Beiträge von Susannea

    Ich wäre damals auch überhaupt nicht auf die Idee gekommen, zum Konfirmandenunterricht zu gehen. Das hätte in meiner Familie niemand verstanden. Auch fehlte mir dafür so ziemlich jede Motivation. Am Konfirmationsunterricht nimmt man doch nicht teil, wenn man danach nicht konfirmiert werden will.
    Und ich halte daran fest: Man kann sich sehr viel leichter dafür entscheiden, nicht mehr zu Glauben und aus der Kirche auszutreten, als zu einer Art von Spiritualität zu finden, wenn man das nicht kennengelernt hat. Und wenn man durch die Taufe den Zugang zu kirchlichen Maßnahmen (Jugendgruppen, Kindermessen usw.) leichter findet, kommt man damit eben auch öfter in Kontakt und lernt es kennen.
    Als ich Kind war, war Kirche für mich etwas sehr Fremdes, zu dem ich nicht gehörte und das zu mir nicht gehörte. Ich möchte es für meine Kinder anders, egal was die dogmatischen Kirchengegner davon halten.

    All das bzw. das du das nicht hattest lag aber klar an deinen Eltern, nicht an der fehlenden Taufe. Denn unsere Jugendgruppen, Gottesdienste und eben auch Konfirmanden Unterricht sind für alle offen. Sprich, man entscheidet sich egal, ob getauft oder nicht mit der Konfirmation dafür oder dagegen. Da ist die Taufe vorher egal. Das das vermutlich in der katholischen Kirche oft anders ist, ist zu vermuten, allerdings haben wir z.B. einen Teil der benötigen Gottesdienste für die Konfirmation in der katholischen Kirche abgeleistet, der eine Pfarrer bei uns war einfach nicht tragbar. Und für die katholische Kirche war das auch OK.

    Achso, am Religionsunterricht habe ich da schon lange nicht mehr teilgenommen, Skat konnte ich auch woanders spielen.

    Am Konfirmandenunterricht? Wie denn das? Ich durfte noch nicht einmal Taufpatin meiner evangelisch getauften Nichte werden, weil ich nicht getauft bin. Nee, Zugang zu krichlichen Einrichtungen hat man ohne die Taufe nicht. Irgendwie auch logisch.

    Nein, das ist keinesfalls logisch und schon gar nicht richtig. Denn bei der Konfirmation entscheiden die Kinder sich ja selber für die Religion, bei der Taufe früher meist die Eltern. Daher dürfen sie natürlich auch ungetauft teilnehmen.

    Bei uns waren schon viele Kinder ohne Taufe im Konfirmationsunterricht ohne Taufe und als sie sich für Konfirmation entschieden haben, wurden sie am Vormittag vor der Konfirmation getauft. Waren es aber vorher nicht. Also gar kein Problem.

    Und klar kannst du keine Taufpatin werden, das dürfen nur die entsprechend getauften, aber auch gar kein Problem, denn es gibt auch Taufzeugen, nur ein Taufpate ist nötig, der Rest können Taufzeugen sein. Meine Kinder haben also Taufzeugen und -paten gemischt, für sie sind es allerdings alles Paten, da gibt es keinen Unterschied und in der Kirche sah man den auch nicht, wir hatten für die Zeugen die außen identisch aussehenden Urkunden erstellt.

    Das hängt dann also sehr vom Pfarrer ab, ob er da sich quer stellt.

    Übrigens in der Krabbelgruppe usw. fragt nie jemand danach, ob das Kind getauft ist.

    Edit: Passend dazu steht übrigens heute bei uns in der Gemeindezeitung, dass ungetaufte Kinder die Geburtsurkunde mitbringen sollen. Sprich, man kann natürlich auch umgetauft teilnehmen.

