Beiträge von Piksieben

    Ob die Schüler das alles so wissen wollen? Meine beiden Kinder waren immer total genervt, wenn Lehrer sich im Unterricht stundenlang über ihr Privatleben verbreiteten. Bei ihnen klang das wirklich so, als ob die halbe Stunde dafür drauf ging, dann ging es um Kinder, Garten und ungefragt über politische Ansichten und und und. Wie überhaupt Lehrer als recht schwatzhaft wahrgenommen wurden.

    Und ja! Viele meiner Kollegen sind in der Tat so schwatzhaft, dass man ihnen aus dem Weg gehen muss, wenn man es eilig hat.

    Von daher: Das ist völlig in Ordnung, sich zurückzuhalten. Die anderen labern schon genug. Manchmal merke ich, ich fange selbst an zu schwafeln. Die Schüler fragen ja auch manchmal, um Unterrichtszeit zu schinden. Dann muss ich mich richtig zusammenreißen :pfeif:

    Ich weiß nun nicht wieso dich das so aufregt. Meiner Meinung nach hätte es eben vielen Lehrkräfte sehr gut getan, wenn sie vor dem Studium oder vor dem Wiedereintritt in die Schule etwas anderes gemacht hätten. Die Perspektive der Mehrzahl der Lehrkräfte, die ich an Regelschulen in meiner eigenen Schulzeit oder auf Fortbildungen etc. erlebt hätte einen Perspektivwechsel sehr nötig gehabt.

    Ob das nun einen Ausbildung ist oder etwas anderes spielt erstmal keine Rolle. Es sollte aber außerhalb der Bildungsblase sein.

    Das finde ich jetzt lustig. Das ist ja dieses Klischee, dass es "richtige" Arbeit gibt und "Bildung".

    Ich bewundere ja immer die Handwerker, die mit zwei Handgriffen etwas in Ordnung bringen und alles erklären können. Naja, fast alles. Einer sagte mal so nebenbei, als er gerade so am Fachsimpeln war: "Irgendwie ist man halt ein Fachidiot ..." Klar! So fühle ich mich als diplomierte Mathematikerin auch! Man sieht die Welt durch eine Brille, das ist halt so, heute sagt man "Blase". Aber warum ist es weniger wert, sich mit geistigen Dingen zu beschäftigen als handwerklich oder in einer Sparkasse? Bildungsblase? Ist nicht Bildung das Weitsichtigste überhaupt? Ständig von Neuem umgeben? Lebenslang am Lernen?

    Gehört es nicht gerade zur Bildung, die Perspektive wechseln zu können? Lernt man das nicht?

    Zugegeben, manche lernen es wohl wirklich nicht :ka:

    Erfahrungen außerhalb der Schule sind sicher nützlich. Sollte man aber auch nicht überschätzen. Man denkt ja auch immer, nach einem Jahr in England spricht man perfekt Englisch.

    Da denke ich immer, jaja, und manche Leute leben 50 Jahre in Deutschland und können immer noch kein Deutsch :rotfl:

    Wenn das Woandersdrinnensein eh schon verboten ist, ist die Ausgangssperre doch überflüssig.

    Ich gehe tatsächlich oft noch spät spazieren oder laufen. Allein. Ohne anderes Ziel. Deshalb hat mich die Ausgangssperre ab 20.00 Uhr, wie wir sie hier eine Zeit hatten, tatsächlich sehr gestört. Jetzt ist es nicht ganz so schlimm, da sie erst ab 22.00 Uhr beginnt und man bis 0.00 Uhr alleine draußen unterwegs sein darf.

    Trotzdem halte ich das für eine staatliche Gängelei ohne erkennbaren Sinn. Beim Alleinedraußensein werde ich mich werde mit Corona infizieren noch es an andere weitergeben.

    Ich schaue mir manchmal die Tagesschau vor 20 Jahren an (kommt auch im Fernsehen). Das ist echt interessant, wenn man die Probleme und Lösungsansätze von damals sieht und dabei weiß, wie es sich weiter entwickelt hat.

    Hattest du meinen ironischen Einschlag überlesen? Ich finde die Begründung "wenn man raus geht, geht man vermutlich woanders rein" auch widersinnig und extrem bevormundend.

    Ich habe bisher immer brav alles gemacht und mitgetragen. Ich gehe selten abends noch irgendwo spazieren, aber der Gedanke, das nicht zu dürfen, macht mich jetzt auch irgendwie pampig. Ich habe einen Kleingarten und fahre da mit dem Rad hin. Die Vorstellung, dass ich da abends nicht mehr noch sitzen darf bis es dunkel ist (da ist es gerade besonders schön) - im Mai, im Juni - ist fürchterlich. Ich kann total nachvollziehen, dass das einige auf die Palme bringt, die sich eingesperrt fühlen und habe gleich geahnt, dass das in der Form nicht durchkommt.

