Beiträge von Piksieben

    Ich hatte es so verstanden, dass man nicht nur die Autofahrer subventionieren wollte, sondern auch einen Anreiz schaffen wollte, das Auto stehen zu lassen, denn eigentlich wollen/sollen wir Sprit sparen und das Klima schützen.

    Mit dem 9-Euro-Ticket zum Flughafen fahren ist natürlich nicht im Sinn der Erfinder*innen. Aber so ist das mit solchen letztlich doch sehr halbgaren Maßnahmen. Jetzt tourt man per Bahn nach Sylt und sonstwohin, weil es ja so billig ist. :hammer:

    Da würde ich aber lieber auf Greta pfeifen

    So einen dämlichen Spruch höre ich leider nicht zum ersten Mal.

    "Die Greta hat gesagt, es würde nie mehr regnen", sowas in der Richtung.

    Warum werden Menschheitsprobleme in dieser Weise personalisiert, ich verstehe es nicht und es ärgert mich maßlos.

    Es gibt auch Leute, die lehnen irgendwelche Aufgaben grundsätzlich mit dem Verweis auf ihre Teilzeitbeschäftigung ab. Was ist das für eine Legende, dass Teilzeitkräfte Vollzeit arbeiten, aber Teilzeit bezahlt werden? Also ich mache das nicht. Ich brauche für einige Dinge Zeit, die ich nicht habe, wenn ich Vollzeit arbeite, und ich möchte einige Dinge tun, bevor ich in Rente gehe. Muss man sich leisten können, ja.

    Ich habe definitiv mehr Zeit und Energie, während ich Teilzeit beschäftigt bin. Es ist nicht immer ein freier Tag in der Woche, aber doch sehr oft. Ich genieße es sehr.

    Ich kenne auch einige Leute, - keine Lehrer - auch ohne Kinder, die Teilzeit arbeiten, weil sie mehr Zeit für sich haben wollen. Für ihr Klavier, ihre Familie, ihr Hobby. Das kann doch jeder machen, wie es passt. Ich finde es genial, dass ich jedes Jahr im Januar entscheiden kann, wie viel Stunden ich im nächsten Schuljahr machen will. Und dann auch noch diese Vergreisungsstunden, also Entlastung mit 55 bzw. 60. Cool.

    Das Problem ist, dass der Weg "steil" bergab geht und ich fast nur bremsen muss, um überhaupt gut fahren zu können (ich denke, andre stellen sich da nicht so an), ich hab immer Angst, dass es mich aus der Spur wirft oder ist es nicht "derbremsen" kann, also zu schnell werde. Und da befürchte ich beim Ebike mehr, weil ich ja schneller bin... Es ist ein Waldweg, der dick bis megadick voll Split ist und in der Mitte hoch und zu den Rändern abfallend, da kann ich irgendwie ganz schlecht bergab fahren. Oder ich stell mich halt einfach an, ich weiß es nicht.

    Deine Erfahrungen?

    Absolut berechtigte Bedenken. Ich fahre mit dem E-Bike auch deutlich lieber bergauf als bergab. Auf Split, Kiesel, Sand etc. ganz ungern.

    Das muss man üben. Die schweren Unfälle mit E-Bikes kommen nicht von ungefähr. Die Dinger sind schwer und man muss deutlich mehr Kraft und Koordination aufwenden, um die Balance zu halten. Das ist wirklich nichts für Leute, die seit Jahrzehnten auf keinem Zweirad gesessen haben. Aber dafür gibt es ja auch schon Kurse.

    Als ich einmal vom elektrischen auf das normale Rad umstieg, habe ich mich langgemacht, weil es so ganz anders reagiert. War nicht schlimm, aber lehrreich.

    Man kann auch mit dem E-Bike vorsichtig und so langsam wie man mag fahren. Ich fahre meist wirklich nur in moderatem Tempo, neulich war mir mal sehr windig zumute, da hatte ich fast 40 Sachen drauf, bergab, das war mir definitiv zu schnell.

    Ausprobieren hilft. Bei mir hat es mit dem E-Bike auf Anhieb gefunkt und es macht Riesenspaß. Seit bald fünf Jahren schon. Inzwischen sind die Räder wohl auch etwas graziler.

