Beiträge von Djino

    Zum Thema 2. Fremdsprache / Lerntempo (wenn auch eigentlich hier off topic).

    Man lernt diese FS (oft ist es Französisch) in der Sekundarstufe I. Je nach Bundesland ab der 6. oder 7. Klasse. Bis zum Ende der 10. Klasse.

    In der Sek II kann eine neu beginnende Fremdsprache (wenn durch die Schule angeboten) gewählt werden. Manchmal muss dies auch erfolgen, wenn zuvor keine zweite Fremdsprache erlernt wurde. Ohne kein Abitur. Oft ist dies Spanisch.

    Am Ende von Klasse 10 soll das Niveau B1 erreicht sein. (Französisch-Lehrkräfte berichten oftmals, dass dies viel zu optimistisch gedacht ist - mein Eindruck deckt sich hiermit.)

    Bei (z.B.) Spanisch neu in der Sek II soll ebenfalls am Ende des "Sprachkurses" das Niveau B1 erreicht sein. Die Lehrwerke sind daraufhin angelegt. Ob die SuS dem folgen (können/wollen)?

    In der Sek I ist (zu Beginn) der Fremdsprachenunterricht noch spielerischer angelegt. Zudem verwendet man mehr Zeit damit, den SuS die Grammatik auch in der Muttersprache genauer zu erklären (z.B. passive im Englischen erklärt sich schwieriger, wenn die SuS auch im Deutschen dies noch nicht sicher aktiv verwenden, von der Theorie nur wenig Ahnung haben). Die SuS müssen noch Arbeitstechniken wie "Vokabeln lernen" lernen. (Ob sie die Vokabeln danach / in der Sek II lernen, steht natürlich auf noch einem ganz anderen Blatt...) Nur einige Beispiele, warum das Lerntempo tatsächlich höher ist und höher sein darf.

    Insofern: Ja, es ist absolut möglich, eine Fremdsprache innerhalb von 3 Jahren auf dem Niveau B1 zu erlernen. Das ginge bei Bedarf (und Motivation) auch noch deutlich schneller.

    Falls du zurück möchtest an die allgemeinbildende Schule, in die gymnasiale Oberstufe (oder in die 11. Klasse einer beruflichen Schule mit anderem Bildungsziel als dem Abitur): Nimm so schnell wie möglich Kontakt auf mit in Frage kommenden Schulen. Ob die noch Platz haben für dich. Ab wann sie dich aufnehmen können. Grundsätzlich hat es so etwas bereits in der Vergangenheit gegeben. Ein analoges Beispiel: Wer in der Einführungsphase im ersten Halbjahr für einen Schüleraustausch im Ausland ist, kann im 2. Halbjahr die EF besuchen und dann die Versetzung in die Qualifikationsphase erhalten ("passende" Noten vorausgesetzt). Wendet man dieses auf dich an, dann könntest du noch jetzt in das laufende Schuljahr einsteigen und hättest keinen Zeitverlust.

    (Ich schreibe mit dem Blickwinkel aus Niedersachsen, aber Schulrecht ist in vielen Bundesländern sehr ähnlich, die haben alle voneinander abgeschrieben. Oder halten sich an die Regelungen der Kultusministerkonferenz.)

    Ich kann auch Schoko-Eis-Skulpturen drucken.

    Mit dem richtigen Drucker/Plotter kann man zumindest Lebensmittelbilder "drucken". Zum Beispiel Pfannkuchen/Eierkuchen/Crepes können direkt in die Pfanne gegeben werden. Entweder mehrere "Druckgänge" mit Teig mit verschiedenen Lebensmittelfarben. Oder nur verschiedene Brauntöne durch längeres oder kürzeres Braten.

    Wenn wir die ausreichend knusprig werden lassen und zum Schluss noch schnell als Tüte rollen, dann kann man in der Waffeltüte ein Froschgesicht haben. Und in der Waffel dann die verschiedensten Eis-Skulpturen.

    Ich bin langsam sprachlos...!

    Sei bitte nicht so sprachlos - oder wortarm. Für eine vernünftige Einschätzung wären der Titel der Textgrundlage und die Aufgabenstellung sehr hilfreich. Solange das nicht vorliegt, gehe ich davon aus, dass im Ausgangstext konsequent "they" (oder ggf. "she") verwendet wurde. Und dein Kind an der Stelle ohne irgendein "Gefühl" für den Ausgangstext "he" verwendet hat. Wenn dann die Aufgabenstellung lautet: "Setze den Text fort / erfinde ein Ende", dann gibt es natürlich für jede unpassende Abweichung "Punktabzug".

