Beiträge von Piksieben

    NRW-Lehrerin, es geht aber nicht um "deine" Eltern. Patti fragt, ob es Sinn macht, Mediennutzung zu thematisieren.

    Ich kann als Sek II-Lehrerin nur drauf hoffen, dass das das geschieht, und ich gehe eigentlich auch davon aus. Ich sehe in meinen Klassen Lernende, die nur noch den Move "wischen" drauf haben und deren Hirnwindungen sichtlich verkümmern beim Gucken hirnloser Videos Preisklasse "Biber auf Skateboard".

    Das ist nicht "Privatsache". Das ist eng korreliert mit schulischem Erfolg.

    Ebenso sind Drogen, Missbrauch und anderes Schulthemen, die Eltern natürlich etwas angehen. Der Themenabend zum Missbrauch begann mit einem banalen Satz: "Stell dich nicht so an."

    Diesen Satz habe ich als Kind oft gehört, und in ihm zeigt sich diese Ignoranz gegenüber kindlichen Gefühlen. Kinder in ihrem Vertrauen zu sich selbst stärken, so dass sie lernen, abzulehnen, was ihnen nicht richtig vorkommt, das ist so unendlich wichtig. Und dasselbe gilt für Mobbing in Whatsapp-Gruppen - man kann es nicht früh genug thematisieren. Man fängt auch nicht mit der Verkehrserziehung an, wenn das Kind zum ersten Mal unter den Bus geraten ist, die Sexualerziehung bei der ersten unerwünschten Schwangerschaft.

    Das Angebot von Smiley-ev klingt interessant, und sie können gar nicht alle Anfragen bedienen. Also, anderswo läuft es auch. Patti, ich würde mich nur schulweit da etwas besser vernetzen - musst du das allein stemmen? Andere haben doch auch dieses und andere Themen. Bei uns in der Sek II sind Drogen, Autofahren etc. auch Themen von Veranstaltungen. Aber schulweit.

    Och, manche Wesenszüge sind ja einfach nur menschlich, z. B. die Eitelkeit oder das Revierverhalten. Auch wenn das nicht so sympathisch ist, so sind wir halt.

    Gibt es eigentlich einen Begriff für diesen Wesenszug, einfach nur etwas ergaunern zu wollen, auch wenn es um lächerliche Beträge geht? Einfach nur so aus Prinzip und Vergnügen?

    Kann es sein, dass ihr so allergisch darauf reagiert, "belehrt" zu werden, weil ihr selbst unterrichtet?

    Es ging doch gar nicht darum, selbst die Eltern zu belabern, sondern jemanden hinzuzuholen, der sich auf das Thema spezialisiert hat. Und noch einmal: Viel übergriffiger finde ich Hinweise wie "ihr Kind ist schüchtern, machen Sie mal was dagegen".

    Geht ihr niemals zu Fortbildungen? Ich kann mich nur wundern :ka: auch über das Bild, was ihr von Eltern habt.

    Warum reden beim 9-Euro-Ticket eigentlich alle nur von den Zügen? Man müsste auf die Autobahnen und auf die Innenstädte schauen. Keine Pfingststaus? Nicht dass ich wüsste. Ist die Innenstadt autofrei? Wohl kaum. Gibt es dazu eigentlich auch Aussagen?

    Ich erinnere mich, dass ich zu den Grundschulzeiten meiner Kinder mehrmals zu Themenabenden eingeladen wurde. Es ging um Verkehrserziehung, Missbrauch und anderes, und ich fand das weder belehrend noch übergriffig, sondern hilfreich und informativ. Ich fand eher einzelne "persönliche" Zwangsberatungen als übergriffig, wenn mir gesagt wurde, was ich mit meinen Kindern üben soll und in was für Sportvereine sie sollen - der Gipfel war eine Erzieherin im Kindergarten, die behauptete, die Zähne von meiner Tochter seien kaputt. Waren sie gar nicht.

    Ich kenne Smiley.eV nicht, aber die werden sich sicher nicht hinstellen und den Eltern Vorschriften machen. Außerdem ist es gut, wenn die Eltern Gelegenheit haben, sich untereinander auszutauschen und Fragen zu stellen.

    Klar, man erreicht nicht immer alle, aber das ist kein Grund, es gar nicht zu versuchen. Muss ja nicht gleich am Anfang des Schuljahres sein.

    Ich mache das mit Excel, mit WENN und bedingter Formatierung, sichtbar, wenn es ein Selbsttest sein soll, und versteckt, wenn ich es korrigieren möchte. Kann man natürlich auch ausdrucken. Schick mir eine PN, falls du eine Vorlage brauchst.

