Beiträge von Piksieben

    Eine Firma bezahlt ein Studium nicht aus Vergnügen, spendiert Firmenwagen und Geräte, damit einer dann sagt, och nö, ich mach doch was anderes, danke für den Fisch. Unsicher, was hast du für einen Vertrag? Firmenbindung? Musst du etwas zurückzahlen, wenn du abbrichst?

    Das ist totaler Mist, wenn man etwas anfängt, nur weil die Eltern das so wollen. Das funktioniert einfach nicht. Wenn du Lehrer werden willst, dann mach das und vertu nicht noch mehr Zeit mit Dingen, die dir nicht liegen.

    Wer sagt denn, dass du "Hauptversorger" werden musst? Tust du immer, was andere dir sagen?

    Ich würde mal dringend darüber nachdenken, wer eigentlich dein Leben führt ... deine Eltern, irgendwelche ominösen gesellschaftliche Regeln, oder vielleicht doch du selbst, hm?

    Jetzt knallt es halt - aber der intuitive Lösungsansatz, den du hier beschreibst, ist eben keine Lösung, weil sich die Realität natürlich nicht kaschieren lässt. Diese kulturelle Eigenheiten, die der patriarchalischen und tiefreligiösen Natur der meisten islamischen Gesellschaften geschuldet ist, sind jetzt nun einmal hier und müssen auch hier bewältigt werden.

    Zensur ist immer dumm. Ohne Ausnahme.
    Nele

    P.S. "Gutmensch" ist Unwort des Jahres geworden.

    Ich habe nicht für Zensur plädiert. Ich habe auch keine Lösung, weder eine intuitive noch sonst eine. Aber es kann trotzdem geschickt sein, einen Probealarm vorzutäuschen, obwohl es wirklich brennt, wenn damit eine Panik vermieden werden kann. Ja, das ist heikel, aber diese Situation ist es auch.

    Das Wort Gutmensch hat mich schon aufgeregt, als ich es das erste Mal gehört habe. Es ist eine so leichte Ausflucht, anderes so zu titulieren, wenn man selbst zu bequem ist, um an andere, an die Umwelt, an die Zukunft oder überhaupt etwas Sinnvolles denken.

    Leider trifft es im Moment aber auch einen Nerv: Dass "gut gemeint" eben nicht "gut gemacht" bedeutet, und dass Naivität gefährlich werden kann. Vor allem aber zeigt es, dass man personen- und nicht sachbezogen diskutiert, wenn man andere in Schubladen steckt.


    Ebenfalls nur Männer.

    Ich weiß, du meinst das nicht so, aber das klingt, als seien die Frauen vorsichtshalber gleich zu Hause geblieben.

    Ich kann sogar verstehen, warum manche Informationen zurückgehalten werden. Die Situation ist schon so angespannt, jede Meldung kann erneut Leute anstacheln, Heime anzuzünden und Leute anzugreifen. Man sieht immer wieder, wie schnell einzelne Wörter eine Art Flächenbrand auslösen. Aber es sickert halt doch alles durch, und man muss es auch mal wahrnehmen.

    Mich stört das ewig Personenbezogene an der Diskussion, vom "Gutmensch" zum "Rassisten" und zurück, und mich stört, dass durch Pegida, AfD und Co der "besorgte Bürger" zum Schimpfwort geworden ist. Dabei gibt es genügend Grund, sich Sorgen zu machen. Aus dem ganzen Wust an Beschwichtigungsfloskeln ragen "wir schaffen das" und "Armlänge" heraus und die helfen gar nicht.

    Und immer öfter muss ich an das Gedicht von Erich Fried denken:


    Angst und Zweifel

    Zweifle nicht
    an dem
    der dir sagt
    er hat Angst
    aber hab Angst
    vor dem
    der dir sagt
    er kennt keinen Zweifel

    Das habe ich auch mal gemacht, um die Verwendung einer Entlastungsstunde zu dokumentieren. Das geht super mit Excel, aber dafür muss man natürlich wissen, wie man es macht.

    In so einer Tabelle kann man Spalten erstellen für die einzelnen Tätigkeiten und die dann nach Tätigkeiten und nach Tagen geordnet ausrechnen, so dass man nachher weiß, wie viel Wochenstunden man für Unterrichtsvorbereitungen, Orga-Kram etc. verwendet hat. Wenn du magst, bin ich gern behilflich mit den entsprechenden Formeln.

    Oh je, das erinnert mich gerade an meine unfertigen Korrekturen, die da warten ...

    Ich fange meist aufgabenweise an, bis ich mit der jeweiligen Aufgabe und den typischen Fehlern, die gemacht wurden, warm bin. Dann beginne ich mich zu langweilen (Gähnerei, Schokoladensucht, erst-mal-die-Spülaschine-ausräumen) und beginne, wenn ich den Stapel noch nicht durch habe, die zweite Aufgabe mitzukorrigieren, und vielleicht auch noch die dritte, wenn die kurz und einfach ist. Also, ich mache da so einen Mix.

