Beiträge von Piksieben

    Vielen Dank für euer Feedback. Als Neuling macht man sich doch zu viele Gedanken :)

    Ich lerne aus der Situation und weiß jetzt, dass Schüler einiges behaupten können ;)

    Ich mache mir diese Gedanken auch nach 15 Jahren noch. Ich frage mich, wie oft mich jemand im Laufe eines Schultags anlügt. Ich finde das nicht harmlos. Je mehr solcher Lügen man erkennt, desto misstrauischer wird man. Mit dem Effekt, dass man irgendwann grundsätzlich allen Schülern mit Misstrauen gegenübertritt.

    Es müsste anders herum sein. Grundsätzlich vertrauen. Misstrauen nur, wenn es Anlass gibt. Aber so funktioniert das im Lehrerberuf offenbar nicht.

    Ich finde es zum Beispiel extrem schäbig, sich beim Arzt ein Attest zu erschleichen, obwohl man gar nicht krank ist, sondern einfach nur keinen Bock auf Klausur hat. Es gibt auch Menschen, die sind ernsthaft und chronisch krank. Aber so weit reicht dann leider der Verstand einiger gesunden Personen nicht, dass man sich schlecht fühlt, wenn man behauptet, man hätte sonstwas.

    Einige Schüler lügen auch noch derart durchschaubar schlecht, dass sie einem gleich ins Gesicht sagen könnten, dass sie einen für blöd halten.

    Daran kann ich mich nicht gewöhnen.

    Ich traue der Immunisierung nicht mehr über den Weg. Dieses Genöle mit den zwei Jahren - jetzt muss aber mal Schluss sein, als wäre das ein Grund für irgendwas - ödet mich auch an. Zwei Jahre habe ich mich an alle Regeln gehalten und habe eine Infektion vermeiden können. Und jetzt soll ich mich doch bitte infizieren? Warum eigentlich? Auch die neueste Untervariante von Omikron ist kein Schnupfen. Und sich einmal infizieren reicht ja offenbar auch nicht für eine Immunität, sonst wären die Zahlen nicht unvermindert so hoch.

    Ich lasse die Maske erstmal auf. Eltern mit Schulkindern tun mir echt leid.

    Ich habe mich zu Beginn dieses Schuljahrs mehrfach geärgert, dass ich meine sorgfältig erstellten Arbeitsblätter lieblos liegengelassen wieder einsammeln konnte.

    Offenbar habe ich eine größere Affinität zu Ausgedrucktem als meine Schüler. Wenn wir im PC-Raum sind, drucke ich gar nichts mehr aus. Die Schüler können das selbst - wenn sie wollen. Aber meist wollen sie gar nicht. Das spart mir viel Ansteherei am Kopierer.

    Ich selbst werde schier wahnsinnig über der ganzen Zettelei. Elektronisch Ordnung zu halten ist schon schwer genug. Für die Schüler übrigens auch. Zum Glück gibt es bei iserv das Aufgabenmodul, da ist alles sicher vorrätig und niemand kommt mehr angerannt und muss etwas nachgetragen bekommen.

    Work-Life-Balance hat nicht nur den zeitlichen Aspekt. Wenn ich meine Arbeitszeit als sinnerfüllt und angenehm empfinde, bin ich ja auch in der Balance.

    Möchte ich lieber Unterricht vorbereiten oder die Küche aufräumen? Lieber Kartoffeln schälen oder unterrichten? Waschen oder Fehlstunden zählen? "Balance" heißt für mich, dass die eine Tätigkeit eine Erholung von der anderen ist und ich mein Leben als abwechslungsreich und sinnvoll empfinde.

    Allerdings, ein hektischer Vormittag mit schwieriger Klientel erfordert Erholung, und wenn ich danach nur noch platt im Bett liege, dann NERVT mich das. Vor allem auch, weil vieles von dem, was ich da so getan habe, sinnlos und frustrierend ist. Zum Glück ist das nicht an jedem Schultag so.

    Bin gerade etwas irritiert ... Blumen ... war das nicht eher Muttertag? Einige Schüler fragten mich sogar gestern, ob die Frauen etwas geschenkt bekommen ... ich sagte, bei uns eigentlich nicht.

