Beiträge von Piksieben

    Du bist noch ziemlich jung, oder? Ungebunden? Wovor hast du Angst?

    Ich bin schon oft umgezogen. Irgendwie ist es schön, Heimatgefühle in verschiedenen Gegenden zu haben. Einige Orte will ich immer wieder besuchen.

    Ich kannte mal eine, die auch so eine ungestüme Sehnsucht nach Meer hatte. Sie wohnt jetzt wirklich dort. Das bereut sie nicht. Wie man überhaupt neue Erfahrungen meist nicht bereut, sondern eher das zögerliche Verharren in Situationen, die man lieber verlassen würde. Darüber können Jahrzehnt vergehen.

    Weil du jetzt Routine hast, musst du doch trotzdem nicht bis zur Pensionierung an derselben Schule bleiben. Also - wann, wenn nicht jetzt?

    Andererseits muss man natürlich sehen: Mitunter fühlt man sich woanders eben doch nicht so richtig zu Hause, und Ostsee einen langen Winter lang ist eben doch was anderes als ein Sommerurlaub. Mach doch Herbst- und Winterferien an deinem Traumort und entscheide dann. Nur Mut!

    Ich verstehe die Frage nicht, warum es mit Kind schwerer sein soll zu pendeln als ein WG-Zimmer zu nehmen.

    Ich würde auf jeden Fall pendeln, allein, um mein Kind möglichst oft zu sehen. Für Notfälle findet sich auch was.

    Ehrlich gesagt verstehe ich nicht einmal, warum das jetzt ein "Schlamassel" sein soll. Du hast den Studienplatz, den du wolltest, du hast ein Semesterticket, du hast eine Kinderbetreuung - worüber genau jammerst du jetzt? Über die Zweitwohnungssteuer? Ist das dein Ernst?

    Der Einwand von Valerianus, daß die Impfungen an Schulen einfach deswegen nicht mehr durchgeführt werden, weil es heute einen anderen Impfstoff gibt, würde im Sinne einer Deutscharbeit bedeuten: "Thema verfehlt, Note 6". Der Impfstoff und die bekämpfte Krankheit hat nichts damit zutun, daß an Schulen nicht mehr durch das Gesundheitsamt geimpft wird.

    Doch, das hat damit zu tun. Massenimpfungen mit Spritze sind schwierig.

    Die formalen Sachen sind das eine. Offenbar ist da ja vieles drin.
    Die andere Sache ist, ob eine Schule dich haben will.
    Wahrscheinlich wird man dich fragen, warum du in so fortgeschrittenem Alter noch mal so einen Schwenk machen willst. Warum du dein eigentliches Studienfach nicht unterrichten willst. Etwas Überzeugenderes als "mal eine andere Richtung probieren" würde ich mir da schon einfallen lassen, oder besser noch, gleich beide Fächer anbieten, wie sich das gehört.
    Dann wird man gucken, was du so gemacht hast und warum du weg willst da, wo du jetzt bist. Teamfähigkeit solltest du auch gleich in der Bewerbung unter Beweis stellen.
    Eine Vertretungstätigkeit würde für dich vermutlich erhebliche Einkommenseinbußen bedeuten. Also lieber erst mal einen Tag hospitieren. Wenn du einen guten Eindruck hinterlässt, wird man dir im weiteren Verlauf auch helfen.
    Ansonsten ist das an der Schule eine Riesenumstellung. Bist du sicher, dass du das willst? Mathe ist nach wie vor ein Hassfach. Damit muss man umgehen können. Ich unterrichte ja viel lieber Informatik.

    welche Verwendung hast du denn nach deinem Tod dafür? Welchen Grund hast da dafür, dass du das nicht möchtest?

    Das geht dich nichts an, s3g4. Das ist eine persönliche Entscheidung, für die man sich nicht rechtfertigen muss. In was für einer Welt leben wir, wenn man noch nicht mal ohne schlechtes Gewissen entscheiden darf, vollumfänglich beerdigt zu werden?

    Besonders Schnee schieben mache ich total freiwillig.

    Tja, das ist ja genau der Punkt. Sachen, die Leute nicht aus Einsicht tun oder unterlassen, werden angeordnet bzw. verboten. Das mit dem freiwillig impfen hat man ja nun jahrelang versucht.

    Die Jahrgänge vor 1970 sind ausgenommen, das stand heute in der Zeitung.
    Ich kann mich sogar noch ziemlich gut erinnern, dass ich die Masern hatte. Das gehörte damals einfach zum Programm.