    Ich lege mir die Arbeiten übrigens immer in Fünferpäckchen hin. Das hilft, die Ödnis überschaubar zu halten und die Pausen zu bestimmen ("noch zwei Päckchen, dann mache ich mir erst mal einen Tee").

    Was ich öfter höre von Kollegen: Dass sie sich erst eine (voraussichtlich) gute und eine besonders schlechte Arbeit vornehmen. Das steckt den Rahmen ab.

    Gestern im Kabarettfestival auf 3SAT, bin gerade zu faul nachzugucken, einer der Kabarettisten brachte es sehr schön auf den Punkt: Menschen sind wie Gänsekinder, sie rennen der ersten Geschichte, die man ihnen erzählt, hinterher - würde man einem Erwachsenen die Story von der jungfräulichen Geburt erstmals auftischen, dann fände der die einfach nur gaga. Aber man ist halt damit aufgewachsen.

    In dem Buch "An der Arche um acht" (Kinderbuch, sehr süß & lustig): Das mit der Sintflut - öh, da hat Gott wohl überreagiert. Ich erinnere mich, ich habe das als Kind auch so hingenommen. Aber was ist das für ein Vater, der seine Kinder ertränkt, weil sie sich nicht benommen haben?

    Warum wird die Beweislast umgedreht? Warum soll ich begründen müssen, wenn ich "all das Kirchenzeug" für meine Kinder nicht will? Müsste ich nicht eher davon überzeugt werden - und aktiv zustimmen -, dass es einen Sinn hat, wenn meine Kinder an Gottesdiensten teilnehmen?

    Der eingangs erwähnte Vater hat auch nur *gefragt*. Seine Meinung, dass das alles doch nicht sein müsse, ist nicht verbohrt oder radikal. Und TE hatte ja auch kein überzeugendes Argument und fragt deshalb hier nach gesetzlichen Regelungen. Bisschen schwach, oder?

    Ich finde es auch immer wieder lustig, wenn es nur Christen zugestanden wird, Weihnachten und Ostern zu feiern. Offenbar gibt es viele Leute, die es schön finden, sich Weihnachten zu treffen, zu beschenken, gut zu essen und eine schöne Zeit zu haben, auch wenn es draußen trüb und dunkel ist. Niemand wird etwas dagegen haben, diesen Brauch mit den Kindern auszuüben.

    On topic: ich finde Größen - Bezeichnungen generell überbewertet. Ich habe im Schrank Kleidung von Größe 176 (in der Kinderabteilung gibt manchmal sooo tolle Sachen) bis Größe 44 und die passen alle perfekt. Je nach Marke bin ich sehr schlank oder übergewichtig.

    *lach* Du hast so Recht. Auch das subjektive Gefühl für das eigene Gewicht schwankt sehr nach Tagesform und Mageninhalt.


    Gezwungen zum Gottesdienstbesuch wird NIEMAND. Nirgendwo. Was soll der Terz?

    Also bei meinen beiden Kindern, die auf städtische Grundschulen gingen, gehörte der Gottesdienst zur Einschulung. Es gab nicht wirklich die Option, da fernzubleiben, auch wenn man jetzt nicht mit vorgehaltener Waffe *gezwungen* wurde. Dasselbe bei der Verabschiedung im 4. Schuljahr und in der Weihnachtszeit. Man hätte begründen müssen, dass das Kind fernbleibt, aber eigentlich sollte es anders herum sein: Es sollte begründet werden, warum man in die Kirche will.

    Zu keinem Zeitpunkt habe ich "befürchtet", dass meine Kinder nun zu Christen würden. Darum geht es überhaupt nicht.

    Hallo Anja82,

    ja, ich arbeite an der Grundschule, an der unsere Tochter angemeldet werden könnte. Steht auch in meinem Posting... Ist die einzige GS hier im Ort, alle Kinder aus dem Kindergarten würden dort hin gehen, etc.
    Daher meine Fragen...
    Danke schon mal für eure Antworten und Denkanstöße!

    Unter diesen Voraussetzungen müsste man schon sehr gute Gründe finden, dass deine Tochter an eine andere Schule soll, oder du dich gar versetzen ließest. Natürlich sollte sie in ihrem gewohnten Umfeld bleiben. Ihr werdet das schon hinkriegen, einige Hinweise gab es ja schon. Es sind nur vier Jahre, dann trennen sich eure Schulwege.
    Hast du mit dem/der SL deshalb schon gesprochen? Wäre gut, wenn er/sie das auch entspannt sieht und es ohne Murren bei der Stundenplanung berücksichtigt.

