Beiträge von Djino

    Gibt es eigentlich Zählprobleme, wenn ein Beitrag verschoben wird? (Ach so, ist #72)

    Ich verschreibe mich mal (Beitrag darf gern editiert werden):

    Lieber Ronnerii,

    ich bezweifle, dass man hier im Forum *angehende Lehrer* findet, die als Texter / Ghostwriter die Zeit dazu finden, neben dem Referendariat (oder Studienabschluss?) noch umfangreich zu jobben. Mal ganz davon abgehen, dass die vielleicht noch nicht aus einem so umfangreichen Erfahrungsschatz schöpfen können, als dass sie Ratgeber schreiben sollten. (Zumindest dann nicht, wenn es ein guter Ratgeber werden soll...


    PS: Liebe Reffis, das ist nicht böse oder abwertend gemeint!!!

    aber ich weiß garnicht wo ich anfangen soll

    Fange bei der Infrastruktur an:

    Von außen muss eine schnelle Internetleitung ins Gebäude führen.

    Das muss mit entsprechender schneller Verkabelung in alle Gebäudeteile kommen.

    WLAN soll ebenfalls mit oben auf der Liste stehen.

    Danach kommt "alles andere" (Endgeräte wie PCs oder Tablets sind komplett nachrangig und bei einem relativ niedrigen Betrag gedeckelt).

    Für die Verwaltung von PCs und Nutzern, Rechten für WLAN, USB-Sticks etc. bietet sich ein entsprechendes "Komplettpaket" speziell für Schulen an (wir haben uns für IServ entschieden und nutzen das seit mehreren Jahren, nachdem wir verschiedenes anderes ausprobiert hatten).

    Ein paar - nicht unbedingt logisch zusammengehörige - Überlegungen:

    Englisch und Gehörlosigkeit sollte meiner Meinung nach kein Gegensatz sein. In einer globalisierten Welt kann das Lesen und Verstehen von englischen Texten durchaus sinnvoll sein (ob in der Arbeitswelt oder im privaten Bereich, um die Untertitel eines nur englischsprachigen Videos, die kurze Beschriftung eines Memes verstehen zu können).

    Englisch in der Hauptschule hat (wenn ich mich nicht völlig falsch erinnere) das Niveau A2 als Ziel zum Ende der 10. Klasse. Böse formuliert: Das ist so viel nicht, englische Texte zu lesen (wie oben behauptet) ist damit nicht wirklich leicht.

    Wenn "nur" das Niveau A2 erreicht werden soll, dann müsste bei der Anerkennung einer Muttersprache als Ersatz für eine Fremdsprache auch nur das Niveau A2 erreicht werden. [Wenn da jemand ganz unflexibel ist und einen schriftlichen Teil vermisst, zieht der halt entsprechend Punkte ab: "Hörverstehen" und "Sprechen" sind garantiert deutlich besser als A2 und gleichen den (unmöglichen) schriftlichen Teil aus. In manchen Tests werden auch Wortschatz und Grammatik als Elemente abgefragt - das gibt wieder ein paar zusätzliche Punkte.]


    In allgemeinbildenden Schulen werden Dolmetscher engagiert, die den kompletten Unterricht (30 Stunden wöchentlich) übersetzen. Einfach deshalb, weil keine ausgebildeten Lehrkräfte zur Verfügung stehen. Bezahlt werden muss das durch den Schulträger. Wenn nun in dieser speziellen Situation für den Englischunterricht jemand benötigt wird, der ASL beherrscht: Findet sich vielleicht jemand Externes, der 1-2x pro Woche in den Englischunterricht kommt?

    Suppe? Oder Suppenlöffel?

    Da gibt's doch was von Otto:

    Wer Gulaschsuppe fälscht oder nachmacht,

    oder gefälschte oder nachgemachte in Umlauf setzt,

    wird mit Zwiebelsuppe nicht unter zwei Portionen bestraft.

    Der Oberkellner

    Da sind bei uns 50-75 % der Klasse, denen die Klassenfahrt bezahlt wird.

    Ich finde es wichtig, dass es die Gelder aus dem Bildung- und Teilhabepaket gibt. Es geht hier ja tatsächlich um Bildung und Teilhabe - manche SuS können ohne Klassenfahrten, eintägige Exkursionen nicht verreisen, kein Theater, kein Museum besuchen. Bei Klassenfahrten geht es zudem nicht nur um die Fahrt, sondern auch darum, zu Hause rauszukommen, etwas offener in die Welt zu gehen, andere Lebensstile kennenzulernen (das fängt am Frühstückstisch während der Klassenfahrt an).

    Ich mache bei SuS und Eltern auch immer wieder Werbung für die Möglichkeiten jenseits der Schulfahrten: Nachhilfe, Beiträge für den Fußballverein oder die Musikschule. Manche Eltern wollen BuT nicht beantragen ("peinlich"). Die Hürden sollten so niedrig wie möglich sein, der Erhalt so einfach wie möglich. Wer dazu berechtigt ist, hat sowieso schon zu wenig Geld, um seinen Kindern alles zu ermöglichen. Wenn da für eine Klassenfahrt 200+ Euro gespart werden können, sollten die Familien das mMn unbedingt nutzen.

    Rein theoretisch gehen viele Anträge bei BuT auch (fast) formlos, um zumindest den Anspruch zu sichern - die Schulträger (oder nur einzelne SachbearbeiterInnen? Drachen?) verwalten die Gelder teilweise so, als ob sie aus ihrem Privatvermögen gnädigerweise ein klein wenig abgeben müssten :(

    anstatt dass ich es effektiv auf die Klassenkasse hätte umrechnen dürfen.

