Man muss die Methoden immer mal wieder wechseln und für jedes Kind etwas anbieten, wenn man wirklich allen gerecht werden will. Und der Frontalunterricht ist dabei auch eine Methode. Ihn ganz unter den Tisch fallen zu lassen ist auch nicht richtig finde ich...
Klar, es ist ja auch nicht so, dass der nicht auch in jahrgangsgemischten Klassen für einzelne Gruppen vorkommt. Aber es ist eben nicht möglich in diesen nur damit zu unterrichten 
Machen das eure Zweitklässler echt? Den Erstklässlern die Inhalte erklären und dabei reflektieren sie das nochmal für sich selbst und verstehen es selbst besser. Finde ich sehr toll.
Ja, das machen heir die Zweit- und Drittklässler echt, wenn es ihnen ordentlich erklärt wurde, wie sie miteinander zu arbeiten haben.
Bei uns ist es eigentlich immer so, dass das Erstklässlerkind ein Zweitklässlerkind etwas fragt... also, nur wenn es daran denkt und nicht sofort die Lehrerin fragt... das Zweitklässlerkind dann dabei aus seinem eigenen Lernen gerissen wird... sich die Aufgabe des Erstklässlers anguckt und mal eben schnell das Ergebnis sagt... und sich dann wieder seinem eigenen Kram zuwendet. Erklärungen sehe ich da eigentlich nie... und auch keine Reflexion.
Dann ist da aber bei der Art, wie sie miteinander arbeiten etwas schief gegangen oder falsch erklärt worden, denn natürlich soll das nicht so sein, dass da etwas der Großen auf der Strecke bleibt oder diese gestört werden.
Wobei man tatsächlich nicht immer dem Trugschluß aufsitzen sollte, dass in jahrgangshomogenen Klassen nur frontal gearbeitet wird.
Das hat doch auch niemand behauptet.
Meine eigentliche Skepsis bezieht sich aber auf den Umstand, dass Jahrgangsmischungen häufig als Sparmaßnahme eingesetzt wird. Sinken die Schülerzahlen, werden Jahrgänge gemischt. Teilweise sind dann diese Klassen genauso groß, wie jahrgangsgemischte. Für benötigte Materialien ist selbstverständlich kein Geld da. Investieren in eine passenden Lernumgebung, ist da natürlich auch Fehlanzeige. In den meisten Schulen werden selbst so notwendige Dinge wie Kopien, Laminierfolien und ähnliche Materialien budgetiert. Auch notwendige Doppelbesetzungen im Stundenplan sind der pure Luxus, der schnell wieder einkassiert wird, wenn Unterricht zu vertreten werden soll oder Kräfte abgezogen werden, wenn man zuviele Stunden im Stundenbesatz hat. Eine Jahrgangsmischung auf meine eigene Kosten möchte ich nun auf gar keinen Fall durchführen.
Ja, klar das ist ein Problem, wenn es als Sparmaßnahme eingesetzt wird, aber bei 9 JÜL-KLassen in der letzten Schule und davor dann 6 SAPH-KLassen kann man so etwas wohl auschließen 
Aber klar, das benötigte Geld usw. ist auch immer ein Problem, aber ja nicht nur bei JÜL.
Viele Jahrgangsmischungen wurden hier in der Gegend spätestens dann wieder abgeschafft, als die Schülerzahlen dies erlaubten. Das kann m.E. nicht nur an der mangelhaften Ausbildung der Lehrer diesbezüglich liegen sondern auch an den gemachten Erfahrungen.
Das Problem ist doch oft, dass ich keine positiven Erfahrungen machen kann, wenn es gar nicht richtig umgesetzt wird. In Berlin z.B. haben es die Schulen wieder abgeschafft, die von vornerein dagegen waren und das Prinzip auch nie wirklich umgesetzt haben.
Ich kenne auch Schulen, wo ich gesegt habe, dass funktioniert hier nicht. Lag meist an den RAhmenbedingungen, zu denen auch die blockenden Lehrer gehören!
Ich habe lange die Meinung gehabt, dass das Mist ist, aber nur, weil ich es nie ordentlcih gesehen habe.