    Da ist das aber m.E. deutlich kreativer: http://www.refugee-guide.at/files/Asylwerb…_Endfassung.pdf

    Das finde ich hübsch - und auch traurig, zu wissen, dass es notwendig ist, solche Selbstverständlichkeiten verbreiten zu müssen. Und auch wieder schön, weil es doch für die Allermeisten von uns Selbstverständlichkeiten sind. Früher dachte man noch, man müsse seine Kinder hauen, damit sie gedeihen.

    Die IKEA-Katalog-Designer sollte man noch fragen. Die kriegen sowas ja sogar ohne Text hin :)

    Welcher?

    Berechtigte Frage!

    Mich haben diese ganzen Gottesdienste auch immer gestört. Welchen Wert hat diese "Ehrfurcht", wenn man an keinen Gott glaubt - und das ist mein gutes Recht? Ich kann es so deuten, dass ich die religiösen Gefühle anderer nicht verletzen sollte, aber das steht da ja nicht. Ich glaube auch nicht, dass man aus dieser Formulierung eine religiöse Erziehung ableiten kann - steht ja auch oben, dazu kann man nicht gezwungen werden.

    Die Begründungen für Gottesdienst & Co hören sich für mich immer recht hohl an. Das machen doch alle, das gehört dazu, das ist doch so schön gemütlich.

    Und auf der anderen Seite wird über die Sinnfreiheit der Weihnachtsmärkte geschimpft, über den ganzen Kommerz etc.

    Aber gut, man kann auch sagen: Es dient der Gemeinschaft, und was den Kindern erzählt wird, hat einen eher allgemeinen Charakter (Nächstenliebe, Frieden, Gemeinsamkeit fördern) und niemand wird bedrängt zu beten. Oder: Die Kinder sollten das Christentum kennenlernen, weil es zu unserer Kultur gehört, aber alles ist freiwillig.

    Wenn es denn so wäre ... da wird aber dann gesungen: "Alles das hat Gott gemacht, ihm sei Lob und Dank gebracht." Da kommen Kinder dann schon mit Anschlussfragen, die berechtigt sind ...

    Gerade fällt mir auf, dass TE eine "Weltanschauungsschule" erwähnt, die es in der Gegend nicht gebe - ist eine katholische Grundschule etwa keine Weltanschauungsschule? Gerade die! Ich habe selbst die ersten beiden Schuljahre in einer solchen verbracht und wurde da sehr streng katholisch erzogen. Es mag heute anders sein. Damals war es vor allem beklemmend und furchteinflößend.

    Das mit den Einheiten ist tatsächlich ein Streitpunkt. Physiker bestehen oft darauf und haben ihre Gründe. Es ist natürlich auch wichtig, mit ihnen umgehen zu können, umrechnen können usw. Rechnen mit Einheiten ist eine eigene Fähigkeit.

    In Matheaufgaben kommt es darauf oft nicht an und die Einheiten sind zuweilen eher hinderlich. Beispiel: Optimierungsaufgabe, die mit Hilfe einer Kurvendiskussion gelöst wird. Da kommen Einheiten in der Aufgabenstellung vor, aber für den Rechenweg sind sie störend.

    Ich versuche mich bei solchen Dingen an das Buch zu halten, mit dem ich arbeite. In dem Fall bedeutet es: Es ist ausdrücklich erlaubt, Einheiten für die Rechnung wegzulassen und am Ende wieder einzufügen. Hauptsache, es passt alles.

    Von daher ist zu fragen: Wie wurde es im Unterricht vereinbart? Und es kommt auch auf die konkrete Aufgabe an.

    Für mich hört sich das so an, als sei das ein recht altes Gebäude. Das mit dem falschen Lüften wird ja immer gern gesagt, um Schuldgefühle zu erzeugen. Habt ihr keinen Hausmeister, der mal ein Stückchen Holzvertäfelung ablösen und darunter schauen kann, ob sich dort Schimmel befindet? Oder kann man die ganz erneuern?

    Und das mit den Legionellen wird als gelöstes Problem angesehen, seitdem warmes Wasser verboten ist?

    *kopfschüttel*

    Ihr solltet das nicht hinnehmen.

    Ich weiß nicht, welche Vorstellung du von einem Seiteneinstieg hast. Um Mathematik unterrichten zu können, musst du Mathematik studiert haben. Das hast du nicht, also wirst du auch keinen Seiteneinstieg als Lehrer machen können. Du kannst das Studienfach wechseln, ja, und für Chemie bekommst du vielleicht ein paar Scheine anerkannt. Geh doch mal zur Studienberatung.

    Nachhilfe zu geben ist auch fachlich in keinster Weise mit Unterricht zu vergleichen. Um unterrichten zu können, braucht man ein ganzes Studium, und das wird gründlich mit deiner Vorstellung vom Schulbetrieb aufräumen.

    Bezüglich deiner Fragen gibt es hier eine Menge Threads, in denen das besprochen wird, schau dich doch ein bisschen um!

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