Beiträge von Bolzbold

    I am also data analyst and trainer (you can also say teacher), every quarter I teach data science to executives (who are college pass out) so that they can work on a project. It is not necessary that teachers are only in school. Anyone can be a teacher.

    Seriously?

    Nun ja, wenn man sich anschaut, wie sich die Diskussionskultur in diesem Forum entwickelt hat in den letzten 20 Jahren, dann findet man die "handfesteren" Parallelen eben auf der Straße.

    Würden wir uns alle nicht zu wichtig nehmen und Dritte nicht wahlweise als Quelle unseres Problems oder als Ursache für unser eigenes Verhalten erachten, dann wären wir einen Schritt weiter.

    Hier kann man beobachten, dass jede/r User/in, der/die hier postet, mit jedweder Art von Reaktion zu rechnen hat und diese hinzunehmen hat, weil er/sie ja das Posting, auf das reagiert wurde, verfasst hat. Ganz ehrlich, wenn diese Leute mir im privaten Leben so daherkämen, hätte ich mit ihnen keinen Kontakt, weil das für mich keine Diskussionsgrundlage wäre.

    Zusammengefasst kann ich nicht verstehen, dass eine solche Diskussion überhaupt geführt werden muss. Wie kann es sein, dass für so etwas "Lebenswichtiges" wie eine Abiturprüfung keine klaren Bewertungsmaßstäbe definiert sind? Diese sollten bekannt sein und den Schülern vorab kommuniziert werden. Ansonsten sind keine fairen Bewertungen möglich.

    Vieles ließe sich mit gesundem Menschenverstand und innerhalb der offiziellen Vorgaben problemlos lösen.

    Man kann den Erwartungshorizont im Abitur auch so lesen, dass es hier bewusst keine Vorgabe gibt, um eben jedwede Art von SchülerInnenleistung würdigen zu können. Interessanterweise wird das dann zu einem Problem, wo unser (moralisches) Gerechtigkeitsgefühl getriggert wird.
    Viele diskutierte Grenzfälle sind eben das, was ihr Name enthält. Grenzfälle. Ein Erwartungshorizont kann niemals alle möglichen SchülerInnenleistungen mit konkreten Vorgaben, wie wann wo vorzugehen ist, berücksichtigen oder gar absolute Gerechtigkeit herstellen.

    Streng genommen stellen wir als Lehrkräfte das größte Hindernis für eben diese Gerechtigkeit dar.

    Ich unterrichte keine Fremdsprache, aber die Kollegen sagen mir, dass seit der Einführung der "Erwartungshorizonte", wo abgehakt wird, welche Argumente etc. vorkamen, kürzere Klausuren eher mit schlechteren Noten korrelieren.

    Von der grundsätzlichen Tendenz her würde ich das unterschreiben. Gleichwohl gibt es mehrere Parameter, die die Klausuren im Vergleich zu "früher" deutlich anheben. Alleine die Differenzierung in drei Fehlerkategorien (R, Gr, W) sorgt dafür, dass die Klausuren per se besser ausfallen, weil das Gros der Fehler im Bereich Grammatik liegt. Da kann es vorkommen, dass man im Bereich R und W 3/4 der vorgesehenen Punkte bekommt, im Bereich Gr aber eben nur 3/10. Früher mit FQ wäre eine solche Klausur deutlich schlechter ausgefallen.

    Aber auch das ist eben so gewollt.

    Wer ein positives Zeitkonto hat und nicht "abfeiert", der/die schenkt dem Land seine Arbeitszeit.
    Abfeiern im Gleitzeitmodell sieht so aus, dass man beispielsweise, wenn weniger zu tun ist, später kommt oder früher geht. Hat man wirklich ordentlich Überstunden, kann man in Absprache mit den Vorgesetzten so genannte "FAZ"-Tage nehmen. (FAZ = Flexible ArbeitsZeit).

    Ich habe das als sehr angenehmen Vorteil empfunden, da ich in Arbeitsspitzen dann eben Überstunden gemacht habe, um dann in Zeiten, wo wenig zu tun war, auch mal eine halbe Stunde später ins Büro zu kommen oder eben mal ebenso früher zu gehen.

    Die Konstellation in der Klausur wie vom TE geschildert ist ein Grenzfall, der immer mal wieder vorkommt.

