Beiträge von fossi74

    Persönlich würde ich das wohl unter "dumm gelaufen und runter schlucken" verbuchen

    Das kommt auch Dir hoffentlich auf den Wert der beschädigten Sache an. Trete ich auf dem Pausenhof in ein Loch und ziehe mir einen Bänderriss zu, dann wäre das ja sogar im ganz wörtlichen Sinne unter "dumm gelaufen" zu verbuchen. Trotzdem hat hier - wie im Ursprungsfall - der Schulträger die ihm obliegende Verkehrssicherungspflicht verletzt und muss dafür geradestehen.


    Viele Grüße
    Fossi

    Mann, ist das doof hier.

    Das schreit doch nach Konsequenzen, die zu ziehen Dir hier wohl keiner verübeln würde. Viel Erfolg noch bei der Uni-Karriere.

    Was den Rest angeht: Die einzige, die hier missgünstig rumlabert, bist Du selbst. Nein, ich trauere meinen jugendlichen Blütenträumen vom behaglichen Dasein als Provinzprofessor nicht nach; als Provinzlehrer gehts mir wesentlich besser.

    Du hingegen kommst hier reingesch...en, breitest Deine absolut unrealistischen, blauäugigen und von keines Zweifels Blässe angekränkelten Vorstellungen von einer Spätberufenenkarriere an der Uni aus, echauffierst Dich über jeden, der es zaghaft wagt, Dich an die Realität zu erinnern, verdammst unseren Stand in Bausch und Bogen als bieder, spießig und was coolseinwollende Möchtegern_innen sonst noch so an Invektiven vorzubringen haben und deklarierst es dann noch als Zielstrebigkeit, mit 50 die elementarste formale Grundlage jeglicher wissenschaftlicher Arbeit noch nicht über die Bühne gebracht zu haben. Glückwunsch. Genau dieses Auftreten empfehle ich auch beim Klinkenputzen an den Unis, dann bist Du schneller in Amt und Würden, als Du "Fundamentalontologie" sagen kannst.


    Herzliche Grüße
    Fossi

    PS. Wenn ich Apfelkuchen will, backe ich mir welchen. Dafür brauche ich keine Ü50-Frau.

    Nein, ich war nie ziellos, ich habe meinen Magister bereits mit 30 gemacht und dann - neben voller Berufstätigkeit - die Diss. vorangetrieben.

    Ohne Dir zu nahe treten zu wollen: Magister "schon" mit 30? Und dann die Diss "vorangetrieben", aber 20 Jahre später ist sie noch nicht fertig? Sorry, aber das Attribut wird sich jemand, der mit 30 den ersten Uni-Abschluss hinlegt, gefallen lassen müssen, selbst in den Geisteswissenschaften, selbst in der Philosophie. Und für eine Diss braucht man normalerweise auch keine 20 Jahre, nicht mal in der Philosophie. Wie verhinderst Du eigentlich, Dein Konzept alle zwei Jahre über den Haufen werfen zu müssen, weil schon wieder Relevantes zu Deinem Thema publiziert wurde? Aber gut, das Problem mag sich in der Philosophie nicht so akut stellen.

    - Solltest Du natürlich dein Abi mit 25 auf dem zweiten Bildungsweg erworben haben, verliert das oben zuerst Gesagte selbstredend seine Gültigkeit.


    Viele Grüße
    Fossi
    (dessen akademische Blütenträume schon ihren zehnten Todestag hinter sich haben)

    Der Thread scheint seinem Ende zuzueilen, deshalb vielleicht zum Abschluss ein Beispiel aus der Praxis:

    Ein Freund von mir ist habilitierter Politikwissenschaftler. Nach der Habilitation hat er sich nach etlichen anderen Stationen mit einer Aushilfsstelle am Gymnasium durchgeschlagen, wo er vier Jahre Sozialkunde unterrichtet hat und dafür fürstlich mit E 11 entlohnt wurde (wegen fehlenden Staatsexamens). Während dieser Zeit hat er sich natürlich auf alle möglichen Uni-Stellen beworben und ist jetzt seit ein paar Jahren an einer NRW-Uni (250 km von seiner Familie entfernt) in der Fachdidaktik tätig, wo er - Wunder! - eine A 13-Stelle ergattern konnte. Der Mann ist aber mehr als zehn Jahre jünger als die TE, und dass die Fachdidaktik nicht sein Lebenstraum war, ist auch klar. Genauso wie die Tatsache, dass er sich auf eine Professur kaum noch Hoffnungen zu machen braucht.