    Nein, das darf man nicht.

    Die mitfahrenden SuS zahlen nur ihre eigenen Eintritte, ihren eigenen Anteil am Bus etc. Sie (bzw. ihre Eltern) haben sich bereit erklärt, an der Fahrt teilzunehmen und einen Betrag X dafür zu zahlen.

    Wenn sich 50% der SuS dann umentscheiden und dementsprechend sich der Reisepreis für alle anderen verdoppelt, wäre das doch sehr merkwürdig...

    Manche Eltern meinen aber, dass andere Eltern für ihre Kosten aufkommen müssten und zahlen nicht / verlangen 100% von der Schule zurück. Dementsprechend gibt es bereits mehrere Gerichtsurteile, die bestätigen, dass eine Klassenfahrt auch zu zahlen ist, wenn das Kind nicht mitfährt.

    Noch eine Kindheitserinnerung (und eine Verbindung zu einem anderen Thread...):

    Früher(TM) hat eine Kugel Eis 20 Pfennig gekostet. Mich schaudert's immer wieder wenn ich die Preise "heutzutage" sehe...
    (Ja, ich werde wohl wirklich alt...)

    Weil die in 90% der Fälle sowieso nicht zahlen

    Würde ich aufgrund jahrelanger Erfahrung ebenfalls so unterschreiben (wobei ich aus Kostengründen immer mit Selbstbehalt abschließe (sind meist 20/25 Euro - und die verbleibenden Kosten liegen nach Stornierung meist unterhalb dieser Schwelle)).

    Ich buche trotzdem in mindestens 90% der Fälle die RRV hinzu:

    Ich teile den Eltern die Versicherungsbedingungen mit (mit Link zum Anbieter, so dass sie ganz genau nachlesen und ggf. nachbuchen können). Es ist nichts unangenehmer, als Eltern vor sich sitzen zu haben (nach mehreren Schriftwechseln), die privat keine RRV abgeschlossen hatten und nach Unfall ihres Kindes 300+ Euro nicht erstattet bekommen. Und die aufgrund der finanziellen Lage die Tränen kaum zurückhalten können. In der Situation will man selbst nicht sein, in der Situation will man keine Kollegen unterstützen müssen.

    Insofern ist, so bitter es klingt, der Abschluss einer Gruppen-RRV für mich ein sehr wichtiger Selbstschutz - vielleicht mehr als ein finanzieller Schutz für die Eltern. (Dafür habe ich aber einen - durch KMK-Veranstaltungen empfohlenen - Versicherungsmakler gefunden, bei dem das für mich unkompliziert und für Eltern günstig geht.)

    Milk&Sugar :

    Ich buche, wenn ich kann, immer einzelne "Elemente" (Jugendherberge, Bus, Eintritte, ...) - es gibt also bewusst keinen Veranstalter.

    Insofern habe ich eine Aufstellung der einzelnen Positionen erstellt - Minus RRV.

    Das einzelne Buchen hat sich rund um Corona bewährt: Da waren die Rücktrittskosten sehr überschaubar. Die Kollegen, die bei den Veranstaltern mit Hochglanzbroschüren ein Paket gebucht hatten, hatten DEUTLICH höherere Kosten und ebenso viel mehr Stress. (Ganz spannend war zum Beispiel, dass Eintritte in Museen, die geschlossen waren aufgrund von Corona und kostenlos Buchungen erstatteten, bei den Reiseveranstaltern nicht kostenlos erstattet werden konnten, sondern voll in Rechnung gestellt wurden...)

    Meine Erfahrung:

    Im Informationsschreiben zur Klassenfahrt steht aufgeschlüsselt, was im Preis enthalten ist. Eltern melden sich, dass ihr Kind bereits eine RRV hat, die das ganze Jahr über gilt, und sie deshalb nicht bereit sind, das zu bezahlen. Überweisen also 1,27 Euro weniger. (Ja, wegen 'nem lausigen Euro wollen die eine separate Rechnung haben.)

    Man kann es nie allen recht machen :(

    Grundsätzlich:

    Würde ich in den allermeisten Fällen eine RRV abschließen - oder im Anschreiben explizit darauf hinweisen, dass keine abgeschlossen wurde.

    Als nicht (immer) sinnvoll hat sich eine RRV erwiesen bei Fahrten in Jugendherbergen: Die haben eine sehr kulante Rücktrittsregelung, da wird nur die Anzahl der tatsächlich anreisenden SuS berechnet. Sollte man dann auch noch per Bahn anreisen (mit einem am Reisetag gekauften Länderticket), dann bleibt da nicht mehr viel für die RRV.

    Rund um die Corona-Stornierungen haben die RRVs übrigens nicht gegriffen (Pandemie ist nicht versichert), da ist sowas nur rausgeschmissenes Geld.

    Negative Folgen für den Planeten, für die Schwammnipotenz

    Wie, das kann auch passieren???

    Da ist man ja gefühlt gleich verantwortlich für den Untergang der Zivilisation - und das nur, weil man an der Tafel den Duft von "Aprilfrische" (oder was auch immer) haben möchte statt "Bakterienkultur".

    (Wobei: In manchen Klassen fragt man sich, ob das die einzige Kultur im Raum ist...)

    Eine Frage an das versammelte Schwammwissen:

    Wenn ich meinen Schwamm in die Waschmaschine stecke, darf ich den dann auch weichspülen? (Oder hat das negative Folgen / reduziert das die Leistung beim Putzen / ...?)

Werbung