Beiträge von fossi74

    Auch von mir eine betroffene Portion Verständnis. Möge es der von Einigen schon erhoffte Weckruf sein!

    Ich bin allerdings der Meinung, dass es sich bei der von Nele et al. kritisierten Entwicklung des Forums - cum grano salis betrachtet - um zwei Punkte handelt, gegen die vorzugehen sich meiner Meinung nach lohnen würde, um dieses Forum wieder in ruhigeres (professionelleres?) Fahrwasser zu bringen:

    1. Natürlich die Auswüchse einer Haltung, die vom User "Claudius" trefflich repräsentiert werden und die in der Lage ist, mittlerweile so gut wie jedes Thema zu kapern. Nach wie vor bin ich aber der Meinung, dass ein Forum mit zahlreichen klugen Köpfen als Mitglieder damit umgehen kann. Vielleicht müsste man noch gründlicher prüfen, ob Leute hier schreibberechtigt sind. Wie das gehen soll? Keine Ahnung. Vielleicht per Immatrikulationsbescheinigung oder geschwärztem Gehaltszettel; Besseres fällt mir gerade nicht ein. Ich bin allerdings nach wie vor der Meinung, dass "Claudius" und "Davinci" keine Lehrer sind.
    Vielleicht sollte man auch den Mut haben (die Cojones, in memoriam Nele), User rauszuwerfen, die hartnäckig Unsinn verbreiten. Nein, das ist keine Zensur. Franz-Josef Wagner darf auch nicht in "Cicero" schreiben.

    2. Was ich außerdem mit Unbehagen zur Kenntnis nehme, ist die Zunahme der nicht-akademischen User. Damit meine ich nicht Leute, die keine Uni besucht hätten, sonden diejenigen, denen der Besuch der Uni schlicht nichts gebracht hat; um es mit einem Schlagwort zu sagen: die Generation Google. Die ständig hier aufschlagenden unsäglich stümperhaften Umfragen sind nur die Spitze dieses Eisbergs. Dazu gehören für mich übrigens auch die Rechtschreib- und Grammatikignoranten.

    Mich nerven außerdem die Leute, die wir früher an der Uni "Grundschultussis" genannt haben.
    Bevor jetzt wieder das Shitstörmchen über mich hereinbricht: Gemeint waren schon damals nicht die Vertreterinnen dieser Studien- oder Berufsrichtung generell, sondern ein bestimmter Typ Student(innn)en (ja, bei Frauen war das viel häufiger zu beobachten als bei Männern - das mag aber wohl an der Fachrichtung liegen), die das Studium ohne jedes akademische Interesse als Berufsausbildung hinter sich gebracht haben und die - wäre das möglich gewesen - diese liebend gern im dualen System absolviert hätten. Diejenigen, die im Mittelhochdeutsch-Seminar saßen und darüber jammerten, dass sie das in der Schule doch nieeee brauchen würden. Die das Fernsein vom Elternhaus nicht als Chance, sondern als Zumutung empfanden. Das sind diejenigen, die hier im Forum dann zu Themen, von denen sie keine Ahnung haben, Blödsinn schreiben.

    Fehlt noch die dritte Gruppe derjenigen, die mich nerven: Die Frustrierten. Die, für die alles nur noch kacke und jede (zusätzliche oder sich ändernde) Anforderung eine Zumutung darstellt. Die nicht bereit sind, aktiv etwas für Veränderungen zu tun, und sei es, sich über die eigenen Rechte zu informieren. Die nach einer verloren geglaubten Autorität schreien, die sie in Wirklichkeit nie hatten und die - wenn es sie denn gab - auf Angst und Druck aufgebaut war. Die destruktiven Miesmacher, um es kurz zusagen. An sie der Aufruf: Sapere aude! Es gibt sie, die Jobs jenseits des Lehramtes! Wie, prekär und schlecht bezahlt? Ja, wer das eine will, muss das andere mögen!

    - Um es aber ganz deutlich zu sagen: Diese Gruppen stellen hier nicht die Mehrheit, weder die der User noch die der Beiträge!


    So. Genug gerantet für heute. Seid herzlich gegrüßt, alle miteinander.

    Ich bin vom anderen Ufer und durfte daher nur die Erstkommunion erleben - aber damals (vor über dreißig Jahren) gab es schon Kinder, die zwischen 5000 und 8000 DM eingesammelt haben (das waren allerdings solche, die nicht nur Einzelkinder, sondern auch Einzelneffen und Einzelenkel waren). Ich will Dich jetzt nicht schockieren, aber die von Dir angesprochenen 250 bis 500 Euro sind wohl nicht ganz unrealistisch - wobei Du da ganz einfach die Traute haben solltest, den Betrag nach unten zu korrigieren. Ich persönlich fände 150 Euro mehr als angemessen. Und ist es nicht so, dass mit Erstkommunion bzw. Konfirmation die Pflichten des Paten erfüllt sind? Dann wäre das so eine Art finale Ablösesumme :)

    Ich glaube dir sofort, dass in Bayern die Situation eine andere ist. Dort wurde ja auch nicht über Jahrzehnte die Polizei abgebaut.

