Beiträge von fossi74

    Können Wollsocken, EffieBriest und Firelilly sich eigentlich vorstellen, wie man Erstklässlern diese Grundlagen beibringt? Gehört dazu kein studierbares Fachwissen - anderer Art? Ach ja! entschuldigt - [lexicon='Pädagogik',''][/lexicon], Psychologie, Soziologie ist ja nur "Erziehungsarbeit" ... Schon mal im 1./2. Schuljahr hospitiert?

    Ich (studierter Gym-Lehrer) war jetzt mal wieder in der Verlegenheit, fünf Wochen lang unsere Grundschüler betreuen zu dürfen (sind in einer gemeinsamen Gruppe, also 1. bis 4. Klasse), nachdem die Lieblingskollegin in den Pfingstferien keinen Urlaub bekommen hat und dann prompt krank war. Ganz ehrlich? Ich komme schon zurecht mit den Kurzen. Ich kann die auch halbwegs sinnvoll beschäftigen; sind ja eh nur 12 WS bei uns. Ich weiß aber sehr oft nicht, ob das, was ich da tue, wirklich dem Lernfortschritt dient. Deshalb ganz klar: Ja, GS-Arbeit ist anspruchsvoll und rechtfertigt durchaus ein Studium. Und das nicht nur wegen der [lexicon='Pädagogik',''][/lexicon], sondern auch wegen der Didaktik. Es ist halt ein Unterschied, ob ich den Kids irgendwie lesen beibringe und die Schlauen können es dann, oder ob ich eine bestimmte Methode kenne, anwende, reflektiere und adaptiere, und hinterher können es auch die Schwächeren.

    ... und Firelillys frustriert-aggressives Geblubber nimmt hier eh keiner ernst, oder?


    edit: Ganz vergessen - schon um die kryptischen Arbeitsanweisungen ("Fülle aus!") in den GS-Büchern zu verstehen, muss man glaube ich studiert haben...

    Richtig, das könnte ich mir vorstellen. Auf der anderen Seite lasse ich mir den Charakter nicht verbiegen. Wir müssen ja nicht alle gleich sein, soll heißen: Ich muss mich ja nicht so "steif" verhalten, wie er es ggf. gerne hätte. Zur Authentizität gehört meiner Meinung nach eine kontinuierliche Verhaltensweise, ganz klar gegenüber den SuS mit einer gewißen Distanz.

    Unterm Strich fällt mir aber auf, dass viele (meist betagte) Lehrer schon überaus distanziert sind, sehr streng und pompös auftreten und somit für ein Klima sorgen, dass recht angespannt ist. Ruhe und Ordnung wird durch dieses nach außen hin dargestellte Bild erreicht. Im Lehrerzimmer erkennt man diese Kollegen hingegen aber gar nicht wieder.

    Ich verstelle mich da zumindest nicht, könnte mir aber vorstellen, dass der ein oder andere lockere Kommentar im Unterricht dem Beurteiler gegen den Strich ging. Er sagte mir auch ganz kurz zw. Tür und Angel, er habe sich einige Zitate aufgeschrieben, die ich im Unterricht ausgesprochen habe.

    Hingegen habe ich mich mit der Schülerschaft/Oberstufe (auf ihren eigenen Wunsch hin) auf einen eher lockereren Umgang geeinigt. Ich habe damit keinerlei Probleme und die SuS (laut Evaluation) auch nicht.

    Oh je... ich greif mir mal einige Punkte heraus:

    1. Niemand erwartet von Dir, Deinen Charakter zu verbiegen. In der Lehrerrolle "drin" zu sein allerdings schon. Eventuell fehlt Dir hier noch die nötige professionelle Distanz. Das ist kein Makel, Du bist ja noch Student. Eine gewisse Einsicht in die Problematik kann aber nicht schaden.

    2. Das aktuelle (und von den meisten ohnehin nicht erreichte) Pensionierungsalter liegt bei 65 Jahren. Es gibt also keine "betagten" Lehrer im deutschen Schulsystem, auch wenn Dir das so scheinen mag.

    3. Was Du als "lockeren Kommentar" qualifizierst, sind im Auge eines dritten (eventuell betagten) Beobachters vielleicht deftige Ausrutscher, die dann wieder zu Punkt 1 führen.

    4. Auf einen "lockeren Umgang" kann man sich mit Schülern schon einigen, bzw. findet man mit ein bisschen Erfahrung ganz von selbst den richtigen Ton gegenüber Lerngruppen wie auch gegenüber Einzelnen. Auch hier hat ein Dritter eventuell ein ganz anderes Bild. Und Evaluationen... naja, Schüler sind in anonymen Evaluationen zuweilen netter als face to face.

    Diese Punkte sind aber nur als im Wortsinne bedenkenswerte Tipps eines halbbetagten Kollegen zu verstehen. Kann schon sein, dass Du ein Super-Lehrer bist und Dein Beurteiler ein neidzerfressenes neurotisches Würstchen. Die Erfahrung - nicht zuletzt hier im Forum - lehrt aber, dass es meist nicht so ist.


    Viele Grüße
    Fossi

    Von den bereits angesprochenen Schwächen der Umfrage mal abgesehen, kann ich auch keinerlei aktuelle Relevanz der Fragestellung erkennen. Ich kann mir keine Schule und keine/n KollegIn vorstellen, der/die sich von Schülern duzen lässt. Eine "spannende Frage im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen" sehe ich da jedenfalls nicht.

    Ob das Urteil wohl auch so ausgefallen wäre, wenn jemand versucht hätte einen Richter zu strangulieren?