    Meine Einschätzung dazu ist folgende:

    • Das Kriterium Sprachrichtigkeit kann sich nur auf den vorhandenen Text beziehen - unabhängig von der Anzahl der Wörter. Ein fehlerfreier Text würde somit die volle Punktzahl im Bereich Orthographie, Wortschatz und Grammatik erhalten. Etwas anderes sehen die Bewertungsvorgaben nicht vor.
    • Eine besonders kurze Klausur wird je nach konkretem Sprachmaterial massive Abzüge in der kommunikativen Darstellungsweise sowie mittelbar Abzüge in der Verfügbarkeit sprachlicher Mittel erhalten. Das wurde weiter oben ja bereits dargelegt.
    • Die inhaltliche Darstellungsweise wird gesondert bepunktet und dürfte ebenfalls einen erheblichen Abzug erfahren.

    Wenn dann immer noch eine gefühlt zu gute Note bei herauskommt, dann muss man sich davon freimachen und diese Note geben. Das Land will es so.

    Gleichwohl sollten wir Grenzfälle nicht zum Gegenstand der Debatte über den Untergang des Abendlandes machen. Ein Bewertungsschema kann nicht alle Eventualitäten berücksichtigen.

    Vergleiche zur Sek I erübrigen sich meines Erachtens, weil es für die Sanktionierung für die Unterschreitung von Mindestwortzahlen ebenso wenig ein vorgeschriebenes Sanktionsmittel gibt.

    Ich hatte im Kopf, dass jeder Prüfungsteil maximal 15 Minuten dauern darf. Das scheint sich aber nur aus den 30 Minuten Höchstdauer, gepaart mit der Maßgabe, beide Teil von der Länge her ähnlich zu gestalten, zu ergeben. Demnach dürfte Teil 2 auch 17 Minuten dauern, wenn Teil 1 bereits nach 3 Minuten aufgrund ausbleibender Schülerlösung beendet würde, sehe ich das richtig?

    Das haben wir oben ausführlich erläutert.

    In der von Dir genannten Konstellation MUSS der zweite Teil 17 Minuten betragen.

    Hmmm. So kann man argumentieren. Ob die materiellen Lebens- und Arbeitsbedingungen hinreichende Grundlage dafür sind, dass wenigstens drei große Religionsgemeinschaften Frauen massiv benachteiligen und ihnen eine "dienende" Rolle in der Gesellschaft zuweisen, wage ich zu bezweifeln.

    Es mag krude klingen, aber das biologisch bedingte Dominanzverhalten männlicher Säugetiere, zu denen wir auch gehören, ist in meinen Augen der Hauptgrund dafür, dass man(n) Frauen eine untergeordnete Rolle in der Gesellschaft zugewiesen hat und immer noch zuweist. Frauen fallen in der Regel nicht durch ein Übermaß an (körperlicher) Aggressivität auf.

    Während der frz. Revolution wurde den Frauen die Gleichberechtigung mit der Begründung der seit Jahrhunderten manifestierten unterschiedlichen Arbeits- und Lebensbedingungen verwehrt. Vulgo: Männer waren schlichtweg immer in der Machtposition, um Frauen über eine lange Zeit Mitsprache und Gleichberechtigung konsequent zu verweigern und die Folgen dieser Verweigerung dann als Grund für die fortgeführte Verweigerung zu benutzen.

    Müssen Positionen denn zwingend gleich besetzt sein? Das würde Sinn machen, wenn Männer und Frauen zu gleichen Anteilen in Führungspositionen streben. Erfahrungsgemäß tun sie das aber nicht und es bewerben sich von vornherein weniger Frauen. Für den einzelnen Mann in der Anwärtermasse ist es dann natürlich ein Nachteil, wenn eine paritätische Besetzung angestrebt wird. Vielleicht sollte man die Positionen eher im passenden Verhältnis zu den Bewerbern besetzen.

    Richtig. Erfahrungsgemäß streben Frauen in der Tat seltener Führungsämter an (auch hier könnte man den Einfluss der von Männern dominierten Gesellschaft diskutieren...) Deswegen ist die von anderen Usern unterstellte Diskriminierung von Männern eher theoretisch-grundsätzlicher Natur, aber seltener in konkreten Fällen wirklich vorkommend.