    Diese ganzen "Ich muss aber"-Geschichten sind ja schön und gut. Tatsächlich halte ich es für irrelevant, ob du (ja, du) ein Auto haben musst oder nicht. Die wichtigere Frage: Brauchen alle, die ein Auto haben, eines? Wenn das jemand glaubt, können wir uns gerne darüber unterhalten.

    Tja, genau so ist es: Man zieht aufs Land und kriegt Kinder und dann braucht man unbedingt ein Auto oder zwei.

    Und weil das so viele Leute machen und auch die in der Stadt tausend Gründe haben (der Arzt wohnt in der Nachbarstadt, das Kind muss zum Ballett), haben wir genau die Probleme, die wir eben haben.

    Ich sehe immer die dicken SUVs, mit denen Kinder am Behindertenparkplatz rausgelassen werden, weil man ihnen zweieinhalb Meter sparen muss, die sie bis zum Eingang vom Schwimmbad brauchen. Zufahrt ist eigentlich für Nichtbehinderte gesperrt, aber hey: Geht ja gerade nicht anders. Pure Bequemlichkeit und Ignoranz.

    Ginge schon, und ich habe meine Kinder niemals mit irgendwelchen fadenscheinigen Gründen im Halteverbot aussteigen lassen. In die Grundschule sind beide Kinder grundsätzlich unmotorisiert gebracht worden oder selbst gelaufen. Manche Leute fahren nach wie vor mit dem Geländewagen zum Bäcker. Und wenn ich mich in der Siedlung umschaue, sehe ich viele Leute mit mehr Autos, als sie überhaupt bedienen können. Und das bei besten Bedingungen, was den ÖPNV angeht.

    Bevor ich das Pedelec erwarb, war ich neidisch auf die Kollegen, die mit dem Rad zur Schule fahren konnten. Ich bin im Studium nur Rad gefahren und danach auch viel, aber wo ich jetzt wohne, ist es zu steil, um das täglich zu machen. Jetzt bin ich sehr glücklich: Frische Luft, Bewegung und keine Einparkmanöver. Perfekt. Regenausrüstung ist wenn nötig an Bord, nur wenn es glatt ist, ist es mir zu gefährlich.

    Es ist sehr unbequem und "dem Bürger" sagt es keine Regierung gern, aber es zeichnet sich immer mehr ab, dass wir über die Anzahl Hunde, Kinder, Autos und Schnitzel reden müssen, die wir so haben bzw. konsumieren.

    Ich nehme mich nicht aus und verurteile niemanden, aber ein bisserl über den Tellerrand hinaussehen täte manchmal nicht schaden.

    Ich finde, das 9-Euro-Ticket ist zumindest mal ein Anfang. An irgendwas muss man ja merken, dass die Grünen mitregieren und nicht nur die freiefahrtfürfreieBürger-Partei, der nichts Besseres einfällt als das Benzin zu subventionieren.

    Es ist eigentlich fürchterlich, wie sehr die Städte vom Auto bestimmt werden. Da wäre noch so viel zu tun. Allein der viele, viele Parkraum. Es ist ja tatsächlich verboten, seine Garage als Werkstatt zu zweckentfremden, aber viele Leute machen das und ihr Auto steht draußen rum.

    Und die meiste Zeit steht es ja tatsächlich. Meins auch, seit ich E-Bike fahre. Eine Kombination aus Carsharing, gutem ÖPNV und Radfahren wäre für mich ein Ziel. Dass man sich ein Auto anschaffen muss, weil man Kinder hat oder zu einem etwas weiter weg praktizierendem Arzt fahren will, naja, das ist, wie soll ich sagen, Neunziger?

    SUVs als Elterntaxis und Schottergärten ... zum Glück gerät beides allmählich in Verruf :klatsch:

    Wenn es den Grünen möglich ist, unter dem Druck der Ereignisse und mit großen Bauchschmerzen entgegen ihren eigentlichen Grundsätzen zu entscheiden und Waffen zu liefern, dann könnte man ja auch denken, dass die FDP in Sachen Tempolimit umdenkt - dabei müsste sie dabei sehr viel weniger Bauchschmerzen haben, alle um uns herum haben längst eins, es kostet nichts, es würde kurzfristig helfen ... aber nein. Stattdessen wird Sprit subventioniert.