    Viele Grüße
    Fossi

    Wenn ich etwas kaputt mache, bezahle ich doch auch dafür ...

    Aber warum würdest Du denn um Himmels Willen den erwähnten OHP oder Schullaptop selbst bezahlen wollen? Bitte, bitte, erklär es mir... und zwar mit ein wenig mehr Substanz als sie der zitierte Satz liefert.

    Nochmal weitergesponnen: Würdest Du auch das zigtausend Euro teure Laborgerät selbst zahlen, das Dir UNTER BEACHTUNG GRÖSSTMÖGLICHER SORGFALT und IN KORREKTER AUSÜBUNG DEINER DIENSTPFLICHT heruntergefallen ist? Würdest Du die hunderttausende Euro Pflegekosten zahlen wollen, die entstehen, weil Du UNTER BEACHTUNG GRÖSSTMÖGLICHER SORGFALT und IN KORREKTER AUSÜBUNG DEINER DIENSTPFLICHT nicht verhindern konntest, dass ein Schüler sich am Wandertag schwer verletzt hat?

    Ach so: Deine private Haftpflichtversicherung würde in beiden Fällen abwinken - weil Du eben nicht haftpflichtig bist.


    Viele Grüße
    Fossi

    Recht, Gerechtigkeit und Anstand sind drei völlig unterschiedliche Größen - und sie schließen sich mitunter gegenseitig aus.

    Im deutschen Recht seltener, als der Laie denkt. Das hat insgesamt schon alles seinen Sinn; Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

    Ich fände es im Übrigen weder gerecht noch anständig, wenn der Schüler (i.e. de facto dessen Eltern) oder gar die betroffene Lehrkraft selbst den Schaden bezahlen müssten. Der Schaden ist im Rahmen einer schulischen Veranstaltung entstanden, die für keinen der Beteiligten freiwillig war - und deshalb steht die Schadensregulierung unter dem bewährten Motto "Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch." Grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz selbstredend ausgenommen, aber davon kann ja zumindest laut dem geschilderten Sachverhalt keine Rede sein.

    Denk den Fall mal weiter: Die Lehrerin bekommt den Ball nicht nur auf die Brille, sondern so unglücklich ans Hirn, dass sie ein Pflegefall wird und bleibt. Immer noch Sache des Schülers, das zu bezahlen, was er kaputt gemacht hat?


    Viele Grüße
    Fossi

    Warum kann eigentlich nicht einfach von jemandem das bezahlt werden, das er kaputt macht??
    Ich finde diese juristischen Spitzfindigkeiten echt immer den Hammer.

    Ich glaube, Du hast noch keine juristische Spitzfindigkeit erlebt... das hier ist jedenfalls keine. Ich würde mich als Elternteil weigern, diesen Schaden zu übernehmen. Das ist in diesem Fall glasklar Sache des Dienstherrn.


    Viele Grüße
    Fossi

    Also, in meiner allerersten Religionsstunde hat Pfarrer Heinrich uns aufgetragen, eine gelbe Din A5-Kladde anzuschaffen. Die wurde dann in den nächsten vier Jahren gefüllt, und zwar streng nach dem guten alten Katechismusschema Frage-Antwort-Frage-Antwort. Beispiel:

    "Wie heißen Gottes Gesetze für den Menschen?"
    "Die Gesetze Gottes für den Menschen heißen Die zehn Gebote."