    Du wirst nicht als "Belohnung" befördert. Du kannst Dich auf eine Beförderungsstelle bewerben und wirst im Rahmen dessen eine Zusatztätigkeit übernehmen. Das kann durchaus die genannte Tätigkeit sein. Sprich mit Deiner Schulleitung - dann weißt Du mehr.

    Damit würde man für einen weiteren längeren Zeitraum die Geschlechterungleichheit zementieren, weil zum Zeitpunkt dieser Entscheidung ja nach wie vor deutlich mehr Männer in Führungspositionen sind.

    Wir haben jetzt sicherlich über 2.000 Jahre Patriarchat erlebt - da sind die Jahre, die es dauert, bis Führungspositionen halbwegs gleich besetzt sind, wirklich Insektenschiss. Und ja, vermutlich müssen die Männer da dann eben auch einmal durch - denn auch unsere Generation hat nur sehr geringen Anteil daran, dass sich etwas zugunsten der Frauen geändert hat oder noch ändern wird.

    Ich verstehe deine Mathematik nicht. Wenn über 3 Wochen 3 Stunden entfallen, aber 4 Stunden Mehrarbeit pro Woche, wäre ich im Schnitt bei +3...

    Nachdem das Abi durch ist, also Mitte Juni, sehe ich auch ein, dass wir bevorzugt eingesetzt werden. Aber Abi-Korrektur bzw mündliche Prüfungen erstellen frisst deutlich mehr Zeit, als es die Vorbereitung normalerweise tut. Jedenfalls bei mir, vielleicht wird das irgendwann einfacher.

    Ich merke schon, ich bin relativ alleine mit meiner Meinung - aber ich fühle mich ausgenutzt. Denn so bedeutet das, dass ich nicht einen freien Feiertag haben werde - ist aber wohl mein Problem.

    Deine Rechnung oben mag sicherlich stimmen, aber drei Stunden Mehrarbeit können Dir auch in Zeiten außerhalb des Abiturs aufgehalst werden.

    Du hast völlig Recht, wenn Du Deine Position als Meinung darstellst. Leider kann sie mit den Fakten nicht mithalten. Die Vorgaben wurden Dir hier ja ausführlich erläutert, insofern ist die "Gegenrechnung", die Du hier aufstellst, nicht von Belang. Dein Gefühl ungerecht behandelt zu werden bzw. ausgenutzt zu werden, kann Dir hier niemand nehmen.

    Es gibt einen Grund, wieso die ADO außer unserem Deputat alle anderen Tätigkeiten zeitlich nicht erfasst und pauschal als Teil unserer Arbeitszeit definiert. Der Grund ist unter anderem die fehlende generelle Taxierbarkeit, weil Erfahrung, Gründlichkeit etc. da mit hineinspielen, zum anderen ist es aber (vor allem) die Sorge des Dienstherren, dass die Arbeitszeit von 41 Stunden pro Woche für die Fülle an Tätigkeiten nicht ausreicht, was dann entweder zusätzlich vergütet oder mit mehr Personal kompensiert werden müsste. Das Geld will die Landesregierung nicht ausgeben und die Menschen stehen nicht zur Verfügung.

    Sprich mit Deiner Schulleitung und teile ihr mit, dass Dich Deine gegenwärtige Situation sehr belastet und hoffe darauf, dass sie das verstehen und ggf. darauf Rücksicht nehmen.

    Ich stimme dir in vielem zu, aber als besonders passend habe ich diesen deinen Beitrag in dem Kontext auch nicht empfunden, da es um die Wertschätzung durch SL ging und nicht um die der SuS. Das war vorher doch gar nicht THema in diesem Strang. Für meinen Teil ist das ein völlig anderer wichtiger Aspekt, denn ohne die SuS wäre ich persönlich mittlerweile, was Vorgaben und "Wertschätzung" von Land und SL angeht, völlig frustriert und würde tatsächlich nur noch ein Minimum machen.

    An meiner aktuellen Schule kommt das von beiden Seiten. Das ist im Grunde das Optimum von dem, was man hier haben kann.

