Beiträge von Bolzbold

    Ich stelle allen UserInnen anheim, diese "Diskussion" dadurch zu beenden, dem auf den TE hier gar nicht weiter eingegangen wird.
    Wieso springen so viele von Euch über das hingeworfene Stöckchen? Der TE hat eine eigene Meinung. Die kennen wir. Es gibt einige andere Threads zu dem Thema, in denen das Ganze ausführlich besprochen wurde.
    Welchen Mehrwert hat dieser Thread für Euch?

    Es geht hier nicht darum, dass irgendetwas aufgegriffen wurde, sondern dass ganz bewusst und systematisch eine falsche Rechtschreibung gelehrt wird.

    Ok. Wenn dem so gewesen sein sollte, dann ist der Sachverhalt doch geklärt. Was willst Du dann noch von uns? Kollektive Empörung? Dass die sich als weiblich identifizierenden Mitglieder dieses Forums vorher schnell noch Bärte kaufen, um bei der Steinigung teilnehmen zu können?

    Seit einigen Jahren ist nur noch die Online-Bass die gültige Version der Gesetze, Verordnungen und Vorschriften. Die gedruckte Version gab es zu meiner Zeit in der Behörde nur noch in geringer Auflage zur eigenen dienstlichen Verwendung. Sie ist auch gar nicht mehr notwendig.

    Zu den wichtigsten Verordnungen gibt es Kommentare vom Wingen-Verlag. Bei den Kommentaren muss man wissen, dass es sich dabei um einen Auslegungsvorschlag der jeweiligen Paragraphen handelt, oft verbunden mit Erfahrungen aus der Praxis oder einschlägigen, zentralen Urteilen.

    In meiner Zeit in der Behörde hatte ich einen unbegrenzten Zugang zu juris - das war natürlich super, da ich aktuelle und zurückliegende Urteile auf Landes- wie Bundesebene zu allen möglichen Fällen einsehen konnte und die Begründungen lesen konnte. Ich weiß ad hoc gar nicht, ob man da auch als Privatperson drankommt und wie teuer das ist.

    Google mal nach Günther Hoegg und nach einem Herrn Avenarius. Ansonsten bekommt man bei Amazon mit den Suchbegriffen Schulrecht NRW durchaus einiges an Lektüren.

    (Für meine Revision brauchte ich nichts davon. Die Kenntnisse der Gesetze und Verordnungen und ihre praxisbezogene Anwendung in Verbindung mit meinen bisherigen Erfahrungen reichten völlig aus.)

    Ich kann über alles reden, auch wenn ich kein Experte dafür bin. Mein Urteil darüber fußt auf der Einschätzung einer Deutsch-Kollegin. Wenn es sich anders verhält bin ich offen dafür, möchte aber auch keine eigene Recherche dazu machen, weil's mich nicht für mich keinen Mehrwert bieten würde.

    Wenn wir hier wirklich nur noch zu Themen antworten können, worüber wir "reden können" wirds bald hier ganz ganz still sein.

    Da bin ich einerseits bei Dir, würde andererseits aber gerade bei prüfungs- oder verordnungsrechtlichen Fragen Können vor Rabulistik setzen.

    Ich bin gespannt, wohin die Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Anwärterin führt. Vor allem bei konservativ geprägten Schulen könnte ihre Vorgeschichte durchaus ein Problem werden. Wenn sie sich von ihrem Fehlverhalten klar distanzieren würde, könnte man darüber vielleicht hinwegsehen.

    Und wer bist Du, dass Du der Ansicht bist, so darüber urteilen zu können? Man könnte fast meinen, dass Du eine/r von den beiden Anzeigenerstattenden bist...

    ... so viel Aufmerksamkeit für so viel Bagatelle?

    Von "Stuhlin" und "Tischin" zu sprechen hat nichts mit Glottisschlag oder Gendern zu tun, das kann man bestenfalls als satirische Performance betrachten, schlechtestensfalls als Zeichen für einen Schlaganfall.

    Herrliches Wortspiel. Gefällt mir.

    Und weil es zwei Leser[Glottisschlag]Innen gestört hat, holen die zum Gegen[Glottisschlag]Innenschlag aus...

    ... ich grille heute HähnchenInnenfilet.

