz-grüne Regierung nicht wie ein klarer Ausdruck des Wählerwillens.
    Wir müssen uns der Wahrheit stellen, dass wir aktuell auf der Basis der Umfragen eine absolute Mehrheit für eine rechts-konservative Regierung hätten. Das linke(re) Spektrum (mit Chancen auf den Einzug in den Bundestag) liegt aktuell bei ca. 35%.


    Die AfD wird die Regierung vor sich hertreiben, weil sie sich sicher sein kann, dass, wenn schwarz-grün oder schwarz-rot nicht liefern werden, es irgendwann wieder eine (erneut dysfunktionale) Dreierkoalition geben muss, oder eben eine Regierung unter Beteiligung (oder gar Führung) der AfD.

    Die (echten oder irrationalen) Existenzängste der unteren Mittelschicht und in Teilen dessen, was man als "Unterschicht" bezeichnet, haben 1933 gewirkt und sie werden auch 2029 (oder ggf. früher) wirken. Die zeitliche Koinzidenz von 100 Jahren perspektivisch für das Jahr 2033 wirkt da wirklich zynisch...

    Die Existenzängste basieren auf den Themen Migration, Rente und Lebenshaltungskosten. Menschen mit Ängsten sind willkommene Beute für RattenfängerInnen.

    Diesen Ängsten muss man begegnen - wirksam. Weder die Regierung(en) Merkel noch Scholz haben darauf wirksame Rezepte gefunden - und die, die sie gefunden haben, wurde so dilettantisch kommuniziert, dass sie von der Presse sofort verrissen wurden.

    Wer wenig verdient, kann nur wenig Rente bekommen - das ist seit Jahrzehnten Grundsatz. Wer daran etwas ändern möchte, muss erklären, woher das Geld kommen soll.

    Wer die Energiewende will, muss vermitteln können, dass das kurz- und mittelfristig erst einmal teuer werden wird - insbesondere für die finanziell schwächeren Schichten. Er muss vermitteln können, dass dies eine zentrale Investition in die Erhaltung der Lebensgrundlagen für kommende Generationen ist.

    Wer Migration will, muss auch Integration sowie die Einhaltung von Regeln und das Respektieren und Akzeptieren unserer Normen und Werte aktiv einfordern. Wer sie nicht will, muss eine gesetzliche Grundlage dafür schaffen und dieses Ziel durchsetzen.

    Alle diese Entscheidungen können, wie auch immer sie getroffen werden, einzeln eine wie auch immer geartete Regierung die nächsten Wahlen kosten. Aber wer wirklich Deutschland dienen möchte, wie es doch immer so schön heißt, darf dies nicht bei persönlichen Eitelkeiten haltmachen lassen. Manchmal dient man besser, indem man gar nicht dient.

    Den Grund für die oben genannten Pflichten findest Du hier:

    BASS 2024/2025 - 21-02 Nr. 4 Allgemeine Dienstordnung für Lehrerinnen und Lehrer, Schulleiterinnen und Schulleiter an öffentlichen Schulen (ADO)

    Die Argumentation mit "unbezahlten Präsenzpflichten an unterrichtsfreien Tagen" ist damit vom Tisch.

    Und ja, es soll bzw. darf so wenig Unterricht wie möglich ausfallen - dies zu gewährleisten ist unter anderem meine Aufgabe als Schulleitungsmitglied. Natürlich gibt es die eine oder andere Möglichkeit, hier Entlastungen für die KollegInnen zu ermöglichen.

    Nur als Hinweis:
    Eine Entfristung bedeutet auch, dass man nicht auf eine Planstelle kommt und so auch keine Möglichkeit der Weiterentwicklung (i.e. Beförderung) hat. Das hat ein Kollege bei uns vor zwei Jahren (also vor meiner Zeit an meiner aktuellen Schule) schmerzlich spüren dürfen.

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