    Andere Maßnahmen wären auch längst überfällig: den Fleischkonsum reduzieren zum Beispiel, um den Welthunger zu bekämpfen. Aber nein, mein Schnitzel aus Qualhaltung lasse ich mir nicht nehmen.

    Über Waffenlieferungen zu diskutieren scheint einfacher zu sein als über alles, was uns unmittelbar betrifft und uns vielleicht klar machen würde, wie sehr wir auf Kosten anderer leben. Dass das alles zusammenhängt, wird uns gerade drastisch vor Augen geführt.

    Wie weit ist denn die Planung der Fahrt gediehen? Wenn sie noch am Anfang steht und eine relevante Anzahl von Kindern nicht mitfährt, dann ist das doch Grund genug, die Sache abzublasen?

    Wie verbindlich ist "wird gewünscht"??

    Unglückliche Situation für dich, aber es ist nun mal nicht deine Aufgabe, die Schulleitung wunschlos glücklich zu machen. Ich würde unter den aktuellen Bedingungen auch nicht unterschreiben. Schon wegen der 3 Stunden Fahrtzeit. Ich würde auch sagen: Den Schwarzen Peter an die SL weiterreichen.

    Fachinformatiker - ich denke, du siehst das ein klein wenig einseitig. Dafür hast du aber nette, populistische Parolen. *kopfschüttel*

    Kann bitte jemand mal "populistisch" definieren? Gegen Waffenlieferung und gegen Töten zu sein ist "populistisch"?

    Darf man in diesem Land keine Meinung mehr haben, ohne dafür in dieser Weise persönlich angegriffen zu werden?

    Ich finde das sehr undifferenziert. Nach schweren Waffen zu rufen ist doch ebenso "populistisch" oder wie genau hättest du (und andere, die in diese Richtung schreiben) das denn gern?

    Ich will damit nicht sagen, dass ich gegen Waffenlieferungen bin. Aber ich habe Bauchschmerzen dabei, und ich bin froh, dass sich unsere Regierung die Sache auch nicht ganz so einfach macht.

    Hier macht eh jeder sein Ding.

    Ja, und genau so eine Einstellung ist bei einer Pandemie ebenso Mist wie bei der Klimakrise. Tempolimit - um Gottes Willen - ich mach mein Ding. Sprit sparen? Omg - ich mache mein Ding.

    Weil alle so sehr ihr Ding machen, hat sich die Menschheit dahin katapultiert, wo sie jetzt ist.

    Bloß, dass die einen mehr ihr Ding machen dürfen als die anderen. Die Risikogruppen dürfen aktuell sehr wenig ihr Ding machen.

    Ich weiß, das war jetzt nicht so das Thema, aber mich ärgert diese "Freiheitsliebe" in Kombination mit einem sehr sonderbaren Patriotismus doch sehr.

    Herr Rau, vollumfängliche Zustimmung. Diskussion, Kritik, Auseinandersetzung - all das ist unbedingt notwendig in einer Demokratie. Wo kommt das her, dass man auf Argumente mit Vorschriften antwortet?

    Ich diskutiere allerdings auch nicht über die Maske, es nutzt nichts und langweilt mich inzwischen. Ich warte ab und schütze mich selbst. Ich habe auch null Bock, mich zu rechtfertigen.

    Irgendwie finde ich das schrecklich. Da geht es um ein aktuelles, beklemmendes, beängstigendes Thema, nicht einfach "Konflikt", sondern echten Krieg, und auch gebildete, gut informierte Menschen verstehen nicht wirklich, was passiert, weil man eigentlich auch nicht verstehen kann, wie so etwas passieren kann, wie kann es sein, dass Krankenhäuser beschossen werden, ganze Städte zerstört werden, Menschen ihre Häuser verlassen müssen, Kinder getötet werden. Wie können Menschen so sein? Was können wir tun?

    Und da fordert man Zehntklässler auf, eine Internetrecherche zu machen und wundert sich, dass sie irgendetwas zusammengoogeln und will sie auch noch dafür sanktionieren.