    Das sagt wer? Ich kann Dir z.B. berichten, dass in meinem Landkreis (80.000 Ew., ca. 500 km2) nachts ganze zwei Streifenwagen unterwegs sind. Das ist gefühlt nicht viel. Trotzdem passiert kaum etwas. Allerdings habe ich manchmal tatsächlich das Gefühl, dass in Bayern manches (gefühlt nicht viel :-)) in den vergangenen Jahrzehnten besser gelaufen ist als in etlichen anderen Bundesländern. Zustände wie in Duisburg-Marxloh etwa kann ich mir in keiner bayerischen Stadt vorstellen. Nicht in München (höchster Ausländeranteil Deutschlands, 24,6%), nicht in Nürnberg (16,4%), nicht in der Provinz.

    verbunden mit Fehlzeiten in der Schule

    "Lieber Schulleiter, ich weiß, dass es nervt, wenn Personal beim Arzt rumsitzen muss, während in der Schule der Unterricht ausfällt. Aber schauen Sie, das liegt hauptsächlich daran, dass ich als Lehrer 2. Klasse angestellter Lehrer nicht privat krankenversichert sein kann. Und glauben Sie mir, ich wäre auch lieber Beamter. Aber jetzt ist es halt so, wie es ist. Also heulen Sie bitte bei Ihrem Kultstussminister, nicht bei mir. Vielen Dank für Ihr Verständnis."

    Weiß zufällig jmd., ob der Prüfer bei der Lehrprobe unsere Examensnote zu sehen bekommt?
    Dann wäre er ja ggf. voreingenommen, oder?!

    1. Ja.
    2. Ja.
    3. Selbstverständlich nicht, was ist das für eine bodenlose Unterstellung gegenüber Vorgesetzten?!


    Im Ernst: Offiziell wissen die Prüfer die Note des 1. StEx nicht... aber sagen wir mal so: offiziell wurde auch bei der FIFA noch nie jemand geschmiert. Und wenn Dir das bayerische KM einen Guten Morgen wünscht, solltest Du sicherheitshalber auf die Uhr schauen, ob nicht vielleicht Abend ist.

    Natürlich alles einzeln mit 2,3 - 3,5 fach abgerechnet.

    Um einem weitverbreiteten Irrtum mal entgegenzuwirken: Auch wenn der pauschal angewandte 2,5-fache Satz bei Privatversicherten natürlich ein Unding ist - den 1-fachen Satz gibt es nur aus verwaltungstechnischen Gründen. In der GKV wird üblicherweise der 1,8-fache Satz abgerechnet, in Einzelfällen auch mehr. So riesig ist der Unterschied in den Arztkosten also nicht.

    "Wer mit 18 kein Kommunist ist, hat kein Herz. Wer es mit 30 immer noch ist, hat kein Hirn."

    In solchen Fällen immer: Churchill. Ich kenne es mit "Sozialist" - und egal in welcher Form und ob es wirklich von Churchill stammt, es steckt viel Wahres drin und hat mir lange nach dem Abi klargemacht, warum es mich angesichts der JU-Typen in meiner Klasse, die sich ein Kohl-Poster übers Bett gehagen (und sich damit auch noch gebrüstet) haben, immer ein bisschen gegruselt hat.

    Wenn ich als Normalbürger eine Waffe im Schrank habe und jemanden erschieße, der Steine auf mein Haus wirft, übe ich Selbstjustiz aus. Genau dieses Recht wird Wachpolizisten zugestanden- ohne dass sie eine adäquate Ausbildung hätten.

    Dazu ein Anekdötchen aus meinem langen Leben: Während des Studiums habe ich mich mal bei der Firma Securitas beworben, einem privaten Wachschutz, der damals hier für die Bewachung der US-Kasernen zuständig war. Genommen haben sie mich nicht (ich bin am Fitnesstest gescheitert), aber wenn doch, hätte ich einen großkalibrigen Colt und eine Maschinenpistole sowie eine Pumpgun zur Verfügung gestellt bekommen, um die "amerikanichen Freunde" (wie unser Alt- und Erzkanzler Kohl zu sagen pflegte) vor Unbill zu bewahren. Die "Ausbildung" hätte aus einem Wochenendseminar bestanden (das ich mitgemacht habe, dazu unten) sowie aus der IHK-Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Soviel zum Thema "Hilfe, neuerdings lassen sie irgendwelche Honks bewaffnet Wache schieben!".

    Sehr interessant damals übrigens zu bemerken, wie Menschen auf den Aufbau von Drohkulissen reagieren. Der Ausbilder bei dem Wochenendseminar brachte damals (zu Demonstrationszwecken) einen Großteil der Leute in kürzester Zeit dazu, dass sie es in Ordnung fanden, auf ein Auto zu schießen, das langsam eine Straße längs des Kasernenzauns entlangfährt...

    Die Arbeitsbedinungen sind einfach schlecht und das wird einen vor allem dann ärgern, wenn man weiß, man hätte bessere Optionen gehabt.