    I am also data analyst and trainer (you can also say teacher), every quarter I teach data science to executives (who are college pass out) so that they can work on a project. It is not necessary that teachers are only in school. Anyone can be a teacher.

    Seriously?

    Nun ja, wenn man sich anschaut, wie sich die Diskussionskultur in diesem Forum entwickelt hat in den letzten 20 Jahren, dann findet man die "handfesteren" Parallelen eben auf der Straße.

    Würden wir uns alle nicht zu wichtig nehmen und Dritte nicht wahlweise als Quelle unseres Problems oder als Ursache für unser eigenes Verhalten erachten, dann wären wir einen Schritt weiter.

    Hier kann man beobachten, dass jede/r User/in, der/die hier postet, mit jedweder Art von Reaktion zu rechnen hat und diese hinzunehmen hat, weil er/sie ja das Posting, auf das reagiert wurde, verfasst hat. Ganz ehrlich, wenn diese Leute mir im privaten Leben so daherkämen, hätte ich mit ihnen keinen Kontakt, weil das für mich keine Diskussionsgrundlage wäre.

    Zusammengefasst kann ich nicht verstehen, dass eine solche Diskussion überhaupt geführt werden muss. Wie kann es sein, dass für so etwas "Lebenswichtiges" wie eine Abiturprüfung keine klaren Bewertungsmaßstäbe definiert sind? Diese sollten bekannt sein und den Schülern vorab kommuniziert werden. Ansonsten sind keine fairen Bewertungen möglich.

    Vieles ließe sich mit gesundem Menschenverstand und innerhalb der offiziellen Vorgaben problemlos lösen.

    Man kann den Erwartungshorizont im Abitur auch so lesen, dass es hier bewusst keine Vorgabe gibt, um eben jedwede Art von SchülerInnenleistung würdigen zu können. Interessanterweise wird das dann zu einem Problem, wo unser (moralisches) Gerechtigkeitsgefühl getriggert wird.
    Viele diskutierte Grenzfälle sind eben das, was ihr Name enthält. Grenzfälle. Ein Erwartungshorizont kann niemals alle möglichen SchülerInnenleistungen mit konkreten Vorgaben, wie wann wo vorzugehen ist, berücksichtigen oder gar absolute Gerechtigkeit herstellen.

    Streng genommen stellen wir als Lehrkräfte das größte Hindernis für eben diese Gerechtigkeit dar.

    Ich unterrichte keine Fremdsprache, aber die Kollegen sagen mir, dass seit der Einführung der "Erwartungshorizonte", wo abgehakt wird, welche Argumente etc. vorkamen, kürzere Klausuren eher mit schlechteren Noten korrelieren.

    Von der grundsätzlichen Tendenz her würde ich das unterschreiben. Gleichwohl gibt es mehrere Parameter, die die Klausuren im Vergleich zu "früher" deutlich anheben. Alleine die Differenzierung in drei Fehlerkategorien (R, Gr, W) sorgt dafür, dass die Klausuren per se besser ausfallen, weil das Gros der Fehler im Bereich Grammatik liegt. Da kann es vorkommen, dass man im Bereich R und W 3/4 der vorgesehenen Punkte bekommt, im Bereich Gr aber eben nur 3/10. Früher mit FQ wäre eine solche Klausur deutlich schlechter ausgefallen.

    Aber auch das ist eben so gewollt.

    Wer ein positives Zeitkonto hat und nicht "abfeiert", der/die schenkt dem Land seine Arbeitszeit.
    Abfeiern im Gleitzeitmodell sieht so aus, dass man beispielsweise, wenn weniger zu tun ist, später kommt oder früher geht. Hat man wirklich ordentlich Überstunden, kann man in Absprache mit den Vorgesetzten so genannte "FAZ"-Tage nehmen. (FAZ = Flexible ArbeitsZeit).

    Ich habe das als sehr angenehmen Vorteil empfunden, da ich in Arbeitsspitzen dann eben Überstunden gemacht habe, um dann in Zeiten, wo wenig zu tun war, auch mal eine halbe Stunde später ins Büro zu kommen oder eben mal ebenso früher zu gehen.

    Die Konstellation in der Klausur wie vom TE geschildert ist ein Grenzfall, der immer mal wieder vorkommt.