    Ich habe schon vor vielen Jahren bei der Betreuung einer Newsgroup gelernt, dass man oft von etwas getriggert wird, das im Text gar nicht so steht. Sprich: Man sieht hinter Zeilen Ärger und Kritik, die da gar nicht drinsteht und nicht gemeint ist. Damals habe ich mir angewöhnt, auf Nachrichten, die mich ärgern, nicht gleich zu reagieren, sondern am nächsten Tag noch einmal reinzulesen und dann grundsätzlich freundlich oder wenigstens sachlich zu antworten. Oft hat sich der gefühlte Ton des Posts dann verändert. Damit bin ich seitdem gut gefahren.

    Aber manchmal kann ich auch nicht anders :pfeif: Geht euch das nicht auch so? Manchmal muss etwas raus :rofl:

    In anderen Foren gibt es auch so Platzhirsche, die alles besser wissen, einige amüsant, andere weniger.

    Ich finde ich Moderation hier ganz gut und dann kann man ja auch ignorieren. Und man muss ja auch nicht zu allem und jedem seinen Senf hinzugeben. Man kann auch die Themen auf der ungelesen-Liste als gelesen markieren und muss die nicht immer sehen. So finde ich es eigentlich ganz gemütlich. :sofa:

    Google Maps sagt die Reisezeit recht zuverlässig voraus.

    Das ist vermutlich ohnehin die Zukunft des Reisens. Google ist immer schon da.

    Inzwischen bin ich bei Staus auf längeren Strecken auf dem Beifahrersitz vollbeschäftigt. Immerhin müssen Google Maps, Verkehrshinweis, Navi und der Straßenatlas zu Raten gezogen werden, wenn man überlegt, ob man über A oder besser über B fährt.

    Ich denke, da wird sich noch eine Menge tun, also z. B., dass das Navi besser informiert ist, der Verkehrshinweis individualisiert und das Fahren mehr und mehr autonom ist.

    Ob die Bahn da mitkommt? Gerade bei Urlaubsreise ist Bahnfahren ja doch recht mühselig. Habe ich früher aus Überzeugung gemacht, aber die Vorstellung, man könne herumlaufen, käme pünktlich an, könnte relaxen im Zug ... das ist halt meistens eben nicht so. Es ist einfach angenehmer mit den Fahrrädern hintendrauf im Auto, und am Zielort ist man dann auch beweglich.

    Wenn ich sehe, dass Geringverdiener auch mal eine kleinere Reise unternehmen können, die sonst völlig unmöglich wäre, finde ich das schön. Oder meine Oma auf dem Land, wir haben ihr das Ticket gekauft, damit sie auch öfter mal einen Stadtbummel machen kann, ohne gleich 12 Euro los zu sein oder gefahren werden zu müssen.

    Ich finde es bestürzend, dass es offenbar einen Krieg braucht, damit auch Leute mit kleinem Einkommen mal einfach so herumreisen können. Mit diesem Gedanken kann ich mich absolut nicht anfreunden und das ist auch nicht das Ziel des 9-Euro-Tickets.

    Es scheint völlig aus dem Blick zu geraten, dass wir von russischem Gas unabhängig werden müssen. Werden wir das, wenn jetzt alle Leute mit dem Nahverkehr herumfahren und gleichzeitig die Spritpreise gesenkt werden?

    Die muss man auch nicht offenlegen. Aber die Aufzeichnungen helfen natürlich, die entsprechende Begründung für seine Notengebung zu liefern.

    Ja, logisch. Aber ich habe das bisher immer problemlos auch ohne detaillierte Aufzeichnungen hingekriegt. Ich kann mit diesen Zahlenwüsten in den roten Lehrerkalendern nichts anfangen. Sind das Rechenaufgaben :ka::flieh:

    Bei uns werden auch die Teilleistungen (schriftlich/sonstig) pro Quartal in Schild erfasst.

    Was ist denn der Hintergrund deiner Frage, pintman?

    Ich hatte gelegentlich Einsprüche bei der Notengebung. Dann habe ich eine Stellungnahme verfasst, in der ich die Note begründet habe. Nach schriftlichen Aufzeichnungen während des laufenden Schuljahres wurde nicht gefragt.

    Die inhabergeführten Gemüseläden, von denen es bei mir in Laufnähe sogar zwei gibt, haben deutlich bessere Ware als die Discounter. Schon allein wegen der Petersilie lohnt es sich. Kräuter sind im Supermarkt oft eine mehr als trostlose Angelegenheit. Es gibt Ausnahmen, aber nicht in Laufnähe.

    Neulich brauchte ich einen Schlüsseldienst und habe ein offensichtlich alteingesessenes Unternehmen beauftragt. Der Service war persönlich, angenehm, unkompliziert.

    Viele sind ja auch zu Coronazeiten eher in ihrem Stadtteil einkaufen gewesen. Hier zum Beispiel hat der Buchladen, als er zu hatte, Bestellungen beim benachbarten Gemüseladen zum Abholen bereitgelegt.