    Wenn "jemand" das versucht hätte, sicher nicht. Wenn aber ein 14-jähriger das ohne Tötungsabsicht (wie im vorliegenden Fall vom Gericht festgestellt) getan hätte, dann wahrscheinlich schon. Ich finde das Urteil übrigens auch angemessen - je ein halbes Jahr Russenknast und deutscher Jugendknast liegen schon deutlich über dem, was ein gerade strafmündig gewordener junger Mensch (dessen Vorgeschichte wir nicht kennen) für eine solche Tat (deren Hintergründe wir nicht kennen) in Deutschland zu erwarten hat. Und: Das ist kein Mangel der deutschen Justiz - das ist eine Errungenschaft.

    • Wenn ich nach dieser Absurditäts-Erkenntnis mit der Frage komme: "Warum eigentlich ein Käfer?" oder "Warum hat sich Gregor überhaupt verwandelt", dann erscheint mir das gerade irgendwie ein Schritt zurück zu sein...? Eine sinnstiftende Frage müsste doch nun der Erkenntnis des Absurden fußen..?

    Die Frage nach dem Grund der Verwandlung an sich oder der Verwandlung in einen Käfer kommt doch eher am Schluss. Einsteigen würde ich damit auf keinen Fall. Lass doch die Situation für sich sprechen und das "Kafkaeske" (heißt ja nicht umsonst so...) auf die Schüler wirken.

    edit: Gerade gesehen, dass der Post schon sechs Wochen alt ist. Kannst ja mal erzählen, wie Du es dann gemacht hast.

    Wir reden vom selben.Hab bei ihm studiert und war auch mit ihm im Unterricht.

    Bist gar mein ehem. Kommilitone?

    Nein, das wohl nicht. Ich hab in Würzburg studiert und hatte mit Didaktik nicht viel am Hut. Die Didaktiker mit uns Gym-Lehrämtlern übrigens auch nicht.

    Na na, Spinner war fantastisch bei der Umsetzung solchen Unterrichts.

    Wir reden schon vom selben Kaspar H. Spinner, Jahrgang 1941, der laut seiner Vita zwar das schweizerische Gymnasiallehrerdiplom hat, aber beruflich wohl nie aus der Uni rausgekommen ist? Sorry, aber den habe ich schon im Studium als typischen Vertreter der Didaktikerzunft kennengelernt.

    Erklärungen nach Spinner

    Damit wäre zu der Methode auch schon so ziemlich alles gesagt.

    Wenn ich die Inhalte lese, dann verstehe ich die, komme aber bei der Umsetzung in der Praxis durcheinander.

    Kein Wunder, das ist ja auch nicht für die Umsetzung in die Praxis gedacht. Lass diesen Sums mal schön im Seminar!

    Die Schule haftet ja auch nicht für Taschenrechner, Atlanten oder Winterjacken

    ... die im Einzelfall viel billiger und viel weniger klauaffin und außerdem viel mehr "am Mann" sind.

    Haften täte die Schule nur bei grober Fahrlässigkeit. Insofern geschieht die Fahrradmitnahme - Fahrradunterricht hin oder her - auf eigenes Risiko.

    Wenn die Schule auf dem Mitbringen des eigenen Rades besteht, dann muss auch eine adäquate Möglichkeit da sein, die Dinger unterzubringen. Wenn nicht, sehe ich hier keinen Grund, warum die Schule nicht haften sollte.

    Und nein, ich fange natürlich keine Diskussion über 500€-Fahrräder für Drittklässler an.

    Du hast schon lang kein Fahrrad mehr gekauft, kann das sein? Ok, für unsere Große war auch ein "Decsy" von Decathlon gut genug - aber das hat auch seine 300 Euro gekostet. Ja, sicher - bei "Real" oder einer sonstigen Ramschbude hätten wir vielleicht auch für 150 eines bekommen. Allerdings hänge ich an meiner Tochter. Wenn das Rad außerdem danach noch von anderen Kindern be- oder mit der Familie für häufigere und längere Radtouren genutzt werden soll, halte ich ein 500€-Fahrrad keineswegs für übertrieben.

    mei, wenn du ihr so ein sauteures fahrrad kaufst, aus dem sie eh rauswächst - dann hat man halt nachher solche sorgen.

    Aus den genannten Gründen halte ich diese Aussage für ebenso arrogant wie anmaßend.

    So eine Anlage befreit das Trinkwasser von diversen Schadstoffen, so dass man ein ganz reines und klares Wasser hat.

    Das nützt Euch aber noch nichts, weil das Wasser dann seine natürliche energetisch-feinstoffliche Aura und seine gerichteten kosmisch-verstrubelten Informationen verliert. Informiert Euch bitte auch mal hier. Und hier. Und hier.

    - und noch ein ernst gemeinter Hinweis: Wir waren auch mal an so einer Anlage dran - wegen des unglaublichen Kalkgehalts in unserem Wasser (Geräte müssen fast wöchentlich entkalkt werden, Armaturen sind nach zwei Jahren hinüber). Davon abgekommen sind wir, nachdem uns eine befreundete Hygieneingenieurin (u.a. zuständig für die Wasserqualität in mehreren Krankenhäusern) dringend davon abgeraten hat, weil die im Einfamilienhaushalt umgesetzten Wassermengen viel zu gering sind, um die Anlage einigermaßen keimfrei zu halten. Und wie Madhef schon schrieb: Deutsches Leitungswasser ist einwandfrei.

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