Beiträge von fossi74

    Nicht umsonst wird immer mehr verpflichtendes Essen in Kitas und Schulen mittags eingeführt, weil eben ganz viele Kinder sonst nicht mal ein warmes essen am Tag hätten, einige eben sogar mal gleich gar keines.

    Und wenn es das an Deiner Schule nicht gäbe, würdest Du Dich höchstselbst an den Herd stellen, stimmt's?

    Doch, du nimmst sie genauso. Klar ist der Schulträger auch mit dran schuld, aber du genauso und immer nur sagen, die anderen hätten aber, ist zumindest in Deutschland schon mal deutlich schief gegangen.

    Habe ich Dich da richtig verstanden? Deiner Meinung nach ist also der Lehrer PERSÖNLICH dafür verantwortlich, dass die Schulen materiell gut genug ausgestattet sind? Wow.

    Aufgrund dieser massiven Streichungen wurden in dem Jahr so viele Unterrichtsstunden aus den Stundenplänen der Schüler gestrichen, daß einige Klassen sogar nur eine 4-Tage Woche hatten.

    Und das wird von Schülern wie Eltern klaglos hingenommen? In Bayern hätte Dein SL nach wenigen Tagen Besuch vom Vertreter des KM gehabt. Und der hätte keinen Kuchen mitgebracht.

    5. irgendwie psychisch angeknackst: man weiß nicht genau was, aber irgendwas stimmt nicht mit ihm/ihr - z.B. hordet Dinge, kann keinem Gespräch folgen, erzählt vor sich hin - steht kurz vor der Rente, daher sagt niemand was und trägt die/den Kollegen mit

    8. das Fossil - steht kurz vor der Rente oder erstellt Arbeitsblätter mit Copy und Paste von Hand oder versteht das digitale Zeugnisprogramm nicht oder weigert sich, technische Neuerungen zu erlernen

    Die Schnittmenge zwischen den beiden dürfte ziemlich groß sein.

    Das verstehe ich nicht - man ist doch froh, wenn man die los ist? Mit nicht abgeholten Arbeiten kann ich Wände tapezieren. Die sind doch schülereigentum und was soll man mit denen, außer korrigieren, benoten und dann zusehen, dass man die wieder los wird? :geschenk:

    Tu, felix NRW... an meiner letzten bayerischen Schule (wir erinnern uns: Aufbewahrungsfrist für ALLE schriftlichen Arbeiten 2 Jahre, zuvor "Respizienz" durch Fachbetreuer, ergo: Klassensätze sollten komplett sein) wurde in hartnäckigen Fällen ein Schrieb an die Eltern geschickt, dass zukünftig die Arbeiten nicht mehr mit nach Hause gegeben werden, sondern in der Schule eingesehen werden können. Hat meistens geholfen, war aber auch auf dem Land.

    Einerseits ja, andererseits können da persönliche Zu-/Abneigung, Machtverhältnisse und Scheu, Kritik direkt zu formulieren, ein Hemmschuh sein. Bei uns im anonymen Verfahren ist das ganz wirkungsvoll, weil diese Mitteilungen über die Schulleitungen laufen, die das dann sehr genau wahrnehmen.

    Zugegeben: Ich kenne es aus meinen FOS-Jahren nur so, dass Kritik jederzeit möglich gewesen wäre, aber nie notwendig war. Das mag an anderen Schulen auch ganz anders sein, da gebe ich Dir recht.

    Wie kann man sich das vorstellen.
    Schaut sie jedes Mal, wenn ihr was in den Müll werft ob das noch nützlich ist?
    Oder schaut sie am Ende des Tages was sie benötigen könnte?
    Oder, oder, oder .... Stelle mir das grad bildlich vor.

    Seht ihr dann euer Material auch in ihrem Unterricht?

    Naja, wir sind hier nur zu viert... Wenn jemand was in die Altpapierkiste wirft, kriegt sie das halt mit. Und weil sie diejenige ist, die abends das Licht ausmacht, wandern die Sachen dann halt in ihren Fundus.

    Und zu der letzten Frage: Natürlich nicht. Genausowenig wie die Sachen aus den drei Kisten, die noch auf dem Speicher stehen, weil sie sie da in Sicherheit gebracht hat. Aber hier gilt, wie so oft: Ach Luise, lass... Das ist ein zu weites Feld.

    "ich will möglichst wenig dafür tun und dabei den maximalen Ertrag erhaschen"

    Auch daran kann ich nichts ehrenrühriges finden, sondern sehe das als Anpassung an die Gesellschaft. Überlebensnotwendig.

    Das Beispiel mit dem Staatsexamen ist ganz nett, aber hier ist spätestens bei den mündlichen Prüfungen Schluss mit Transparenz und objektiver Notengestaltung.

    Eben. Und doch kann so der weltfremde, komplett überflüssige Rotz von damals auch nach zwanzig Jahren im Beruf noch eine gewichtige Rolle spielen.

    die Mittelschule ist zu einer Restschule geworden. Etwas aufgewertet wurde sie durch den M-Zug.

