Beiträge von Bolzbold

    alternativer Kommentar: Stattdessen wird dann gerne in einem bekannten Lehrerforum nach Expertise gefragt, die derzeit in Kollegium und Personalrat noch nicht vorhanden ist, so dass sich diese Beteiligten das nächste Mal (oder jetzt schon) entsprechend darauf vorbereiten und professioneller handeln können ;)

    Klingt schön. Vor 10 Jahren hätte ich das sicherlich auch noch so geschrieben. Die Erfahrungen an meiner alten Schule haben mich dann irgendwann eines besseren belehrt.

    Ich kenne persönlich zwei Professorinnen. Die eine ist mit einem Erzieher und dir andere mit einem Fleischreifachverkäufer verheiratet. Und nu?

    Ich frage mich, ob diejenigen, die hier von "nach oben" und "nach unten" reden bei ihren "von oben" oder " von unten" stammenden Schüler*innen genauso unvoreingenommen sind, wie gegenüber Frauen, die angeblich alle "nach oben" heiraten...

    Das kommt darauf an, ob die Aussagen hierzu rein wahrnehmend-beschreibenden oder tatsächlich "ideologischen" Charakter haben.
    Mir sind die Motive der Damen Frauen im Grunde herzlich egal - es sind ihre Entscheidungen und ihre Leben.

    Ich habe eben mal bei deutschen, schweizerischen und österreichischen Zeitungen quergelesen. Das klassische "nach oben" scheint weniger zu werden, da mehr Frauen höhere Bildungsabschlüsse besitzen. Es wird viel über den Bildungsabschluss in Verbindung mit dem Einkommen gesprochen. Das muss dann für die Frauen "stimmen" - und gering gebildete wie auch gering verdienende Männer haben auf dem Partnerinnenmarkt nur wenig Chancen - es sei denn, sie heiraten eine Partnerin mit ähnlichem Hintergrund.

    Rechtswidrige Beschlüsse müssen von der Schulleitung beanstandet werden - wieso das nicht erfolgt, liegt wahlweise daran, dass sie nicht weiß oder nicht will.

    Von einem LehrerInnenrat erwarte ich auch, dass er die Belange der Belegschaft aktiv vertritt - dazu gehört auch das Vermeiden unnötiger zusätzlicher Belastung wie das Ende einer Fahrt an einem Sonntag. Dasselbe würde ich von verantwortungsbewusst handelnden Mitgliedern der Lehrkräfte in der Schulkonferenz erwarten. Es mag zwar kein imperatives Mandat geben, aber rein nach Gusto abzustimmen, ist im Grunde völlig daneben.

    Böser, unsachlicher Kommentar am Rande:
    Stattdessen wird sich dann gerne in einem bekannten LehrerInnenforum ausgeheult. Nähme man die Gremienarbeit wirklich ernst und würde sich entsprechend darauf vorbereiten, anstatt dies als lästige Pflichtveranstaltung am Abend zu sehen, gäbe es das eine oder andere Problem gar nicht. Und das sind dieselben Leute, die ihre SchülerInnen zu mündigen BürgerInnen erziehen sollen?

    Die Fahrtenwoche wird bei uns nicht von den Kolleg*innen beschlossen/gelegt, die durchzuführenden Fahrten stehen im Fahrtenkonzept (ja ich weiß, von der Lehrer- und Schulkonferenz verabredet, da stimmen aber wohl Leute ab, die nie im Leben betroffen sein werden), die Klassenleitungen sind nicht unbedingt freiwillig, genauso wenig wie die Begleitung (rein theoretisch kann ja jede*r verpflichtet werden).

    Dann wäre es aber Aufgabe des LehrerInnenrates, im Falle von Fahrten, die übers Wochenende gehen, entsprechende Kompensationsmöglichkeiten zu vereinbaren. Interessant wäre die Begründung, warum man übers Wochenende fahren muss. Gleichsam wählt die Lehrerkonferenz ihre VertreterInnen für die Schulkonferenz. Man kann diese Aufgabe ernster oder weniger ernst nehmen. Unter Umständen kommt dann ein entsprechendes Fahrtenkonzept bei heraus.