    Allerdings, zugegeben, im Buchladen stehe ich auch nicht auf Beratung, sondern möchte in Ruhe stöbern, da fühle ich mich in einem kleinen Laden nicht so wohl. Im Gemüseladen ist das was anderes, eine Kohlrabi, zwei Möhren ...

    Shoppen in der Stadmitte fällt mir gar nicht mehr ein. Ich bleibe ohnehin immer im Buchladen hängen.

    Ich würde trotzdem gern verstehen, was du damit meinst, dass "uns das Selbstvertrauen" fehlt, das LI als Löwenzahn zu benennen. Vielleicht versteht man es nicht, obwohl es ja drüber steht, aber "sich nicht trauen"?? Wieso denn das? Weil es nicht sein kann, dass ein Löwenzahn denkt, und, schlimmer noch, schlecht von den Menschen und ihren Gesetzen denkt? Braucht es Selbstvertrauen, zu erkennen, dass die Menschen kritisiert werden?:ka::ka:

    und manchmal wünscht man sich eine andere Gesellschaft, ohne selbst die Sperspitze der Veränderung zu sein.
    Ich MUSS nicht offen (und "zufrieden") mit meinen Problemen umgehen, nur um eben hoffen zu dürfen, dass die Anderen es nicht mehr als Probleme ansehen.
    Respekt vor jedem/jeder, der/die das tut. Aber es ist auch okay, das nicht zu können.

    Ja, seufz. Aber es ist halt für die anderen so unbequem, wenn da jemand mit seinem Schicksal hadert.

    Könnte ja sein, dass es einen selbst mal trifft und daran möchte man nicht gern erinnert werden. Und gibt so weise Ratschläge wie, man muss selbst mit sich im Reinen sein, dann klappt schon alles.

    In Düsseldorf gibt es doch so einen Buchladen, da hängt eine Frage drüber: "Darf der Unglückliche den Glücklichen stören in dessen Glück?"

    Und, darf er? Manche Fragen scheinen keiner Antworten zu bedürfen, weil sie dadurch entwertet würden.

    Ich möchte z.B. auch kein 365€-Ticket, was soll ich damit? Ich möchte, dass spontane EINZELFAHRTEN bezahlbar werden. Das wäre mal ein echter Fortschritt und würde auch Autobesitzer zur Bahn motivieren.

    Ja, das wäre fein, und wenn die Züge dann auch noch pünktlich fahren würden, das wäre ein echter Fortschritt.

    Und was ist daran verwerflich? Ist doch super, wenn die Urlauber*innen mit dem Zug statt dem Auto anreisen. Genau damit wird doch dann der Gedanke umgesetzt, das Auto stehenzulassen, Sprit zu sparen und letztlich die Umwelt zu schützen. Ob sehr viele, die normalerweise nicht nach Sylt gereist wären, dies nun allein wegen des 9-Euro-Tickets tun, sei mal dahingestellt. Die Unterkünfte werden ja nun auch nicht billiger und somit insgesamt höchstens die Kosten für Hin- und Rückreise günstiger als "normalerweise".

    Oder hab' ich irgendwo einen Denkfehler?

    Ich verstehe ohnehin nicht, warum die Fahrtkosten das einzige Hindernis sein soll, nach Sylt zu fahren.

    Was ich aber meinte, war: Das Billigticket wird Verkehr erzeugen. Weil Leute einfach nur deshalb wegfahren, weil es nix kostet. Deshalb müssen mehr Züge eingesetzt werden. Und ehrlich gesagt, ich glaube nicht, dass viele Autos stehen bleiben deshalb. Im Zug ist man ja so viel Volk ausgesetzt.

    Für diesen Effekt gibt es viele Beispiele, der bekannteste ist wohl der mit den Ratten, für die eine Fangprämie ausgesetzt wurde, um ihren Bestand zu dezimieren (irgendwo in Amerika irgendwann...). Der Effekt war, dass die Leute anfingen, Ratten zu züchten für diese Prämie.

    Ähnlich ist es mit dem Straßenbau. Bessere Schnellstraßen erzeugen mehr Verkehr.

    Aber wir werden sehen. Vielleicht sehe ich das zu duster und die Deutschen werden ein Volk von Bahnfahrern, die Autos verschwinden und die Parkplätze werden zu Liegewiesen :laola:

    Vermutlich nicht, aber bei der Umweltbelastung, die ein Flug mit sich bringt, ist die Autofahrt zu vernachlässigen. Mal abgesehen davon, dass Leute, die sich Flugreisen leisten können, nur so semi-bedürftig sind. Wie oben schon erwähnt wäre eine Unterstützung für bestimmte Gruppen im Lebensmittelsektor nötig. Nicht allen Erwerbstätigen 300 Euro hinterherwerfen, was soll das.

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