    Ich habe es gemacht wie Bolzbold: Ich selbst bin nicht getauft und auch nicht religiös. Meine bessere Hälfte ist katholisch. Ich habe meine Kinder ganz bewusst taufen lassen. (Die evangelische Konfession hätte mir mehr zugesagt, aber nunja ...)
    Ich habe das nicht gemacht, weil ich mich familiär oder gesellschaftlich unter Druck gesetzt gefühlt hätte, sondern weil ich selbst zu diesem Aspekt des Lebens keinen Zugang gefunden habe. Wenn man als Kind diesen Zugang nicht hatte, ist es kaum mehr möglich, eine Art von Glauben zu entwickeln. Wenn man aber als Kind an eine Religion herangeführt worden ist, hat man die Möglichkeit, zu wählen, ob man diesen Glauben annimmt oder ablehnt. Diese Wahlmöglichkeit, die ich nie hatte, wollte ich meinen Kindern eröffnen.

    Aber warum muss man dazu getauft sein? Am Religionsunterricht oder sogar am Konfirmandenunterricht usw. kann man auch ohne Taufe teilnehmen.

    Wir haben bei der großen in der Klasse auch "verhaltensoriginelle" Kinder, aber eben wirklich so wie benannt, die einfach dann die Klasse verlassen oder um sich hauen und schlagen usw. Ich denke die Klassenlehrerin schafft es inzwischen ganz gut damit umzugehen, aber die Eltern der Kinder z.T. nicht (mein Kind macht so etwas doch nicht, da müssen die anderen vorher etwas gemacht haben) und die Eltern von Mitschülern auch nicht (es ist eben nicht immer der Lehrer für alles verantwortlich und er kann auch nicht alles komplett unterbinden, er kann nur die Mitschüler und sich selber versuchen zu schützen).

    Für mich kam ein Wechsel nicht in Frage und die Diskussionen, die die Eltern auch gerne von mir als Elternvertreterin geführt haben wollten, dass aber XYZ die Schule verlassen müsste, habe ich gleich abgeblockt. Das geht in der Grundschule nicht so einfach und kann auch nicht das Ziel sein. Ziel muss es sein, die Situation für alle tragbar zu machen.

    In den Bundesländern, in denen es Präsenzzeiten am Ende der Ferien gibt, nicht. Das ist bei uns in der ADO explizit geregelt. Ich habe damals, als ich eine Fernreise gemacht habe, um meinen todkranken Vater zu besuchen, meinen Schulleiter gefragt, ob ich innerhalb dieser Zeit noch verreisen darf. Natürlich hat er es genehmigt, aber als selbstverständlich habe ich das aus dienstrechtlicher Sicht nicht erachtet.

    Du meinst, an den Präsenztagen kann man keinen Urlaub nehmen? Das ist logisch, darum ging es hier ja auch gar nicht. Es ging doch genau um die anderen Tage, nämlich die Tage außerhalb der Präsenzzeit in den Ferien, die der Schulleiter auch noch blockieren will.

    Wie wäre es mal mit einem anderen Argument? In Niedersachsen werden haufenweise Stellen an Haupt- und Realschulen ausgeschrieben, die nicht besetzt werden können. Marktwirtschaftlich sinnvoll wäre es dann doch, mehr zu zahlen, oder?

    Naja, einige Bundesländer gehen ja ähnlich vor, sie vergeben eben Erfahrungsstufe 5 für alle Neueinsteiger (und dann demnächst auch E13), damit sie die Stellen möglichst besetzt bekommen.

    Da niemand die ganzen Ferien wegfahren darf, möchte er eben einen Nachweis haben, wenn man zu den Konferenzterminen verhindert ist. Dagegen ist nichts einzuwenden, zumal der Urlaub ja ansonsten nicht tangiert ist.

    Na klar kannst du auch die ganzen Ferien wegfahren, denn wo du arbeitest ist nicht festgelegt und außerdem ist das meiste eh Überstunden abbummeln ;)

    Und wie genau soll dann ein Nachweis aussehen, wir buchen nichts und sind trotzdem an feste Termine gebunden, denn auch die haben dort bestimmte Ferientermine ;)

    Wir haben halt Präsenztage in der letzten Ferienwoche, da müssen wir erscheinen. Dann wärs blöd, wenn man seinen Urlaub zwischen Weihnachten und Neujahr legt, wo eh nie was ansteht. So meinte ich das eher, also dass man sich die Wochen in den Schulferien frei hält, zu denen man eben wirklich weg möchte.