    Bei uns gibt es ein Gesprächsangebot zu diesem Krieg, das helfen soll, mit den Gefühlen klar zu kommen, die dieser "Konflikt" auslöst. Das finde ich den richtigen Ansatz. Sprechen, nicht prüfen.

    Mich erinnert das an einen Aufsatz, den ich von meiner Mutter, die Kriegskind war, gefunden habe. Sie schilderte darin die dramatische Heimkehr an ihren Wohnort, als der Krieg gerade beendet war.

    Darunter der Rotstift der Lehrerin, die allerlei zu kritisieren hatte und eine Note gab. Zum Weinen.

    Ja, nun, das ist aber halt in jedem Supermarkt so. Und das nicht nur in Deutschland, gell?!

    Wenn die Artikel nicht gekauft würden, würde es ja nicht so viel Auswahl geben.

    Ja, das ist so ein gern dahergenommenes Argument: "Der Verbraucher will das so". Natürlich, wenn man ihm über die Werbung wieder und wieder eintrichtert, dass er irgendeinen Mist unbedingt braucht, dann meint "der Verbraucher" womöglich, diesen Mist zu wünschen oder zu brauchen. So entsteht eine unfassbare Ressourcenverschwendung und viel, viel Müll, der schon an der Arktis ankommt.

    Da kann "der Verbraucher" wenig gegensteuern, das muss dann wohl "die Politik" machen.

    Ich denke auch, du solltest das nicht persönlich nehmen und auch nicht als Niederlage auffassen. Schon dass du jetzt weinen musst, sollte ein Alarmzeichen für dich sein. Kümmere dich jetzt erst einmal um dich selbst und schaffe etwas Abstand. Vertrau mal auf deine Schulleitung, sie wird schon wissen, was sie tut.

    Die "Notlüge" finde ich gar nicht so schlecht - schau, es soll ja auch nicht für die Kids so aussehen, als hätten sie dich verjagt.

    Krönchen zurechtrücken und weitermachen :troest:

    Ich denke, dass du es nicht so gemeint hast, aber weil es auch so gelesen werden kann: es ist wirklich wichtig, dass den Menschen, mit besonderen Risikofaktoren aufgrund der Pandemie NICHT die moralische Verantwortung/ Schuld für die Pandemie zugeschoben wird.

    Es wird auch gern übersehen, dass die Kinder, die Einschränkungen hinnehmen mussten, dadurch ihre Ernährer und Ernährer-Ernährer schützten. Schrecklich, wie immer die verschiedenen Gruppen gegeneinander "verrechnet" und ausgespielt werden. Sind die Kliniken überlastet, da leidet jeder, der behandlungsbedürftig ist. Und bezahlen tun wir es auch alle. Wirklich sonderbar, wie sich die Diskussion im Kreis dreht.

    Ich bin auch über eine Vertretungsstelle in den Schuldienst gekommen, habe also den Seiteneinstieg auch erst später gemacht. Natürlich geht das. Wenn dir aktuell nicht so wohl dabei ist, fang halt erst mal mit der Vertretung an und schau dann weiter. Aber versprechen kann dir niemand was.

    Die Bezahlung bei einer Vertretungsstelle ist schlecht. Und ja, die unbezahlten Sommerferien. Mir hat es allerdings geholfen, dass ich an derselben Schule den Seiteneinstieg gemacht habe, wo ich auch vertreten habe, ich kannte mich also schon ein bisschen aus. Das ist sonst schon ziemlich viel auf einmal.

    Vertretungslehrer auf Dauer? Tu's nicht. Du wirst dich auf Dauer ärgern, für weniger Geld und mit weniger Befugnissen zu unterrichten, du wirst nicht befördert, dir fehlt der Austausch mit anderen Lehramtsanwärtern, du musst dir alles mühsam allein aneignen, man nimmt dich nicht für voll.

    Deine Vorerfahrungen werden dir beim Seiteneinstieg nutzen.

    Ich stand nach einem Jahr Ausbildung auch vor der Frage: Lasse ich es bei der Pädagogischen Einführung oder ziehe ich es durch? Ich habe es durchgezogen und das war die einzig richtige Entscheidung.

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