Beiträge von Susannea

    Ich würde mir wünschen, dass der Unsinn mit den unteilbaren Aufgaben endlich mal höchstrichterlich entschieden wird. Ich habe weder das Arbeits- noch das Beamtenrecht erfunden, aber dass "50%" ernsthaft bedeuten soll "50% +x Arbeitsaufwand, aber 50% Gehalt", ist so sicher nicht vorgesehen.
    Und eine exakte Quantifizierung des Arbeitsaufwands pro Unterrichtsstunde und des Zeitaufwands für die unteilbaren Aufgaben wäre auch keine Hexerei.

    Aber es gibt doch dazu ein Urteil, dass das dann anderweitig ausgeglichen werden muss, nur die Umsetzung ist in der Regel mangelhaft, denn von alleine gleicht sich das eben gar nicht immer aus, wie mir einige Vollzeitkräfte immer wieder erklären wollen.

    vielen Dank für deine Antwort Palim. Das deckt sich mit allem, was ich in meiner Schule erlebt habe und ja, das funktioniert gut. Über die Herbstferien werde ich mir da ein paar Dinge genauer überlegen, wie ich es nach den Ferien mit neuer Kraft angehe. Ich glaub´, wenn ich deine ganzen Fächer im Profil so sehe, die du unterrichtest, unterrichten wir sehr ähnliche Fächer :D Ich denke, ich werde mich gut in meine Rolle als Fachlehrer an meiner Schule einarbeiten.

    Ich kann das nur unterstützen, so funktioniert es auch nur bei mir in Musik.

    Teppiche und Vorhänge sind aus Brandschutzgründen verboten, würde mich wundern, wenn das in manchen Bundesländern anders wäre. Aber es gibt sicher eine Möglichkeit, arbeitsschutzmäßig nachprüfen zu lassen, ob die Räume genug schallgedämmt sind. Nur bis das geprüft wurde und tatsächlich Schallschutzdecken installiert sind, hat die TE schon einen Hörsturz.

    Hier haben gerade die Klassen mit hörgeschädigten Kindern solchen Boden, einzelne Teppiche haben wir in jedem Raum, was nicht verwunderlich ist bei Montessori-orientierter Schule.

    Ich meinte das Mitbringen von Teppichen, keine Teppichböden. Wir dürfen z.B. auch kein extra Mobiliar mitbringen (Kelleregal oder sowas).


    Auch das ist bei uns gar kein Problem, nimmt die Senatsverwaltung immer gerne an, wenn wir etwas mitbringen und sie es nicht kaufen müssen und auch, dass wir mit Teppichfliesen usw. arbeiten.

    Stimmt eigentlich. Aber in meinen 15 Jahren Dienstzeit habe ich gelernt, dass das zu 90% die Begründung für eine Stundenreduktion ist: "ich muss die Stunden reduzieren, damit ich meine Arbeit vernünftig machen kann."

    Naja, ich denke vor allem, dass man mehr Zeit für Sachen verwenden kann und sie somit so perfekt machen kann, wie man möchte. Nicht, wie es notwendig ist. Und jemand der eben weniger Zeit hat/braucht hat dann die Sachen entweder schon perfekt vorbereitet oder dem ist es nicht so wichtig.

    Bei uns an der Schule gibt es einen jüngeren Kollegen, der TZ arbeitet um seinen Vater zu pflegen. Dann gibt es ein paar Kollegen in TZ wegen der Kinder. Aber ja, die meisten sind Frauen.

    Ich bin auch so eine, mache 70% mit 2 Kindern unter 5. Mein Mann macht 90%, darunter hätte er sonst seine Position abgeben müssen.

    Mein Mann z.B. arbeitet 100%, aber mit Homeoffice und Gleitzeit. Das ginge bei mir, daher arbeite ich nur 67%. Brutto haben wir beide bei 100% ungefähr gleich viel.

    Wir haben mehrer Kollegen, die Teilzeit arbeiten, z.T. auch mit Partnerin als Lehrerin, damit wird es aufgeteilt.

    jetzt hab ich mich gefreut, dass endlich mal ne Umfrage aus dem WiPäd Bereich da ist, aber die war ja mehr als seltsam. Was hat es mit Kompetenz von EDV Einsatz im Unterricht zu tun, ob ich Messfehler bei Unfragen beurteilen kann?