    Wenn jeder seinen Urlaub einreicht, dann weiß der Schulleiter, wer wann da ist (Präsenztage etc. lieber einfordern und dafür wissen, wann man in Ruhe gelassen werden wird, als jedes Jahr von neuem rumrätseln).

    Solange es nur die festgelegten Präsenztage gibt und der Schulleiter keine Urlaubsplanung einfordert, kann man aber jederzeit sonst weg ;)

    Na dann wisst ihr doch, wie ihrs in Zukunft regelt. Urlaubstage nimmt man in der Mitte der Sommerferien.

    Wie kommst du denn auf diesen Rückschluss? Bei mir gehen z.B. immer nur die ersten Wochen und solange es keine Bestimmung gibt, die dagegen spricht, werde ich dies auch weiterhin so tun. Dann bin ich eben immer im Urlaub, ist doch mir egal.

    Bei uns begleiten seit Jahren die Erzieher, aber keine Eltern oder die Sekretärin. Das ist für mich nochmal eine ganz andere Dimension.

    Ehrlich gesagt finde ich nicht, dass das noch großen Unterschied macht, denn auch wir hatten es schon, dass die Sekretärin Kinder beaufsichtigt/beschäftigt hat, weil keiner mehr für die Vertretung da war und der Hort auch schon voll.

    Es kann nicht sein, dass Grundschullehrer nach ihrem Studium nicht nur fachwissenschaftlich, sondern auch fachdidaktisch, pädagogisch und psychologisch den Gymnasiallehrern hinterherhinken, wenn sie (nach eigener Aussage) diese Fähigkeiten doch so viel mehr brauchen.

    Hm, ich denke das ist aber sehr unterschiedlich in den verschiedenen Bundesländern und sogar da an den verschiedenen Unis. Ich würde glatt behaupten wollen, dass da wo ich studiert habe man denen in nichts hinterherhinkte (immerhin waren Erziehungswissenschaften gemeinsam und auch fachliche Ausbildung z.T.).

    Und kann man als GSLehrer auch A13 ohne zusätzliche Aufgabe werden?

    In Berlin gibt es A13 bzw. E13 demnächst für alle GS-Lehrer.

    Dessen mathematische Kompetenz muss wiederrum nicht so groß sein wie die von jemandem, der auf Uni-Niveau unterrichtet.

    Das führt dann zu Kollegen, die ihren Schülern eben nur wenige Stunden voraus sind, weil man doch nicht soviel wissen muss. Also wir haben in Mathematik nicht wirklich weniger (nur weniger ausführlich) gemacht als die Gymnasiallehrer (hatten ja teilweise gemeinsame Veranstaltungen).

    Wer ist dann in eurem Fall für den Schwimmunterricht zuständig? Bei uns ist Schwimmunterricht curricular verankert und muss daher stattfinden.

    Die Lehrer, die eine Schwimmlehrbefähigung (und das sind nur sehr selten Sportlehrer, ich habe z.B. offiziell Biologie, Deutsch, Mathe, Sachunterricht) haben oder in einzelnen Bezirken, die Lehrer, die als Schwimmlehrer in den Stützpunkten stationiert sind.

    Ich habe genug von diesen GEW-Typen an der Uni herumlaufen sehen, und leider gibt's die auch an meiner Schule. SO will ich bestimmt nicht werden...

    Gruß !

    Heißt als, du hast wie zu erwarten war, nie eine Fortbildung, die die GEW organisiert hat (und meist von Experten und nicht ihren Funktionären durchführen lässt ;) ) besucht und kannst es somit überhaupt nicht beurteilen.

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