Beiträge von fossi74

    ob wirklich E11 eingruppiert

    Das hatte ich aus der Angabe "Studium + Ref" geschlossen. Dass ein Erfüller unterhalb von E11 eingruppiert wird, sollte doch wohl ausgeschlossen sein.

    Und als Vertretungskraft bist du eigentlich nie aus der 1 rausgekommen, weil jede Unterbrechung für eine neue Zählung gesorgt hat

    Das sollte eigentlich auch nicht so sein. Unbezahlte Ferien müssten für die Vorerfahrung unschädlich sein. Aber ich will Dir gar nicht widersprechen - der Einfallsreichtum staatlicher Stellen, wenn es ein paar Euro zu sparen gilt, ist bekanntlich grenzenlos!

    Oder ist das unseriös/ "gefährlich"?

    Liebe Schantalle!

    Einen Kredit aufzunehmen, ist weder unseriös noch gefährlich. Im Gegenteil ist das Kreditwesen im Großen wie im Kleinen einer der Grundpfeiler nicht nur unserer Wirtschaft, sondern auch unseres Staates. Ich würde Dir also raten, zu einer Bank Deines Vertrauens zu gehen, Dir ein Angebot machen zu lassen (ja, ein Kredit ist ein ganz normales Geschäft! Du trittst nicht als Bittsteller auf, und es ist keine Gnade der Bank, Dir einen Kredit einzuräumen!) und dann ganz in Ruhe auszurechnen, ob Du so günstiger fährst als bisher.

    Eine angestellte Kollegin, die aufgrund ihres behinderten Kindes nur noch eine halbe Stelle fahren konnte, verdiente im Monat gute 500 €.

    Also, wenn ich den Tarifrechner anschmeiße und mal den "Worst Case" inszeniere (E 11 Stufe 1, 50% Arbeitszeit, Steuerklasse VI), kommen da immer noch netto 896,37 € raus. Und dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass Stufe 1 nur ein Jahr dauert und Steuerklasse VI nur für Nebenjobs angesetzt wird. War es vielleicht gar keine halbe, sondern nur eine viertel Stelle?

    Bitte die Verhältnisse nicht (noch) schlechter reden, als sie es sind.

    Für Sachsen-Anhalt habe ich auf die Schnelle nichts gefunden. In Bayern gilt Art. 84 BayEUG:


    (1) 1Der Vertrieb von Gegenständen aller Art, Ankündigungen und Werbung hierzu, das Sammeln von Bestellungen sowie der Abschluss sonstiger Geschäfte sind in der Schule untersagt.2Ausnahmen im schulischen Interesse insbesondere für Sammelbestellungen regelt die Schulordnung.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass das in anderen Ländern grundlegend anders geregelt ist. Magst Du mal ein bisschen genauer erläutern, worum es sich bei der Commerzbank-Werbung gehandelt hat?

    Dazu gehört es zum Beispiel, dass man sich vor Buchung der Fahrt die Genehmigung der Schulleitung holt, die Eltern (und mitfahrenden Kollegen) unterschreiben lässt, dass ein schuldhafter Rücktritt von der Fahrt nicht ohne Kosten möglich ist. Dass man bei der Buchung der Fahrt selbst immer auf die Schuladresse (und nicht auf die Privatadresse) bucht, etc. pp.

    Also entschuldige, aber mit einer Ausnahme sind das doch die absoluten Basics. Ich bestelle doch auch keine Waschmaschine für die Schule im eigenen Namen. Ach so, die Ausnahme: Als Kollege würde ich Dir niemals unterschreiben, dass mich ein "schuldhafter Rücktritt" von der Fahrt (wie auch immer der im Einzelfall aussehen mag) in irgendeiner Form haftbar macht. Bei der Organisation von schulischen Veranstaltungen handle ich als Lehrer, also als Teil der Organisation Schule, und niemals als eigenverantwortliche Privatperson. Wer das natürlich trotzdem tut, dem ist - mit Verlaub - wohl nicht zu helfen.

    Hätte ich mir nur einen Fehler erlaubt, hätte ich für die Stornokosten aufkommen müssen.