    Meine Einschätzung dazu ist folgende:

    • Das Kriterium Sprachrichtigkeit kann sich nur auf den vorhandenen Text beziehen - unabhängig von der Anzahl der Wörter. Ein fehlerfreier Text würde somit die volle Punktzahl im Bereich Orthographie, Wortschatz und Grammatik erhalten. Etwas anderes sehen die Bewertungsvorgaben nicht vor.
    • Eine besonders kurze Klausur wird je nach konkretem Sprachmaterial massive Abzüge in der kommunikativen Darstellungsweise sowie mittelbar Abzüge in der Verfügbarkeit sprachlicher Mittel erhalten. Das wurde weiter oben ja bereits dargelegt.
    • Die inhaltliche Darstellungsweise wird gesondert bepunktet und dürfte ebenfalls einen erheblichen Abzug erfahren.

    Wenn dann immer noch eine gefühlt zu gute Note bei herauskommt, dann muss man sich davon freimachen und diese Note geben. Das Land will es so.

    Gleichwohl sollten wir Grenzfälle nicht zum Gegenstand der Debatte über den Untergang des Abendlandes machen. Ein Bewertungsschema kann nicht alle Eventualitäten berücksichtigen.

    Vergleiche zur Sek I erübrigen sich meines Erachtens, weil es für die Sanktionierung für die Unterschreitung von Mindestwortzahlen ebenso wenig ein vorgeschriebenes Sanktionsmittel gibt.

    Ich hatte im Kopf, dass jeder Prüfungsteil maximal 15 Minuten dauern darf. Das scheint sich aber nur aus den 30 Minuten Höchstdauer, gepaart mit der Maßgabe, beide Teil von der Länge her ähnlich zu gestalten, zu ergeben. Demnach dürfte Teil 2 auch 17 Minuten dauern, wenn Teil 1 bereits nach 3 Minuten aufgrund ausbleibender Schülerlösung beendet würde, sehe ich das richtig?

    Das haben wir oben ausführlich erläutert.

    In der von Dir genannten Konstellation MUSS der zweite Teil 17 Minuten betragen.

    Hmmm. So kann man argumentieren. Ob die materiellen Lebens- und Arbeitsbedingungen hinreichende Grundlage dafür sind, dass wenigstens drei große Religionsgemeinschaften Frauen massiv benachteiligen und ihnen eine "dienende" Rolle in der Gesellschaft zuweisen, wage ich zu bezweifeln.

    Es mag krude klingen, aber das biologisch bedingte Dominanzverhalten männlicher Säugetiere, zu denen wir auch gehören, ist in meinen Augen der Hauptgrund dafür, dass man(n) Frauen eine untergeordnete Rolle in der Gesellschaft zugewiesen hat und immer noch zuweist. Frauen fallen in der Regel nicht durch ein Übermaß an (körperlicher) Aggressivität auf.

    Während der frz. Revolution wurde den Frauen die Gleichberechtigung mit der Begründung der seit Jahrhunderten manifestierten unterschiedlichen Arbeits- und Lebensbedingungen verwehrt. Vulgo: Männer waren schlichtweg immer in der Machtposition, um Frauen über eine lange Zeit Mitsprache und Gleichberechtigung konsequent zu verweigern und die Folgen dieser Verweigerung dann als Grund für die fortgeführte Verweigerung zu benutzen.

    Müssen Positionen denn zwingend gleich besetzt sein? Das würde Sinn machen, wenn Männer und Frauen zu gleichen Anteilen in Führungspositionen streben. Erfahrungsgemäß tun sie das aber nicht und es bewerben sich von vornherein weniger Frauen. Für den einzelnen Mann in der Anwärtermasse ist es dann natürlich ein Nachteil, wenn eine paritätische Besetzung angestrebt wird. Vielleicht sollte man die Positionen eher im passenden Verhältnis zu den Bewerbern besetzen.

    Richtig. Erfahrungsgemäß streben Frauen in der Tat seltener Führungsämter an (auch hier könnte man den Einfluss der von Männern dominierten Gesellschaft diskutieren...) Deswegen ist die von anderen Usern unterstellte Diskriminierung von Männern eher theoretisch-grundsätzlicher Natur, aber seltener in konkreten Fällen wirklich vorkommend.

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