    Wobei man aber ganz deutlich sagen muss, dass das eben das Klischee ist, das viele Eltern auch pflegen. Ich kenne mittlerweile einige junge Kollegen, die mangels Alternative auf Mittelschule umgesattelt haben und bass erstaunt sind, wie wohl sie sich dort fühlen, weil die Klientel halt doch nicht so ist, wie man sich das als Oberstudienpfilologe vorstellt. Gerade auf dem Land (also fast überall in Bayern, ist halt in einem Flächenland so) sind die Gemeinden als Sachaufwandsträger auch sehr dahinter her, dass ihre Schulen nicht mangels Schülern eingehen und sind oft eher bereit, für moderne Gebäude und gute Ausstattung zu sorgen. Bei RS und Gym sieht das oft anders aus, da sind meist die Landkreise in der Pflicht für viele Schulgebäude, und die einzelne Schule muss dann halt nehmen, was sie bekommt.

    Ich würde aber mal behaupten

    Genau da liegt bei vielen Deiner Postings der Hase im Pfeffer, wenn ich das mal so sagen darf.

    - Um mal konkret zu werden: Ich hatte ja schon gesagt, dass ich das mit dem bayerischen Gymnasium nur noch aus Elternsicht kenne. Und da gruselt es mich gelegentlich, wenn ich mitkriege, dass sich seit meiner Gymnasialzeit (Abi 93) - bei uns fiel gelegentlich noch der Watschenbaum um, und zwar ganz unmetaphorisch - nicht wirklich was geändert hat. Da werden immer noch fröhlich im Sport"unterricht" bei ungeraden Schülerzahlen Zweiergruppen gebildet (keine Ahnung, warum da immer einer, und zwar immer der gleiche, übrig bleibt?!), da ist Mobbing immer noch ein neumodischer Quatsch, den es anderswo geben mag, aber doch nicht bei uns, usw. usw. ad nauseam. Und das - ich bleibe dabei - ist eine Unart, die am bayerischen Gymnasium nicht nur geduldet, sondern mehr oder weniger offen gepflegt wird. Hängt natürlich ganz stark vom SL ab, aber hier gilt: Je höher die Schulform, desto mehr wird der SL zum reinen Grüßonkel, Grußwortredner und Frühstücksdirektor. Da ist das tolle Projekt, mit dem wir in die Zeitung kommen, zehnmal wichtiger als alles andere. Nun gut, letzteres ist wohl tatsächlich nicht mehr bayernspezifisch.

    Wieso denn das? Ich würde mal behaupten, dass Hessen vom Bildungssystem her, insbesondere was die Kernfragen (Inklusion vs. Förderschule, Gesamtschule vs. mehrgliedriges Schulsystem, etc.pp.) betrifft, näher an Bayern als an NRW oder Berlin dran ist.

    Wer so kaltschnäuzig wie Du in #318 Schülerfreundlichkeit (kannst es auch gern "pädagogische Kompetenz" oder "Menschenfreundlichkeit" oder "Fingerspitzengefühl" nennen) als nebensächlich abtut, wäre in Bayern (ich korrigiere mich: am bayerischen Gymnasium) sehr gut aufgehoben. Deshalb das.

    Also die Chancen, genommen zu werden, sind mit einem guten Schnitt tendenziell besser, aber es ist durchaus nicht so, dass da nur die Schwachen hinwollen würden.

    Liegt aber vermutlich daran, dass Gesamtschulen hier aufgrund ihres Exotenstatus (es sind in ganz Bayern - das ja immerhin eines der größeren Bundesländer ist - ganze fünf!) eben nicht den gleichen Ruf haben wie in NRW. Ich könnte mir gut vorstellen, dass viele Eltern mit den wenigen Gesamtschulen hier so etwas wie "Reformpädagogik, aber ohne zweifelhaften ideologischen Hintergrund wie Waldorf oder so (und ohne deren horrende Kosten)" konnotieren.
    Schülerfreundlichkeit - das sage ich jetzt aus Elternsicht - ist nun mal nach wie vor nicht die größte Stärke des bayerischen Gymnasiums.

    Das ist einerseits zwar etwas peinlich und zeigt, dass man eben auch im Abitur primär einfach eine gute Note möchte und sich gar nicht erst auf Herausforderungen sportlich einlassen kann

    Du meinst sicher peinlich für die Schüler, oder? Ich kann an dem Streben nach möglichst guten Noten zumindest so lange genau gar nichts "peinlich" finden, wie ebendiese Noten über Wohl und Wehe der persönlichen Zukunft entscheiden. Die Schüler können nichts für das System, in dem sie leben.

    Wenn Du das mal am eigenen Leib erleben willst, dann bewirb Dich doch mal auf eine Funktionsstelle. Da werden dann auch als erstes Deine Examensnoten von vor xzig Jahren rausgeholt.

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