    Jetzt raune mal hier nicht rum, sondern gib Butter bei die Fische: Warum war die Sache so dramatisch? Fehlte die Genehmigung der SL?

    Das ist kein Unsinn. Weiß ich aus eigener Erfahrung. Sorry.

    Erzähl mehr. Ich wette allerdings jetzt schon mit Dir, dass die betroffene Lehrkraft entweder rechtlich entscheidende Fehler gemacht hat oder so d*mlich war, irgendwelche Stornokosten freiwillig auf die eigene Kappe zu nehmen.

    es wäre wenn dann das Land gefragt, dass das Handeln der verantwortlichen Lehrkraft sehr genau prüfen und sie aller Voraussicht nach in Regress nehmen wird, wenn sie sich nicht genau an das vorgeschriebene Prozedere gehalten hat.

    Ach so, die verantwortliche Lehrkraft hat sich nicht an das vorgeschriebene Prozedere gehalten. Ja, sag das doch gleich.

    Angeblich haben ja auch alle Erzieherinnen Realschulabschluss. Das mag ich bei dem Sprach- und leider teilweise auch Denkvermögen nicht glauben. Sorry, dass ich auf dem Thema rumreite, aber mit 2 Kindern hab ich da schon so einiges nicht fassbares erlebt.

    Kann es sein, dass das ein spezielles Hamburger Problem ist? In keinem der insgesamt drei Kindergärten, die unsere beiden Kinder betreut haben, habe ich auch nur ansatzweise Ähnliches beobachtet. Allerdings scheint mir die Qualität des Mittleren Bildungsabschlusses zwischen den Bundesländern stark zu schwanken.

    Disclaimer: Ich will hier kein Bundesländer-Bashing betreiben und auch keines in den Himmel loben. Aber ich betreue jetzt seit über vier Jahren Schüler aus allen Schularten und aus ganz Deutschland und erlaube mir daher ein Urteil wie das Obige.

    Ein nettes Erlebnis heute morgen.
    Telefonat mit meiner Mutter. Ich unterrichte seit jetzt mindestens 7 Jahren (also seit 7 Jahren durchgehen mit mindestens 80%-Stelle, Ref oder Planstelle, davor auch schon mal hier und da Kurse), der Lehrerjob ist aber für meine Eltern scheinbar immer wieder "ach, du hast nichts zu tun, deine arme Schwester, SIE hat viel Arbeit".
    Ich versuche, das Telefonat, nett aber deutlich zu verkürzen, ich habe echt was zu tun, noch 65 Arbeiten auf dem Schreibtisch, 35 davon Oberstufe.
    "Was? 20 Minuten pro Arbeit? das ist doch viiiiiel zu vielll"
    "Nein, 20 Minuten ist für die Mittelstufe, 2. Lernjahr Fremdsprache. In der Oberstufe anderes Fach sind es locker 30-40 Minuten."
    "Aber wann korrigierst du denn das alles?"

    Falls es Dich tröstet: Meine Schwiemu ist selbst Lehrerin, und Gespräche mit ihr können ganz ähnlich laufen...

    So ... jetzt mal was wirklich Persönliches. Das was Du als "ich bin toller" herauszulesen glaubst, ist nichts weiter als ein bisschen stolz geschwellte Brust. Ich habe sehr lange so gut wie gar kein Geld gehabt, war BaföG-Student aus ... wie sagt man so schön ... "bildungsfernem Elternhaus" mit sehr geringem Einkommen des Versorgers. Ich hab mir den Arsch aufgerissen für das, was ich heute habe, das kannst Du mir glauben.

    Ok, dann etwas Persönliches zurück: Ich gönne es Dir von Herzen. Ganz ehrlich. Ich finde aber nicht, um Deinen anderen Post noch zu beantworten, dass hier in D insgesamt zu wenig verdient wird, sondern es wird zu unterschiedlich verdient und die Vermögen sind zu ungleich verteilt. Da muss ich nur in den Anzeigenteil unseres Käseblattes schauen und die Immobilienanzeigen zählen, in denen "für solvente, vorgemerkte Kundschaft" Mehrfamilienhäuser gesucht werden - "diskrete Abwicklung garantiert". Da könnte ich kotzen.