    Sie schrieb ja

    Did you just assume Super112's gender?

    Im Profil steht: "Lehramtsstatus: Lehrer".

    Nicht: Lehrerin.

    Warum also schreibst du "sie"?

    [Ich stalke dieses Profil viel zu selten, um herauszufinden, ob es sich vielleicht um ein generisches Maskulinum (oder Femininum) handelt. Vielleicht wären somit andere Pronomina angemessener. Gerne passe ich das sprachlich noch an.]

    über einen Menschen schreiben, der mehrere Geschlechter hatte - oder so ähnlich. Nun hat sie massiv Punkte abgezogen bekommen, weil sie den jungen Mann

    Leider ist an deinem Profil nicht abzulesen, welche Fächer du unterrichtest.

    Hier ein Exkurs in die Biologie. Es gibt tatsächlich, wissenschaftlich seit sehr vielen Jahrzehnten bewiesen, die https://de.wikipedia.org/wiki/Intergeschlechtlichkeit . Je nach Statistik hat einer von ~5.000 Neugeborenen keine eindeutigen Geschlechtsmerkmale. Oder vielleicht sind es auch/zusätzlich bis zu 12% aller als weiblich eingestuften Neugeborenen.

    Früher mussten an den neugeborenen Babys sehr schnell geschlechtsangleichende Operationen durchgeführt werden. Die Eltern mussten hierzu kurz nach der Geburt entscheiden, welches Geschlecht ihr Kind denn wohl tatsächlich hätte. Ein Kind, das vielleicht mehrere Geschlechter haben könnte, durfte es rechtlich nicht geben.

    Diese juristische (und chirurgische) Lösung hat in der Vergangenheit viel Leid ausgelöst. Weil sich nämlich im Laufe der Zeit herausgestellt hat, dass der Wunsch der Eltern vielleicht doch nicht der Realität entsprach.

    Deshalb: Ja, es kann sein, dass ein Mensch biologisch mehrere Geschlechter hat. (Schließlich haben z.B. auch alle Männer Brustwarzen - wen will die Natur damit säugen?)

    Auch deshalb: Wenn der junge Mann als "he/him" angesprochen wird in der short story (or in real life or whatever), dann wird das so umgesetzt.

    ich sehe es hier in den Ferien: 16 Tage frei, davon 5 krank, ohne dass ich die später nachholen kann, wie in der freien Wirtschaft

    Für alle Tage, die man während der Ferien krank ist, solle man die entsprechende Bescheinigung des Arztes beim Arbeitgeber (hier: Schule) einreichen. Ab einer bestimmten Anzahl an Krank-Tagen während der Ferien ist auch eine Ausgleichsregelung außerhalb der Ferien möglich. (Genaueres weiß bei Bedarf der Personalrat - aber sicherlich nicht der auf der schulischen Ebene.)

    Ein "Kompromissvorschlag", mit dem man vielleicht Menschen motivieren und wieder in die Gestaltung des gemeinsamen Schullebens bringen kann: Verlagerung mancher Aufgaben in Arbeitsgemeinschaften.

    Es gibt nicht genug Beförderungsstellen und Entlastungsstunden.

    In den Bereichen, in denen Schüler*innen beteiligt werden könnten, wird das Schulleben in Arbeitsgemeinschaften begleitet oder vorbereitet. Also AGs für die Bibliothek, das Schulfest, Schnuppertreffen für den nächsten 5. Jahrgang, die EDV-Betreuung, Tag der offenen Tür, ...

    So eine AG (mit und für SuS) muss natürlich auch vorbereitet und durchgeführt werden. Klassenarbeiten/Korrekturen fallen da aber seltener an, das reduziert somit diesen Zeitaufwand.

    die oberen 5% haben die Fäden in der Hand und zahlen keine Steuern (kriegen Entlastungsstunden)

    Zumindest bei uns haben alle "unbezahlte" Zusatzaufgaben. Auch diejenigen, die eine Entlastungsstunde erhalten (oder sich in einem Beförderungsamt befinden). Das wird auch klar voneinander getrennt, z.B. in "Jobbeschreibungen" oder Personalgesprächen.

