Stationenarbeit würde bestimmt Trubel auslösen. Damit würde ich noch warten.
Ich würde in der allerersten Stunde aber auch nicht so viele organisatorische Sachen machen. Nicht weil es die erste Stunde der Schüler ist, sondern weil *du* am Anfang bist und vieles noch erfragen musst, und das dauert seine Zeit. Speziell solltest du mit der Klassenlehrerin sprechen, denn vieles wird vielleicht einheitlich geregelt (etwa in Sachen vergessene Hausaufgaben). Und es ist ungeschickt, wenn du dann dauernd zurückrudern musst, weil du dir schon etwas Eigenes überlegt und angekündigt hattest. Sicher gibt es auch Klassenregeln und dergleichen.
Ich glaube, an deiner Stelle würde ich auch mit einer Wiederholung zur Bruchrechnung anfangen, am besten wirklich anhand des Buchs, in der Hoffnung, dass die Kinder damit auch gearbeitet haben. Du kannst die Kinder auch einfach fragen, was sie gemacht haben und daraus eine Übersicht an der Tafel machen, und wenn das nicht funktioniert, fängst du mit der Aufgabe an.
Das mit den Winkeln kannst du in Reserve halten, aber das würde ich nicht mit den Tortendiagrammen machen.
Ich lasse die Schüler manchmal einen Brief schreiben, in dem sie sich mir kurz vorstellen mit dem, was sie mir gern mitteilen wollen, auch Wünsche an den Unterricht. Das hat eigentlich immer ganz gut funktioniert, und in der Zeit, in der sie schreiben, kannst du einen Sitzplan anlegen.
Ich nutze auch die erhöhte Aufmerksamkeit, die ich am Anfang des Schuljahres habe, um noch einmal klarzumachen, was zum Gelingen des Matheunterrichts beiträgt und was nicht, und ich verspreche auch, meinen Teil beizusteuern.
Und nicht zu viel erwarten - vor allem nicht von dir selbst. Das ist am Anfang viel auf einmal, und du kennst die Kinder noch nicht. Da braucht's ein bisschen Geduld.
Viel Erfolg!