Beiträge von Susannea

    In Berlin wird der ganz normal genauso wie schwimmen fürs nächste Schuljahr geplant, die Sporthallen dürfen laut Verordnung bereits Aufsein, die Bezirke haben aber mitgeteilt erst ab 8.6. Umziehen ist in den Kabinen nicht erlaubt, sondern nur zum Abstellen/ Tauschen der Schuhe und zum Taschenabstellen sollen sie genutzt werden. Gute Idee in der Schule :autsch:

    Bei uns wird das aber ignoriert, es fand ja auch kein Sportunterricht draußen statt. Alles bleibt bis zum 21.6. so wie geplant und ab 22.6. gibt es Zeugnisse (ist auch schon geplant).

    da alle in die nächste Klassenstufe mitgenommen werden sollen (außer auf entsprechenden Antrag der Eltern), damit keinem Kind durch Corona ein Nachteil entsteht.

    Die Kinder die jetzt bei uns verweilen waren schon vorher an die Eltern rangetragen worden vor der Schulschließung und die Eltern haben im Homeschooling nun teilweise erlebt, warum (bis auf besagte Mutter, die irgendwie in einer Parallelwelt lebt)

    kommt mir bekannt vor... die eine Kollegin, die dann ganz ungläubig guckte, hat aber sonst auch hauptsächlich Sport und ist nur in den oberen Klassen unterwegs, die andere hat keine eigene Klasse und macht hauptsächlich Musik.... die mussten vermutlich eher keine zusätzlichen Erklärblätter für die Kinder plus weitere -möglichst einfache- Erklärungen für die Eltern schreiben...

    Das ist bei uns aktuell total egal, weil wir in 2er Teams aufgeteilt sind und da eben zu zweit eine Klasse zu versorgen haben, mit dem Unterschied, dass die 6. und 4. Klassen nur 2/3 Tage die Woche Präsenzunterricht haben und das Händewaschen usw. vom Hort überwacht wird und sich somit vor Ort abwechseln und wir nach Möglichkeit zu zweit sein sollen, weil wir fürs Händewaschen usw. selber verantwortlich sind. Das ist nicht so ganz gerecht von der Schulleitung verteilt finde ich und als dann Donnerstag auch noch die eine Kollegin, die nun Mathe in der 6. Klasse machen muss (180 Minuten die Woche) dann die Klassenarbeiten meinem Kollegen ins Fach gelegt hat und meinte, die sollte er doch bitte korrigieren stand ich dann bei der Schulleitung auf der Matte, irgendwo ist dann auch mal Schluss. Arbeit hat er ihr gegeben, Ergebnisse hat sie von mir bekommen und wo liegt nun das Problem daran die Häkchen ranzumachen?!?

    Sommerschule haben schon zwei Eltern mitgeteilt, das Kind soll teilnehmen, das ist bei beiden eine gute Idee, beim Kind ohne Arbeit usw. verschleppt die Mutter auch da die Anmeldung, ich denke, der verweilt aber eh in der 2 und macht keinen 3er Stoff im nächsten Jahr. Aber da sind die Eltern eben sehr unkooperativ.

    Das Kind was plötzlich alle Zahlen spiegelverkehrt schreibt verweilt auch in 2, dann muss er eben damit beginnen usw. Ich denke, das wird alles schon und am Beginn des nächsten Schuljahres muss man testen, was wie geht. Zumal da vermutlich zwischen Mathe (da ist die Sprache ja egal) zu Deutsch bei vielen Kindern auch sehr unterschiedlich sein werden.

    Wow. Das ist ja unglaublich, was du alles an Differenzierung leistet. :staun:

    Das leisten bei uns alle JÜL Lehrer, wir sind eine der letzten zwei SAPH-Klassen gewesen, die haben das bei Öffnung überhaupt nur durch Dreiteilung das leisten können.

    Aber nachdem ich mit meinen mehr als 10 verschiedenen Wochenplänen kam und sagte, dass das gerade heftig wäre, kam die Kollegin und meinte, es gäbe ja wohl keinen Lehrer, der nicht einen Freizeitgewinn hätte und als ich das verneinte und sagte, ich würde aktuell mehr arbeiten als sonst, wurde mir erklärt, dann mache ich was falsch.

    Meine TZ-Kollegin mit 1/2/3 war jetzt gerade eine Woche krank, es ging einfach nicht mehr!

    Wir haben die Schulsozialarbeit eingeschaltet, die nun auch Hausbesuche macht.

    Allerdings hat da die erste Mutter auch schon erzählt, das wäre alles ein Missverständnis, ihr Kind wäre so fleißig, obwohl die Unterlagen seit 4 Wochen unbearbeitet in der Schule liegen.

    Bei uns werden im Zweifelsfall eben nächstes Jahr Kinder verweilen, ist bei mir jetzt kein Problem, ich habe gerade eine 1/2, die bleibt nächstes Schuljahr so zusammen und wird zur 1/2/3.

    Aber ich habe auch Kinder, die zuhause plötzlich Lücken schließen konnten und ganz viel aufgeholt haben.

    Wie geht ihr mit den Themen um, die sich die SuS in den letzten Wochen größtenteils selbst erarbeitet haben?

    Meine Schüler kommen ja nun seit ein paar Wochen jeden Tag 90 Minuten, da haben wir das schon alles noch mal wiederholt usw. also klar sind sie unterschiedlich weit und einige kriegen dann jetzt im Wochenplan ein Sudoku, während andere 10 Arbeitsblätter zur Übung bekommen, die Schere ist aktuell größer, ich hatte mehr als 10 verschiedene Wochenplänen bei 20 Schülern, aber ich denke, das pendelt sich wieder ein.

