Beiträge von Susannea

    Schulschließungen und Testeritis möchte ich nicht mehr erleben.

    Aber was ist denn an Tests so schlimm? Wenn das eine Schulschließung verhindern kann, dann ist das doch ein wirklich kleiner Punkt, der niemanden wirklich beeinträchtigt und auch die Masken, wenn sie eine Schulschließung verhindern können, was ist daran das Problem sie zu tragen?!?

    Das ist das Problem. An deiner Schule werden offenbar Dinge gemacht, die rechtlich fragwürdig oder sogar falsch sind und du behauptest in der Öffentlichkeit immer und immer wieder, dass es richtig so ist. Dadurch wird es aber nicht richtiger.

    Ich war inzwischen an 15 Berliner Schulen und es wird an allen so gemacht, also kann es nicht so falsch sein ;)

    Aber das ist das Problem, du kennst das ganze System nicht und damit kann es nicht richtig sein.

    Vielleicht ein Beispiel, das dir besser einleuchtet: Ich kann schwimmen und könnte es einem Kind beibringen, aber ich darf trotzdem keinen Schwimmunterricht an einer öffentlichen Schule erteilen.

    Auch das ist so falsch.

    Denn natürlich kannst du auch den Schwimmunterricht begleiten und einem Kind etwas beibringen, aber nicht eigenverantwortlich die Aufsicht übernehmen. In Berlin muss einer jeder Schule den Rettungsschwimmer haben, nicht jeder.
    Sollte mal umgestellt werden vor Corona, kräht inzwischen wieder kein Hahn nach.

    Na dann sind sie selbstverständlich Lehrkräfte und keine Erzieher*innen.

    Du hast doch aber behauptet es können nicht Lehrer und Erzieher die selbe Ausbildung haben, na was denn nun?!?

    Genau darum ging es doch! Sie haben genau die selbe Ausbildung und Befähigung wie ein Teil der Erzieher, also sind sie dazu genauso ausgebildet.

    Das sagt nichts über ihre Kompetenzen aus, sondern über ihren Abschluss und der ist nunmal nicht anerkannt.

    Doch, der ist anerkannt. Ich zitiere mal:

    Zitat

    Der Abschluss des Unterstufenlehrers wurde nur für die neuen Bundesländer anerkannt. Unterstufenlehrer mit DDR-Abschluss wurden zudem tariflich niedriger eingestuft als Lehrer mit einem Grundschullehrer-Abschluss der alten Bundesländer. Zur Gleichstellung mussten Anpassungsseminare besucht werden.

    Also gibt es mindestens 7 Bundesländer, die diese Abschlüsse anerkannt haben!

    Diese Anpassungsseminare müssen bei uns die Kollegen jetzt besuchen, die auch E13/A13 haben wollen, vorher war das nicht ohne weiteres nötig.


    Und genau das, was du sagst ist eben der Fall, einige haben sie besucht oder das vorher anerkannt bekommen, die arbeiten bei uns heute als Lehrer, andere haben das nicht anerkannt bekommen die Arbeiten heute als Erzieher (eine Kollegin hat bei uns sogar als Erzieherin angefangen, weil sie erst eine Ablehnung der Anerkennung bekommen hat und hat dann ich glaube 3 Jahre später als der Rechtsweg dann erfolgreich war als Lehrerin bei uns weiter gemacht. Und da sind wir wieder dabei, dass sie eben z.T. sogar die selbe Ausbildung haben.


    Und ein Erzieher könnte einer Klasse was beibringen, das könnte auch ein Klempner.

    Nee, da irrst du dich auch.


    Treiben wir den geschichtlichen Exkurs weiter.

    Die Wiedervereinigung ist gerade 33 Jahre her, Erzieher oder Unterstufenlehrer war man mit Anfang 20 in der DDR. Bis 1990 galt der Lehrplan der DDR und der besagte, dass erstes Lesen, Schreiben und Rechnen (also der Anfangsunterricht bei uns) Aufgabe der Kindergärten war. Somit ist davon auszugehen, dass die Erzieher damals auch dafür ausgebildet waren.

    Nun waren sie erst Anfang 20, 33 Jahre her, also sind sie heute noch nicht mal 60, also noch im Beschäftigungsverhältnis. Vermutlich in allen 16 Bundesländern. Also gibt es durchaus noch einige Erzieher, die für den Anfangsunterricht ausgebildet sind.

    Achso und ja, es soll auch Klempner geben, die Kindern was beibringen können, aber die sind im Gegensatz zu DDR-Erziehern dafür vermutlich eher nicht ausgebildet.

    Übrigens gibt es bei uns "Unterrichtsbegleitung" durch die Erzieher, das sind z.T. Teilungsstunden, wo der Erzieher dann mit einer Teilgruppe alleine ist und klar macht der da keine Einführung, aber genau wie er in der Lage sein muss eine ordentliche Hausaufgabenbetreuung durchzuführen gehe ich davon aus, dass der in der Lage ist mit den Kindern eine Wochenplanstunde durchzuführen (da arbeiten die Kinder ja in der Regel alleine).