    On topic - bei uns an der Schule haben wir die verschlossene Tonne eines professionellen Betriebs für Datenvernichtung, der mit der Stadt zusammenarbeitet. Da werfe ich am Ende des Schuljahres nach dem Verstreichen der Widerspruchsfristen sämtliche datenschutzrelevanten Papierdokumente ein.

    Sowas haben wir auch. Am Ende des Schuljahres lege ich die Notenlisten und was ich da noch so habe in mein Archiv, achte darauf, dass keine Hüllen etc. dabei sind und nach einem Jahr kommen sie in die Vernichtungskiste. Wieso sollte ich meine Regalmeter für Dokumente verschwenden, die ich nicht mehr brauche? Mal abgesehen davon, dass man nicht darf.
    Mit diesen Lehrerkalendern konnte ich noch nie was anfangen. Ich habe für jede Lerngruppe eine Mappe. Finde ich viel praktischer als diese komischen roten Büchlein.

    Naja. Wenn man das erste Beste nimmt, kann es halt sein, dass es gar nicht klappt mit dem Seiteneinstieg, weil es halt nicht passt. Dann lieber etwas genauer informieren und länger suchen. TE ist ja nicht unter Zeitdruck.

    Kritisch sein muss man bei jedem Jobangebot, aber wenn man einen guten Job für einen mit Risiken behafteten Seiteneinstieg aufgibt, will das wirklich gut überlegt sein. Es gibt tatsächlich Leute, die die Probezeit nicht überstehen und solche, die durch die Prüfungen fallen.

    Ganz genau, keinesfalls die Note in einer E-Mail diskutieren. Wie man einen Widerspruch einlegt, steht im Kleingedruckten auf dem Zeugnis. Du machst erst mal gar nichts, denn der Widerspruch wird an den Schulleiter gerichtet und der wendet sich ggf. mit einer Bitte um Stellungsnahme an dich. Nix Schlimmes, wirklich. Du hast eine begründete Note gegeben, und der Vater darf Widerspruch einlegen. So what.

    Schöne Ferien!

    Das klingt nach einer unerfahrenen Führungskraft, die vielleicht auch am Ende des Schuljahrs am Rad dreht und sich im Ton vergreift. Vor allem diese Furcht, dass ihre Kompetenz angezweifelt wird - vermutlich ist genau das der Punkt, weil sie selbst Zweifel hat. Sehr unangenehm. Aber du hast ja schon eine Stellungsnahme geschrieben.

    Auch wenn es dir schwerfällt, ich würde an deiner Stelle wirklich erst mal Ferien machen und versuchen, nicht mehr daran zu denken. Vielleicht kommt sie in den Ferien selbst auf den Gedanken, dass das so nicht richtig war. Und nach den Ferien würde ich noch einmal das Gespräch suchen und vor allem klar stellen, dass du wertschätzend und respektvoll angesprochen werden möchtest, ganz gleich, was vorgefallen ist.

    Schöne Ferien!

    Das hört sich wirklich an wie ein bezahltes und unerfreuliches Praktikum und durchaus nicht "normal". Aus meinen Praktikumsbesuchen weiß ich, wie unterschiedlich Praktikanten behandelt werden. Einige werden sehr gut betreut und eingearbeitet und bekommen schon ziemlich anspruchsvolle Aufgabe, andere stehen nur rum und haben nichts zu tun, wieder andere machen den ganzen Tag denselben Handgriff und lernen im Grunde nichts dazu.

    Mein Start als Vertretungskraft war jedenfalls anders, da hat man mir schon was erklärt und mir hineingeholfen, bis ich einigermaßen klar kam.

    Aus der Ferne lässt sich nicht beurteilen, was du denn hättest anders machen sollen. Wie sind denn deine Pläne? Ich würde das mal als Erfahrung abhaken und nach vorne schauen.

    In ein paar Stunden mitlaufen ist tatsächlich nicht der wirkliche Einblick in das Leben am BK. Ob das da für dich funktioniert, hängt davon ab, ob du mit den Schülern, aber auch mit dem Kollegium klar kommst.

    Beim Vorstellungsgespräch für den Seiteneinstieg sitzt daher auch immer jemand vom Seminar, der die persönliche Eignung des Bewerbers beurteilt. Einiges kann man lernen, aber manches muss man mitbringen, sonst macht man sich unglücklich.

    Wenn du dich bewirbst, guck dir genau an, was an der Schule angeboten wird und frage genau, in welchen Bildungsgängen du eingesetzt werden sollst.