    Ok krass, das heißt in der Praxis passiert es zwar nicht zwingend, dass man die freiwerdenden Stunden auch immer eingesetzt wird, aber passieren kann es dennoch? Und bedeutet dann, dass die 13er Lehrkräfte zusätzlich zum (Vertretungs-)Unterricht in voller Höhe noch die ganzen Korrekturen an der Backe haben?

    Wir bekommen bei Bedarf Korrekturtage zugestanden.

    Wenn Du schätzungsweise mindestens 10 bis 15 verschiedene LK in einer Oberstufe hast sind das eine Menge Stunden, die dadurch freigesetzt werden. Das entspricht bis zu drei vollen Stellen pro Woche und wird de facto nie ausgenutzt.

    Bei mir ist das aktuell so, dass ich eine längerfristig erkrankte Kollegin mit zwei "festen" Stunden vertrete. Das ist für mich OK. Es ist Fachunterricht und ich bin Fachlehrer.

    Die Korrektur und die Ko-Korrektur von Abiturklausuren ist Teil unserer Kernaufgaben. Dass es dafür kein Zückerli gibt, kann ich nachvollziehen.

    Mal eine Frage aus Interesse: gilt das bei euch echt sobald die Abiturienten keinen Präsenzunterricht mehr haben? Hier in NDS gilt der Unterricht der Prüflinge noch über einen ziemlich langen Zeitraum des (schriftlichen) Prüfungsverfahrens als erteilt, sodass damit die Korrekturbelastungen etwas kompensiert werden.

    Siehe die Vollzitate weiter oben.

    Damit alle entfallenen Stunden durch Vertretung kompensiert werden, muss an manchen Schulen schon Holland in Not sein. Es gibt ja viele LK, bei denen dann durch Wegfall wegen Abitur jeweils 5 Stunden frei werden.

    Kollegen meinen viel, wenn sie keine Ahnung haben und der Tag lang ist.

    Ein Blick in die ADO ist hier in der Tat, wie Flipper schon sagte, recht hilfreich:

    § 13 Abs. 4

    4) Wenn der stundenplanmäßige Unterricht wegen Abwesenheit der zu Unterrichtenden nicht erteilt werden kann (z.B. Abgangsklassen, Schulfahrten, Exkursionen, Berufspraktika) oder durch Abschlussprüfungen (z.B. Abiturprüfung) vorzeitig endet, sollen die nicht erteilten Unterrichtsstunden insbesondere für Vertretungszwecke verwendet werden. Besondere dienstliche Belastungen sind im Einzelfall zu berücksichtigen.

    Was Korrekturen und Konzeptionieren betrifft, verweise ich auf § 10 Abs.1 ADO

    § 10

    Weitere Aufgaben

    (1) Zu den Aufgaben der Lehrerinnen und Lehrer gehören auch die üblichen mit Unterricht und Erziehung zusammenhängenden Arbeiten. Sie überwachen z.B. die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler am Unterricht, beaufsichtigen und korrigieren Schülerarbeiten, achten auf die Erledigung der Hausaufgaben, erteilen Noten, fertigen Zeugnisse aus und führen Unterrichtsnachweise in Klassenbüchern bzw. Kursheften. Sie wirken mit bei der Vorbereitung und Durchführung von schulischen Prüfungen, Konferenzen und Schulveranstaltungen außerhalb des Unterrichts (z.B. außerunterrichtlicher Schulsport, Schulwanderungen, Schulfahrten, Schulfeste).

    Die individuelle Auslegung der ADO oder die Weitergabe von Halbwissen gehört nicht zu den Aufgaben von Lehrkräften.

    Quelle: BASS 2023/2024 - 21-02 Nr. 4 Allgemeine Dienstordnung für Lehrerinnen und Lehrer, Schulleiterinnen und Schulleiter an öffentlichen Schulen (ADO) (schul-welt.de)

    Quittengelee

    Der Vergleich zwischen Schulleitung und mir ist im Wesentlichen dadurch so frappierend, als dass Schulleitungen nun einmal mittelbar Verantwortung für bis zu 1.500 Personen haben und im Vergleich zur Besoldung eines A15ers wie mir - egal wie viel oder wenig er arbeitet - das faktisch kaum spürbar vergütet wird. (Und ja, der Chef/die Chefin sollten dann doch besoldungstechnisch wenigstens zwei Stufen Abstand haben - so ist das beispielsweise in der Behörde. MinisterialrätInnen bekommen nach einiger Zeit B2, die Stellvertretungen A15 als RegierungsdirektorInnen.)