    Karl-Dietet, als "normaler" Arbeitgeber kannst du zur Zeit Lohnfortzahlung immerhin beantragen, wenn die Kinder nicht betreut werden können.

    Als Lehrer kannst du es auch, 10 Tage gibt's in Berlin bei voller Bezahlung, danach dann die 67%. Und das der Vater sich da auch einbringt wird wohl schon die letzten Wochen so gewesen sein, daran scheitert es eben jetzt bei vielen generell, dass Überstunden, Urlaub usw. längst aufgebraucht sind.

    Es stand eigentlich nie in Frage, dass auch Kinder sich infizieren können, fraglich war, wie häufig diese andere infizieren.

    Verkürzte Theorie: Kinder werden durch Erwachsene angesteckt, ihre Verläufe sind aber oft so, dass sie wiederum keine anderen anstecken.

    Zur der Diskussion leistet der Fall in Göttingen jetzt in meinen Augen keinen Beitrag, trotzdem halte ich es für richtig, die betroffenen Schulen kurzfristig zu schließen, da ein entschlossenes Reagieren eben Teil der Strategie sein muss, gerade dann, wenn die Kooperation der betroffenen Gruppe fraglich ist.

    Naja, sie haben ja nicht nur die betroffenen, sondern alle Schulen geschlossen, weil das Ausmaß nicht absehbar ist und sie die Testung erst vorbereiten müssen und entgegen dem Widerstand durchführen.

    Susannea: Unter den 80 Infizierten in Göttingen sind wohl 24 Kinder. Finde ich durchaus eine beachtliche Zahl. Deswegen auch die Schulschließungen.

    https://www.news4teachers.de/2020/06/dutzen…t-alle-schulen/

    Wie gesagt, unter dem Link, der hier von der Zeitung drin war steht noch nichts von infizierten Kindern!

    Und der von dir verlinkte Artikel hat für mich Bild-Zeitungsniveau, kann ich auch irgendwo veröffentlichen, dass xy infiziert ist. Also für mich gibt es darauf bisher keinerlei Hinweise, zumal der Artikel auch ganz vage ist.

    Drosten erneut zu Infektionen bei Kindern

    https://m.focus.de/familie/eltern…d_12057383.html

    Wenn man jetzt auch noch aus Göttingen hört, dass sich dort viele Kinder infiziert haben, glaube ich nicht mehr so ganz an die Theorie, dass Kinder sich kaum anstecken.

    Hm, also ich lese nicht von einem einzigen infizierten Kind bisher dabei, sondern nur das viele Kinder und Jugendliche unter den Kontaktpersonen sind.

    Ist Mutismus/Sprechhemmung für euch tatsächlich so ein seltenes Phänomen ("hatte da mal ein Kind" etc.)? Ich habe jedes Jahr entsprechende Kinder in Diagnostik, Beratung, Frühförderung, Therapie oder Unterricht. Bei uns hockt bestimmt in jeder Klasse im Schnitt mindestens ein Kind, das zumindest vormals als mutistisch klassifiziert war.

    Definitiv ja, da haben wir kaum Kinder. Autismus ja, GE-Kinder auch und sonstige "Behinderungen", aber Kinder die gar nicht sprechen eher selten bis nie

    Wir hatten so ein Kind auch, das hat nur in der Familie gesprochen, mit uns in der Schule anfangs gar nicht, dann irgendwann mit den Mitschülern (und man musste sich oft auf die Zunge beißen, um nicht zu sagen, höre auf die ganze Zeit zu reden), dann irgendwann mit mit (im Musikunterrricht, gesungen hat es übrigens recht schnell), dann hat es z.B. anderen vorgelesen und wir konnten heimlich zuhören und irgendwann sprach es wie selbstverständlich mit uns.

    Wir haben einfach nur gewartet und inzwischen ist es eine der größten Quasselstrippen in der Klasse. Mehr als warten würde ich aktuell nicht machen, wenn es zuhause und auch ab und an mit Mitschülern spricht.

    In Deutschland gibt es in einigen Bundesländern die Möglichkeit als Risikopatient Home-Office zu machen / zu beantragen. Bei uns sind an manchen Schule viele Lehrkräfte an anderen keine. Nicht weil es keine Risikopatient gibt, sondern weil man das Risiko individuell anders einschätzt. Aber dafür wäre es natürlich sinnvoll zu wissen, wie groß die Gefahr wirklich ist.

    Ja, so wird es hier jetzt überall sein, ab morgen müssen bei uns alle Lehrer (sind es eh schon) und auch Erzieher wieder vor Ort sein, wenn der Arzt sie nicht individuell als Risikopatient eingeschätzt hat und das attestiert hat.

    Nee, nur wenn das GA uns informiert oder wir den Fall melden. Es geht ja auch ohne Schule. Eltern gehen zum Arzt. Test ergibt positiv. GA stellt Eltern und Kinder und Quarantäne. Schule wundert sich über fehlen des Kindes. Eltern informieren Schule. Alles natürlich rein hypothetisch.

    Eigentlich müsste das Gesundheitsamt euch informieren, wenn der Test positiv ist, weil dann die Mitschüler Kontaktpersonen 1. Gruppe sind, wenn die Kinder positiv sind, wenn nicht gehen auch die anderen eh nicht in Quarantäne.

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