Beiträge von Bolzbold

    Ich vermute auch, dass sie so vorgegangen sind.

    Um ein gelecktes Endprodukt ging es ihnen leider wohl trotzdem nicht. Außer ChatGPT gefragt, haben sie nicht viel zustande gebracht. Noch nicht mal der Anweisung, die Blätter einzuheften, und zwar in der richtigen Reihenfolge, und zu nummerieren, sind sie nachgekommen. Klingt jetzt eher nach Sonderschule eigentlich, aber scheint auch für angehende Fachabiturienten eine Herausforderung zu sein.

    Vielleicht sollten wir das weniger an der Schulform als an wirklich krass defizitärem Lernverhalten festmachen. Du hast das vielleicht nicht so gemeint, aber damit tut man den "Sonderschulen" und den dort arbeitenden wie lernenden Menschen keinen Gefallen. Ein solches Verhalten findest Du an allen Schulformen.

    Trotz Abgabe der Ordner kann man Aufgaben auf ein separates Blatt abschreiben, dieses Blatt mitnehmen und dann zu Hause die Aufgaben von ChatGPT lösen lassen und das dann wieder in den in der Bibliothek genutzten Ordner einspeisen.

    Heutzutage kann man nicht verhindern, dass SchülerInnen auf diese Weise täuschen, weil es ihnen um ein gelecktes Endprodukt geht und nicht um eine eigenständig erbrachte Leistung. Gut sein, aber nichts dafür leisten.

    Da uns der Anscheinsbeweis hier hilft, ist das letztlich eine ganz schnelle Sache. Täuschungsversuch - ungenügend - und fertig.

    Ich bin der Typ "Bauchentscheidung" und würde aufs Gymnasium umsatteln. Ob es einen zu 6- oder zu 16-Jährigen zieht, fühlt man, denke ich. Aber eine Beratung ersetzt das wahrlich nicht.

    Den zweiten Satz finde ich (sicherlich unbeabsichtigt) unglücklich formuliert. (Man möge sich einmal die Reaktionen auf eine Aussage eines männlichen Lehrers vorstellen, der von sich unbekümmert sagt, dass es ihn eher zu 16jährigen als zu 6jährigen hinziehe.... Oh weia... ) Ungeachtet dessen ist das aber auch zu plakativ.
    Man sollte sich überlegen, mit welcher Altersgruppe man am besten arbeiten kann. In dem einen Fall sind es Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren, im anderen Fall sind es Kinder bzw. junge Erwachsene im Alter von 10 bis 19. Letzteres zeigt ja eine ziemliche Bandbreite - und man sollte im Idealfall mit dem ganzen Spektrum "können".

    Danke für die Rückmeldung, es gab bei uns ein ziemliches hin- und her.. das abgebende Schulamt sagte, dass eine Versetzung gar nicht möglich sei, weil keine freien/offenen Stellen am Wunschort vorhanden seien, wodurch nur die Möglichkeit des langen Pendelweges oder der Kündigung bliebe. Ein Mitarbeiter der Bezirksregierung bestätigte allerdings in einem weiteren Telefonat, dass die Versetzung aus Elternzeit möglich sein würde und sie dann schauen würden, wo ich eingesetzt werde.. ich bin ziemlich baff, dass von unterschiedlichen Stellen so weit auseinanderliegende Antworten kommen und bin deutlich verunsichert.

    Mist wie dieser war für mich die Initialzündung dafür, dass ich so etwas immer selbst durchblicken und wissen wollte. Solche Infos - und natürlich war es hinterher niemand - können einem wirklich das Leben schwer machen.

    Das war tatsächlich einmal eine Umfrage mit Herausforderungspotenzial - wir hatten das hier lange nicht mehr in diesem Forum.

    Was die Fähigkeit von uns Lehrkräften betrifft, diese Fake-News zu erkennen, glaube ich aber, dass wenn jemand ein Impressum lesen kann oder die Rückwärtssuche bei Bildern benutzt - oder einfach irgendeinem Insta-Scheiß keine große Beachtung schenkt, weil man weiß, wie da manipuliert werden kann, sicherlich 90% der Fake-News problemlos zu enttarnen sind.

    Und was du ganz in deiner Aufzählung vergessen hast, Bolzbold, sind solche Dinge wie Berücksichtigung der Schülerpläne (keine Hohlstunden usw.) und der Raummöglichkeiten. Gerade die Schülerpläne müssen ja auch noch gewisse Rahmenbedingungen erfüllen.

    Ja, stimmt, wobei kompakte SchülerInnenpläne vermutlich dann auf einer Stufe wie a) stehen. Fachräume sind für mich harte Faktoren, die ebenfalls ihren Niederschlag in a) finden. Man kann Untis ja so einstellen, dass die von Dir genannten Dinge schon automatisch mit drin sind. Das kann man auch mit den anderen Punkten machen, wobei wir da oft selbst händisch optimieren und dann das Ranking berücksichtigen.

    Mal aus eigener Erfahrung:

    Ich wohnte derzeit im Rheinland, die erste Planstelle war am Niederrhein, also ziemlich genau auch 100km. Und da war die A4 noch Großbaustelle.

    Es war für mich völlig klar, dass ich in den Ort, in dem ich arbeite, umziehen würde.
    Einmal dort habe ich mich nach Hobbies etc. umgesehen - einige Kontakte zu den Leuten von damals gibt es auch heute noch.

    Später bin ich dann wieder ca. 60km täglich gependelt, da ich mit meiner jetzigen Frau zusammengezogen bin und sie 40km in die entgegengesetzte Richtung pendeln durfte. Das hat uns an den Rand unserer Kräfte gebracht (also das Pendeln, nicht das Zusammenziehen...).

    Mit dem ersten Kind haben wir mit der Rückkehr aus der Elternzeit ihre BR-übergreifende Versetzung mit wohnortnahem Einsatz quasi "erzwungen" - wir waren während der Elternzeit nämlich in die Ecke gezogen, wo wir heute noch wohnen. Ich war immer noch an meiner ersten Schule, sie in der Schule am Ort.

    Dann kam der Wechsel in die Behörde - und inklusive der Zeit der Rückkehr in den aktiven Schuldienst bin ich sechs Jahre wieder gependelt. Nie. Wieder.

    Mit dem letzten Wechsel an meine aktuelle Schule habe ich dieses Problem nicht mehr - und - Achtung es folgt wieder eine Aussage mit Disclaimer bezüglich der Halbwertszeit :) - ich will es auch gar nicht mehr anders haben.

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