Beiträge von Bolzbold

    Warum sollte man bei 30 Tage Urlaubsanspruch nicht Überstunden abbauen können? Das Überstunden-Frei käme dann halt noch on top zu den 30 Tagen, wie in anderen Branchen eben auch. Sehe das Problem nicht.

    Das schrieb ich ja. In der Behörde meldest Du dann einen "FAZ"-Tag an (FlexibleArbeitsZeit) oder kommst später oder gehst früher, wenn keine dringenden Dienstgeschäfte dagegen sprechen.
    Bei uns Lehrkräften läuft das alles Pi mal Daumen, passt schon irgendwie bzw. hat schon irgendwie zu passen.

    Deswegen schrieb ich "fast".

    Mit deiner Argumentation könnte man übrigens Gerichte schließen. Wofür braucht man die dann?

    Bei Lehrern würde ich eher wetten, dass sich mehrere einfach mal krank melden, obwohl sie gar nicht krank sind. (Ich habe mich übrigens an meiner aktuellen Schule noch nie krank gemeldet.)

    Geschenkt.
    Ich finde es dennoch faszinierend, wie eng "mangelnde Transparenz" und das Vermuten "krimineller Energie" hier beisammen sind.

    Naja, dass hört sich schon fast nach einer Schulleiterantwort an, die versucht die Lehrer einzuschüchtern. Würde bei mir nicht ziehen. Ich habe nie jemanden schwarz beschäftigt noch habe ich gegen das Urheberrecht verstoßen.

    Nein, denn ich bin kein Schulleiter und werde es auch sobald nicht sein. Ich will damit nur zeigen, wie schnell man auf "die da oben" zeigt - vermutlich weil sie da oben sind und bei sich selbst ganz andere Maßstäbe anlegt. Das finde ich zwar psychologisch erklärbar, aber OK ist es in meinen Augen trotzdem nicht.

    Egal, ob man einmal oder zweimal liest, die Korrekturvorgaben und das Bewertungsraster sind ja immer gleich. In Englisch (ich nehme an, in den anderen Fremdsprachen ist es gleich) hat man in Oberstufenklausuren allein auf der Sprachebene 15 Einzelkriterien, die bepunktet werden müssen (Teil A und B zusammen genommen), dazu kommen noch die Inhaltskriterien (in meiner letzten Klausur z.B. 8). Oben drauf kommt die Vorgabe, positiv mit Verbesserungsvorschlag zu korrigieren.

    Würde man den letzten Aspekt streichen und beispielsweise nur Abitur-Korrekturzeichen verwenden müssen, ließe sich wohl viel Zeit einsparen.

    Ich korrigiere an den Stellen positiv, wo ich davon ausgehe, dass der Prüfling die richtige Variante nicht kennen kann. 3. Person -s, falsche Verbformen etc. korrigiere ich nicht mehr im Einzelfall positiv.
    Ich lese die Klausur in der Regel nur noch einmal, bei längeren Klausuren muss auch ein zweites Mal sein, aber wenn ich offiziell nur grob 15 Minuten pro Klausur an Zeitanrechnung bekomme, kann man da von mir auch nicht mehr erwarten.


    Was bei uns bei der Zeiterfassung zu einem Problem werden wird, das ist die Effizienz unserer Arbeit sowie die Gründlichkeit. Da wird man über die Arbeitszeiterfassung mittelbar einen härteren Standard definieren, damit wir nicht plötzlich wahlweise alle offiziell Überstunden schieben - oder aber - und das halte ich für sehr wahrscheinlich - zu Anwesenheit oder Homeoffice in den Ferien angewiesen werden. (OK, aus meiner Zeit in der Behörde kenne ich ja die 30 Tage Urlaubsanspruch und ansonsten eben Dienst tun. Aber da brauchte ich auch nicht so viel Erholungszeit wie bei einer vollen Stelle an der Front...)

    Ich finde die Vergabe der Stunden bei der Schulleitung und der erweiterten Schulleitung vollkommen undurchsichtig. Ich kann in die Stundenpläne schauen, kann aber absolut nicht nachvollziehen, wie sich das Ganze "zusammensetzt". Vertretungsstd. macht dort keiner. Unterrichtet wird dort auch kaum.

