Unsere Schule soll nach den Osterferien ca. 10-12 Flüchtlingskinder aufnehmen, diverse Familien werden in den Sporthallen untergebracht. Was ich wirklich schockierend finde: Offensichtlich werden den Schulen keine zusätzlichen Ressourcen zur Verfügung gestellt
Bei uns sind bereits 20 Kinder da, Anmeldetermine für nächste Woche gibt es auch schon diverse. Neue Ressourcen gibts nicht wirklich. Geld für Arbeitsmaterialien kommt von den Eltern der anderen Schüler bzw. in Form der Materialien, Räume werden einfach von anderen Sachen abgezogen, der Lebenskunderaum wird z.B. genauso wie der Teilungsraum aufgelöst. Wer braucht sowas auch schon. Möbel stellen die anderen Klassen zur Verfügung oder waren drin.
Das einzige, was es geben wird, ist Personal, denn es soll zwei Willkommensklassen ab 4.4. geben. DA bekommen wir zwei neue Kolleginnen, aber bis dahin sind eben die 20 Kinder auf die Klassen verteilt und wenn es mehr Anmeldungen geben sollte, wird dies auch so bleiben, dass die WK-Klassen nur einige Stunden Kinder der Klassenstufen 4-6 übernehmen und die Kleinen von Anfang an in den Klassen komplett bleiben.
DAs haben wir bis dahin ja auch und es ist echt schwierig. In einer Klasse sind zwei Jungs, die unterhalten sich nur untereinander, denn sie sprechen beide nur Ukrainisch und niemand kann wirklich übersetzen. Für sie besteht aber so auch keine Notwendigkeit ^die Sprache zu lernen, denn sie haben doch sich.
(Ich ärgere mich übrigens insbesondere deswegen, weil ich gerne an der Schule bleiben würde, auch die Schulleitung würde dies begrüßen. Aber ein auslaufender Vertretungsvertrag ist eben dies - ein auslaufender Vertrag -, auch wenn ich mit meinen Russischkenntnissen an dieser Stelle wirklich einiges bewirken könnte. Grrr.
Frage doch einfach mal bei der entsprechenden Personalstelle an, ob da noch was ausgeschrieben wird und biete dich an. Vermutlich ist das alles für die Bürokratie wieder zu schnell.