    Was ich beim Tagesschaugucken dachte war: Nein, ich sehe keine neuen Lösungsansätze. Ich glaube, dass es in Deutschland sehr viele sehr kluge Leute mit klugen Ideen gibt, aber irgendwie ist alles nur noch Brei.

    Und ja, ich verstehe, es muss endlich was passieren und es wurde viel zu lange "nachgedacht" - aber das geht jetzt schon seit über einem Jahr so und nimmt kein Ende. Man glaubt langsam nicht mehr, dass es nun das letzte Mal ist.

    Es mag sein, Frosch, dass du alles erklären kannst. Aber ich werde für Leute eingesperrt, die nicht in der Lage sind, sich an Regeln zu halten. Und die Regeln sind nicht nachgewiesenermaßen hilfreich. Man weiß darüber immer noch nichts Belastbares. Die Politiker grinsen in die Kamera und versprechen uns was.

    Zum ersten Mal verstehe ich auch die gereizte Stimmung hier im Forum. Ich glaube, wir sind alle langsam "durch".

    Welcher Lehrertyp an BS vermutlich nicht glücklich wird, ist der ganz leise und eher unsichere Typ oder Kollegen, die leicht die Fassung verlieren. Drei davon hatten/haben wir im Kollegium. Sie sind dauerkrank und leiden heftig unter der Situation im Klassenraum.

    Das würde ich nicht verallgemeinern. Das weist auch auf eine schlechte Führung hin. Bei uns sind disziplinarische Maßnahmen ganz klar geregelt und werden konsequent durchgeführt. Es kommt ja auch sehr drauf an, wo man eingesetzt wird, und das lässt sich ja ändern. Es gibt kollegiale Beratung etc. Man ist einer Situation im Klassenraum nicht hilflos ausgeliefert.

    Natürlich gibt es Lehrer, die mit Klassen nicht klarkommen, aber dafür ist nicht allein die Persönlichkeit des Lehrers verantwortlich, und Kolleg*innen als dauerkrank und übersensibel abzuschreiben ist falsch.

    Ich würde mir trotzdem über die Ohrprobleme Gedanken machen, Sophie. Gibt es da keine Behandlungsmöglichkeiten? Als Lehrerin musst du ja nicht nur viel sprechen, sondern bist auch ziemlich viel Lärm ausgesetzt. Macht dir das nichts aus?

    Warum wird dann das Draußensein verboten?

    Weil aus dem "Draußen" dann ein unerlaubtes "woanders drinnen sein, da wo verboten" wird. Ist doch klar, oder ist das bei dir nicht so?

    Es ist ja auch draußen nicht erlaubt, sich zu treffen. Ich frage mich, wie das funktioniert. Das ist so ähnlich wie sich 50 Meter vom Bäcker entfernen zu müssen, um seinen togo-Kaffee zu trinken .... und dann vor einem anderen Bäcker steht. Leute die zu dritt joggen wollen, entfernen sich dann so weit voneinander, dass sie nicht verabredet aussehen, dann joggen sie gleichzeitig, aber nicht zusammen. Ich darf mich nicht zu dritt im Garten treffen, aber zu zweit und dann mit dem Nachbarn übern Zaun reden. Oder so. Oder soll ich dem sagen: Äh, geht nicht, meine Tochter ist schon hier.

    Ehrlich gesagt, ich bin immer noch verwirrt.

    Im Grunde hieße es: Leute, verhaltet euch vernünftig - inzwischen wissen wir ja, wie das geht. Aber leider funktioniert das nicht.

    Gestern haben wir erst nach fünf Minuten gemerkt, dass wir eine alte Tagesschau angesehen haben. Es ging um Schließungen, Astra Zeneca, was irgendwelche Leute auf der Straße so finden ... und dann der Inzidenzwert von 86, ach so, wie lang ist das denn schon her. Wie viele Murmeltiere werden wir noch begrüßen, bis das hier vorbei ist?

    Und es sitzen immer drei in der Prüfungskomission. Ein Arsch führt da nicht zum Ende.

    Und sich jetzt darüber Gedanken machen, hilft auch wenig.

    Bis dahin geht noch viel Wasser den Rhein runter.

    Eben. Pitschi, räume nicht einer Person so viel Macht über dich ein. Es bringt nichts und sie ist es nicht wert. Es passiert sogar, dass unangenehme Leute irgendwohin weggelobt werden. Man weiß es nicht, sollte aber nicht das Schlimmste annehmen.