    Du kannst doch rechnen und lesen - dann nimm Dir die Ausführungsverordnung von § 93 und rechne das Ganze an Deiner Schule durch. Dann schaut Du, wie viele Stunden die Schulleitung und die erweiterte Schulleitung und ggf. Gefahrstoffbeauftrate(r) etc. unterrichten und Du bekommst einen Näherungswert, ob die Rechnung stimmen kann oder nicht.

    Es ist faszinierend zu lesen, wie viel kriminelles Potenzial man in Schulleitungen zu sehen vermag. Selbstverständlich läge es den Schreibenden völlig fern, selbst an solchen Mauscheleien teilzunehmen.
    Ist das eigentlich anekdotische Evidenz, bösartige Unterstellung oder schlichtweg der Argwohn, den man jeder Person in einer übergeordneten Person entgegenbringt?

    Man möge mir jetzt Whataboutism vorwerfen, aber ich frage mich, wie viele Lehrkräfte ihre Haushaltshilfe wie selbstverständlich schwarz beschäftigen und das als Kavaliersdelikt erachten, oder wie viele tagtäglich da Urheberrecht ignorieren und ganze Werke kopieren, weil - und das trifft ja oft zu - das entsprechende Material nicht vom Land bzw. der Schule gestellt wird...
    Glashaus... Stein...

    OT, aber: 20 Stunden Korrekturzeit bei 25 SuS für eine normale Klausur? :staun: Ist das repräsentativ für das Fach in der Oberstufe oder gibt es auch die Option, korrekturfreundlichere KA- Varianten zu erstellen, die dennoch angemessen abprüfen, was abzuprüfen ist?

    Nein, nicht wirklich. Wie schon gesagt, ergibt sich durch die Bearbeitungszeit oft eine entsprechende Länge. Ich korrigiere recht schnell, hochkonzentriert und "rigoros", d.h. ich denke nicht lange nach, ob ich diesen oder jenen Punkt gebe oder nicht. Unter 30 Minuten bei einer einzelnen LK-Klausur in einer Fremdsprache dürfte in der Regel unrealistisch sein.

    Ferner gibt es ja auch Vorgaben für die Aufgabenstellung - in zwei Jahren besteht so eine Q2 Klausur dann spätestens im Vorabitur aus Hörverstehen, Schreiben/Leseverstehen (mit drei Aufgaben) integriert und Sprachmittlung. Da wirst Du mit 30 Minuten selbst bei kurzen Klausuren nicht hinkommen.

    Es ging in NRW seinerzeit letztlich nur darum, kurzfristig politisch zu punkten. Die Umsetzung der Ausstattung der Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten, die ja nicht vom Ministerium sondern von den Kommunen durchgeführt wurde, konnte so nur scheitern. In jeder Landesbehörde werden Landesbedienstete mit Arbeitsmitteln aus Landesmitteln ausgestattet. Wir sind Landesbedienstete. Es könnte so einfach sein...

    Ich habe mir mittlerweile ein Surface zugelegt, weil ich die Touchfunktion dann doch recht häufig brauche und das Touchpad oder die Maus gerade, wenn ich durch die Reihen laufe, eher unpraktisch sind.

    Mein Kinderspielzeug, das mir vom Schulträger ohne sinnvolle Software gestellt wurde, liegt bei mir faktisch unbenutzt seit über einem Jahr in der Schublade. Außer ein paar Dateien von oder zu den SchülerInnen zu schieben per Airdrop, sehe ich bei diesem Gerät keinen sinnvollen Einsatz in meinem Arbeitsalltag - und die Software wird zentral von der Kommune aufgespielt - bzw. in der Regel eben nicht aufgespielt wegen der Kosten.

    Das stimmt wohl, zumindest im Osten, nicht so einheitlich.