    Auch Mathe-LK und Programmierunterricht sind alles andere als ein Spaziergang. Das soll dich nicht abschrecken, aber es ist halt gerade am Anfang sehr anstrengend. Irgendwann kennt man die Stellen, an denen es gewöhnlich hakt und hat seine Tricks, aber das dauert halt Jahre.

    Hey, omeier, freu dich doch, wenn du was dazulernen kannst. Die Tea tasting Lady sollte man wirklich kennen, das ist so ein hübsches Beispiel.

    Mir ist die Reihenfolge ja wurscht, aber Milch muss sein (seit ein paar Jahren nehme ich Hafermilch, ungefähr ein Fünftel). Am liebsten würde ich meinen Assam ja ohne alles trinken (das wäre einfacher, vor allem unterwegs), aber das verträgt mein Magen nicht. Darjeeling geht auch nicht, Grüntee nur eine Tasse nach dem Essen, irgendwie auch schade. Mate mag ich nicht. Selbst beim Assam bin ich speziell und nehme nicht jeden und Beutel gehen gar nicht.

    Manchmal habe ich die Idee, auf Kräutertee umsteigen, aber irgendwie habe ich da noch nicht das Richtige gefunden. Hat irgendjemand Tipps für mich? Ein Tee, der gut in die Morgenstunde passt? Wo man Teile von vielleicht auch selbst herstellen kann?

    Bei mir ging das auch über eine Vertretungsstelle von ein paar Stunden hin zur Ausbildung und dann volle Stelle.

    Am Anfang war es schwierig. Aber es war die richtige Entscheidung. Letztlich war aber weniger das Gefühl, das unbedingt machen zu wollen, das Entscheidende, sondern das Wissen, dass ich an dieser Stelle gebraucht werde. Leute mit IT-Kenntnissen werden immer gebraucht. Ob du als Lehrerpersönlichkeit taugst, wissen wir hier nicht, das musst du selbst herausfinden, bei manchen wird das nichts, aber man darf auch nicht unterschätzen, wie entwicklungsfähig man ist, wenn man sich beraten lässt und lernen will. Wobei, ich habe eigentlich das meiste durch "Abgucken" gelernt und das hört durchaus nicht auf. Man lernt auch viel von den Schülern. Es ist überhaupt das, was mir am meisten Spaß macht: Dazulernen.

    Das Schlimmste sind Leute, die denken, sie können alles und machen alles richtig und die keinen Rat annehmen und sich dann hinterher wundern.

    Das scheint bei dir nicht der Fall zu sein, du fragst ja hier. Erwarte nur keine binäre Antwort :)

    Ich finde es so furchtbar erschreckend, dass Frauen zwar heute viele Möglichkeiten haben, diese aber nicht genutzt werden. In der Regel sind sie es, die aus dem Beruf für eine Weile aussteigen und anschließend Teilzeit arbeiten. Dass das hinderlich ist für den weiteren Berufsweg (ich will gar nicht Karriere sagen), ist ja hinlänglich bekannt.

    In meinem Bekanntenkreis ist nur eine Frau, die nach kurzer Elternzeit wieder Vollzeit gearbeitet hat, so wie ich. Alle anderen arbeiten gar nicht oder Teilzeit. Zwei sind nach Teilzeit wieder Vollzeit eingestiegen, als das Kind 12 wurde. Ich treffe nun vermehrt auch Mütter, die ich aus Grundschule/Kindergartenzeiten als Hausfrauen erlebt habe: Sie sitzen nun bei Discountern/Baumärkten/Getränkehandeln an der Kasse.

    In meiner Gegenwart wird dann gern (subtil) vermerkt, dass man ja weniger/gar nicht arbeiten würde, weil man Zeit mit den Kindern verbringen möchte. Sonst hätte man ja gar keine bekommen dürfen (vielsagender Blick zu mir).

    Ich weiß, es ist nicht repräsentativ, aber doch auffallend.
    Wie rückschrittlich ist das bitte? Wir sind wieder in den 50ern angekommen :(


    Ach ja? Ich dachte, wir seien darüber weg, dass berufstätige Frauen und Vollzeitmütter gegeneinander ausgespielt werden. Wenn du die Seitenblicke nicht haben willst, warum sendest du sie dann selbst aus?
    Und hallo? Ist es eine Schande, im Supermarkt zu kassieren? Eine Schande ist die miese Bezahlung, nicht, dass jemand den Job macht.

    Ich beobachte äußerst fürsorgliche Väter, gelegentlich in Elternzeit, Teilzeit, Gleitzeit, früher nach Hause wegen Kindern etc. Da hat sich eine Menge getan. Aber auch bei einem Paar mit zweimal Teilzeit ist Kinderhaben anstrengend.