    Das ist zumindest bei uns ein normaler Vorgang. Und ja, ist die Lehrkraft krank, dann machen viele der Erzieher die Wochenplanstunde auch mit allen Gruppen gemeinsam und betreuen nicht nur.

    Aber vermutlich ist dir sowas auch fremd, weil man das Modell mit Erziehern im Unterrichtsalltag nicht kennt (und dann kann es ja bei dir auch immer nicht gut sein)-

    7 Bundesländer beschäftigen Leute ohne Abitur als Lehrer?? Das kann ich kaum glauben … wo soll das sein?

    In NRW definitiv nicht .

    Ein Abitur war in keinen der neuen Bundesländer zu DDR für das Lehramtsstudium nötig, da die Abschlüsse aber inzwischen deutschlandweit in der Regel anerkannt werden, wird das vermutlich auch in NRW so sein. Nur das du das gar nicht weißt.

    Ich gehe also eher von 16 Bundesländern aus, die solche Leute beschäftigen.

    Unterstufenlehrer – Wikipedia

    Das hab ich noch nie gehört, dass Erzieher studieren ? Wo soll das sein?

    Wir haben Leute, die bei uns mit der Ausbildung von LuKs als Erzieher arbeiten und welche, die als Lehrer übernommen wurden. Da brauchte man kein Abitur zu und einige haben was von dem Abschluss als Pionierleiter erzählt, der sie dazu befähigte. Der Unterschied war mir aber bisher zu kompliziert, aber sicher ist, dass diese Abschlüsse nach der Wende in beide Berufe übergegangen sind.

    Deshalb ja die neuen Bundesländer und Berlin, wo das z.T. noch so ist.

    Ich kann dir sagen, wir haben sie aus allen Professionen, wir haben Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Sonderpädagogen und Grundschullehrer so wie Erzieher in den Klassen und ja, sie könnten alle Unterricht machen. Aber das ist ja nicht sinnvoll.

    Gerade Erzieher und Sozialarbeiter und Sozialpädagogen sind doch dafür eigentlich gar nicht zuständig. Aber sie können eben unterstützen, das ist oft viel mehr wert.

    Ach so, ich hoffe ja, dass für das nächste Mal noch genug Leute die Schnauze voll haben.

    Wovon? Von den Krankheitswellen?

    Sicher und es gibt hoffentlich genügend, die sich überlegen, dass dann mal kurzzeitig freiwillig Maske tragen und testen viel sinnvoller ist als das ganze weiter hochkochen zu lassen.

    Aber man merkt ja auch hier, einige wenige haben eben genau gar nichts gelernt.

    Ihr testet aber nicht noch in den Klassen, oder?

    Nein, nicht mehr nach Plan, wenn Fälle auftreten bitten wir die Eltern dies natürlich noch zu tun oder das in den Klassen mit den Schülern durchführen zu dürfen, genug Tests sind noch da.

    Im Lehrerzimmer wird ja auch bei Auftreten noch recht regelmäßig getestet.


    Ich hoffe mal, dass das dann jetzt wieder mehr wird, damit haben wir ja größere Ausbreitungen meist verhindern können.

    Holt ihr eure Masken wieder raus?

    Ja, die hatte ich gerade mit Ferienbeginn langsam abgelegt, aber ich merke, dass ich mich unwohl fühle, wenn ich höre wieviele wieder schniefen.

    Stellt euch auf einen kalten Herbst und Winter durch häufiges Stoßlüften ein?

    Damit haben wir nie aufgehört und erfroren ist dabei auch niemand.

    Meidet Menschenansammlungen?

    Ja, schon lange. Und vor allem in geschlossenen Räumen. Ich bin erstmalig wieder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln jetzt gefahren, sogar ohne Maske, das werde ich sicher jetzt gegen Ende der Ferien unterlassen, wenn alle von überall zurück kommen.

    Impfung mal schauen. Aber ja, wir haben auch den kompletten Sommer über getestet, weil hier immer einer schneubt und schnauft bei Allergien, das werden wir so beibehalten.

    Wobei ich mir die Frage stelle wie hoch die Überlebensrate (realistisch) ist, sofern die Fachleiter aus dem neuen Seminar mitbekommen, dass man sein 2. Stex schon mehrfach verrissen

    Du bringst hier Sachen durcheinander, ein Wechsel kann ja nur fürs erste Staatsexamen gelten. Und ganz ehrlich, wenn das eine Veränderung der Beurteilung ausmacht, dann ist der Fachleiter dort falsch!

    Der 'Workaround' ist wohl sich für das Lehramt einer anderen Schulform einzuschreiben, nochmal zu studieren und das Ref dort abzulegen (das scheint wohl zu funktionieren, wobei ich mich damit nie genauer ausseinandergesetzt habe).

    Das hat zumindest in Berlin genauso funktioniert wie der Wechsel von Staatsexamen auf BA/MA.

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