    Tja, das ist so eine Frage. Wenn mir sowas auffällt, ist es dann meine Aufgabe, da einzugreifen? Meins wäre das auch nicht, wenn ich schon ahnen würde, dass das einen Streit gibt. Und leider hilft Reden nicht so oft wie behauptet. Und selbst wenn sie reden möchte, weiß man nicht, wie es sich entwickelt, Catania möchte ja sicher nicht als Babysitterin eingespannt werden, wenn die Mutter überfordert ist. Schwierig.

    Ich würde vermutlich bei der nächsten Schreierei nach oben gehen, klingeln und kurz und knapp sagen, dass es mir zu laut sei, ich hätte Kopfweh, müsste arbeiten ... sowas. Dann weiß sie wenigstens, dass andere das mitkriegen. Vielleicht hilft das? Man weiß es nicht. Aber jedenfalls ist das kein In-die-Erziehung-einmischen, sondern eine Ich-Botschaft, vielleicht auch ein Gesprächsanlass. Ich glaube nicht, dass solche Leute gut reagieren, wenn man suggeriert, dass sie wohl mit ihrem Kind nicht klarkommen.

    Natürlich ist 150 ebenso willkürlich und viel zu hoch. Ich muss mir keine Sorgen über auf-zu-auf-zu machen, wir sind satt darüber schon seit einer Weile, und wenn das so weiter geht, machen die Schulen tatsächlich bis zum Sommer nicht mehr auf - da müssen wir wohl nochmal nachdenken, hmmm ...

    Gut, dass jetzt wenigstens die Kanzlerkandidatur der CDU geklärt ist *schweißabwisch*

    :qualm::qualm::qualm:

    ... wo die Mitte ist, definiert auch jeder für sich. Es ist immer so leicht, über andere zu urteilen.

    Da gab es doch neulich dieses Plakat mit den Bananen. Weiß gerade die Organisation nicht mehr, jedenfalls waren da lauter Bananen drauf, unter jeder stand was anderes. Wie man halt so urteilt.

    "zu klein", "zu grün", "zu alt", "zu nackt", "zu viele" usw. usw.

    Das fand ich sehr weise.

    Sooo lange warst du schon nicht mehr beim Friseur?!? Warum denn das?

    Ich war immer schon Friseurmuffel, da kam es mir gerade recht, dass man jetzt Coronafrisuren tragen darf :klatsch: Ich wollte mir eh den Pony rauswachsen lassen und als die Friseure wieder aufmachten, wollte ich mich nicht vordrängeln :rofl:

    Und dann vergeht wieder Woche um Woche und ja, die Spitzen wären mal fällig.

    Oh, das mit den Pickeln unter der Maske kenne ich auch. Ansonsten sind die Masken von der Schule gut, man kann nicht meckern. Und der Zopf ist jetzt schon sehr praktisch, der bleibt erstmal.

    Oooch, kenne ich durchaus. Nicht mal Lust auf das eigene Kind. 🤷🏼‍♀️

    Aber wundern, wenn dann irgendwann nichts mehr zurück kommt...

    Es gibt auch Mütter, die ständig und bis ins hohe Alter ihrer Kinder sich mit reinhängen und aufdrängen. Sie starten als Helikopter-Eltern, die über die Freundschaften ihrer Kinder bestimmen wollen.

    Ist ja auch nicht recht. Mal eine Auszeit haben wollen und nicht als ständige Reserve für das Enkelkind zur Verfügung stehen finde ich durchaus nachvollziehbar. Das hat nichts mit "keine Liebe in sich haben" zu tun. Man kann nicht immer nur Glucke sein und es gibt nicht nur schwarz und weiß.

    Echt, das mit den Ohrmuscheln wollte ich erst nicht glauben, aber das kann wirklich unangenehm sein. Ich war seit über einem Jahr nicht beim Friseur, kann und muss mir jetzt einen Zopf machen und mache die Maske dann ober- UND unterhalb des Zopfs fest, so dass die Ohren keinen Druck abkriegen.

    Jedenfalls, wenn ich drei Stunden in einer Klausur hocke ...

    Ich hatte das ja auch schon geschrieben, dass ich es praktischer finde, vor der Schule am Testzentrum vorbeizufahren. Das habe ich am Montag gemacht, wir haben hier einen Drive-in, da kann man sich online anmelden und muss dann nur mit dem Wagen vorfahren und dumm gucken, dann kommt schon jemand, kontrolliert den Ausweis und schiebt einem ein Stäbchen in Nase oder Rachen. Bescheid war 20 Minuten später per Mail da, ich musste nicht warten.

    Am Dienstag habe ich dann trotzdem noch am Selbsttest meiner Klasse teilgenommen (ich musste nichts machen, das organisiert bei uns die Schulleitung). War beides ok, aber ich fand den Bürgertest bequemer.