    Das habe ich mich genauso gefragt, wie warum ich angeben soll, welche Medien ich verwende und dann in der nächsten Frage genau auch bei denen, die ich nicht verwende gefragt werde, wie oft.

    Da sollte man noch mal nachbessern, sonst kann man sich die erste Frage schenken!

    Dass das Referendariat vier Gehaltsstufen (von 9 auf 13) ausmacht, ist aber schon etwas absurd...

    Ist doch aber oft in der Richtung. Vermutlich ist der Abschluss auch noch nicht als 1. Staatsexamen anerkannt. Mit dem gibt es E10, nach dem Ref dann je nach Bundesland E11 oder E13 (E12 gibt es ja eigentlich nicht, E11 entspricht ja A12).

    Meine Tochter hat in Niedersachsen auch nur 1-4 Stunde Unterricht. Und trotzdem ist die Schule 5 Stunden verlässlich.

    Nein, sowas gibt es in Brandenburg gar nicht. Die Diskussion hatten wir jetzt bereits mehrfach, was denn bei Stundenausfall passiert und da nur noch 4 Kinder der Klasse im Hort sind (und der auch maximal früh die 1. Stunde noch betreut), sind dann die Eltern selber dafür verantwortlich, was mit den Kindern passiert bzw. werden sie sonst aufgeteilt. Brandenburg ist offiziell eben nur genau die Stundenzahl zuständig, lediglich bei kurzfristigem Ausfall müssen die Klassen noch bis zur 4. Stunde (1.-4. Klasse) und bis zur 5. Stunde 5./6. Klasse betreut werden, wenn die Eltern nichts anderes vermerkt haben.

    In Nds. läuft es seit 2000 ohne,
    5 Zeitstunden werden gewährleistet.
    Damals wurde der Stundenplan entsprechend gestreckt, sodass die Lehrkräfte über offenen Anfang und Pausen die meiste Zeit abdecken,
    mittags gibt es für Klasse 1 und an drei Tagen für Klasse 2 eine Stunde Betreuung von zusätzlichen Kräften.

    Aber was heißt denn dann verlässliche Halbtagsgrundschule bei euch? Bei uns heißt das Betreuung von 7:30 Uhr bis 13:30 Uhr für alle Kinder der Klasse 1-6. Zusätzlich haben die Kinder noch Anspruch auf Unterrichtsbegleitung der Erzieher, ich glaube 4-5 Stunden je Klasse. Somit ginge es gar nicht ohne Hort, der ganztägig da ist, denn jedes Kind hat ja in Klasse 1 mindestens 10 Stunden, in Klasse 2 mindestens 9 Stunden, in Klasse 3 mindestens 6 Stunden und in Klasse 4 mindestens 3 Stunden, die es betreut werden muss außerhalb des Unterrichts. Erst in 5 und 6 ginge das bei idealem Stundenplan (jeden Tag 6 Stunden) ohne Betreuung.

    Das kann doch gar nicht klappen ohne Hort!

    - Schulleitung (an vielen Schulen nur noch im administrativen Bereich tätig)

    Hier schon lange nicht mehr und auch das muss ja gemacht werden. Aber ja, sie machen dann Mehrarbeit, die aber auch irgendwann abgebummelt werden muss.

    - Referendare

    Zählen zumindest hier voll in die Stunden bereits mit rein, Mehrarbeit dürfen sie keine machen.

    - FSJler

    Hat welche Schule?!? Gibt es hier nirgends, dürften und könnten sicher aber auch keinen Unterricht machen, sondern nur maximal betreuen.

    - Vertretungslehrkräfte (inzwischen arbeiten einige Lehramtsstudenten bereits stundenweise an Schulen)

    Kosten Geld und gibt es zumindest hier nur bei Erkrankungen über 6 Wochen und dazu eben nur bis das Geld alle ist (was bei uns in den letzten Jahren spätestens zum Halbjahr der Fall war).

    - Schulbegleiter und Förderschullehrer

    Welche Förderschullehrer? Die zählen hier auch in die normalen Stunden mit rein. Schulbegleiter sind sicher keine Vertretungslehrer!