    Dass Fahrten erst einmal grundsätzlich auch an einem Sonntag erlaubt sind, heißt noch lange nicht, dass diese auch so gegen den Willen der Beteiligten angeordnet werden dürfen. Die Rechtsgrundlage, die die Anordnung von Sonntagsarbeit bei Lehrkräften ermöglicht und diese dann noch ohne Einhaltung irgendwelcher Mindestruhezeiten anschließend wieder in die Schule zitieren erlaubt, würde ich wirklich gerne sehen.

    Wer ordnet denn an? Das wird in der Regel doch durch die betreuende Lehrkraft festgelegt - und die mitfahrenden KollegInnen wissen im Voraus, worauf sie sich einlassen. Zum Thema Mindestruhezeiten gibt es ja bereits einen Thread.

    Ich korrigiere und ergänze: Das Fahrtenkonzept als Ganzes wird in der Tat nicht durch die Lehrkräfte beschlossen. Zu den Konsequenzen und Vorgehensweisen durch die Betroffenen siehe meinen Beitrag #19.

    Einen Rechtsanspruch gibt es nicht - ebensowenig würde so etwas greifen, falls man unter der Woche zurückkäme und den folgenden Tag frei haben wollte.

    Der Sonntag wird laut Ziffer 4.3 des Erlasses zumindest nicht als Arbeitstag ausgeschlossen. Gleichsam empfiehlt es sich, solche Dinge bereits bei der Planung der Fahrt verbindlich zu klären.

    Stimmt. Das Bild in der Öffentlichkeit ist noch schlechter.

    Einerseits. In dem Moment, wo Du mit Menschen persönlich sprichst und sie erfahren, dass Du Lehrkraft bist (am besten noch am Gymnasium), sind sie je nach eigenem beruflichen Hintergrund durchaus erst einmal "eingeschüchtert". Das merkt man daran, dass sie sich für ihre guten oder schlechten Leistungen in den Fächern, die man unterrichtet, rechtfertigen.
    Die Frotzeleien über Ferien etc. habe ich in der Tat mir gegenüber schon lange nicht mehr gehört.

    Das finde ich für jemanden, der am Gymnasium unterrichtet, eine betrübliche Aussage. Natürlich habe ich ein akademisches Interesse an meinen Unterrichtsfächern. Mein Hauptinteresse gilt zweifellos der Vermittlung der Inhalte, aber ich freue mich z. B. jedes Jahr über die Verleihung der Nobelpreise. Dieses Jahr übrig ganz besonders. Ich werde mit meiner Schwerpunktfachklasse den Fokus im Fortgeschrittenenpraktikum auf Quantenmechanik und Nanochemie legen.

    Ach weißt Du, ich habe hier so einige fette historische Wälzer (so auch den neuesten Clark) und auch einiges an englischer Literatur stehen - oder auf dem Kindle. Es würde mir beileibe nicht reichen, in der Oberstufe die mickrigen tausendmal durchgekauten 200 Jahre deutscher Geschichte zu unterrichten, die im Abitur drankommen können. Aber dieses akademische Interesse ist dann eher persönlicher als schulisch-dienstlicher Natur.

    Das ist natürlich - jenseits des Anekdotischen - unbestritten. Ich würde sogar behaupten, dass ein signifikanter Anteil der zukünftigen Lehrer wenig bis kein akademisches Interesse für ihre Fächer aufbringen und insofern wenig Interesse am Studium an sich haben.

    Das ergibt sich doch letztlich aus dem Berufswunsch. LehrerInnen wollen keine WissenschaftlerInnen oder wahlweise abhängig von der Fächerkombi VolontärInnen oder DauerpraktikantInnen werden. Das akademische Interesse wäre zweifellos lobenswert, würde aber an der Schule überhaupt nicht zum Tragen kommen.

    Auch wenn Du es wahrscheinlich nicht hören willst, müssen wir an den Sozialstaat ran. So würde ich z.B. an eine Arbeitspflicht für Bürgergeldempfänger denken. Wer nicht arbeitet, bekommt im Gegenzug das Bürgergeld massiv gekürzt.

