Das sagt nichts über ihre Kompetenzen aus, sondern über ihren Abschluss und der ist nunmal nicht anerkannt.
Doch, der ist anerkannt. Ich zitiere mal:
Zitat
Der Abschluss des Unterstufenlehrers wurde nur für die neuen Bundesländer anerkannt. Unterstufenlehrer mit DDR-Abschluss wurden zudem tariflich niedriger eingestuft als Lehrer mit einem Grundschullehrer-Abschluss der alten Bundesländer. Zur Gleichstellung mussten Anpassungsseminare besucht werden.
Also gibt es mindestens 7 Bundesländer, die diese Abschlüsse anerkannt haben!
Diese Anpassungsseminare müssen bei uns die Kollegen jetzt besuchen, die auch E13/A13 haben wollen, vorher war das nicht ohne weiteres nötig.
Und genau das, was du sagst ist eben der Fall, einige haben sie besucht oder das vorher anerkannt bekommen, die arbeiten bei uns heute als Lehrer, andere haben das nicht anerkannt bekommen die Arbeiten heute als Erzieher (eine Kollegin hat bei uns sogar als Erzieherin angefangen, weil sie erst eine Ablehnung der Anerkennung bekommen hat und hat dann ich glaube 3 Jahre später als der Rechtsweg dann erfolgreich war als Lehrerin bei uns weiter gemacht. Und da sind wir wieder dabei, dass sie eben z.T. sogar die selbe Ausbildung haben.
Und ein Erzieher könnte einer Klasse was beibringen, das könnte auch ein Klempner.
Nee, da irrst du dich auch.
Treiben wir den geschichtlichen Exkurs weiter.
Die Wiedervereinigung ist gerade 33 Jahre her, Erzieher oder Unterstufenlehrer war man mit Anfang 20 in der DDR. Bis 1990 galt der Lehrplan der DDR und der besagte, dass erstes Lesen, Schreiben und Rechnen (also der Anfangsunterricht bei uns) Aufgabe der Kindergärten war. Somit ist davon auszugehen, dass die Erzieher damals auch dafür ausgebildet waren.
Nun waren sie erst Anfang 20, 33 Jahre her, also sind sie heute noch nicht mal 60, also noch im Beschäftigungsverhältnis. Vermutlich in allen 16 Bundesländern. Also gibt es durchaus noch einige Erzieher, die für den Anfangsunterricht ausgebildet sind.
Achso und ja, es soll auch Klempner geben, die Kindern was beibringen können, aber die sind im Gegensatz zu DDR-Erziehern dafür vermutlich eher nicht ausgebildet.
Übrigens gibt es bei uns "Unterrichtsbegleitung" durch die Erzieher, das sind z.T. Teilungsstunden, wo der Erzieher dann mit einer Teilgruppe alleine ist und klar macht der da keine Einführung, aber genau wie er in der Lage sein muss eine ordentliche Hausaufgabenbetreuung durchzuführen gehe ich davon aus, dass der in der Lage ist mit den Kindern eine Wochenplanstunde durchzuführen (da arbeiten die Kinder ja in der Regel alleine).
Das ist zumindest bei uns ein normaler Vorgang. Und ja, ist die Lehrkraft krank, dann machen viele der Erzieher die Wochenplanstunde auch mit allen Gruppen gemeinsam und betreuen nicht nur.
Aber vermutlich ist dir sowas auch fremd, weil man das Modell mit Erziehern im Unterrichtsalltag nicht kennt (und dann kann es ja bei dir auch immer nicht gut sein)-