    Wenn man darunter aber Klassenlehrer mit Korrekturfach versteht, die einfach nur Ihren Job bei Unterricht und Beratung machen, brav zu allen notwendigen Terminen und pünktlich zu Aufsichten kommen, ihre Noten eintragen, eine Klassenfahrt oder einen Ausflug planen etc., dann verkennt man den Wert derjenigen, die den Laden am Laufen halten massiv.

    Gibt es an deiner Schule Personen, die nicht Klassenlehrkraft (oder Stellvertreter) sind? Wir haben jedes Jahr vielleicht drei, die diesen Job nicht machen. Dann hätten wir also drei, die alle außerunterrichtlichen Aufgaben erledigen müssen?


    Wichtig bei allen Überlegungen zur Reduzierung der eigenen Arbeitsbelastung:
    Die meiste Arbeitszeit fließt in das tägliche Geschäft von Unterricht vor- und nachbereiten (und natürlich Unterricht durchführen), Klassenarbeiten konzipieren und korrigieren. Wer Arbeitszeiten verringern möchte, muss hier anfangen. Zum Beispiel den Deutschaufsatz in der Sek I nicht 6x durcharbeiten, bevor man zu einer Noten kommt (kein übertriebenes Beispiel, wir haben einen Kollegen, der das tut und massiv über Belastung klagt...). Die geringstmögliche Anzahl an Klassenarbeiten schreiben lassen. Nachschriften von KAs sind nicht immer notwendig - da muss man also nichts Neues konzipieren & korrigieren. Falls Ersatzleistungen/andere Formate der Klassenarbeiten möglich sind: Darauf achten, dass diese tatsächlich korrekturfreundlicher sind (also nicht den Aufsatz in Jahrgang 6 (2 Seiten) durch ein mehrwöchiges Lesetagebuch (20 Seiten) ersetzen.

    Reduzierung der eigenen Arbeitsbelastung darf aber nicht soweit gehen, dass Dienstpflichten nicht mehr erfüllt werden.

    ("Disclaimer": Wenn hier im Thread vom "unteren Drittel" geschrieben wird, dann denke ich an die KuK, die nach Beginn Ihres Unterrichts auf den Schulhof rollen, sich dann im Lehrerzimmer erst mal eine Tasse Kaffee holen, um dann gemütlich in den Unterricht zu schlendern. Schwellenpädagogik inklusive. Oder die ohne Ausnahme an allen Tagen mit Dienstbesprechungen etc. sich krank melden. Oder die, die sehr regelmäßig montags krank sind. Dass alles sind dann auch die Kandidat*innen, die bei der Übernahme von zusätzlichen Aufgaben fehlen - oder sich mit dem Allerwerstesten auf die Erledigung setzen.)

    - Wenig Engagement ist für sich genommen erst mal niemandem vorzuwerfen. Die Frage ist: kommt derjenige seinen dienstlichen Pflichten nach und erledigt er seine Aufgaben. Es ist legitim, einfach nur seine Arbeit zu machen.

    Die Frage wäre natürlich: Was ist "einfach nur seine Arbeit machen" Was sind dienstliche Pflichten?

    Das geht über den eigenen Unterricht hinaus. Schulen sind verpflichtet, in verschiedensten Bereichen tätig zu sein, Ansprechpartner zu haben etc. Diese Aufgabe sind mehr als das, was über A14-Beauftragungen (oder Entlastungsstunden) abgedeckt werden kann. Beispiele: Curriculum Mobilität, Suchtprävention, Gefahrstoffbeauftragte, Sammlungsbetreuung in allen Fächern mit Samlungen, Fachleitungen, ...

    Nice to have wären vielleicht Bibliothek oder Schulhomepage.

    Manches (Arbeitsintensive) wird über A14 oder Entlastung abgedeckt. Was davon, ist sicherlich von Schule zu Schule (und Bundesland zu Bundesland) unterschiedlich.

    Die Liste aller Aufgaben außerhalb von Unterricht wäre lang. Sehr lang. In der Konsequenz bedeutet dies, dass jede Lehrkraft einer Schule mindestens eine (kleinere) Aufgabe zusätzlich zum eigenen Unterricht übernimmt und hierfür verantwortlich ist.

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