Ein paar - nicht unbedingt logisch zusammengehörige - Überlegungen:
Englisch und Gehörlosigkeit sollte meiner Meinung nach kein Gegensatz sein. In einer globalisierten Welt kann das Lesen und Verstehen von englischen Texten durchaus sinnvoll sein (ob in der Arbeitswelt oder im privaten Bereich, um die Untertitel eines nur englischsprachigen Videos, die kurze Beschriftung eines Memes verstehen zu können).
Englisch in der Hauptschule hat (wenn ich mich nicht völlig falsch erinnere) das Niveau A2 als Ziel zum Ende der 10. Klasse. Böse formuliert: Das ist so viel nicht, englische Texte zu lesen (wie oben behauptet) ist damit nicht wirklich leicht.
Wenn "nur" das Niveau A2 erreicht werden soll, dann müsste bei der Anerkennung einer Muttersprache als Ersatz für eine Fremdsprache auch nur das Niveau A2 erreicht werden. [Wenn da jemand ganz unflexibel ist und einen schriftlichen Teil vermisst, zieht der halt entsprechend Punkte ab: "Hörverstehen" und "Sprechen" sind garantiert deutlich besser als A2 und gleichen den (unmöglichen) schriftlichen Teil aus. In manchen Tests werden auch Wortschatz und Grammatik als Elemente abgefragt - das gibt wieder ein paar zusätzliche Punkte.]
In allgemeinbildenden Schulen werden Dolmetscher engagiert, die den kompletten Unterricht (30 Stunden wöchentlich) übersetzen. Einfach deshalb, weil keine ausgebildeten Lehrkräfte zur Verfügung stehen. Bezahlt werden muss das durch den Schulträger. Wenn nun in dieser speziellen Situation für den Englischunterricht jemand benötigt wird, der ASL beherrscht: Findet sich vielleicht jemand Externes, der 1-2x pro Woche in den Englischunterricht kommt?