Beiträge von Djino

    Ein nichtprofessioneller Umgang mit Minderleistungen, der das Selbstvertrauen der betroffenen Schüler zerstört und sie im Kern ihrer Person so angreift, sodass sie hinterher das Gefühl haben, als Person wertlos zu sein.

    Für den von dir genannten "psychischen Schaden" braucht man nicht mal Eltern oder Lehrkräfte, die mit Minderleistungen nicht umgehen können. Falls Beratungsgespräche zum Schulformwechsel nicht zu einer Änderung der eingeschlagenen Schullaufbahn führen, dann muss ein Schüler erst zweimal hintereinander sitzenbleiben, um endlich die Schulform wechseln zu müssen. Danach kann der Schüler dann an einer einfacheren Schulform endlich wieder Erfolge erleben und bekommt nicht mit jeder zurückgegebenen Klassenarbeit rot auf weiß, wie wenig (auch im Vergleich zu anderen) er kann.

    Natürlich kann "drumherum" dem Schüler durch Lehrer und Eltern mitgeteilt werden, dass Noten nicht alles sind im Leben, dass es beim nächsten Mal bestimmt ein wenig besser wird. Natürlich können da massenweise Fördermaßnahmen laufen. Das ist aber längst nicht immer von Erfolg gekrönt - kann es gar nicht sein.
    Ich denke da z.B. an den Schüler, der an der Grundschule jahrelang im Förderunterricht war, bei dem in der Grundschule von den Bewertungsmaßstäben abgewichen wurde (also zieldifferente Beschulung in dem Fach, aber ohne Vorliegen einer Diagnose zur Lernbehinderung oder GB)- und der trotz dieser Maßnahmen auf den Grundschulzeugnissen nur eine schwach ausreichende Vier hat. Für einen solchen Schüler bedeutet der Elternwille, es an einem Gymnasium versuchen zu müssen, zwei Jahre Misserfolg. Klar hat das psychische Folgen. Daraus sollte man der abgebenden Schule / den dort tätigen Lehrkräften aber keinen Vorwurf machen. (Was ist das eigentlich für eine Vorstellung, dass wir SuS zwei oder mehr Jahre untätig irgendwo parken und uns nicht um diese kümmern?)

    so ein Dummschwätz

    Nein, überhaupt nicht. Die SuS, die nach der Grundschule an das Gymnasium wechseln (oder im späteren Verlauf ihrer Schulkarriere von der Realschule an das Gymnasium wechseln), haben zuvor einfach nur im Unterricht aufpassen müssen, sich ab und zu mal beteiligen müssen und dabei problemlos die Note 1 erreicht. Im Gymnasium reicht das nicht immer aus. Da muss man sich tatsächlich hinsetzen und "pauken" (oder besser und interessanter: noch einen Schritt weiter selber denken).

    Meine persönlich "schlimmste" Zeit (während der eigenen Schulzeit) am Gymnasium war die Abiturvorbereitung: Zuvor hat man sich so "durchwurschteln" können ohne größeren Einsatz. Auf einmal musste man lernen (und wusste überhaupt nicht wie - hat aber kognitiv erkannt, dass die bisherige Vorbereitung nicht ausreicht.)

    Insofern: Je früher man das Lernen lernt (dazu angeleitet wird!), desto besser.

    Frage, hoffe auf hilfreiche Links:

    Das Alter wird oft angegeben, um die Wahrscheinlichkeit einer (schweren) Erkrankung mit Corona vorauszusagen etc.... Auf der Grundlage bleiben Schulen geöffnet.

    Zudem werden Corona-Erkrankte je Altersgruppen angegeben (z.B. siehe oben, Link von Kris24).

    Gibt es eine Internetseite, die die Anzahl der Corona-Erkrankungen je Altersgruppe zusätzlich in Relation setzt zum Anteil dieser Gruppe in der Bevölkerung? Also zur Bevölkerungspyramide? (z.B. https://service.destatis.de/bevoelkerungsp…e/index.html#!g )

    Also:

    Die bis 20-jährigen machen 20% an der Bevölkerung aus, sie machen xy% der positiven Corona-Test aus. => und daraus abgeleitet ein "tatsächlicher" prozentualer Wert (mir fehlt gerade das notwendige statistische Vokabular)

    Die bis 67-jährigen machen 62 % der Bevölkerung aus, sie ....

    Die älter als 67-jährigen bilden 18% der Bevölkerung, ...

    (Ich habe immer wieder das Gefühl, dass die Statistiken durch die Wahl der Altersstaffelungen in Korrelation zur Altersstruktur/Anzahl der Personen einer Alterskohorte Augenwischerei sind, insbesondere mit Blick auf die "Jüngsten". Insofern fände ich es spannend, das mal aufgeschlüsselt zu finden...)