    Den Weltfrauentag hatte ich bisher als so was wie den Tag der Arbeit (1. Mai) aufgefasst, also eher Demo und Diskussion als Blümchen. Habe ich was verpasst? Natürlich ist das eine nette Geste, aber wie die Graphik so schön darstellt: Frauen wollen eigentlich was anderes.

    Ich freue mich auch nicht so wirklich über Blumen. Wo sollen die aktuell herkommen außer von weit her oder teuer aus dem Gewächshaus? Ich schaue mir gerade lieber die Schneeglöckchen, Märzenbecher und Krokusse an und lasse ein paar Zweige der Korkenzieherweide in einer Vase austreiben.

    Ich finde, das ist kein "Problemchen", das man irgendwie kleinreden sollte. Wenn es tatsächlich stressbedingt ist, dann kann man da auch was machen. Der Leidensdruck ist schon hoch, wenn man das hier so liest. Das würde ich natürlich ärztlich abklären, aber das hat die TE ja auch vor. Gut so.

    Witze, Satire "dürfen" meiner Ansicht nur Betroffene reißen, nicht wir Zuschauer auf der Couch.

    Zum Glück dürfen wir es hier. Auch wenn es geschmacklos und schlecht gemacht ist, wir dürfen, in einem sehr weit gefassten Rahmen, ohne dafür verhaftet zu werden.

    Oliver Welke hatte das Problem auch, er sagte gleich zu Beginn der heute-Show, dass sie sich gefragt haben, ob sie die Sendung überhaupt machen wollen. Und dann haben sie sie gemacht, und ich finde, das ist gut gelungen.

    Es geht mir sehr oft so, dass mir bei dieser Art von Sendungen das Lachen im Hals stecken bleibt. Die "Anstalt" zum Beispiel ist ja eigentlich irgendwie lustig - aber eigentlich eben auch nicht. Die verhandelten Themen machen mich regelmäßig zornig. Aber Satire ist ja eben auch ein Mittel, um diesen Zorn zu kanalisieren.

    Ja kann man alles damit machen.

    Excel ist ein Tabellenkalkulationsprogramm, es ist ziemlich mächtig für die Verarbeitung und Aufbereitung von Daten. Wenn ich listen haben will, dann nehme ich ein Worddokument. Sieht halt immer alles sehr nach Amateurwurschtelei aus.

    Was mich eigentlich aufregt ist, dass sehr oft solchen Listen, die dann vom Schulamt oder anderen Lehrkräften im excel-Format rumgeschickt werden. Auch Worddokumente werden einfach so versendet. Aber da braucht man sich auch nicht zu wundern, dass die Schüler es nicht richtig können hinterher.

    Von Verschicken hast du nichts geschrieben. Ok, ich bin da ganz bei dir. Viele Leute verstehen das nicht so, dass man Mails am besten in plain text und Anhänge als pdf verschickt. Im nächsten Level ist zu lernen, dass man auch pdfs nicht ohne Betreff und Anschreiben verschickt.

    Aber ich erstelle nie und nimmer Tabellen und Listen in Word, das finde ich nervig.

    Soweit so gut. Ich finde es manchmal „komisch“ und frage mich, ob ich ihnen auch erlauben sollte mich zu duzen.

    Das finde ich auch "komisch". Einbahnstraße unter Erwachsenen. Finde ich nicht ok. Solange sie mich nicht duzen dürfen, spreche ich sie auch mit "Sie" an. Auch die ab Klasse 11, mit dem Argument "gehört zum Erwachsenwerden dazu" und auch "Sie haben jetzt die Verantwortung für das, was Sie lernen".

    Das mit dem Duzen und den Prüfungen finde ich sehr einleuchtend.

    Klar, die Deutschen gehen nach und nach zum "Du" über, aber noch haben wir das "Sie". Wenn es generell ein "du" in beide Richtungen gibt, bin ich gern dabei. Andererseits gibt es auch Gründe für das "Sie", und eines ist der Abstand, den ich wahren will.