    Naja, die Eltern drehen halt auch am Rad ... aber klar, deshalb auf die Lehrkräfte losgehen ist keine Lösung.

    Vermutlich wirst du bei der Auswahl nicht auch noch die Insel auswählen können. Da wäre es ratsam, ein bisschen flexibel zu sein.

    Ich würde ja als erstes Spiekeroog nehmen. Ich war dort zuletzt bei den Vogelzugtagen zu Besuch und habe viel gesehen und auch gelernt. Die beiden Enden sind ganz wunderbar für die Naturbeobachtung und alles ist sehr weitläufig, also, im Vergleich.

    Dann Wangerooge. Dann Juist. Warum man jetzt auf eine Insel will, wo es irgendwie städtisch ist, habe ich noch nie verstanden. Dann bleibt man doch besser gleich auf dem Festland.

    Die Inseln sind aber alle so übersichtlich, da findest du schnell heraus, was du dir ansehen solltest.

    Im Sommer all diese Touristen und im Winter ist es doch sehr zugig und finster. Wobei. Der Sternenhimmel ist einfach phantastisch.

    Wie die anderen schon schreiben, das ist keine leichte Entscheidung.

    Andererseits denke ich manchmal, einige meiner Träume hätte ich schon früher und hartnäckiger verfolgen sollen. Auch heute denke ich manchmal, so auf einer Hallig, das hätte was. Schafe und lesen und spazierengehen und seine Ruhe haben.

    Ja und wieder andererseits: Inzwischen reise ich lieber an die Ostsee nach Meck-Pom und finde es in meiner Stadt auch schön und sehe die Vorteile mehr als früher. Komisch ist das manchmal.

    Man muss auch sehen: Das Inselvolk ist speziell und es ist etwas ganz anderes, da zu Besuch zu sein oder dort zu leben. Ich habe mal in einem Dörflein gewohnt und nie dazugehört. Ich habe mich leichten Herzens wieder getrennt, trotzdem ist diese Zeit mir in schöner Erinnerung.

    Wollte dich nur ermuntern, deine Träume nicht zu vergessen :wink2:

    Mein Tipp 1: Das Händeschütteln ist nur noch ein belächeltes Relikt.

    Genau, das hatte ich vergessen, das Händeschütteln hatte ich schon vergessen, gut so, ich hoffe auch sehr, das kommt nicht wieder. Davon wurde auch früher schon infektionstechnisch abgeraten, aber keiner hat hingehört. Auch davon, sich ständig ins Gesicht fassen, ganz blöde Angewohnheit (heute rückt man die Maske zurecht, auch nicht gut).

    Man muss nicht jeden knuddeln, aber nicht dürfen und nicht wollen sind halt zwei Paar Schuhe. Die "stumme Umarmung", die Mitgefühl ausdrückt, wo die Worte fehlen - die fehlt. Stattdessen drängen sich so abstruse Gedanken auf wie "Wohin will die mit der großen Schüssel, ist das Kartoffelsalat für eine illegale Party?", das hat mir neulich gezeigt, wohin es mit uns schon gekommen ist. Und bei aller Einsicht und Geduld, an manches sollten wir uns nicht gewöhnen.

    Passt zu den Beobachtungen, die ich im Bekanntenkreis so gemacht habe. Da gab es einige, die zumindest die ersten Monate als Zeit des Luftholens erlebt haben, als Pause vom täglichen Wahnsinn und Stillstehen des Hamsterrades.

    Wie habt Ihr das so erlebt?

    Es gibt eher introvertierte Menschen, die es angenehm finden, wenn andere endlich mal Abstand halten müssen (wobei, es gibt Leute, die sind im Wortsinn distanzlos und schaffen das auch in Pandemiezeiten nicht) und sie vermissen auch die Feiern und Ausflüge nicht. Bei mir ist das auch ein bisschen so. Speziell die vielen Feiern vor Weihnachten, die sonst immer so anstanden, habe ich nicht wirklich vermisst. Auch andere "Massenveranstaltungen" muss ich nicht haben.

    So lange man gesund ist und seine Lieben um sich hat, ist das ja eine Zeitlang ok. Aber es ging halt auch die Leichtigkeit dahin, mit der man einfach jemanden spontan umarmen durfte - in einer Zeit, die schon sehr lange her zu sein scheint. Wir werden vermutlich erst in Jahren wissen, was das wirklich mit uns macht. Und ob wir auf Dauer "verbunden" bleiben? Da habe ich große Zweifel. Das sind wir ja jetzt schon nicht mehr (wenn es denn jemals so war), das kann man bestens an diesem Forum studieren.

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