    Bpb: "Bezogen auf die Sozialstruktur der AfD-Wählerschaft kommen die vorliegenden Untersuchungen zu teilweise disparaten Befunden, was darauf hindeutet, dass monokausale Erklärungsversuche hier zu kurz greifen. So führen z.B. weder eine hohe Arbeitslosenquote noch ein höherer Ausländeranteil per se zu einer größeren Wahlbereitschaft der AfD. Im Westen scheint die AfD vor allen dort zu punkten, wo die Wähler ein unterdurchschnittliches Haushaltsaufkommen aufweisen und/oder einer Tätigkeit in der Industrie nachgehen. Im Osten ist sie in ländlichen Regionen stark, die unter Abwanderung leiden und ökonomisch abgehängt zu werden drohen. Arbeiter und Arbeitslose sind unter den Wählern zwar überdurchschnittlich vertreten, machen aber nur ein Viertel der AfD-Gesamtwählerschaft aus, während die übrigen drei Viertel auf Angestellte, Beamte und Selbständige entfallen. Auch bei den formalen Bildungsabschlüssen dominieren die mittleren Ränge (Niedermayer / Hofrichter 2016).

    Ein klareres Profil ergibt sich, wenn man die Einstellungsmerkmale der Wählerschaft betrachtet. Die AfD-Wähler weisen hier zum einen im Vergleich zu den anderen Wählern ein wesentlich höheres Unzufriedenheitsniveau, zum anderen eine größere Nähe zu rechtsextremen Überzeugungen auf. Protest- und Einstellungswahl gehen bei der AfD insofern Hand in Hand und decken sich mit dem Selbstverständnis einer "Anti-Establishment-Partei". Am deutlichsten ablesbar sind die Unterschiede zur politischen Konkurrenz bei der Bewertung der Migrations- und Flüchtlingspolitik, wo die rigorose Ablehnungshaltung der AfD von ihren Wählern nahezu einhellig geteilt wird (Hambauer / Mays 2018)."

    Angestellte und Beamte - das nannte ein Journalist namens Gerlach 1930 "Stehkragenproletarier." Es scheint sich seitdem wenig geändert zu haben.

    Das kommt darauf an. Das sind nicht die 08/15-Fälle, die die BR jeden Tag bearbeitet. Daher würde ich empfehlen, auch hier Rücksprache mit dem Personalbüro zu führen. Falls Du nach einem Jahr versetzt werden wollen würdest, ginge das theoretisch. Das setzt aber voraus, dass es auch eine Schule gibt, die dich aufnehmen kann. Das war ja bei mir mit A15 bei der Rückkehr in den Schuldienst auch so eine Sache. Im Idealfall tütet man das vorher ein. Ggf. gibt es ja bekannte kommende Vakanzen, so dass man da dann eine Versetzungsmöglichkeit hätte. Daher Personalabteilung und schulfachliche/n DezernentIn ansprechen.

    Und das wird sich weiterhin über Jahre (Jahrzehnte) in unserem Berufsfeld nicht ändern. Zeitaufwand (für Korrekturen z.B.) ist auch nicht unbedingt Gleichzusetzen mit persönlicher Belastung. Da gibt es zu viele Faktoren, die berücksichtigt werden müssten.

    Korrekt, wobei es eine objektive Belastung (z.B. Zahl, Art und Umfang der Aufgaben) und eine subjektive Belastung gibt, die damit nicht zwingend eins zu eins einhergeht.

    Frage mich als Mint Lehrer, warum zwangsweise Deutsch-/ Englisch-Lehrer eine höhere Korrekturbelastung haben sollten. Besonders deswegen, weil die vorgeschriebenen Leistungsnachweise z.B. am BK im Bildungsgang festgelegt werden.

    Das, mein lieber fachinformatiker, wurde hier in gefühlt Drölfzig Threads in den letzten 20 Jahren ausführlich diskutiert. Vielleicht magst Du ja einmal die Suchfunktion nutzen, denn diese Diskussion ist so müßig und wenig fruchtbar.

    Du beschreibst es ja schon selbst sehr treffend.
    Hinzu kommt, dass man mit der Aussage sich über sein Gegenüber erheben kann. Die Motive können allgemeine Missgunst oder Sozialneid oder was auch immer sein. Ist so, kann man nicht ändern. Muss man mit leben.
    Kritik oder Relativierung sind ferner Versuche, sich Kompetenz beizumessen - auch wenn man zur Sache nichts beizutragen hat bzw. kein Wissen darüber hat.

    So etwas gibt es auch hier in der Nachbarschaft, obwohl dieselben Leute sich für Dich krummlegen würden und Du jederzeit um Hilfe fragen kannst und diese auch gewährt bekommst. Das scheint mitunter manchmal auch einfach so eine Art zu sein.

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