    Und lass uns bitte noch einmal rechnen. Bei 41 Stunden Arbeitszeit pro Woche bzw. auf einen Monat gerechnet ca. 164 Stunden machen 500 Euro netto mehr dann doch nur gut 3 Euro pro Stunde netto aus. Jede/r darf sich nun fragen, wieviel er/sie bereit wäre, für dieses Plus ein ebensolches Plus an Anstrengung - ich nenne es lieber Leistung - an den Tag zu legen. Letztlich sind es dann wohl die Tätigkeit an sich, die einen dann hoffentlich ausfüllt und die Erfüllung, die man dann ebenso hoffentlich darin findet.


    Ferner:

    Ich könnte Deinen Vorwurf (Stichwort Zynismus) verstehen, wenn ich mir die Bedingungen, unter denen ich arbeite, aktiv selbst so gesucht hätte und anderen eine lange Nase machen würde. Das trifft aber beides nicht zu. Dass es zu solchen Konstellationen kommen kann, mag zynisch wirken. Tatsächlich bin ich mit der Situation auch nur bedingt zufrieden, weil mich das nicht ausfüllt. Ich will tatsächlich für den Sold, den ich erhalte, mehr machen, mehr Verantwortung übernehmen - oder um es in Deinen Worten zu sagen "mich mehr anstrengen". Entsprechend bin ich diesbezüglich aktiv geworden. Mehr dazu an anderer Stelle zu gegebener Zeit.

    Aber auch NRW sollte doch als nächstes das April-Gehalt oder die Mai Bezüge erhalten.

    Aber ja, auch bei uns teilte man vor einer Woche mit, dass rückwirkend mit dem März-Gehalt die Korrektur der Sozialabgaben kommt (blöd nur, dass das längst durch ist und keiner somit zu dem Zeitpunkt die Abrechnung verstanden hat).

    Streiche "sollte", ersetze mit "hat". So steht es in den Bezügemitteilungen für Mai.

    Ich empfinde den Bericht über dieses Ereignis aus mehreren Gründen an dieser Stelle unpassend. Erstens ist anderen in Krisen zu helfen, keine primäre Aufgabe von Lehrkräften sondern das erhoffe ich von jeder Person, unabhängig von Beruf und Gehalt. Zweitens halte ich es für etwas zynisch, als A15-Bezieher, der immer wieder betont, dass er die eigentlich für kaum mehr Anstrengung erhält, von sich zu weisen, dass man die Wertschätzung doch ganz gerne auch gehaltsmäßig kassiert. Und drittens scheint es mir nicht sonderlich gesundes Verhalten zu sein, den eigenen beruflichen Erfolg von dem persönlichen Empfinden und der psychischen Gesundheit von SuS abhängig zu machen. Oder was würdest du (in Bezug auf deinen beruflichen Erfolg und Wertschätzung) empfinden, wenn die Schülerin Suizid begangen hätte? Hättest du dafür berufliche Verantwortung übernehmen wollen? Ich hoffe nicht.

    Ich erbringe die Leistung, die von mir erwartet wird - und das über die Anforderungen hinaus.

    Woher kannst Du aus der Ferne beurteilen, wie sehr ich mich anstrenge?

    Ich habe mich über die Wertschätzung meines Handelns gefreut.

    Woraus leitest Du ab, dass ich den Dank der Schülerin als beruflichen Erfolg werte?

    So ist das leider mit der Telepsychologie. Die ist wie so oft in Foren sehr fehleranfällig und hier dann doch etwas übergriffig.

    Eine der größten Wertschätzungen, die ich in 20 Jahren im Beruf erfahren durfte, war neulich die einer Schülerin in der Mittelstufe, die mir unter vier Augen sagte, dass wenn ich damals nicht bemerkt hätte, dass es ihr schlecht gegangen war und sie nicht darauf angesprochen hätte, sie sich wahrscheinlich umgebracht hätte. Und das meinte sie völlig ernst. Ihre Augen verrieten das.

    Diese und andere Formen unglaublicher Wertschätzung erhält man dann, wenn man sich in der Schule als Mensch engagiert.

Werbung