Ich weiß nicht, mir dünkt jetzt langsam, welchen Mehrwert digitales Lernen wirklich hat und da scheint mir die Ausbeute mager zu sein. In Berufsschulen und Oberstufe Gymnasium nutzt die Vorbereitung für berufliche Anwendung vielleicht, das kann ich nicht beurteilen. Für Grund-/Ober-/Förderschulen/SEK I sehe ich keine Vorteile, das ganze Homeschoolen ist eine Notlösung, der Erklärfilm ersetzt nicht unsere Anwesenheit, die App nicht das Übungsheft, die Videokonferenz nicht das Gespräch.
Ist auch mein Eindruck. Ich lerne zwar etliches über Videokonferenzen, Online-Plattformen etc, aber die Schüler melden mir jedes Mal zurück, dass sie lieber den direkten Kontakt im Unterricht wieder zurück hätten und dass sie gar keine permanente digitale Berieselung wollen, sondern lieber verständliche Arbeitsaufträge mit Buch und Arbeitsblättern. Erklärfilme sind sehr gefragt, aber das ist auch der Tatsache geschuldet, dass die Lesekompetenz immer schlechter wird. Ich bekomme regelmäßig Rückfragen per Mail, die zeigen, dass Schüler einfachste Formulierungen in den Aufgaben gar nicht lesen, sondern lieber den bequemen Weg wählen - frag doch den Lehrer. Im Prinzip wie im Präsenzunterricht.