Mal ein anderer Blickwinkel: Vielleicht haben wir hier nur einen Fall von Missverständnissen (seitens der Schulleitung oder des Kollegiums) und/oder unglücklichen Formulierungen (seitens der Schulleitung oder der Landesschulbehörde).
In Niedersachsen gibt es zwei "Instrumente": CARE und BEM.
CARE (Chancen Auf Rückkehr Ermöglichen) soll ein Beratungs- / Hilfsangebot sein, bevor es überhaupt zu einer längeren Erkrankung kommt / BEM notwendig wird: https://www.landesschulbehoerde-niedersachsen.de/bu/lehrkraefte/AuG/care
(Ob man sich mit einer belastenden Situation / einer drohenden längerfristigen Erkrankung tatsächlich an das Angebot des Arbeitgebers wendet oder doch lieber anderweitig Hilfe sucht, ... das zu beurteilen, ist jedem selbst überlassen.)
BEM (Betriebliches Eingliederungsmanagement) dahingegend ist verpflichtend, sobald jemand innerhalb eines Jahres (nicht Kalender-, nicht Schuljahr) insgesamt 6 Wochen arbeitsunfähig war (das muss auch nicht am Stück sein, das kann einfach nur jede Woche der Montag sein... und dann noch eine zweiwöchige Grippe obendrauf... da geht das dann "recht" schnell). Die Schulleitung muss bei entsprechenden Zahlen mit der Landesschulbehörde Kontakt aufnehmen. Dort gibt es entsprechende "Fallmanager". Wie das mit dem BEM dann weitergeht, ist abhängig von der betroffenen Person. (vgl. https://www.arbeitsschutz-schulen-nds.de/verantwortung-…rfahrensablauf/ )
Die Schulleitung ist (eigentlich) auch verpflichtet, für jeden einzelnen Kollegen ein entsprechendes Datenblatt (z.B. in einem Jahreskalender) zu führen, um eine solche Häufung von Krankheitszeiten schnell erkennen zu können. Ich könnte mir vorstellen, dass in den wenigsten Sekretariaten so etwas zu finden ist... (Wenn man eine solche Liste führt, dann macht das entweder SL / Sekr. für alle in einer Liste - oder für jeden auf einem einzelnen Blatt. Höchstens letzteres könnte man einzelnen Kollegen zur Einsicht/Eintragung geben...)
Ich vermute jetzt einfach mal, was die Schulleitung hier eigentlich sagen wollte (vielleicht unklar gesagt hat, vielleicht falsch verstanden wurde, vielleicht aus dem Mitteilungen der LSchB falsch verstanden hat):
- Die Grippewelle hat deutlich gemacht, dass es keine entsprechende/ausreichende Dokumentation von Krankheitszeiten gibt (obwohl die Landesschulbehörde sie fordert - vielleicht auch in einem aktuellen "Fall", wo auf dieser Grundlage eine mögliche Frühpensionierung (ob durch die betroffene Lehrkraft gewünscht oder nicht) besprochen werden sollte...
Oder es fehlt derzeit die "Argumentationshilfe", warum diese Schule nun endlich echt dringend Feuerwehrlehrkräfte zugewiesen bekommen muss). - Ab dem nächsten Schuljahr soll das besser werden.
- Um das transparent zu machen (jeder sehen kann, wie seine einzelnen Krankheitstage sich so verteilen/summieren), soll jeder Kollege diese Eintragungen in "seiner" Liste im Sekretariat vornehmen und abzeichnen.
- Falls innerhalb eines Jahres 60 Krankheitstage anfallen, ist die Schulleitung verpflichtet, das der LSchB mitzuteilen. (Da die Kollegen die Zeiten immer selbst vor Augen haben, kommt das in Zukunft nicht mehr überraschend.)