Ganz grundsätzlich finde ich es übrigens gut, wenn der Dienstherr die Zügel wieder mal ein bisschen anzieht und deutlich macht, dass der Rock des Beamten eben nicht nur sehr warm, sondern zuweilen auch verdammt eng ist.
Vielleicht relativiert sich das Streben nach den beamtischen Honigtöpfen dann mal wieder etwas. Man muss sich ja nur hier im Forum umschauen — an jeder Ecke finden sich Leute, die nach Tipps fragen, wie sie sich beim Amtsarzt gut darstellen können (um es mal ganz vorsichtig auszudrücken), oder die lautstark kundtun, dass sie für ein Angestelltengehalt nicht aus dem Bett aufstehen würden.
... und dann damit rechnen, dass die Ergebnisse der Tarifverhandlungen, die ihre angestellten Kolleg*innen u.a. durch Streiken erstritten haben, auf sie als Beamte übertragen werden. Und absolut niedliche Vorstellungen von "Bürojobs" haben.
Ja, das fällt mir hier auch auf und ärgert mich oft. Unterschwellig werden auch private Angelegenheiten wie Kinderbetreuung irgendwie in die Arbeitszeit eingepreist.
Vermutlich zieht der Beamtenstatus die falschen Leute an. Daran müsste man etwas ändern.
Und nicht einfach die Arbeitszeit verlängern, sondern die Arbeitsbedingungen verbessern.
Für mich würde das zum Beispiel dadurch geschehen, dass ich Schüler*innen unterrichte, die sich für das, was ich ihnen beibringen will, auch wirklich qualifiziert haben. Und nicht mit einer Fachoberschulreife ankommen und weder Deutsch noch Mathe noch Englisch können.