    Manche Kinder benötigen zudem einfach mehr Betreuung, weil sie krank sind oder eine Behinderung haben. Oder es sind eben Eltern da, die Betreuung brauchen. Es muss nicht immer jemand schuld sein, wenn man im Stress ist. Noch nicht mal man selbst.

    Das hilft Kopfschloss ohnehin gerade ganz und gar nicht weiter.

    Es ist ganz okay, mal eine Zeitlang ein bisschen viel zu tun zu haben. Es müssen nur auch wieder ruhigere Zeiten kommen, das Bild mit dem Akku, der aufgeladen werden muss, passt da ganz gut.

    Es ist auch immer fraglich, wo der eigentliche Grund für die Erschöpfung ist. Ein enger Terminplan ist nicht so kritisch wie ernsthafte Probleme und dauerhafte Kümmernisse wie Krankheiten in der Familie, Überforderung o.ä.

    Wenn sich bei mir alles türmt, dann fange ich an bestimmten Stellen an zu schlampen. Geht nicht anders! Dann bleibt halt mal was unordentlich oder der Fehler im Arbeitsblatt wird nur handschriftlich korrigiert. Oder ich rechne eine Aufgabe eben nicht vorher durch. Oder der Friseurbesuch wird schon wieder aufgeschoben. Findet sich schon ein Zeitfenster irgendwann. Nur die wichtigen Sachen, die volle Konzentration erfordern, müssen wie ein Fels im Terminplan liegen.

    Was jedenfalls nicht hilft, ist, sich lautstark darüber zu beschweren, dass man ja sooo viel zu tun hat. Damit meine ich jetzt nicht dich, Kopfschloss, aber es gibt so Leute, bei denen ich mich frage, warum sie ihre Zeit mit diesem Geschwafel verschwenden. Man kann sich auch mal kurz fassen. Ich schätze das sogar sehr! Einfach mal nur Ja und Nein als Antwort, wunderbar. Betrachtungen über den momentan befolgten Lebensentwurf bringen im Akutfall auch nicht weiter und könnten nur zu unausgeschlafenen Entschlüssen führen. Man muss sich auch bei niemandem dafür rechtfertigen, wie man lebt.

    Mein Sportprogramm kriege ich immer irgendwie unter, allerdings nervt mich, wenn ich mich dafür immerzu beeilen muss. Das darf kein Dauerzustand sein. Meine Ruheinseln sind geführte Entspannungen (über Kopfhörer) und Lesen bei gutem Tee und leiser Hintergrundmusik. Und ganz ungeheuer wohltuend ist Gartenarbeit. Muss man mögen. Und Musizieren. Muss man (ein bisschen wenigstens) können. Das alles finde ich jedenfalls weit hilfreicher als ein Vollbad - das ist ja immer so der ultimative Zeitfürmich-Tipp der Frauenzeitschriften. Nach außen gucken finde ich viel entspannender als dieses ich-ich-ich-Getue.

    Freie Tage freihalten. Einmal einen Tag im Bett verbringen, ohne dass man krank ist. Zeit auch mal ohne Sinn und Verstand verschwenden. Und natürlich hilft manchmal nur eins: Absagen. Streichen. Nein sagen.

    Auf jeden Fall nachhaken! Bei mir ist das schon eine Weile her, aber ich erinnere mich, dass ich auf Anraten einer Kollegin die Erfahrungsstufe erfolgreich nachverhandelt habe. Ich habe dafür alle Arbeitsnachweise eingereicht und die Prüfung der Erfahrungsstufe beantragt. Da war ich sogar schon einige Monate beschäftigt und das Geld gab es rückwirkend.


    Es geht auch gar nicht um mich, sondern um eine Kollegin, die ich gefressen habe. Vllt. daher mein Unmut. Ich wollte auch zuerst etwas verschwurbelt schreiben, um nicht gleich erkannt zu werden.

    *Lach* So funktioniert aktives Zuhören: TE meint etwas ganz anderes, das stellt sich aber erst nach und nach heraus.

    Kann ja sein, dass deine Kollegin, auch über deine persönliche Abneigung hinaus, die ja vielleicht nicht von ungefähr kommt, sich etwas unangemessen verhält. Aber da kann man nicht wirklich etwas Allgemeines draus ableiten über Kinder, die man nicht unterrichten und Eltern, die man nicht besuchen darf. Das mit dem Filmen hört sich wirklich ein bisschen komisch an, aber um das beurteilen zu können, müsste man schon Genaueres wissen.

    Ich würde sagen: Nicht ärgern, nur wundern. Alles andere lohnt nicht.

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