Beiträge von fossi74

    eine finanzielle Aufwandsentschädigung in Höhe 4
    von 40,00 Euro je Zeitstunde

    Also 30 € pro Unterrichtsstunde. Armselig. Dabei müsste man doch nur dem Saut(i)er seine ergaunerten 10 Millionen wegnehmen (plus nochmal so viel als Strafe) und könnte davon die Brückenlehrer angemessen bezahlen.

    Ohne eigene Erfahrung: Wenn Du den Betrag als Einmalzahlung erhältst, musst Du tatsächlich damit rechnen, in eine höhere Steuersatz zu kommen und würdest dann entsprechend mehr Lohnsteuer zahlen. Ob es die Möglichkeit gibt, die Auszahlung steuerfreundlicher zu gestalten, kann Dir nur ein Steuerberater sagen.

    In ein Gespräch reinzuplatzen und jemanden einfach vollzublubbern, um ihn gleich darauf stehenzulassen, ist kein Verhalten, das man nicht abstellen könnte. Auch ADHSler sind Herr ihrer Sinne und nicht doof. Sage ich jetzt mal nach zehn Jahren in der KJPP. Allerdings: Die Beschreibung von Antimons Kollegin klingt stellenweise eher nach Autismus-Spektrum-Störung denn nach ADHS. Vielleicht kommt da einiges zusammen.

    Was schlägst du vor? "Hallo Herr Dr., ich hätte gern Ritalin oder ein anderes Zaubermittel"?

    Genau das. Warum nicht?

    Danke für die Zusammenfassung. Klingt aber danach, als wäre bei der Kollegin auch einiges schiefgelaufen. In dieser krassen Form muss niemand (andere) unter dieser Behinderung leiden (lassen).

    Ich finde es etwas schade, dass es in deutschen Serien fast immer ausgeklammert wird

    Ja, seit der Einstellung der Lindenstraße spielen deutsche Serien grundsätzlich in einem Paralleluniversum, in dem es weder politische noch gesellschaftliche Probleme gibt.

    Man kann drüber streiten, ob das bei der Lindenstraße immer so gut umgesetzt war, aber ein bisschen strange ist es schon manchmal.

    Wie lange geht eigentlich ADHS?

    Meinst Du damit, wie lange es dauert, bis ADHS sich "verwächst"? Nun, die Antwort ist simpel: Es geht nicht weg. Idealerweise bekommen die Betroffenen es in den Griff - mit Medikamenten, teilweise auch über Verhaltensstrategien. Aber die Annahme, ein Betroffener könnte irgendwann sagen, "ach, jetzt bin ich aber echt zu alt für den Quatsch", wird dieser Krankheit - die immer noch viel zu oft als Unerzogenheit oder als schlechte Angewohnheit betrachtet wird - nicht gerecht.

    Och, da gibt es vieles. Besondere Farben, Gerüche, Geschmack... eigentlich alles, was die Evolution so hervorgebracht hat.

    DUum ist - obgleich selbst Tierfreund - gelegentlich von anderer Leuts Tieren genervt (ja, das hat natürlich einen Hintergrund - nämlich den bekloppten Neuhund der bekloppten linken Nachbarn in Kombination mit den komplett unerzogenen Katzen der rechten Nachbarn).

    Gehe ich richtig in der Annahme, dass du keinen längeren Auslandsaufenthalt absolviert hast?

    Nein, da irrst Du. "Hollywood-A-lister" (whatever the fuck...) habe ich allerdings nicht zu bieten. Insofern haben Deine Erlebnisse da auch bestenfalls anekdotische Relevanz. James McMurtry habe ich damals kennengelernt, prominenter wurde es nicht.

    Nach ihrer mündlichen Prüfung wurde sie zum Beispiel vom Prüfer des Landeslehrerprüfungsamtes gefragt, wo sie denn im Ausland war. Eigentlich eine ganz unbedarfte Frage, so als Small Talk. Da war es ihr mega peinlich, dass sie sagen musste, dass sie nie im Ausland war. Ein Schulleiter hatte sie im einem Bewerbungsgespräch danach gefragt, in welches englisch-sprachige Land sie Kontakte hat bzgl. Schüler-Austausch. Ja, leider nein. Damit raus.

    In beiden Fällen hätte eine "erwünschte" Antwort ihr Peinlichkeiten erspart (im ersten Fall nennt man halt irgendeine "state university" in irgendeinem flyover-state, im zweiten hätte ich eiskalt gesagt, dass ein Austausch mit der Schule, wo ich assistant teacher war, niemandem zuzumuten sei).

    Ich halte diesen Hype um Auslandsaufenthalte auch für ziemlich übertrieben. Als Student im Ausland gewesen zu sein, ist nice to have (für alle Fachrichtungen, nebenbei bemerkt) - mehr aber auch nicht. Ich muss kein Experte für irgendeine Landeskultur sein (und ganz ehrlich: Welche darf es denn dann sein - UK, Irland, USA, Kanada?), um eine Sprache zu unterrichten. Meinen Schülern ist es eh rille, ob und wo ich im Ausland war, und ganz ehrlich: Mich haben Englischlehrer, die uns ständig nahebringen wollten, wie es anno '70 in Limerick war, eher genervt.

Werbung