    Da ist das hier

    Hier darf man sagen, was man verdient und man darf auch sagen, dass man findet, dass man gut verdient.


    doch erfrischend angenehm. Mir wollte kürzlich ein Nachbar nicht verraten, was er für seinen frisch erworbenen gebrauchten VW-Bus bezahlt hat. Das finde ich schon etwas bizarr. Liegt aber möglicherweise daran, dass mein Gehalt in jedem Tarifrechner so halbwegs öffentlich nachvollziehbar ist.

    Dazu allerdings:

    Ich habe eine persönliche "Schmerzgrenze" für mich definiert, die bei 90000 CHF bzw. 60000 € Jahres-Brutto liegt. Dieses Gehalt halte ich für meine Ausbildung und für das, was ich gewillt bin zu leisten, für angemessen. In Deutschland müsste ich für diese Summe aber eine Gruppenleiterstelle bei einem grösseren Unternehmen in der Industrie haben und das ist absolut nicht das, was ich haben will. Hier habe ich für das gleiche Geld einen Job, der mir sehr viel Spass macht, in dem ich viel und gut arbeite und trotzdem ein Leben nach Feierabend habe.

    ... sei angemerkt, dass ein verbeamteter (Sek II-)Lehrer spätestens mit A14 und ein, zwei Kinderchen ein Nettogehalt nach Hause bringt, das einem Angestellten-Brutto von locker 80.000 entspricht. Bezieht man die Pension in die Betrachtungen ein, dann steht der Beamte über die Lebenszeit noch wesentlich besser da (schon für die Pension eines A10-Beamten muss ein Angestellter ganz schön viel verdient und auf jeden Fall privat vorgesorgt haben).

    Ohne jetzt wieder Diskussionen lostreten zu wollen: Die 60.000 habe ich sogar als Angestellter mittlerweile hinter mir gelassen. Also nicht mal auf diesem Sektor sieht es gar so düster aus, wie es manche darstellen. Und ja, ich fühle mich durchaus angemessen bezahlt, zumindest für den etwas exotischen Job, den ich gerade mache.


    Viele Grüße
    Fossi

    ich bin in einer ziemlichen Zwickmühle und ich hoffe ihr könnt mir helfen.
    Seit über einem halben Jahr plane ich die Abschlussfahrt für meine Klasse im nächsten Schuljahr (dann 10. Klasse) Jetzt sind aber meine beiden Begleitpersonen, die mir zugesagt haben mitzufahren, abgesprungen. Sie meinen, sie können keine Verantwortung mehr für diese Klasse übernehmen. Es ist dazu zu sagen, dass es sich um eine nicht einfache Klasse handelt, die in den letzten Wochen immer schwieriger geworden ist.
    Jetzt bin ich ratlos, denn ich habe schon Anzahlungen getätigt und komme um Stornokosten auch nicht mehr rum. Was soll ich jetzt machen? Ich habe keine große Auswahl noch andere Kollegen zu fragen. Und ich möchte schon gerne die Fahrt machen, denn ich finde es wichtig für das Sozialverhalten und den Zusammenhalt.

    Wenn zwei Kollegen sagen, dass sie für diese Klasse keine Verantwortung mehr übernehmen können, dann solltest Du Dir dringend überlegen, ob Du das noch kannst. Und für das Sozialverhalten und den Zusammenhalt kommt eine Abschlussfahrt ohnehin etwas spät.

    Für die Stornokosten haftest Du übrigens nicht, es sei denn, Du hast den Reisevertrag als Privatperson unterschrieben.


    Viele Grüße
    Fossi

    Manchmal habe ich den Eindruck, dass dieses von Neid zerfressene "ich-bin-aber-toller"-Geplustere etwas zutiefst deutsches ist. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass unsere Gehälter per se viel höher sind, als eure.

    Passend zur Jahreszeit würde ich das glatt ein Eigentor nennen, liebe Wollsocken...

    weniger Prestige (Männern ja durchaus wichtig) es kommt eben nicht so an, wenn man sagt, dass man Grundschullehrer ist oder eben Gymnasiallehrer

    Das ist dann aber wiederum nicht die Schuld der Männer.

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