NRW-Lehrerin, es geht aber nicht um "deine" Eltern. Patti fragt, ob es Sinn macht, Mediennutzung zu thematisieren.
Ich kann als Sek II-Lehrerin nur drauf hoffen, dass das das geschieht, und ich gehe eigentlich auch davon aus. Ich sehe in meinen Klassen Lernende, die nur noch den Move "wischen" drauf haben und deren Hirnwindungen sichtlich verkümmern beim Gucken hirnloser Videos Preisklasse "Biber auf Skateboard".
Das ist nicht "Privatsache". Das ist eng korreliert mit schulischem Erfolg.
Ebenso sind Drogen, Missbrauch und anderes Schulthemen, die Eltern natürlich etwas angehen. Der Themenabend zum Missbrauch begann mit einem banalen Satz: "Stell dich nicht so an."
Diesen Satz habe ich als Kind oft gehört, und in ihm zeigt sich diese Ignoranz gegenüber kindlichen Gefühlen. Kinder in ihrem Vertrauen zu sich selbst stärken, so dass sie lernen, abzulehnen, was ihnen nicht richtig vorkommt, das ist so unendlich wichtig. Und dasselbe gilt für Mobbing in Whatsapp-Gruppen - man kann es nicht früh genug thematisieren. Man fängt auch nicht mit der Verkehrserziehung an, wenn das Kind zum ersten Mal unter den Bus geraten ist, die Sexualerziehung bei der ersten unerwünschten Schwangerschaft.
Das Angebot von Smiley-ev klingt interessant, und sie können gar nicht alle Anfragen bedienen. Also, anderswo läuft es auch. Patti, ich würde mich nur schulweit da etwas besser vernetzen - musst du das allein stemmen? Andere haben doch auch dieses und andere Themen. Bei uns in der Sek II sind Drogen, Autofahren etc. auch Themen von Veranstaltungen. Aber schulweit.