    Sag mal, was haben sie Dir eigentlich für einen Knebelvertrag angedreht, dass Du so gar keine Chance mehr für Dich siehst, dem Elend, das Du in Deinen Postings immer so blumig ausmalst, zu entkommen? Und das als Natuuurwissenschaftlerin!

    Hoffen wir, dass unser Kollege Höcke mit einer starken Fraktion im nächsten Deutschen Bundestag sitzen und dort auch für die nächsten Legilaturperioden verbleiben wird, im Sinne der Meinungsfreiheit und natürlich auch im persönlichen Sinne des Kollegen, dessen berufliche Vernichtung dann wohl ausbleiben wird. Und auch für die Sicherheit der Frauen in Deutschland kann dies nur von Vorteil sind.

    Deine Postings stinken.

    Die USA sind kontinental. Die haben Platz en masse und vergleichweise wenig Kurven. Auf den Highways einzupennen ist keine große Kunst.

    Ja, die Erklärung kenne ich auch. Aber komm, das kanns doch nicht sein... auf unsere (D) Bevölkerungszahl umgerechnet, wären das fast 9.000 Verkehrstote, aktuell haben wir etwas mehr als ein Drittel davon. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass keine Kurven gefährlicher sind als Kurven. Und beim Fahren einzupennen verhindern Kurven auch nicht.

    Nein, das nicht. Aber man sollte jedem Menschen von einem Job abraten, der nach dem Grundsatz bezahlt wird, dass die leuchtenden Kulleraugen der Idealisten die tatsächlichen Anstrengungen so kompensieren, dass die Bewerber bereit sind, auf angemessene Bezahlung zu verzichten.

    Dennoch sollte man sich - auch @TE - vor Augen führen, dass ein verbeamteter Lehrer problemlos eine Familie ernähren kann, und wenn das Teilzeitgehalt der ebenfalls verbeamteten, im Studium kennengelernten Gattin dazukommt, wirds schon recht komfortabel.

    Übrigens liegt das momentane Durchschnittsbrutto bei den 35- bis 45-jährigen Vollzeitarbeitnehmern derzeit bei ca. 2.700 € (Quelle: Internet :) ) - da liege ich selbst als angestellter Lehrer weit, weit drüber. Ich denke, als Bachelor-Absolvent mit dualem Studium sind die 2.700 zumindest in den ersten Jahren weit realistischer als ein Lehrergehalt.

    Ach so, eines noch @all: Dass Erfahrungen in der Arbeit mit Jugendlichen eine hinreichende Grundlage für die Berufsentscheidung "Lehrer" darstellen, glaubt wahrscheinlich keiner ernsthaft, auch nicht der TE. Dass sie einem derart den Blick auf den Berufswunsch vernebeln, wie manche hier gern tun (also nicht nur in diesem, sondern auch in ähnlichen Threads), halte ich aber auch für falsch. Und wer sich als Kinderanimateur sein Geld verdient hat, der weiß schon mal, dass er mit Kindern "gut kann", und das ist sicher nicht die schlechteste Ausgangsbasis. Wie sollte man denn sonst in frühen Jahren darauf kommen, dass einem der Beruf liegt? Berufswahl ist zu einem gewissen Grad immer ein Glücksspiel: Vorlieben, Interessen und Belastbarkeit ändern sich im Lauf eines Lebens. Ich würde mir heute auch keine Eisenbahn mehr zu Weihnachten wünschen.

    Die Finanzierung solcher Stellen (hier heißt das Schulassistent) wird relativ einfach gehandhabt und ist gerade deswegen in unserem Kollegium hoch umstritten: Die Stelle des Schulassistenten geht zu Lasten der zur Verfügung stehenden Abminderungsstunden.

    Ah, sorry - wieder mal Schulträger und Sachaufwandsträger werwechselt. Also: Die Stadt hat damals diese Stelle finanziert, nicht der Staat. Der gute Mann stand damals übrigens schon kurz vor der Rente; nachbesetzt wurde die Stelle meines Wissens nicht.

    So gesehen kann ich das mit der Kopiermappe verstehen. Sonderwünsche wie Vergrößern, Verkleinern, Zurechtschneiden etc. dürften da aber wohl außen vor sein, denn sonst steht der Hausmeister jeden Tag während seiner Dienstzeit nur vorm Kopierer.

    Ich war im Ref mal an einer Schule, wo es einen Angestellten nur für solche Dinge gab. Größere Auflagen wurden nicht kopiert, sondern gedruckt (mit einem Risographen, so hieß das Teil glaube ich), Sonderwünsche wurden gern erfüllt. Der sehr nette und rührige ältere Herr, der das erledigte, hatte übrigens jahrelang einen Supermarkt geleitet, war aber gelernter Chemikant und an der Schule auch als solcher angestellt (die Chemiesammlung hat er auch mitbetreut). Nehme ich immer gern als Beispiel für unglatte Erwerbskarrieren.

    Wie der Schulträger (eine mittelgroße Kreisstadt) sich allerdings zur Schaffung dieser Stelle hatte breitschlagen lassen, entzieht sich meiner Kenntnis.

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