    Entschuldige, aber ich glaube, du bist weit weit weg von der Realität!

    Wenn hier auf Hort, FSJ, SozialpädagogInnen verwiesen wird, kann ich nur staunen: Die gibt es nicht in jeder Grundschule.

    In Berlin schon, sonst ginge das ja gar nicht mit verlässlicher Halbtagsgrundschule!

    Achso und ja, die Sozialpädagoginnen sind im letzten halben Jahr sogar fest im Stundenplan mit eingeplant gewesen, sonst hätte es gar nicht funktioniert und haben jede Woche feste Stunden unterrichtet, aber dann eben so Sachen wie "Soziales Lernen" und sicher nicht Deutsch oder Mathe.

    Not macht erfinderisch, aber neben den regulären Lehrkräften gibt es an den meisten Schulen doch so viel Personal... Dass dann Unterricht ausfallen muss, verstehe ich nicht wirklich.

    Willkommen in der Realität. Welches Personal meinst du?!? Der Hausmeister, der sich eh schon auf zwei Schulen usw. aufteilen muss? Die Sekretärin, die sicherlich nicht unterrichten gelernt hat, aber bei uns auch schon mal Kunstunterricht gemacht hat? Oder die Erzieher, die nur zum Beaufsichtigen eingesetzt werden können oder gar die Schulbegleiter die genau welche Qualifikation haben?!?

    Was soll denn sonst passieren, wenn nicht Unterricht ausfallen lassen?

    Bundesland?
    Eigentlich kann ich mit das überhaupt nicht vorstellen. Gerade Deutsch- und Mathematikunterricht darf in dem Maße nicht ausfallen und muss vertreten werden. Wie macht diese Schule das? Schickt die die Kinder nach Hause?

    Ich kann dir sagen, wie es bei uns vorletzte Woche war, da fehlten 7 Kollegen gleichzeitig, die eine Klasse hatte wirklich nicht eine Unterrichtsstunde an dem Tag, sondern wurde dann einzelne Stunden in andere Klassen aufgeteilt, den Rest verbrachten sie im Hort. Geschickte Aufgaben finde ich für Kollegen eine Zumutung und gibt es für uns auch nicht, da müssen sich dann die Lehrer kümmern, wo die Schüler hinkommen, dass sie denen ordentliche Aufgaben geben. Das ging als wir letztes Schuljahr eine Klasse 4 Wochen aufgeteilt haben ganz ordentlich, aber das geht so wie vorletzte Woche meist nicht von jetzt auf gleich, zumal es ja evtl. nicht die eigene Klassenstufe ist.

    Also ja, es kann schon mal sein, dass auch 12 Stunden die Woche ausfallen bzw. im Hort oder in anderen Klassen sind, welche Fächer das betrifft kann man kaum einordnen, denn bei uns gibt es in den ersten vier Jahren ja nur VU.

    Gibt es bei neuch eigentlich sowas wie eine Bereitschaft, die kurzfristig einspringt, falls eine Kollegin oder ein Kollege eine Klassenfahrt kurzfristig nicht antreten kann? Oder wird dann im Falle eines Falles ggf. sehr kurzfristig Ersatz gesucht?

    Hier wird sowohl kurz- als auch langfristig Ersatz gesucht, bei meinen Kinder an der Schule haben sie keinen gefunden, womit die Klassenfahrt ausfiel und es deutlich Stress bei allen verursachte.

    Wie wird denn das ganze bisher abgerechnet? Es gibt ja die Möglichkeit, dass du das über Gewerbe oder freiberuflich, sprich mit Rechnung machst oder über Honorarverträge. Je nachdem, was das für Einkünfte sind kann es je nach Auftraggeber sein, dass ein Teil über den Übungsleiterfreibetrag abzurechnen geht, dann ist die Freigrenze 2400 Euro. Also es lohnt sich, sich da ordentlich und konkret zu informieren.

    Und ja, ich habe alle meine nebenberuflichen Einkünfte (egal ob Gewerbe oder Honorarverträge o.ä.) in der Steuererklärung mit drin, dann bin ich auf der sicheren Seite!

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