    Nein, das stimmt so nicht. Die Schule kann - seit dem WE - in bestimmten Fällen entscheiden, vorsorglich die betreffenden Klassen ins Distanzlernen zu schicken - NICHT in Quarantäne.

    Ähm, das Szenario B ist das "Wechselmodell", bei dem eine Hälfte der Klasse im Distanzlernen ist, die andere in die Schule kommt. Das hat nichts mit Quarantäne zu tun.

    Aber du hast recht - nur bezieht sich das auf was "ganz" anderes: Schulleitungen dürfen tatsächlich z.B. einzelne SuS oder Lerngruppen ins Distanzlernen schicken, wenn es in der Lerngruppe einen positiven Fall gibt und das Gesundheitsamt nicht schnell genug reagiert (z.B. aufgrund von Überlastung). Das Gesundheitsamt kann dann, wenn es "Zeit" dafür hat, die entsprechenden Maßnahmen anordnen (das kann die Schule nicht), das Amt kann auch entscheiden, dass Maßnahmen nicht notwendig sind.

    Beim Wechsel in das Szenario B (Beleg/Link zum Ministerbrief weiter oben) gilt bei der Entscheidung natürlich nur die Anordnung des Gesundheitsamtes für eine Lerngruppe, nicht die eigenverantwortliche Entscheidung der Schulleitung. Und ohne eine Lerngruppe in offizieller Maßnahme des Gesundheitsamtes darf die Schulleitung das Szenario B nicht in eigener Entscheidung umsetzen.

    Auch wenn wir von zwei verschiedenen Paar Schuhen schreiben: Zum Thema dieses Threads (Erfahrungen mit Gesundheitsämtern) passt beides.

    Bist du übrigens sicher, dass die Entscheidung ins Szenario B zu wechseln, den Schulen überlassen wird?

    Auch hier kann von einem Automatismus ausgegangen werden, eine Anweisung des Gesundheitsamtes ist nicht erforderlich, die Schulen treffen auch diese Entscheidung auf der Grundlage des Inzidenzwertes in eigener Verantwortung.

    Die Schulen können selbstständig in das Szenario B wechseln, wenn beide Bedingungen erfüllt sind (was, wie ich schrieb, nicht so einfach zu erfüllen ist). Darüber hinaus kann auch das Gesundheitsamt einen Wechsel anordnen.

    In Niedersachsen ist übrigens vieles klar geregelt:

    (a) Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 50+ müssen SuS ab Klasse 5 auch im Unterricht Maske tragen.

    (b) Ab einem Wert von 100 UND gleichzeitig mindestens einer Lerngruppe der Schule in Quarantäne (oder ähnliche Maßnahme, die durch das Gesundheitsamt angeordnet ist), kann die Schule in das Szenario B wechseln (Entscheidung der Schule).

    Wenn ein Fall in einer Klasse auftritt, prüft das Gesundheitsamt, ob Masken getragen wurden. Ist dies der Fall, werden nur die unmittelbaren Sitznachbarn (daneben/davor/dahinter), nicht die gesamte Lerngruppe in Quarantäne geschickt. Da (a) deutlich früher eintritt als (b), ist es in NDS schon fast unmöglich, dass (b)/Szenario B umgesetzt wird.

    Bei uns sind viele Mitarbeiter des Gesundheitsamtes (gerade die "wichtigen") im Homeoffice gefühlten Urlaub.

    Die haben gar nicht mehr auf dem Schirm, dass andere Menschen früh morgens einen Betrieb mit 1000 Menschen "hochfahren" müssen, kommunizieren müssen, wie man sich immer wieder neu, mit wieder neuen Regelungen Corona-conform verhält.

    Da kommen Anweisungen im Laufe des Tages --- oder man lässt sich drei Tage Zeit mit der Entscheidung, wie Unterricht vonstatten gehen kann (mit Wirkung von vorgestern natürlich).

    :(

    Da ich keiner Risikogruppe angehöre, würde ich mich vermutlich nicht impfen lassen.

    Gar nicht oder erst "etwas" später? (Wobei "etwas" relativ ist und auch ein paar Jahre umfassen könnte.)

    Hintergrund der Frage ist das Stichwort Herdenimmunität.

    Als Lehrkraft begegne ich täglich vielen Personen. In meinem Unterricht sitzen auch SuS, die (so "richtig intensiv") zur Risikogruppe gehören.

    Falls es SuS (oder LuL) geben sollte, die sich nicht impfen lassen können, wäre es "unschön", wenn gerade ich diese SuS anstecken würde - obwohl ich es mit einer Impfung verhindern könnte.