    "Wem wurden die zehn Gebote offenbart?"
    "Die zehn Gebote wurden dem Moses offenbart."

    - Ich denke, was im Jahre des Heils 1980 im katholischen Religionsunterricht richtig war, kann kaum 35 Jahre später - in Kirchendimensionen kaum ein Wimpernschlag! - wohl nicht falsch sein.


    Viele Grüße
    Fossi

    ja, und so was muss man den Kleinen schon im Kindergarten beibringen. In der Schule muss die Arbeit in die Richtung kontinuierlich fortgesetzt werden, bis die Kinder erwachsen sind und selbst ganz klar begreifen, dass solche Situationen sehr gefährlich sein können

    Naja, normal begabte Kinder sollten das deutlich vor dem Erwachsenenalter begriffen haben. So mit zehn, zwölf Jahren ist dann sicher auch mal gut mit den kontinuierlichen Belehrungen.


    Viele Grüße
    Fossi

    ...lehrer ist genervt und will keine fragen beantworten: hat gerade anderes zu tun. du bist eine unbezahlte extraaufgabe. sei dankbar, wenn was kommt, und akzeptiere es, wenn nichts kommt.

    Und auch dazu noch was: Extraaufgaben werden im Schuldienst genauso bezahlt wie eingesparte Aufgaben vom Gehalt abgezogen werden, nämlich gar nicht. Die Betreuung von Praktikanten ist eine Dienstpflicht, und ein nettes "Pass auf, es ist gerade schlecht, lass uns nachher drüber reden" sollte doch allemal drin sein.

    Nicht an @kecks gerichtet, sondern ganz allgemein bemerkt: Ständig über den fehlenden Praxisbezug des LA-Studiums zu jammern, weil zu viele ungeeignete Absolventen produziert werden und sich dann darüber zu beklagen, dass man gelegentlich mal einen Praktikanten an der Backe hat, passt IMHO nicht so recht zusammen.


    Viele Grüße
    Fossi

    ...sitzen auf fremden stühlen: macht man nicht. taktgefühl und so. das ist deren arbeitsplatz, auf dem du da sitzt.

    Das sehe ich anders: Es kann nicht das Problem des "Neuen" sein (neue Kollegen werden ja in solchen Fällen grundsätzlich genauso behandelt), wenn das Lehrerzimmer zu klein ist. Und abgesessene Dienstjahre sind per se keine Leistung, die zu irgendwelchen Privilegien berechtigt.


    Viele Grüße
    Fossi

    - Wenn man Lehrern zugeteilt wird, die einem zu ihrem Unterricht nichts erzählen und genervt sind, wenn man Fragen stellt.


    Ergänze:

    ... die einem zu ihrem Unterricht nichts erzählen können

    ... die einem bei jeder Gelegenheit erzählen, dass der ganze Quatsch sie eigentlich nicht mehr interessiert und sie sich hauptsächlich auf ihr "zweites Standbein" als Weinhändler/Reiseleiter/Biobauer konzentrieren. Alle drei Varianten selbst erlebt (aber nicht alle im Praktikum)!


    Viele Grüße
    Fossi

    - den nicht die Praktika genervt haben, sondern die Begleitveranstaltungen an der Uni. RIP, Frau Lucas!

    In Hessen sind die Leistungsnachweise grob vorgegeben, es müssen aber nicht unbedingt Klassenarbeiten sein. Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, viel mehr alternative Leistungsnachweise durchzuführen, im Augenblick korrigiere ich z.B. zum ersten mal in meinem Leben eine Portfolioarbeit (Burufsbildender Lernbereich / Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung).


    Aber immerhin sind sie grob vorgegeben. Die Möglichkeit, Klassenarbeiten durch Alternativformen zu ersetzen, gibt es in Bayern mittlerweile auch. Dennoch wird schon von Seiten der Fachbetreuung darauf geachtet, dass die Bedingungen innerhalb der Schule vergleichbar sind.


    Viele Grüße
    Fossi

Werbung