    Im Übrigen würde ich erst mal beobachten, wie die Kollegen das so machen. Bei mir war es so, dass die ersten Kollegen, mit denen ich zu tun hatte, durchgängig gesiezt haben. Das habe ich dann übernommen und dabei ist es geblieben. Ich empfinde das impertinente Geduze auch als unangebrachte Kumpelei oder auch als Mutti-Vati-Attitüde, wenn jemand versteht, was ich meine :gruebel:

    Wieso muss man seinen Namen wechseln, sich an- und abmelden? Wenn ich keinen Bock auf das Forum habe, dann klicke ich eben nicht mehr rein. Kann ja dann gelegentlich wieder kommen, wenn ich mag, aber jedes Mal untertauchen und dann wieder auftauchen und dann doch binnen kürzester Zeit wiedererkannt werden ... verstehe ich nicht.

    Ich finde das ganze ziemlich peinlich, als ob wir Lehrer die Leidtragenden dieser Pandemie wären. Wir sind bestens abgesichert und sind in den klammen Haushalten trotzdem wieder mal mit bei den ersten, die profitieren.

    Hab ich auch gedacht.

    Ich finde, das Geld hätte man besser anders angelegt. Zum Beispiel bei der Ausstattung der Schulen/der Schülerinnen und Schüler. Aber Luftfilter zum Beispiel waren ja zu teuer.

    Oder für die Pflegekräfte. Die hat man ziemlich billig abgespeist.

    Excel oder Tabellenkalkulationsprogramme, sind nicht dafür da um dort Listen oder Tabellen zu erstellen. Sehe ich so oft und regt mich immer unendlich auf. Es geht um Berechnungen und sonst nix.

    Ich verstehe absolut nicht, was dich daran aufregt. Natürlich ist Excel auch für Listen und Serienbriefe und Tabellen da. Oder was meinst du damit, dass es "nur um Berechnungen" geht?

    Das Thema bearbeitet sicher jeder Lehrer.

    Ach so?

    Ich kenne Kollegen, die drängen ihren Klassen ihre politische Meinung auf. Das finden die Schüler*innen in der Regel ätzend. Und die Familiengeschichten interessieren in der Regel auch nur insoweit, als man damit Unterrichtszeit schinden kann.

    Zum Thema Krieg in der Ukraine habe ich nichts Qualifiziertes beizutragen. Da halte ich lieber den Mund. Soll jetzt jeder Lehrer im Unterricht eine Viertelstunde über Krieg diskutieren? Ernsthaft? Es gibt genug Fächer, in denen man aktuelle Anlässe gut aufgreifen kann. Meine Fächer sind das bei diesem Anlass nicht.

    Excel geht dafür prima.

    Ich habe für jedes Kalenderjahr eine Tabelle, da schreibe ich die Rechnungen rein (also Betreff und Betrag), wann sie bezahlt und wann sie erstattet wurden.

    Wenn man sich ein bisschen auskennt mit WENN und bedingter Formatierung, ist das wirklich sehr übersichtlich und ohne das würde ich auch hoffnungslos durcheinander kommen mit der Zettelei.

    Obendrüber in der Tabelle stehen die Ärzte, die ich regelmäßig zur Vorsorge besuchen muss. Da trage ich ein, wann ich zuletzt da war, dann habe ich auch immer eine Übersicht.

    Ich rechne nebenher auch immer aus, ob ich mit der GKV besser wegkäme.

    Trotz fortgeschrittenen Alters ist das seit 10 Jahren, also seit ich wieder in der PKV bin, nicht der Fall. Obwohl ich so eine bedauernswerte Angestellte bin.

    Ich habe auch einen Ratschlag. Einfach mal akzeptieren, dass manche Probleme nicht einfach durch gute Ratschläge aus der Welt geschafft werden, dass es manchmal eben nicht "ganz einfach" ist, dass andere Leute anders ticken als man selbst ... und dass man auch mal ein Recht hat, gestresst zu sein, ohne dass jemand daherkommt und einem gute Ratschläge ... ach, das hatte ich ja schon :hammer:

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