    Professor Kähler von der Fakultät für Luft-und Raumfahrttechnik des Instituts für Strömungsmechanik und Aerodynamik der Universität der Bundeswehr in München nimmt Stellung zum Lüftungskonzept des Umweltbundesamts:

    https://www.unibw.de/lrt7/kommentar…_in_schulen.pdf

    Vielen Dank für den Link.

    Interessant: Im Text wird auf einen weiteren Artikel verwiesen. Darin heißt es:

    According to a recent study the estimated infection fatality ratio (IFR), averaged over all age-groups including those who don't have symptoms, is between 0.2% and 1.6% with an average of 0.66% (Verity et al., 2020). These numbers look small, and the fatality risk may seem acceptable, and therefore the danger is often marginalized. This is surprising considering that the Apollo crew, the space shuttle astronauts and the Allied soldiers during the 2003 Iraq war took a deadly risk of this magnitude. Only very few people take such risks voluntarily and with full consciousness. For comparison, the lethal risk of a fatal accident with a commercial aircraft was 1:7700000 in 2008 and even such a small risk is not taken by some people.

    Schade, dass sich Aluhüte im Allgemeinen nicht von Fakten oder Zahlen überzeugen lassen können. Aber der Vergleich der Zahlen ("Es ist genauso wahrscheinlich, als Soldat im Golf-Krieg zu sterben wie an Corona") finde ich ... (mir fehlt ein Adjektiv: spannend? überzeugend? erschreckend?).

    Welches sprachliche Niveau hat denn deine DaZ-Klasse? Welches Alter / welche Klassenstufe ist vertreten?

    Irgendwann muss ja auch der Fachunterricht einsetzen / eine Begegnung mit der Fachsprache beginnen...

    Schau mal hier:

    https://li.hamburg.de/publikationen/…rung-geografie/

    https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmin/bbb/…t-Geografie.pdf

    https://www.cornelsen.de/produkte/prima…6-9783060656097

    https://www.cornelsen.de/produkte/prima…0-9783060656103

    Nochmal zurück zu Polen (war ja Ausgangspunkt dieses neuen "Schlenkers" in der Sprachdiskussion): Dort wird eine Abtreibung so gut wie unmöglich gemacht. Selbst in medizinisch äußerst schwierigen Situationen.

    Im Bekanntenkreis entschied sich vor einigen Jahren ein Paar dazu, ihren bereits erkennbar körperlich und massiv mehrfach behinderten Foetus doch auszutragen, nicht abzutreiben. Am Abend nach der Geburt wurde der Vater aus dem Krankenhaus nach Hause geschickt. Er wusste zu dem Zeitpunkt nicht, ob am nächsten Morgen seine Frau oder sein neu geborenes Kind noch leben würden.

    Durch die polnische "Rechts-"Sprechung wird nicht das Leben der ungeborenen Kinder geschützt, sondern das Leben der bereits lebenden Mütter gefährdet.

    La cucaracha

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    Maus

    Rechtfertigst du die Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt mit möglichen Schwangerschaften?

    Nein, wie kommst du denn darauf???

    Das ist meine Vermutung, warum so etwas hier:

    Übrigens war ich nicht die einzige Kollegin mit dem Problem bei der Entfristung. Es gab vor mir und nach mir noch mehrere weitere Fälle von Frauen, mit Kettenbefristungen. Männer wurden alle immer sofort entfristet.

    immer wieder mal vorkommt. Warum erhalten Frauen befristete Verträge, warum werden Männer immer sofort entfristet? Vielleicht, weil jemand vermutet, dass Frauen irgendwann "ausfallen" (da ist ein befristeter Vertrag für ein Unternehmen so viel "praktischer" :( ).

    Du darfst die Argumentationskette gerne als Kritik, nicht als Rechtfertigung verstehen.

    (Falls du sie als Rechtfertigung verstanden haben solltest: Auf gar keinen Fall und nie und nimmer war das so gemeint, weshalb ich ja auch auf die Bedeutung des PR hingewiesen hatte.)

    Und in vielen anderen eben die Wirkung gesellschaftlicher Zwänge.

    In der Grundschule hatte ich mal die Idee, Pilotin werden zu wollen. ;)

    Wäre wohl sowieso nie was geworden... "Abgeschminkt" habe ich mir den Berufswunsch, als ich (immer noch Grundschülerin) mitbekam, dass in der nächstgelegenen (mit einzig bekannten) Pilotenschule der Lufthansa keine Damentoilette im Gebäude vorhanden war. Deshalb konnten auch keine Pilotinnen ausgebildet werden.

    :klo:

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