    Auch sollten Minijobs abgeschafft werden, weil sie die Leute dazu verleiten ewig in den Minijobs zu bleiben. Der Ansporn selber etwas mehr zu verdienen, um dann eine Rente zu bekommen, geht verloren. Das sieht man daran, dass alle Minijobs mit dem sozialversicherungsfreien Maximalgehalt beworben werden.

    Bei diesen beiden Punkten bin ich durchaus bei Dir. Unsere Gesetzgebung ist insofern naiv, als sie von rechtskonformem Verhalten der Menschen ausgeht. Der Missbrauch ist dort nicht in der Form, in der das sein müsste, eingepreist.

    Die Arbeitspflicht würde ich einerseits unterschreiben, gleichzeitig muss man sich dann überlegen, wie weit wir noch von der Zwangsarbeit weg sind.

    Dann aber nur für Neuverbeamtete ab dieser Änderung, ich könnte mit dieser Entscheidung nicht gut leben, da sie die Rahmenbedingungen meines Berufes entschieden ändert. Dann können die Länder ja sehen, ob sie noch attraktiv genug sind.

    Interessant. Als ich mich dafür entschieden habe Lehrer zu werden, haben weder die Bezahlung noch die spätere Pension eine Rolle gespielt. Als es um die Verbeamtung ging und die Gehaltseinbußen im Vergleich zu damals Bat 2a, wäre ich jedoch ohne Verbeamtung nicht Lehrer geworden, weil mir die konkrete Bezahlung als Angestellter zu niedrig gewesen wäre

    Diese Artikel lese ich immer mit gewissem Amüsement, weil beispielsweise bei focus.de alle zwei oder drei Monate ein solcher, schlecht geschriebener PraktikantInnenartikel erscheint, der alleine durch die Auswahl der Zahlen polarisieren soll. Soviel zum Thema Presse und Verantwortung...

    Für mich ist wichtig, ob ich von dem, was ich im Alter bekomme, leben kann.
    Die Rechnung ist recht einfach. Meine Kinder muss ich bis dahin nicht mehr unterhalten, das Haus ist bis dahin längst abbezahlt und wir brauchen vermutlich nur noch ein Auto. Das sind einige Tausend Euro, die meine Frau und ich dann monatlich weniger an Kosten haben werden - gleichzeitig haben wir privat vorgesorgt.

    Damit könnten wir auch mit einer Pension, die "nur" 50% der Besoldung betrüge, gut leben.

    Also dass ich mit einer Lehrerin verheiratet bin, ist isoliert betrachtet vermutlich naheliegend - sowohl im Studium als auch im Anschluss daran begegneten mir in meinem Umfeld viel mehr Lehrerinnen als andere Frauen. Das dürfte auch die Erklärung für chilipaprikas Beobachtung sein.

    Gleichsam habe ich aber auch Frauen mit anderen Berufen gedatet, bevor ich meine Frau kennenlernen durfte. Mir persönlich ist es dabei nie auf den Beruf angekommen - zwei der Damen waren keine Akademikerinnen. Eine merklich ungebildete Frau hätte ich aber in der Tat "abtörnend" gefunden.

    Mir geht es ähnlich, allerdings hat es bei mir nichts mit Aufstiegschancen o.ä. zu tun. Ich finde Juristen nämlich genauso langweilig und unsexy.

    Ich bin mit einem Ingenieur zusammen, der verbindet für mich die zu mir passenden mathematisch-technischen Interessen mit einem attraktiven Äußeren. Bei meinen ehemaligen Partner war es ähnlich, ich erkenne da ein Muster.

    Allerdings war mir nicht klar, dass ich mich dadurch nach oben verpartnert habe, bislang hielten wir uns für gleichwertig und gleichberechtigt.

    Und das wäre bei einem "attraktiven M/PH-Lehrer" nicht der Fall gewesen? :P

    wobei es in NRW nur die Anlassbeurteilung gibt.
    Wer katastrophal ist, wird sich wohl kaum (oder?!) auf eine Beförderungsstelle bewerben... (deswegen bewerbe ich nicht irgendwohin, bin zu schlecht, würde durchfallen ;) )

    Nicht ganz. In Behörden gibt es die Regelbeurteilung durchaus - alle zwei Jahre. Aber da sind Beförderungen eben auch nicht mit einer Revision verbunden - eben aus dem Grund der Regelbeurteilungen.

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